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MIR ZUR FEIER – „NACHTWÄCHTER „
So nen bissel kann ich mich an das Debüt der Bielefelder noch erinnern. Ist ja nun doch ein eher etwas ungewöhnlicher Name für ne Metalband, welcher dann doch irgendwie bei einem hängenbleibt. Jetzt sind schon wieder gut 4 Jahre ins Land gezogen und das Trio um Frontfrau Mara Bach legt kräftig nach. Was einen bei den gebotenen 10 Songs tatsächlich beindruckt, ist der mehr als verdammt fette Sound, welcher einem hier entgegenschlägt. Zwar klingt das Ganze hier doch eher ziemlich sauber und so dieses gewisse „urwüchsige“ im Sound fehlt, aber das ist nicht wirklich als abwertend anzusehen. Auch spielerisch haben die es voll drauf, keine Frage. In erster Linie lässt sich das ganze Geschehen sicherlich in die melodischere Death Metal Sparte einordnen, wobei man aber eine wirklich enorm fette Portion an etwas theatralisch anmutender Elemente mit einbaut. Dabei fehlt es den Leuten keinesfalls an Kreativität. Ne, da ist stellenweise doch schon ganz schön so ein gewisser, ganz eigner Einschub zu erkennen, welcher auch durchweg wirklich gut zum Vorschein kommt. Die teils doch eher etwas Melodie betontere Songstruktur hat aber auch immer noch genügend Platz, um dort richtig schwere heftige Riffs reinzupacken. Neben ner Vielfalt an diversen Rhythmuswechseln, sind es aber vor allem die leicht vertrackten Rhythmen, welche streckenweise doch eher etwas unerwartet und überraschend auftauchen, um, dem gesamten Geschehen durchaus immer wieder neues Leben einhauchen und interessante Akzente verleihen. Ein paar längere Ausflüge an den Gitarren kann man vereinzelt hier auch mal vorfinden, wobei diese aber zum Glück nicht völlig ausarten, sondern sich eher recht dezent ins gesamte Songgefüge einpassen. Das am stärksten hervortretendes Element bei deren Mucke ist ohne jeden Zweifel der Gesang. Was die holde Maid hier am Mikro leistet ist schon ne Klasse für sich selbst. Die hat nen stimmliches Re­per­toire anzubieten, welches wirklich enorm krass ist und einem wirklich voll unter die Haut gehen kann. Zwar gibt es da ohne Zweifel auch andere Sängerin, welche den Wechsel zwischen Growls , hysterischem Keifen ,ausdrucksstarkem Klargesang und poetisch anmutenden Sprechgesang draufhaben ,aber so nen stetigen Wechsel zwischen den unterschiedlichsten Stimmlagen hat man doch eher noch nicht so oft gehört .Das ist schon mehr als beeindruckend !Obwohl das Werk insgesamt gesehen einem ne Unmenge an ungezügelter Power entgegenschmeißt, fehlt mir dennoch dieser gewisse „brutalo „Einschlag, welcher dich sofort und gnadenlos mitreißen bzw . umreißen kann /wird. Fettester Song und auch Anspieltip für mich ist auf jeden Fall Titel 7 „Metall & Glas“. Der ist schon so ein ziemlicher Knaller, welcher auch mal fast durchwegs dafür sorgen kann, dass man mal den Kopf so richtig kreiseln lassen wird. Auch wenn’s musikalisch wirklich gut gemacht ist, hauts mich nicht wirklich „von den Socken“. Der breiten Masse wird das sicherlich schon ganz gut gefallen, aber mir fehlt hier ganz einfach so dieses gewisse Etwas, das einen wirklich total überzeugt und vollständig mitreißen kann. Wer so auf die ganze moderne melodic Death Metal Schiene voll abfährt, auf richtig miesen, garstigen und abwechslungsreichen Gesang steht, der wird sich dennoch an diesem Werk vollkommen ergötzen können. (LEO)
NOIZGATE Records / NUVINCI GmbH  https://www.facebook.com/noizgaterecordsofficial/
 
INFECTED PRIEST /HUMAN TARGET (Split -Tape)
Ein bissel überrascht es mich ja nun doch irgendwie, dass gerade aus Finnland doch auch so richtig guter extremer und knallharter Death Metal Stoff kommt. Irgendwie hatte man doch bisher den Eindruck, als würde da zum großen Teil doch eher Zeugs kommen, was ne zurückhaltendere melodiöser angehauchte Metalschiene fährt. Aber die 13 Songs, welche hier von den beiden finnischen Vertretern in etwas mehr als 20 Minuten runtergerattert werden, können einen tatsächlich eines Besseren belehren. Den Anfang machen INFECTED PRIEST, die wohl letztmalig 2017 mit nem Demo auf sich aufmerksam machen konnten. Jetzt zeigt man mit seinen 8, wohl brandaktuellen Tracks, dass man es spielerisch immer noch drauf hat. Ziemlich wild und ungestüm ballern die hier dann auch los und lassen absolut keinen Zweifel daran aufkommen, dass ihre Wurzeln ganz ganz tief im old school Death Metal liegen. Ganz vereinzelte Parts aus dem Grindcore Sektor lassen sich zwar auch immer mal wieder erkennen, beeinflussen aber nicht wirklich übermäßig deren Sound. Das klassische Death Metal Grunzen darf hierbei dann natürlich auch nicht fehlen. Zwar bieten die nun absolut nix unerwartet Neues, aber wer so auf ne richtig derbe old school Death Metal schwingende Keule steht, kriegt hier das volle Programm geboten. Die zweite Hälfte ist mit 5 Tracks von HUMAN TARGET bestückt. Das sind allerdings alles Songs welche man bereits auf der EP von 2023 verewigt hat. Also nicht wirklich brandneues Zeugs! Rein von der Soundqualität her ist das im Vergleich zu ihren Mitstreitern, auch eher etwas „dünner “ geworden. Aber rein von der Mucke her gesehen, gehen die mit ihrem Death Metal Style dann doch noch etwas gewalttätiger zur Sache. Hierbei gestaltet sich der Songaufbau auch etwas abwechslungsreicher, wobei insbesondere die Gitarren doch etwas tiefer gestimmt sind, was dem Sound so nen wirklich old schooligen dreckigen Anstrich verleiht. Obwohl die nun recht brachial rumwerkeln, gibt es dennoch auch ganz vereinzelt mal ein paar wenige Momente, in denen man sich etwas ausgiebiger an den Gitarren beschäftigt. Auch gesangsmäßig zeigen die sich etwas anders als INFECTED PRIEST und setzten mehr auf so nen miesen, eher etwas kehligen Ausdruck, wobei natürlich auch hier leichte growlige Parts nicht fehlen dürfen. Das auf 100 Stück limitierte Tape haut einen zwar nicht komplett weg, ist aber bestens dazu geeignet, sich mental auf nen Death Metal Konzertabend einzuschießen. (LEO)
NIHILISTIC HOLOCAUST  www.facebook.com/nihilisticzinedistro


EVOKED - „IMMORTAL ARTS“ (EP)

Wenn du das aktuelle Scheibchen der 3 Mannen aus good old germany das erst mal näher betrachtest, bist du auf jeden Fall schon mal mehr als positiv eingestellt. Richtig sau cooles Cover und auch deren Bandlogo kommt irgendwie schweine lässig rüber. Musikalisch ist ja unsereins bereits 2019 durch deren erstes Album „Ravenous Compulsion“, auf die Jungs aufmerksam geworden. Und von daher weiß man dann natürlich im Vorfeld auch schon, dass deren Mucke den allerersten positiven Eindruck ohne Zweifel noch verstärken wird.  Rein mit dem Teil und dann geht’s auch ohne Umschweife gleich hammermäßig los. Was für ein Brett, das die uns hier in etwas mehr als 20 min. entgegenschleudern. Richtig schön old schoolig durchtränkt, schweift deren Blick ganz eindeutig in Richtung „Obituary “, „Pestilence“ und vielleicht sogar „Death“. Trotz der allseits vorhandenen brutalen und super fetten Death Metal Ladung, lässt sich aber dennoch auch so eine wirklich ganz dezente thrashige Note ausmachen. Obwohl die 5 Stücke nun volle Pulle eher typisch oldschool mäßig daherkommen und nicht wirklich was Unerwartetes oder gar Neues mit sich bringen, klingen die dennoch niemals altbacken oder in irgendeiner Form langweilig. Durchaus gibt es da hier auch mal das eine oder andere Riff, was doch noch so nen bissel was an Eigenkreativität aufblitzen lassen kann. Gerade so einige Breaks und kürzere Zwischenspiele lassen da immer mal wieder richtig aufhorchen. Trotz des insgesamt extrem durchschlagenden Charakters der einzelnen Stücke, hinterlässt man mit „IMMORTAL ARTS“ kein mit Leichen übersätes Schlachtfeld. Trotz der enorm treibenden Riffs und dem super fettem Drumming, findet man immer mal wieder ein wenig Platz für Midtempo – oder auch Uptempo Passagen. Garniert wird das Ganze noch mit „Pestilence“ mäßigem, heiserem Gekeife. Auch wenn das Dreiergespann sicherlich das Death Metal Rad nicht neu erfindet, kommt das alles hier absolut überzeugend und vor allem authentisch rüber. Definitiv wurde hier ein zwar kurzes, aber richtig cooles und tödliches Hörvergnügen kredenzt, welches Live präsentiert, ohne jeden Zweifel dafür sorgen wird, dass die Meute mal wieder so richtig austickt.
(LEO)
FDA Records    https://fda-records.com/

27.4.2024 HAMMER DisasterKFWHAMMER          DISASTER KFW – “ FALLEN CROSSES”
Jeder ostdeutsche Metalfreak muss eigentlich die Weimaer Bombentruppe fest in seinem Hinterstübchen verankert haben, da die ja nun ohne jeden Zweifel auch heute noch einen ziemlichen Kultstatus genießen.
1985 als „Klassischer Friedhof Weimar“ angefangen, gehören die ja nun zweifelsfrei mit zu den wenigen ostdeutschen Bands, welche es bis heute doch auch irgendwie geschafft haben, sich durchs Szenegeschehen zu kämpfen. Obwohl deren Bandaktivitäten zwischenzeitlich auch mal stagnierten, können die dennoch auch schon auf ne recht beachtliche Menge an den verschiedensten Veröffentlichungen zurückblicken. Nachdem man sich letztmalig 2015 mit der full length „Pieces“ in die Metallandschaft zurückmeldete, war wohl erst einmal wieder eine kreative Schaffenspause angesagt, um sich jetzt, kurz vor dem 40-jährigen Jubiläum, wirklich eindrucksvoll wieder zurückzumelden. Und obwohl die 5 gestandenen Männer nun auch schon ins Alter gekommen sind, haben die auf dem aktuellen Output in keinster Weise irgendwie nachgelassen oder schwächeln gar. Da könnte man eher schon sagen: „Umso oller, um so doller „. Denn das, was die uns hier mit ihren 14 Nummern entgegenschleudern, hat neben der enormen Durchschlagskraft und massig starker Melodien, noch einiges mehr zu bieten, um bei euch keine Langeweile oder Monotonie aufkommen zu lassen.  Obwohl natürlich deren Hauptfokus ganz klar auf kompromisslosem old school Todesblei liegt, welchem man so eine gewisse Eigennote einverleibt hat, wird hier nicht nur gnadenlos drauflosgeballert. Dass die sich hier auch mal phasenweise eher etwas thrashiger vorwärtsbewegen, ist zwar nix ultra neues, passt aber hervorragend zum Gesamtaufbau. Am stärksten und deutlichsten treten hier dann aber deren unterschiedlichste Black Metal Ambitionen zum Vorschein. So ist z.B „Falling Down“ so ein richtig tiefschwarzes Stück, in welchem so einiges an bitterbösen Black Metal Parts zum Vorschein kommen. Titel 8 „Via Regia 1987“ hingegen bewegt dann mehr in die atmosphärische, melodische Black Metal Richtung. Wem das noch nicht genug Abwechslung ist, dem bietet man mit „Opus Pestum“ und auch „Winter Gales“ noch 2 Tracks an, welche durch ihren düsteren, teils hymnischen, teils leicht monumental wirkenden Charakter, das Potential haben, um zu ner echten Bandhymne aufsteigen zu können. Obwohl gerade bei „Winter Gales“ in keinster Weise mit Keyboardklängen gegeizt wird, wirkt das dennoch niemals irgendwie überladen, aufgesetzt oder gar kitschig. Ne, ganz im Gegenteil! Für mich definitiv einer der stärksten Stücke dieser Scheibe. Fast schon nen bissel logisch ist bei denen dann natürlich auch der stetige Wechselgesang, bei welchem fette Growls immer wieder gegen das infernalisches Gekreische antreten. Wer mal wieder alle seine Sinne richtig beanspruchen will, auf donnernde Schlagzeugsalven, rasiermesserscharfe, brutale Riffattacken und gnadenlosen, bösartigen Wechselgesang steht, wird mit “ FALLEN CROSSES” bestens bedient .Ein richtig starkes ,wuchtiges und vor allem auch abwechslungsreiches Stück an deftiger Metalmucke ,welche man getrost ein paar Mal hintereinander im Player rotieren lassen kann ,um dann auf die absolut höchste „Betriebstemperatur „ zu kommen . (LEO)
German Democratic Recordings  http://gdr.ostmetal.de/


ANDABATA – „ HIRNFRESSER „( EP )
Die Nürnberger gehören ja nun ohne jeden Zweifel auch zu den alten Hasen, welche nun auch schon seit 1997 mit ihrer Mucke die Szene bereichern. Seit der Veröffentlichung ihrer letzten Scheibe „ Corpse Grinding Machine" ( 2011 ) hat sich bei denen dann allerdings echt nicht viel getan .Wie es aber so bei vielen Bands wohl ist ,hatten die über die Jahre hinweg immer wieder mit Besetzungsproblemen zu kämpfen ,so dass mittlerweile  nur noch Carsten ( Bass & Gesang ) als einziges Original Mitglied übrig geblieben ist und auf dem Scheibchen hier nur noch von Sabine ( Schlagzeug ) tatkräftige Unterstützung erfährt . Immerhin hat man es nach so vielen Jahren der Ruhe nun geschafft ,5 Songs auf das kleine Silberscheibchen zu bringen, welche, zumindest mich, doch streckenweise schon positiv überraschen. Denn ANDABATA ist definitiv keine Band, welche so klingt wie 1000 andere. Klar zocken auch die hier vorzugsweise Death Metal, welcher aber auch eine nicht zu überhörende Ladung thrashiger Elemente mit drin hat. Allerdings ist ihre Vorgehensweise hier nun absolut nicht als super typisch für diese metallische Zusammensetzung anzusehen.  Denn ,auch wenn s eventuell für diverse Metalfreaks komisch klingen mag , erinnert mich deren Style teils irgendwie an unsere ostdeutsche Kulttruppe MANOS .Zum einen sind es die Instrumente ,die irgendwie anders gestimmt daherkommen und zum anderen sind es insbesondere einige Rhythmen ,Akkorde und Riffs ,die bei mir so nen Gedanken aufkommen lassen .Das sind irgendwie teils eher etwas außergewöhnlichere Klänge oder Passagen ,welche sich  beim ersten Hören sofort tief im Hirn festsetzen ,so dass du selbst nach etlichen Jahren ,dann sofort wieder weist ,um welche Band es sich handelt . Nennt man wohl in Fachkreisen Trademarks! Schon zu Beginn des ersten Songs lässt sich das recht deutlich ausmachen. Ziemlich flott gehalten, blitzen hier schon ein paar recht deftige Gitarrenläufe auf, welche zwar nicht durchgängig reinrassigen Death Metal rüberbringen, aber dennoch ganz gut reinhauen können. Zwischenzeitlich mal nen bissel das Tempo rausgenommen, zeigt man sich durchaus flexibel beim Songaufbau. Titel 2 bringt dann für mich schon mal die erste Überraschung mit sich. Denn zum Anfang zeigt man sich erst einmal von völlig anderen musikalischen Sphären beeinflusst, welche ich hier nicht mal in deine bestimmte Richtung einordnen kann. Obwohl das eventuell für einige etwas komisch klingen mag, kommt das irgendwie verdammt gut rüber. Weiter geht’s dann mit nem Songaufbau, welcher ohne jeden Zweifel ein gutes Partyfeeling verbreiten wird und kann. Zwar wiederholen sich hier bestimmte Riffs und Rhythmen recht oft, wirken aber dennoch nicht übermäßig monoton. Aber gerade dieser doch verhältnismäßig einfache Songaufbau ist es dann, der voll ins Ohr geht und sich dort zweifelsfrei auch festsetzen wird. Die screamigen und growlenden Gesangseinlagen sorgen hierbei dann aber doch noch für gewisse Abwechslung. Der 3 Song ist dann definitiv der flotteste und am stärksten Death Metal behaftete Song.   Richtig schön treibend und mit ganz tiefem Growelgesang unterlegt, entfacht man hier schon so etwas wie ein metallisches Feuerwerk. Voll bestückt mit recht deftigen Riffs (welche teils aber auch recht thrashig behaftet sind) und ner durchaus einschlagenden Drumarbeit, macht das Stück schon ganz gut Laune und sollte bei der Headbangergemeinde wohlwollend angenommen werden. Beim vorletzten Song wird anfangs auch ganz schön was an Tempo vorgelegt, wobei es dann aber auch recht häufig zu unterschiedlichsten Tempowechseln kommt. Ein durchaus recht variabel gestalteter Songaufbau, welcher sich in der Gesamtheit als durchaus interessant darstellt. Die extra lange Version von „Kannibale „, welche man hier als Bonustitel angeheftet hat, zeigt dann mal wieder, dass man nicht in irgendeine Einheitsbreisparte gesteckt werden will. Denn auch hier lässt man mal wieder vereinzelt ein paar musikalische Töne mit einfließen, welche wohl so rein gar nichts mit Metal zu tun haben. Das man sich hier in saarländischer Sprache präsentiert, ist zwar auch nen bissel „exotisch“ anmutend, aber auf Grund des heftigen growl und kotz/keif Gesangs nicht wirklich zu verstehen/erkennen. Was bleibt als abschließendes Fazit noch zu sagen …? Insgesamt gesehen hätte man insbesondere der Drumarbeit doch noch einiges mehr an Druck und Durchschlagskraft einhauchen sollen, um dem Geschehen doch noch mehr an Kraft zu verleihen. Die Songs insgesamt wirken zwar teils recht einfach gestaltet, lassen aber dennoch öfters auch durch durchaus sehr interessante Momente aufhorchen. Für mich ist das hier dennoch eine echt coole und vor allem ehrliche undergroundige Produktion, welche wohl ohne irgendwelche extremen technischen Hilfsmittel auskommt, um die Songs aufzupeppen. Da werden wohl einfach nur die Instrumente eingestöpselt und dann geht’s los?! Das was die Beiden uns hier vorlegen, kommt direkt aus deren Seele und aus tiefsten metallischen Herzen. Zu mehr als 100% haben die sich, ohne Wenn und Aber, dem Metal verschrieben. (LEO)
https://www.facebook.com/Andabata/

CAN CALYX – „ HEAVY DOOM THRASH” ( EP )
Dass die Jungs aus Halberstadt musikalisch gesehen, nicht ganz so leicht bzw . felsenfest in irgendeine bestimmte Sparte einzuordnen sind, haben die ja nun bereits auf ihrer zweiten Demo Veröffentlichung “ DIRE HOWL OF DISCORDIA” mehr als deutlich unter Beweis stellen können. Und auch mit ihrem aktuellen Teil lassen die in den fast 15 min. Spielzeit daran keinen Zweifel aufkommen, dass man in Punkto musikalischem Songaufbau auch weiterhin einen eher recht eigenwilligen und sicherlich auch eigenständigen Weg geht. Wie bereits beim Vorgänger, stehen auch hier die thrashigen Elemente an erster Stelle, wobei aber auch zweifelsfrei dieser Stoner Rock - / leichte Südstaaten Rock – Flair verstärkt zum Vorschein kommt. Und das ist insbesondere dann doch beim Rhythmus wie auch bei der Riffgestaltung verstärkt zu erkennen. Fast schon logisch ist dann natürlich auch, dass sich dann ebenfalls immer mal wieder leichte Heavy – und Doom Einflüsse einschleichen. Diese stehen dann zwar aber eher etwas hintergründig, sorgen aber dennoch dafür, die Songs aufzulockern und denen einen interessanten Anstrich zu verleihen. Gerade beim zweiten Song „The might of many „zeigt man sich mit den teils etwas länger gezogenen Parts doch eher doomig , wenn auch nicht in dieser absolut typischen Vorgehensweise ,wie man es sonst so kennt .Gesangstechnisch waren die ja auch schon mehr als variabel, wobei man, ich wills mal so sagen, hier dann sogar die volle Bandbreite, was den metallischen Musiksektor betrifft, rüberbringt. Neben dem Thrash mäßigen Geschoote, ganz leichten eher cleanerem Heavy Style, führt deren Ausdrucksweg über dunklem Black Metal Gekeife bis hin zu fast schon Death Metal Growls. Also Abwechslung wird einem hier nicht nur musikalisch, sondern auch gesangstechnisch so einiges geboten. Wer auf interessante und eher etwas außergewöhnliche metallische Arrangements und Riffs voll abfährt, wird mit deren aktueller Veröffentlichung auf jeden Fall fündig werden . (LEO)
https://www.facebook.com/cancalyx.de/
https://www.cancalyx.de/

NEROCAPRA – “ LA SERPE IM SENO “
2003 sind die Italiener bereits als musikalisches Trio gestartet, haben aber allen Anschein nach mittlerweile ihr Line - up abgespeckt und präsentieren sich auf ihrer vierten full lenght wohl nur noch als Duo. Wie man es eventuell schon vom Titel “ LA SERPE IM SENO “ erahnen kann, präsentiert man sich hier in seiner Muttersprache, was aber auf Grund des doch recht extremen Gesangsausdrucks nicht weiter auffällt oder irgendwie negativ zu bewerten ist. Denn rein musikalisch gesehen, kriegen die es hier bestens hin, dich mitzureißen. Das bei den hier angebotenen 7 Songs, mit ner Spielzeit von immerhin 25 min . , doch so einiges passieren könnte ,lässt sich sicherlich vielleicht schon erahnen .So wie sich die Italiener mit ihrem Eröffnungssong darstellen, würde man hier dann zu allererst mal nen absolut mehr als fetten und tödlichen Rundumschlag erwartet . Das Teil ballert einem so ne richtig derbe Ladung an Death Metal Klängen um die Ohren, wobei man dennoch schon leicht merkt, dass die mit Sicherheit nicht nur gnadenlos draufloshämmern werden. Denn bereits hier sind doch auch schon anderweitige metallische Einflüsse klar zu erkennen. Ab dem nächsten Stück zieht man dich dann immer mehr in die Thrash -/Black Metal Richtung, welche sowohl vom Sound wie auch vom Style her, volle Pulle old school mäßig belastet ist. Das deren musikalischer Weg streckenweise durchaus ziemlich stark an Hellhammer/ Celtic Frost Zeiten erinnert, ist mehr als deutlich zu erkennen. In punkto Abwechslung bieten die hier auch ganz gut was an.  Neben ein paar längeren Gitarrenauswüchsen, kommt es aber auch immer mal wieder zu leichten Tempowechseln. Trotz dieser vereinzelten kurzen Geschwindigkeitsdrosslungen, zeigen sich die 7 Stücke dennoch in bester Headbanger Manie und lassen dich mit Sicherheit nicht nur blöde rumstehen. Die letzten beiden Songs erinnern von der Soundqualitativ her, dann eher an ner Demoproduktion und zeigen sich musikalisch noch anders gestrickt. Insbesondere Song 6 tendiert ganz deutlich in die Doom Richtung. Düstere, dunkle und langsame Riffs bestimmen hier das Geschehen, bevor man dann nahtlos zum letzten Stück übergeht, welches sich als reines Instrumental darstellt. Vorrangig setzt man hier auf eine unterschiedlichste und durchaus kreative Riffgestaltung. Hut ab, das kommt verdammt stark rüber!  Ein richtig schnuckliges old school Death -/Thrash-/Black Metal Brett, das ihr euch in zwei verschiedenen Formaten (CD Digipack / 50 Tapes limitierte edition) unter https://www.facebook.com/warhellrecords und https://www.facebook.com/profile.php?id=100065581119148  an Land ziehen könnt. (LEO)
https://www.facebook.com/Nerocapra
 
HOUNDS OF DAMNATION – “ VAULT OF TORMENT “
Die 4 Mann Truppe kann man wohl getrost noch als Band Neuankömmlinge im Metal Lager bezeichnen, auch wenn die 4 Jungs wohl schon bereits in diversen anderen Bands so einiges an musikalischen Erfahrungen sammeln konnten. Deren Plan, ne musizierende Truppe zusammenstellen zu wollen, mit der man seine ganz eigne Vorstellung von Metal verwirklichen kann, schwirrte wohl schon seit etlichen Jahren im Hinterkopf herum. Aber erst 2022 wurde dann in einem dunklen Hinterhof der Plan gefasst, sich als vollständige Band der Meute da draußen, „zum Fraß“ vorzuwerfen. Gesagt getan, wurde fleißig geübt und getüftelt, um uns nun voller Stolz das Debüt zu präsentieren. Und das, was die uns dann hier in fast 34 min . anbieten, macht sich gar nicht mal so übel. Den Grundgedanken an Death Metal haben die hiermit sicherlich verinnerlicht, wobei ich allerdings ganz ehrlich gesagt nicht ganz 100%`tig deren eigene Beschreibung von: „Für Fans von Morbid Angel, Bolt Thrower, Meshuggah „nachvollziehen kann. Sicherlich gibt es hier einige Parts /Riffs und Vocale, welche eventuell noch Vergleiche aufkommen lassen könnten, aber insgesamt gesehen zeigt man sich doch eher in einem recht moderneren Soundgewand und lässt eher wenige old school mäßige Einflüsse erkennen.  Im Gegensatz zu vielen anderen Bands brauchen die hier nicht erst ein großartiges Vorgeplänkel, sondern legen gleich ab dem ersten Takt ziemlich straff nach vorne los und lassen insbesondere bei der Riffgestaltung, bereits nen recht hohes technisch Level erkennen. Auffällig hierbei ist auch schon, dass insbesondere deren Sound wirklich enorm druck -und kraftvoll einem entgegenschlägt und doch streckenweise recht gut „die Erde zum Beben“ bringen kann. Obwohl hier über weite Strecken das Death Metal Grundgerüst recht ordentlich drückt, gibt es eher weniger Momente, in welchen man mal tatsächlich alles „in Grund und Boden „hämmert. Vielmehr setzt man hier dann doch auf Technik und Abwechslung, welches insbesondere bei der Bearbeitung der Gitarren mehr als deutlich wird. Auch wenn die einem streckenweise verdammt heftig entgegenschlagen, setzt man doch etwas vorrangiger auf technische, filigranere Riffgestaltung. Besonders deutlich wird dies dann bei solchen Songs wie “Vault Of Torment” oder auch “Behind The Knives”, bei welchen man fast schon etwas progressiv wirkend daherkommt.  Insgesamt gesehen ist aber dennoch die Mixtur zwischen derb heftig und verspielt, verhältnismäßig ausgewogen. Der ziemlich aggressive, druckvolle und leicht „angefickt“ wirkende Gesang passt bestens zum Gesamtmusikkonzept und lässt durchaus vereinzelt auch mal ein paar Veränderungen in der Tonlage erkennen. Als krönenden Abschluss hat man dann nen Stück zusammengebastelt, welches wohl als reines Outro zu bewerten wäre und fast schon wie so ein Horrorfilmsoundtrack rüberkommt. Alles in allem geht die Scheibe richtig ordentlich in die Ohren und sollte insbesondere bei der eher etwas jüngeren Generation recht gut ankommen. Das allererste Lebenszeichen der Truppe kann man als Digipack und als auf jeweils 100 Stück limitierte LP in schwarz, transparent-rot und orange abgreifen. (LEO)
Unholy Fire Records www.unholyfire-records.com



























EISENBLATT#19 ( A5 deutsch )
17.2.2024 Fanzine Eisenblatt Nr 19Hendriks kleines EISENBLATT Heftchen geht mittlerweile nun auch schon auf eine neue Jubiläumausgabe zu. Da kann man echt nur den Hut vor ihm ziehen, dass er mit seiner kleinen Undergroundlektüre so lange durchgehalten hat und heute wie damals immer noch die Fahne der (ost)deutschen Metalszene mit totaler Überzeugung schwenkt. Zwar hat es diesmal mit der neuen Ausgabe aus den verschiedensten Gründen nen bissel länger als sonst gedauert, aber dafür ist das Heft mit den fast 70 bestückten Seiten, echt fett geworden. Das Beste hierbei ist natürlich dann erst einmal, dass hier niemals enorm viel Platz für diverses Bildmaterial verschwendet wird und man sich bedeutend intensiver mit den Inhalten auseinandersetzt. Ganz neu bei dieser Ausgabe ist, dass man dieses Mal für die Reviews der unterschiedlichsten Tonträger ein extra "Heavy News" Beiheft angelegt hat. Also gib es hier ganze2 Heftchen für 5,00 Euro. Wenn das allein nicht schon ein super Angebot ist, weiß ich echt nicht mehr, was man noch will!  Dass das EISENBLATT sich nicht grundlos als „das Zentralorgan für Metal in Ostdeutschland „bezeichnet, sollte mittlerweile wohl jeder schon wissen. Und so ackert man sich natürlich auch bei dieser Ausgabe inhaltlich durch den tiefen morastigen ostdeutschen Underground und zeigt sich natürlich metallisch vollkommen aufgeschlossen, was die musikalische Ausrichtung betrifft. So könnt ihr hier dann so einiges neues erfahren was sich in den Hauptquartieren von Bands wie BURN DOWN EDEN, CRYSTAL, DUBIOSIS, IRON BLADE, JT RIPPER, LAST RESISTANCE, MAD SLAUGHTER, MARIO LE MOLE, PANZERKREUZER, PURGATORY, QUASIMODO, RADIATION DUST…. alles so in letzter Zeit abgespielt hat. Um aber auch mal hinter die Kulissen des Musik Business zu gucken, gibt es dann sogar mal eine Gesprächsrunde mit einem Vertreter der GEMA. Ist schon richtig cool und informativ geworden, wenngleich leider auch nen bissel kurz. Und wie man es von Hendrik kennt und vielleicht auch „erwartet“ hat, wird in seinem Heftchen nicht nur musikalisch auf Abwechslung gesetzt. Denn wie immer, gibt’s hier auch seine berühmt berüchtigten Specials zu entdecken. Seit seiner letzten Ausgabe gibt es hier ja mit "VISITE - LESESTOFF UNTERM OKULAR" ne brandneue Rubrik, in welcher man uns mal nen bissel was an metallischer Buchlektüre näherbringt. Vorgestellt werden hier diesmal RED METAL und HEAVY METAL IN DER DDR. Beide Bücher, kann man selbst voll weiterempfehlen! Natürlich werden auch in dieser Ausgabe in der Rubrik “RELIKTE AUS DER RUMPELKAMMER“ wieder so richtig alte Schätze von älteren Ostmetal-Veröffentlichungen ausgegraben, welche sicherlich dafür sorgen werden, dass bei dem einen oder anderen so nen richtiger „Jagdinstinkt „aufflackern wird. Seid ihr dann erst so richtig heiß auf seltenere Veröffentlichungen bzw. steinalte Bands geworden, werdet ihr keinesfalls an der Rubrik "METAL AUS DEN BRUDERLÄNDERN" vorbeikommen. Hier werden euch Bands (diesmal mit den russischen MASTER und OSSIAN aus Ungarn) aus den ehemaligen Ostblockstaaten näher vorgestellt. Mit absoluter Sicherheit werdet ihr dann bestimmt noch weiter recherchieren, wo ihr eventuell irgendwas von dehnen ergattern könnt. Mit den insgesamt vollgepackten 100 Seiten kriegt ihr hier wieder mal ne richtig fette und geile Lektüre vorgesetzt, welche jeden wahren und echten Metalfan voll zufrieden stellen kann. (LEO)
eisenblatt@ostmetal.de
http://eisenblatt.ostmetal.de/hefte.htm


YMORDIN – “ FINALLYI “ ( EP )
Vor gut 10 Jahren hat die Band schon mal in Form eines kleinen Interviews den Weg in unsere Lektüre gefunden. Seither ist allerdings bei denen allen Anschein nach nicht wirklich viel passiert, außer dass man doch vereinzelt mal ein paar Live Shows runterreißen konnte. Musikalisch haben die sich aber bisher noch auf keinerlei Tonträgerformat verewigt, was doch eher etwas verwunderlich ist. Allen Anschien nach wollen die 4 Metallkerle nun doch endlich mal loslegen. Auch wenn es das erste Lebenszeichen „Finallyi“ erst mal nur im digitalen Format gibt, lohnt es sich, da mal seine Ohren auf Empfang zu stellen. Denn was die hier mit ihren 4 Tracks abliefern, macht durchaus Lust und Laune auf mehr. Neben dem echt coolen Cover ist es aber tatsächlich deren Mucke, die sich aus Heavy Metal und Speed Metal zusammensetzt, welche mehr als überzeugend auf einem eintrümmert . Schon der Einstiegssong „Whiskey warriors“ entfacht von Anfang an ein Feuerwerk von Heavy - / und Speed Metal. Neben nem super flotter Drumeinsatz  ,sind vor allem die schon recht heftigen Gitarren ,welche hier so richtig vorwärtstreiben .Auch wenn sich zwischenrinne immer mal wieder ein etwas längerer und ausgiebiger Soligitarreneinsatz verirrt ,ist der Song zum bangen echt gut geeignet . „Spitfire“ ist dann nen Song, welcher durchaus schon so etwas wie einen leichten Hymnen Charakter hat und zum mitgrölen ganz gut geeignet ist. Vom Aufbau her zeigt der sich zwar zum Vorgänger etwas verspielter, bringt aber dennoch den Funken des Metals richtig gut rüber. „Midnight hero“ hingegen ist eher ein etwas typischer Metal Song ,,bei welchem aber gerade in Sachen Riffgestaltung (inclusive diverser Solieinlagen ) so einiges passiert und man doch stärker in die Speed Metal Sparte eintaucht . Auch bei „7 miles to paradise“ sind es von Beginn die Gitarren und die Drums die so richtig vorantreiben. In Sachen Tempogestaltung variiert es hier etwas stärker, wobei auch diesem Stück so was leicht hymnenhaftes mit sich bringt, was besonders durch einen etwas stärkeren Chorus Gesang unterstrichen wird. Definitiv das Stück, welches man durchaus als Anspieltip hier mal empfehlen möchte. Ne starke, überzeugende und solide Arbeit, welche die Jungs hier abgeliefert haben. Solltet ihr euch auf jeden Fall mal online auf YouTube. oder auf diversen Streamingplattformen reinpfeifen. (LEO)
ymordin@gmx.de
https://www.facebook.com/Ymordin/
 
17.2.2024 BoarhammerHAMMER      BOARHAMMER –  „II: CHEMOGNOSIS - A SHORTCUT TO MUSHROOMS“
Gerade im Black Metal Bereich sind es ja fast wöchentlich neue Veröffentlichungen, welche um unsere Gunst buhlen. Da ist es natürlich wirklich schwer, noch hinterherzukommen oder gar was wirklich Interessantes oder Spezielleres zu entdecken, was sich von der breiten Masse abhebt. Umso mehr erstaunt und erfreut es einen dann doch ,wenn es auch mal Vertreter dieser Szene gibt ,welche doch irgendwie etwas anders rangehen und sich dann auch doch schon irgendwie mit ner ziemlich eignen Note und ner bestimmten Form der anderen Kreativität in Szene setzen .Auch wenn unsereins nun absolut nicht der totale Auskenner im Black Metal Bereich bin ,behaupte ich ganz einfach mal ,dass das ,was das deutsche Duo hier auf seinem ersten kompletten offiziellen Album zusammen geschustert haben ,alles andere als super typisch oder gar altgebacken ist . Ne, für mich eher das Gegenteil, denn Black Metal in dieser Form ist mir bisher noch nicht wirklich bewusst zu Gehör gekommen. Deren musikalisches Grundgerüst ist zwar zweifelsfrei ganz tief in den norwegischen Gefilden angesiedelt, wobei sicherlich auch der eine oder andere Gedanke an „Darkthrone „nicht von der Hand zu weisen ist. Aber was und vor allen wie die dazwischen die unterschiedlichsten anderweitigen Elemente mit einbauen und dies auch nahtlos ineinander übergehen lasen, ist schon echt beachtlich und vor allem interessant .Und bereits bei Eröffnungssong „ Entering Forest Twylite“ kriegst du da so einiges geboten ,was sicherlich nicht ganz so Black Metal typisch erscheint .Mit ner Naturgeräuschkulisse geht’s erst mal eher ganz sachte los ,wobei auch schon ein paar leichte Trommelschläge zu vernehmen sind ,bevor man dann etwas härter in die Saiten reift . Eher anfangs sehr dunkel und atmosphärisch aufgebaut , bricht dann aber immer wieder die „Hölle los „ ,wobei die zwischenzeitlich  hier dennoch auch mal wieder kürzeren Passagen einfließen zu lassen .Trotz des insgesamt sehr old schooligen Black Metal Charakters ,tauchen hier bereits Riffs und Melodien auf ,welche irgendwie aus ner ganz anderen Richtung zu kommen schienen .Auch Gesangstechnisch zeigt man sich hier ziemlich variabel .“Skeins of Demented Magick “ zieht sich schon fast irgendwie in so ner Art rituellem schwarz metallischem Gewand ,bei welchem gerade der Gesang so ne Form der Beschwörung aufbaut und teils bedrohlich ,teils sehr emotional erscheint . Insgesamt eher etwas zurückhaltender gestaltet, sind es hier gerade die Riffs, die stellenweise irgendwie leicht chaotisch und völlig untypisch wirken.  „Tree Transvection” könnte man schon ganz leicht mit Doom Metal in Verbindung bringen. Eher langsam und schleppend zieht man hier ein Weg, wobei zwischenzeitlich dann aber auch mal wieder aufs Gaspedal getreten wird. Inmitten des Geschehens tauchen dann auch mal etwas ausgiebigere Gitarrenspielereien auf, die eher ins Heavy Metal Lager einzuordnen wären. Sehr hervorstechend ist hierbei auch wieder der Gesang, welcher sich verdammt ausdrucksstark und vor allem eigen präsentiert. Bei „Erdkaul” geht es erstmal eher etwas folkloristisch und stark rituell angehaucht zur Sache bevor man dann immer mal wieder etwas Fahrt aufnimmt. Auch bei der Gestaltung der Riffs greift man hier wieder auf anderweitige metallische Einflüsse zurück. Obwohl gerade der Titel in Sachen Rhythmusgestaltung manchmal fast schon etwas chaotisch wirkt, fließ das alles wirklich gut zusammen und wirkt in keinster Weise irgendwie abgehackt. Boah, was für nen geiler Song! Bei “Arboreal Portal Ritual” stellen sich bei mir doch irgendwie die Nackenhaare auf. Auch wenn gerade der nicht wirklich was völlig Abnormes oder Außergewöhnliches zu bieten hat (mal abgesehen von ein paar wenigen ziemlich abgedreht wirkenden Riffeinlagen), geht der mit seiner ganzen Ausstrahlung und Intensität absolut unter die Haut. Für mich auf jeden Fall, der Top Anspieltip der Scheibe. “Behold those Fell Candles” hingegen ist mal nen Stück, bei welchem man durchaus streckenweise recht gut abbangen kann. Zwar wird auch hier zwischenzeitlich mal das Tempo in Richtung leicht doomig geändert, aber insgesamt ist das schon nen richtig flottes Stück an Schwermetall. Mit nem folkloristischen Ambiente versehen zeigt sich „Extreme Unction “. Gerade der Gesang, welches teilweise fast schon ins Operettenhafte geht, sorgt hierbei für diese leicht rituell anmutende Atmosphäre. Im Mittelteil gibt es dann sogar ne kurze Drumpassage, welche mich tatsächlich unweigerlich an „Slayer „erinnert. Cool sind gerade bei diesem Stück die unterschiedlichsten Riffs, welche man wirklich absolut passend einarbeitet. Kurz vor Schluss gibts dann mit „Lysovik – Midnight Conjuring at the Crossroads” wieder nen Song, der in Sachen Rhythmus äußerst variantenreich gestaltet ist. Neben dem eher etwas dunklem Black Metal Ambiente, tauchen hier aber auch zwischenzeitlich eher hellere und ruhiger wirkende Passagen auf. Der Bonusssong , “The Witch” ( welcher wohl nur auf der Kassettenversion vorhanden ist ? ) ist nen Stück aus dem Jahr 1970 . Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich hier dann auch fast behaupten, dass dieser ne Art Coverversion ist. Zu mindestens tauchen hier einige Soundpassagen auf, welche ich zu 100% irgendwo her kenne. (ich würde auf „Sisters of Mercy“ tippen). Habe dazu aber leider keinerlei genaueren Infos gefunden! Gerade bei dieser Scheibe ist mir aber mal wieder ziemlich klar geworden, dass es doch noch Metal Mucke gibt, welche nicht ganz so einfach zu beschreiben ist. Das deutsche Duo The Vessel( Vocals, Drums, Bass )und Wodwoz (Guitars, Additional Vocals) haben es auf jeden Fall mal wieder geschafft ,mich davon voll zu überzeugen ,dass es auch heutzutage im Metalbereich noch was neues und interessantes zu entdecken gibt und die Kreativität in der Szene glücklicher Weise immer noch vorhanden ist .(LEO)
Naturmacht Productions  https://naturmacht.com/

SIECHTUM – “ AUF DER SUCHE NACH DEM VERBLEIB DES UNTERIRDISCHEN VOLKES“ ( EP )
Ich habe jetzt ehrlich gesagt überhaupt keinen Plan, ob das deutsche One-Man Black Metal Projekt SIECHTUM aus Eberswalde überhaupt schon einmal in irgendeiner Weise hier bei uns vertreten war. Obwohl man mit Waheela, welcher sich dahinter verbirgt, nun doch schon etliche Jahre in Kontakt steht, er bereits 2005 dieses Projekt ins Leben gerufen hat, scheinen seine musikalischen Darbietungen aber bis jetzt wohl noch nicht den Weg zu uns gefunden zu haben. Umso gespannter ist man dann, was einem hier in den mehr als 30 min. Spielzeit so um die Ohren gehauen wird. Mit 5 Songs bestückt, laufen einzelne Titel jedenfalls schon mal verdammt lange (2 Songs sogar über 10 min.) , und sollten somit dann auch einiges an Abwechslung bieten . Und ums ehrlich zu sagen, das kriegt er dann auch recht gut hin, zumindest kann man sagen, dass hier nun nicht wirklich der totale Einheitsbrei von sich gegeben wird. Vordergründig bewegt man sich hier bei den meisten Stücken sicherlich in den älteren nordischen Black Metal Gefilden, was insbesondere an der teils doch recht klassischen Black Metal Riffgestaltung auszumachen ist. Allerdings durchziehen diese nun nicht komplett die gesamte Scheibe, sondern zeigen sich phasenweise in etwas abgewanteren Variationen. Denn hier und da tauchen auch mal ganz sanften Riffs oder sogar folkloristisch anmutende Passagen auf. Obwohl die Ausstrahlung der Scheibe insgesamt sehr rau, teils recht gefährlich und bedrohlich rüberkommt, von Dunkelheit durchzogen ist, entsteht hier nur selten mal der Eindruck von Monotonie. Denn inmitten einzelner Songs tauchen hier auch mal diverse Geräuschkulissen und sogar einzelne kurze elektronische Tonsequenzen auf. Allerdings gibt es hier dann auch 2 Stücke, die sich so total vom Rest abheben. Da wäre zum einen „Unter Steinen „, welchen ich irgendwie so gar nicht richtig deuten kann, da dieser zwar atmosphärisch rübergebracht wird, aber eigentlich nur ne Art von Geräuschkulisse darstellt und eventuell noch als ne Art von Outro angesehen werden kann. So richtig weiß ich einfach nicht, was ich damit anfangen soll! Voll im Gegensatz dazu steht Titel 3 „Auf zu neuen Gefilden“, der mich wirklich irgendwie richtig beeindruckt hat. Beginnend mit ner Geräuschkulisse, sanften Riffs und leichten weiblichen Sprechpassagen - inclusive leichter Choruseinschübe - kriegt der es wunderbar hin, ne schwarze geheimnisvolle Atmosphäre aufzubauen, welcher so richtig ins Innere vordringen wird. Irgendwie klingt der echt mystisch, erhaben, beschwörend und fast schon etwas schamanischen rituell. Nen richtig geiles Stück, dessen atmosphärischer Gesamtaufbau zusätzlich noch durch den fast schon etwas magisch/beschwörerisch wirkenden Sprechgesang verstärkt wird. Auch wenn die Scheibe von der Produktion her sicherlich nicht die „fetteste“ geworden ist, so passt der Sound grade deshalb richtig gut zum musikalischen Dargebotenen. Auch wenn es sicherlich gerade in den ultra true Black Metaller Kreisen gerade heutzutage recht schwer sein wird, hiermit die volle Punktzahl einzufahren, gibt es da draußen in der weiten Welt, massenweise Durchschnittszeugs, welches auch nicht nur qualitativ ansatzweise an diese Scheibe ran reichen wird bzw. kann. Mir gefällts! Erhältlich ist das Teil in 2 verschiedene Ausführungen. Die limitierte Auflage ist erhältlich in einen farbigen gestalten Umschlag. Dieser beinhaltet einem farbigen Brief, Foto, Tagebuch und der CD in einer Kartonstecktasche mit einer Gesamtauflage von 100 Exemplaren als gepresste CD. Die Standard Auflage ist in einer Kartonstecktasche mit anderen Frontcover erhältlich. Limitiert auf 200 Exemplaren als gepresste CD. (LEO)
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STREETCLEANER # 31 (A4 deutsch)

17.2.2024 Fanzine Streetcleaner 31Seid ner gefühlten Ewigkeit ist Wolfgang ja nun mit seinem Heavy Metal Fanzine am Start und ohne jeden Zweifel auch ein fester Bestandteil der Metal Szene geworden. Und gerade in den heutigen Zeiten ,in denen ja nun leider immer mehr Informationen nur aus dem Netz gezogen werden ,ist es mehr als  verdammt wichtig ,dass es doch immer noch ein paar Leutchen gibt ,welche ihr Ding in Sachen Printmedien gnadenlos durchziehen .Das zeugt ja nun ganz eindeutig davon ,mit wieviel Enthusiasmus ,Herzblut und vor allem Überzeugung man bei der Sache sein muss ,um hier immer wieder jede menge Zeit ,Kohle und Schweiß zu  instituieren zu wollen ,um euch da draußen auch mal wieder vom Bildschirm wegzulocken . Und alleine das verdient schon unseren absoluten Respekt und Anerkennung! Wie immer gibt es am Layout absolut nix auszusetzen. Wirklich gute Schriftgröße und auch in punkto Bildmaterials wirkt es hier nicht zu sehr überladen. Diesmal haben Wolfgang und seine Kollegen wieder ganze 96 Seiten zusammengezimmert, auf welchen euch mal wieder ein kleiner Überblick über das Geschehen in der breiten Metalszene gegeben wird. Das man sich hierbei in Sachen metallischer Ausrichtungen doch recht breit gestaffelt zeigt, sollte mittlerweile eigentlich schon jedem bekannt sein. Wie es sich für so ein Mag gehört, gibt es hier natürlich nen ganzen Arsch voll an diverser Review zu entdecken, welche enorm ausführlich und vor allem ehrlich abgehandelt werden. Was mich aber immer wieder wirklich hier begeistert, sind seine Specials. Da wäre zuerst einmal das sehr ausführliche und inhaltsreiche Interview mit Daniel Hoffman  ,dem Regisseur des TOTAL THRASH Films . Als ne verdammt coole Sache ist auch die Weiterführung seiner Rubrik VINYL SAMMLER PART II, in welcher mal wieder so ein echter Die Hard Sammler unter die Lupe genommen wird. Als echt interessant und enorm ausführlich zeigt sich auch die Gesprächsrunde mit SASCHA BESELT  (MANDATORY), in welcher er über seine persönlichen  Erfahrungen als Extrem Mountainbiker berichtet . Coole Idee! Aber natürlich wird einem hier auch in Sachen unterschiedlichster metallischer „Unterhaltungsmucke“ so einiges geboten. Ganze 15 Bands hat man hier diesmal um sich geschart, um die dann mal mit seiner Neugier „auf den Sack zu gehen“. Insgesamt gesehen gestalten sich die einzelnen Gesprächsrunden gut unterhaltsam und informativ, wenngleich ein paar eher recht kurz und knapp gehalten werden, andere hingeben dann sehr tiefgründig und vor allem detaillierter ausfallen. Aber gerade darüber sollte sich jeder seine eigene Meinung bilden…die „geistigen „Ansprüche sind ja nun mal doch unterschiedlich. Auf jeden Fall könnt ihr in den Interviews mit LEFT TO DIE, DARKNESS, VICTIMZED, RUNEMAGICK, FINAL CRY, REBAELLIUN, BLAZEMTH, DEVISER, VORNA, MEZZROW, HOLY MOSES MASTIC SCUM…  etc. so einiges erfahren, was ich mit Sicherheit so noch nicht „auf dem Schirm „hattet. Wer sich mal wieder ne geballte Ladung Schwermetall einverleiben will, keinen Bock mehr auf das ganze kommerzielle und schwülstige Geschwätz im Internet hat, muss hier einfach zugreifen, zumal ihr mit einer Investition von 3,00 € (zzgl. 1,60 € P&P) sicherlich nicht gleich „am Hungertuch „nagen müsst. (LEO)
http://www.adnoctum.de/


STEEL CRUSHER - " METAL POSSESSED "

Allzu oft kommt es ja bei uns nun nicht vor, dass sich hier mal ne Scheibe aus der Heavy Metal Sparte in unseren Briefkasten verirrt. Zwar hat sicherlich auch bei uns ollen Kerlen alles mal damit irgendwie angefangen, aber mit der Zeit hat man wohl doch gerade diese metallische Sparte völlig aus den Augen verloren. Umso interessanter ist es dann, auch jetzt mal wieder zu hören, was so in dieser Sparte heutzutage abgeht. Die 5, doch auch schon ins Alter geratenen Metal Nerds sind in Sachen Veröffentlichungen ja doch irgendwie eher sehr dürftig aufgestellt, da diese EP bereits schon 2021 erschien und auch deren bisherige einzige Tondarbietung darstellt. Obwohl die Scheibe ja nun doch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat, wollen wir dennoch auch hier mal unseren „Senf „dazugeben, zumal man durchaus von deren Darbietung recht angetan ist. Schon Bandname und natürlich auch Titel lassen wohl keinen Zweifel daran aufkommen, auf welchen metallischen Pfaden man wandert. Denn die 6, hier im Angebot stehenden Songs lassen sich glasklar und ohne jedweden Kompromiss in die old school Heavy Metal Sparte einordnen. Hier wird tatsächlich voll in der Tradition der frühen 80er-Jahre gezockt ohne auch nur ansatzweise in irgendeiner Weise anderweitige metallische Einflüsse mit zu integrieren. Natürlich wird einem nach den fast 30 min. Spielzeit auch ganz klar, dass die Jungs diese Sparte nicht neu erfinden, da man sich kompositorisch wie auch spielerisch sicherlich an solche alten Helden wie „Iron Maiden „oder „Judas Priest „orientiert. Obwohl die nun in Sachen Eigenständigkeit nicht wirklich was zu bieten haben, merkt man denen durchgängig an, mit welcher Spielfreude und Überzeugung die hier rumwerkeln und auch genau wissen, was so in einem Song stecken muss, damit er richtig gut rüberkommt. Neben einem wirklich recht fettem Gitarrensound, eingängigen Riffs, inklusive Solis und ausdrucksstarkem cleaneren Gesang (welcher zu Glück absolut nicht nervt), fehlt es hier natürlich auch nicht an so gewissen hymnenhaften Elementen und Passagen, welche doch schon so einen leichten Ohrwurmcharakter mit sich bringen. Auch wenn die 5 Heavy Mannen hier wirklich „nur“ auf altbewährtes zurückgreifen, werden die hiermit bei jedem echten Heavy Metal Fan richtig gut ankommen. Ergattern könnt ihr die in einem Pappschuber verpackte Demo-CD für 7,- Euro direkt bei der Band. (LEO)
https://www.facebook.com/Steelcrusher999

NEKROTHORAX – „NEKROLOGIE”
Nachdem die beiden Darius & Sint in den letzten Jahren fast regelmäßig ihr musikalisches Können dem Metallervolk präsentiert haben, wurde es allen Anschein nach wohl langsam mal Zeit, sein gesamtes bisheriges künstlerisches Schaffen auf einen etwas länger laufendenden Silberling zu pressen. Dabei kann man hier aber wohl nicht über so ne Art der „Best of „sprechen, da man meiner Recherche nach, hier tatsächliche alle Titel der vier bisher veröffentlichten Demotapes draufgepackt hat. In wieweit das nun wirklich Sinn macht, sei erst einmal dahingestellt. Auf jeden Fall bietet die uns einen guten Überblick über ihr bisherige musikalische Schaffen. Im Gegensatz zu all ihren bisherigen Veröffentlichungen scheint man aber hier diesmal doch irgendwie am Klang rumgeschraubt zu haben, da für mich die Aufnahmen doch irgendwie bedeutend besser klingen als auf den Originalen. Das heißt aber absolut nicht, dieser dreckige, räudige und kalte Underground Charme dadurch irgendwie verloren gegangen ist. Ne, das kommt immer noch so roh, ungeschliffen und brutal rüber, so wie man es sich von so ner echten Underground Veröffentlichung wünscht. Und natürlich wird unsereins beim kompletten Durchhören ihrs bisherigen musikalischen Schaffens einmal mehr ganz klar, dass sich die beiden nen absoluten Scheiß drum kümmern, was die metallische Black Metal Szene irgendwie kommerziell oder gar trendig beeinflusst. Knallhart ziehen die hier so ihr ganz eigenes, durchaus interessantes dunkles Ding durch, welches phasenweise sicherlich doch auch schon sehr eigenständig und eigenwillig klingt. Insbesondere fällt einem hier wirklich wieder die solide Gitarrenarbeit besonders auf, die einen tatsächlich immer wieder mal ins Erstaunen versetzen können. Auch wenn hier beiweitem nun noch nicht alles wirklich musikalisch ausgereift daherkommt, es sicherlich an der einen oder anderen Stelle noch recht stark hakt, kommt die Mucke von Mal zu Mal bei mir besser an. Antesten solltet ihr die beiden auf jeden Fall mal, damit ihr auch mal hören könnt, dass gerade im Black Metal Bereich auch heutzutage noch was möglich ist, was noch nicht irgendwie total ausgelutscht daherkommt. Das mit 13 Titeln bestückte Silberding ist auf 42 Stück limitiert. (LEO)
SintGrimmizer333@web.de
darius.lucius.369@gmail.com
https://www.metal-archives.com/bands/Nekrothorax/3540500977
 
SHAKRA – „INVINCIBLE“

Ich kann mich noch ganz wage daran erinnert, dass die Band vor etlichen Jahren schon einmal bei uns im Heft mit nem Review vertreten war. Das ist aber auch irgendwie nicht wirklich verwunderlich, da die ja seit ihrer Gründung Mitte der 1990er-Jahre schon echt nen ganzen Haufen an diversen Veröffentlichungen (13 Alben) rausgehauen haben. Und natürlich ist es dann auch mehr als sonnenklar, dass die 5 Mann aus der Schweiz in diversen metallischen Kreisen absolut keine Unbekannten mehr sind und sich auch international durchaus schon nen Namen gemacht haben. Für unsereins sind die dennoch irgendwie ziemliches Neuland, was es jetzt erst einmal mit dem aktuellen Longplayer hier zu entdecken heißt. Wenn man sich die hier gebotenen 12 Songs dann zum ersten male reinzieht, fühlt man sich doch schon in gewisser Weise um etliche Jahre zurückversetzt, was jetzt aber nicht heißen soll, dass die hier absolut old school sind. Obwohl sicherlich deren Hard Rock Präsentationen so einiges aus alten Zeiten mit sich bringen, wirken die einzelnen Songs dennoch irgendwie recht modern, angesagt und keinesfalls altgebacken. Trotz ihres insgesamt doch eher melodischen Charakters, zeigen sich viele Songs dennoch verdammt energiegeladene, teils richtig rockig und was das Wichtigste ist, durchaus sehr abwechslungsreich. So gibts z.B mit Titel 5 „On The Wild Side“ so nen echten Knaller - welcher mich sogar irgendwie an „AC/DC“ erinnert - der so richtig verdammt gut reinhaut und jede noch so lahme Party in Schwung bringen wird. Aber auch bei solchen Songs wie „House Of Rock“ oder „, 'Between The Lines“ kannst du so richtig derb die Haare schütteln und Luftgitarre spielen. Was hier natürlich dann auch absolut nicht fehlen darf, ist so‘n Stück, bei welchem man dann auch mal wieder „Luft holen „kann. Und da bieten die dann mit „As I Lay Down To Sleep“ ne Ballade an, welche sich glücklicher Weise nicht ganz so typisch schwulstig schleimig präsentiert. Von der Machart her erinnert`s mich doch recht stark an die „Scorpions „! Da man sich auch gesangstechnisch, mit seiner ausdrucksstarken, durchaus variablen und vor allem nicht überzogenen Stimmlage, verdammt gut ins Licht rückt, gibt es an dem ganzen Geschehen hier absolut nix zu beanstanden. Auch wenn unsereins bei so ner Mucke nun nicht wirklich abgeht, hat die dennoch echt Klasse und kann in allen Belangen voll überzeugen. (LEO)
AFM Records    https://www.afm-records.de/
Soulfood  https://www.soulfood-music.de/
 
SPHINX – “ AGGRESSIONS” ( TAPE / EP )
Durch Johannes von „Destruktion Records“ bin ich überhaupt erst mal auf diese Band aufmerksam geworden. Obwohl die ja nun allen Anschien nach, gerade in der Heavy/Thrash Szene, wohl schon absoluten Kultstatus genießen, hat unsereins die wahrlich absolut noch nie „auf dem Schirm „gehabt. Immerhin schon seit 2017 zerlegen die bereits ihre Instrumente und können auch schon auf nen ganzen Arsch voll an diversen Veröffentlichungen zurückblicken. Dass die nen echten Plan von geiler old school Mucke haben, merkst du den  Ruhrpottlern jedenfalls von Anfang bis Ende an .Auch wenn die mehr als eindeutig ganz tief in der 80er Jahre  Thrash -Metal  Szene rumwildern ,sind die dennoch nicht einfach nur ne Band ,welche irgendwie bloß kopiert . Ne, eher das Gegenteil. Obwohl deren Hauptaugenmerk ganz klar im old school Thrash Bereich liegt, haben die da aber auch eine immense Portion an Eigenständigkeit und ganz persönlichem Feeling mit reingebracht, welches ihre Mucke doch streckenweise schon etwas stärker der breiten Masse abheben lässt. Denn neben Thrash Metal fließt hier auch so einiges aus dunkleren Musikbereichen und vor allem aus dem Speed Metal Lager mit ein. Das ist aber beiweitem dann immer noch nicht alles. Auch wenn deren Punk Einschlag hier am deutlichsten „nur“ bei dem Titel „Nutzlos“ heraussticht, kann man dennoch diesen Einfluss durchweg erkennen, da sich die Songs in einem wirklich super leckerem, rohen und vor allem dreckigen Gewand präsentieren. Was die einen hier mit den gebotenen 5 Songs ins Hirn katapultieren, hats tatsächlich ganz schön in sich. Neben messerscharfen, super schnellem Riffing, kurzen intensiven Gitarrensolis und fett brasselnden Drums gibt es hier selbst gesangsmäßig absolut nichts wirklich zu beanstanden. Bei dem auf 450 Stück limitiertem Tape hier muss es sich wohl um so ne Art Special Veröffentlichung handeln, da es wohl irgendwie auch ne Vinyl /CD – Version gibt, auf der noch das kompletten "Deathstroke"-Demo von 2020 drauf ist?! Auf jeden Fall ist sicher, jeder der mal wieder richtig headbangen will, kann sich mit den fünf neuen Songs mal so richtig auspowern. (LEO)
Diabolic Might Records   https://diabolicmightrecords.com/
Destruktion Records    info@destruktionrecords.de   http://www.destruktionrecords.de/
 

27.1.2024 HAMMER Leather BrigadeHAMMER      LEATHER BRIGADE – „ PRAY TO THE KNIFE” ( TAPE/EP)
Meine Fresse, das ist ja seit langem mal wieder so ein super cooles Teil, welches volle Pulle ab geht und bei welchem sich wohl jeder irgendwie auspowern kann. Das Einzige, was man hier vielleicht gleich erst einmal beanstanden möchte, sind die leider nur 15 min. Denn echt, die Zeit vergeht viel zu schnell und bevor man so wirklich richtig warm geworden ist, ist schon Schluss. Schade! Denn das, was die Rumänen, die sich erst 2020 zusammengerauft haben, uns hier auf ihrem Debüt entgegenschleudern, ist absolut stark. Schon alleine der Bandname passt wie die „Faust aufs Auge“. Denn wenn du dir deren Mucke reinziehst, holst du deine vergammelte Kutte, deine sreckige Lederhose und das fett bestückte Nietenarmband wieder raus und versetzt dich geistlich in deine 80`ziger-Jahre Metaljugendzeit zurück. Da streckst du fast automatisch die Arme nach oben, zeigst das Evilzeichen, mosht total ab und lässt die Finger über deine Luftgitarren gleiten. Dass die vier Mann den alten Metal Geist wieder voll aufleben lassen, kannste echt von Beginn bis zum Ende komplett fühlen und auch hören. Im fast nur schweißtreibenden Tempo gehalten, bestückt man jeden der 5 Songs mit ner super fetten Dosis leicht angeschwärztem Speed -, Heavy - und Thrash Metal . Um dem ganzen dann aber noch so ne zusätzliche, mehr als wohltuende Würze zu verleihen, lässt man hier aber auch noch ne gehörige Portion an 80`er Jahre Street-Punk Elementen mit einfließen. Hierbei scheuen die sich auch nicht davor, vereinzelt mal nen richtig fett metallisches längeres Gitarrensoli mit einzubauen. Gerade die sind es dann auch, welche noch mal zusätzlich die Songs etwas auflockert und für eine wohltuende Abwechslung sorgen. Die ansonsten doch vor roher Energie und Kraft strotzenden Gitarren, das wahnwitzige Drumming und der doch recht aggressive Gesang vereinen sich absolut perfekt zu einer wilden, aggressiven und verdammt dreckigen Dosis bester „Unterhaltungsmucke „, welche mit 100%tiger Sicherheit jede noch so lahme Party richtig in Schwung bringen wird/kann. Obwohl das alles, was die hier fabriziert haben sicherlich nichts wirklich Neues oder gar Schockierendes ist, machts aber ungemein Laune und kommt vor allem absolut überzeugend rüber. Geiles Tape, das man durchaus in Dauerschleife laufen lassen kann. Kann euch nur raten, bei dem auf 200 Stück limitiertem Teil schnellstmöglich zuzugreifen. (LEO)
Vicious Witch Records  https://viciouswitch.com/
Destruktion Records    info@destruktionrecords.de   http://www.destruktionrecords.de/


FRENATRON – “ “TROUBLE IN WARSAW” ( LIVE IN POLAND) ( TAPE )
Oha, das ist ja mal wieder so ne absolute Underground Veröffentlichung, welche alles Wahrscheinlichkeit nach, wirklich nur absolute Die Hard Fans ansprechen wird/kann. Von Live Veröffentlichungen her kennt man es ja, dass die Soundqualität hier nun nicht auf high end ausgelegt ist. Obwohl die Aufnahmen hier eher recht leise und dumpf ausgefallen sind, ist aber dennoch jeder einzelne Song gut zu hören und auch das Live feeling kommt ganz gut rüber. Zwar sucht man so etwas wie Höhen, Tiefen, Druck oder Bässe vergebens, aber was solls, ein echter Freak wird sich zweifelsfrei auch hieran total ergötzen können. Bereits 2015 gegründet, haben es die Polen bislang nur geschafft, sich mit ihrer EP „Back 'Em Up with More Metal „,2016 dem breiten Publikum zu präsentieren. Zwar konnte man auch irgendwo nachlesen, dass die wohl 2018 irgendwie mal nen Plan hatte, nachzulegen, was aber augenscheinlich wohl nix geworden ist. Naja, wie auch immer, hier hat man je
sftp://ssh.strato.dedenfalls erst einmal 8 Songs inclusive dem Kreator Cover “ People of the Lie” auf Band verewigt. Wie man es natürlich am Kreator Cover schon erkennen kann, fahren die 3 Burschen komplett auf die deutsche Thrash/Death-Metal-Szene der 80er Jahre ab. Zwar liegt deren Hauptfokus hierbei wirklich ziemlich aufs thrashige, aber der eine oder andere ganz leichte Death Metal Einfluss ist dennoch zu erkennen. Großartig innovativ oder eigenständig wird hier nun zwar nicht gezockt, aber Spaß machts trotzdem, zumal man sich mit dieser Art der Mucke sofort in seine eigenen Jugendzeiten zurückversetzen kann. 2023 hatten die wohl dann auch nen Plan, ihr Debut mit dem Namen „Seeking for death“ rauszuhauen, aber mehr als 2 Songs sind es wohl bisher noch nicht geworden. Warten wir es ab! Nostalgiker, Sammler oder super knallharte old school Liebhaber sollten sich auf jeden Fall mal eines der auf 100 Stück limitierten Tapes sichern. (LEO)
Metal Power Fighting Force (M.P.F.F.)
Frenatron@gmail.com
https://www.facebook.com/frenatron/

HEREAFTER – „REH“ YEAR 2022“( PROBE DEMO)
Eh Alter, das ist ja mal wieder so ein richtig fettes Sammlerstück, was mir aus dem Hause Destruktion Records liebevoll in die Hände gegeben wurde. Denn das mit 4 Songs bestückte Silberteil der Malaysier wurde in nur einer Nacht aufgenommen und soll ihren Fans nur zeigen, dass die Band noch aktiv am Arbeiten ist. Obwohl die Band wohl selbst darauf besteht , dass man  die ganze Scheibe nicht zu ernst nehmen sollte, hat man in Sachen Klangqualität wirklich schon bedeutend beschisseneren Sound ertragen müssen .Die 3 Typen ,welche immerhin schon seit 15 Jahren szenemäßig unterwegs sind und letztmalig 2017 mit ihrem  vierten Studioalbum „Insignia“ auf sich aufmerksam machten , zocken richtig guten ,harten Thrash Metal ,so wie man ihn aus den Anfangszeiten her kennt .Zwischen dem knallharten und treibenden Riffing findet sich aber auch mal ein etwas längeres Gitarrensoli ein . Trotz des eher Proberaumcharakters wummern die Drums dennoch recht gut aus den Boxen. Gesangstechnisch verwendet man nicht unbedingt die absolut typischen thrashigen shoots, sondern bewegt sich doch schon in einer höheren Stimmlage, welche durchaus auch gut in jede Power Metal Band passen würde Gesungen wird, wenn ich mich nicht völlig täuschen sollte, hier sogar teils in der Landessprache. Klingt zumindestens bei dem einen oder anderen Songs für mich so! Rein vom Songaufbau her, gibt’s hier durchaus so einiges an Abwechslung zu erkennen, so dass hier nun keine wirkliche Tristesse aufkommt. Neben alten Stücken wie „Tiga Celaka“ und „Orang Jahat“,gibt es hier aber auch zwei neue Songs „Meteor Cancer“ und „The Day the Sun Brings Darkness and Ice“ zu entdecken . Die CD ist auf 150 Exemplare limitiert, kann aber auch auf diversen Online-Streaming-Plattformen wie Spotify, Apple Music und Bandcamp abgesaugt werden.  (LEO)
https://hereafterbastard.bandcamp.com/
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MOSHQUITO – „ FOUR DECADES OF INFERNO 
"
Als gebürtiger Ossie Metaller, der 1984 zum allerersten male Metalblut geleckt hat, muss man einfach die Sachsen von MOSHQUITO kennen. Obwohl die sich bereits Ende der Siebziger Jahre unter dem Namen ARGUS gegründeten und sich später auf Grund eines verhängten Auftrittsverbotes in MOSHQUITO umbenennen mussten, spielten die von Beginn an eine ziemlich wichtige Rolle in der ostdeutschen Musikszene. Obwohl man ganz zu Beginn seiner „Musikerkarriere“ noch musikalisch etwas anders unterwegs war und erst später sich den härteren metallischen Klängen widmete, gehörten die dennoch damals zu einer der angesagtesten und bekanntesten Bands, welche der Osten zu bieten hatte. Immerhin schaffte man es von 1987 bis 1991, drei Demos einzuspielen, bevor es dann zur Auflösung kam. Erst sechs Jahre später entschloss man sich, die Band wieder neu zu formieren und bereits 1998 kam das Album "Secrets" raus. Drei Jahre später erschien dann das zweite Album "Worlds End" . Mit neuem Sänger an Bord kam es dann mit dem 2004 erschienenen Album "Enter New Spheres" auch zum musikalischen Stilwechsel – weg vom Heavy/Thrash - hin in Richtung Death Metal . Nachdem man 2005 mit der DVD "Live At Chronical Moshers Festival" auf sich aufmerksam machte, folgte dann mit dem Album "Behind The Mask" das letzte Lebenszeichen der Band, bevor erst mal wieder für längere Zeit Funkstille herrschte. Da man mittlerweile musikalisch immer mehr in Richtung progressivem Death Metal ging, kam es mal wieder zu einer Umbenennung zu XIOM, als welche man dann das Album "Glorious Sin" rausgehauen hat. Pünktlich zum dreißigjährige Jubiläum 2013 erschien "III Decades" und ein Jahr später „III Decades - Live im "E-Werk“. Irgendwann so in der Drehe 2018 kam es dann doch wieder zur Umbenennung in MOSHQUITO und es folgte 2019 das Album "Far Beneath The Tombs"  . Seid her ist es dann aber mal wieder sehr ruhig um die Band geworden, da man wohl diverse Probleme hatte, sein Line-up zu vervollständigen. Mittlerweile scheint man das aber doch irgendwie in den Griff bekommen zu haben, da man wohl bereits an neuem Material arbeitet, welches wohl noch in diesem Jahr erscheinen soll. Um die Band nun allen ( Ossie )Metalfans mal wieder so richtig ins Gedächtnis zurückzurufen , werden uns hier auf dieser Doppel-CD satte 32 Songs präsentiert , mit denen man mal so richtig knietief ins bisherige musikalische Schaffen der Sachsen eintauchen kann und somit auch verdammt gut deren Entwicklung nachverfolgen wird . (Material deren ersten drei Demos ist allerdings nicht vorhanden!). Neben den bereits veröffentlichten Songs, gibst auf dem super schicken Digi Pak ( incl .coolem booklet ) aber auch ein paar seltene Live-Mitschnitte sowie einem brandneuen Song vom kommenden Album zu erspähen . Eigentlich ist es fast schon logisch, dass sich jeder, der sich selbst als echten Ossie Metaller bezeichnet, diese 158 min. mit absolutem Hochgenuss reinziehen sollte. Aber auch allen anderen, deren Herz für schwermetallische Klänge schlägt, kann man diese beiden Silberscheiben ohne Einschränkungen empfehlen. (LEO)
German Democratic Recordings  http://gdr.ostmetal.de/

STILLEKLANG – „ TRÄNEN DER VERGANGENHEIT PART II“
Draußen ist es schweine kalt, dunkel und es schneit. Und irgendwie passt da die Mucke, welche sich einem auf dem zweiten Album von STILLEKLANG über einen ergießt, mehr als richtig gut. Auf den Tag genau vor einem Jahr hat man die Metalgemeinde mit dem Debüt „Tränen der Vergangenheit - Part I „beehrt, welches bereits ziemlich gut von der Szene aufgenommen wurde. Ob die 7 Titel der aktuellen Scheibe nun qualitativ genau auf solch einem hohen Level liegen, wir werden sehen. Mastermind Fabian Veith hat sich auch hierfür wieder 2 Gastmusiker mit an Bord geholt, welche ihn hier tatkräftig unterstützen. Und bereits der Eröffnungssong zeigt mehr als eindeutig, wie stark persönlich und emotional diese Scheibe beladen sein wird. Denn gerade die gesamten Sprechpassagen und Gesänge welche das Album durchziehen, sind enorm prägend für die Mucke. Das reicht hierbei von Verzweiflung, Melancholie, Nachdenklichkeit, Angst bis hin zu ganz finsterem Black Metal Gedanken. Ist echt schon mehr als beachtlich, was hier so an den verschiedensten Emotionen ans Tageslicht befördert werden.  Natürlich werden dann diese doch enorm unterschiedlichsten seelischen Verfassungen auch mit den passenden Klängen untermalt .Dabei bewegts sich die gesamte Sound – und Klanglandschaft vorwiegend in Richtung melodisch atmosphärischen , teils sehr melancholisch wirkendem  Black Metal ,welche doch recht stark in der skandinavischen Ecke angesiedelt ist .Obwohl der Großteil der Stücke eher recht ruhig ,melancholisch ,teils sogar schon leicht episch erscheinen angehaucht , kriegt man es dennoch echt gut hin ,hier durchweg dennoch auch eine recht raue ,düstere und kalte Atmosphäre rüberzubringen . Obwohl die Stücke alle samt recht lang geraten sind (keiner läuft unter 5 min.) , wirken die aber kaum mal irgendwie monoton oder übermäßig in die Länge gezogen . Ne, innerhalb der Stücke passiert durchaus so einiges. Gerade das stetige Wechseln zwischen verschiedensten Emotionen sorgt dafür, dass man nicht in eine Form der Lethargie verfällt. Auch der vielfältige Einsatz von ruhigeren Pianopassage mit Violinenklängen trägt dazu bei, dass wirklich jeder einzelne Songs so seine ganz eigene Ausstrahlung mit sich bringt. Allerdings muss ich gerade zu deren Einsatz doch eingestehen, dass diese doch streckenweise irgendwie etwas übermächtig wirken. Ein etwas dezenterer Einsatz wäre da vielleicht doch vorteilhafter gewesen. Im Gegensatz dazu hätte man hier eventuell dem Schlagwerkeinsatz etwas mehr Beachtung und Druck schenken sollen. Aber das ist dann wohl doch eher nur „Meckern auf hohem Niveau „. Fest steht, das Album kann und wird einem echt tief unter die Haut gehen. Mir gefällt`s, auch wenn man echt aufpassen muss, dass man gefühlsmäßig nicht in ein tiefes schwarzes Loch fällt und dort hängen bleibt. (LEO)
Schattenpfade  https://www.schattenpfade.de/
Crawling Chaos   https://www.schattenpfade.de/schlagwort/crawling-chaos/

IMPARITY – „ TALES OF RUST AND BONES”
Die vier Bochumer haben es nun nach 4 Jahren intensiver Arbeit geschafft, uns ihren ersten Longplayer vorlegen zu können. Nachdem die 2019 erstmals mit ihrer EP “Watch The World Go By“ und 2021 mit der Split „Dying Dreams „öffentlich in Erscheinung getreten sind, hatte man sich doch ganz schön Zeit gelassen um euch da draußen von seinen musikalischen Fähigkeiten zu überzeugen. Herausgekommen sind nun 6 Stücke, welche sich alle samt mit ner enormen Spiellänge von 6min. – 10 min. präsentieren und knietief ins Doom Metal Lager eintauchen. Nun gut, unsereins war ja noch nie der totale Doom Metal Fanatiker, also mal hören ob die Bochumer da dann vielleicht doch was dran ändern können! So wie man es von dieser Sparte natürlich voll erwartet, besteht das Grundgerüst alle Tracks in erster Linie aus eher recht typischen schleppende Gitarrenriffs, welche ne ziemlich dunkle Soundwand aufbauen, aber auch immer mal wieder einen Lichtstrahl durchlassen. Streckenweise doch schon leicht an den alten „Black Sabbath“ Sound angelehnt, schaffen die es aber dennoch, sich hier in gewisser Weise verhältnismäßig eigenständig zu präsentieren. Maßgeblich hierfür sind in erster Linie vor allen die weiblichen Gesangsparts, welche man ja sonst eher selten in dem Metal Bereich vorfinden kann. Glücklicher Weise zeigt sich die Lady am Mikro in Sachen Ausdruck hier doch recht variabel. Auch wenn vorzugsweise Klargesang eingesetzt wird, bringt sie mit bösartigem düsterem Fauchen, Sprechgesang und verhaltenen Growls auch mal ihre dunkle Seite klar zu Vorschein. Obwohl man von der Doom Sparte nun nicht wirklich großartige Innovationen erwartet, bin ich dann doch erstaunt und vor allem positiv überrascht, dass die doch so einiges an anderweitigen musikalischen Einflüssen, insbesondere bei der Riffgestaltung. hier mit einarbeiten. Denn neben den ultra typischen Riffs, taucht hier auch so einiges auf, was man eher in den Hard Rock -, klassischem Heavy Metal - und auch Gothic Bereich einordnen könnte. Ganz deutlich hingegen sind die doch sehr starken Psychedelic Rock Einflüsse zu erkennen. Das ist schon richtig geil und vor allem cool, was die hier an Fingerfertigkeit (insbesondere bei den Solieinlagen ) an den Tag legen. Auch wenn man sicherlich absolut nicht behaupten kann, dass die Scheibe irgendwie langweilig oder gar monoton daherkommt, gibt es für mich mit dem Rausschmeißer „Third From The Sun „(eine Coverversion von der amerikanischen Band CHROME), nur einen Song, welcher mal wirklich deutlich heraussticht. Schon rein von der Songstruktur ist der doch bedeutend rockiger und intensiver als alle anderen, zumal auch rhythmisch hier bedeutend abwechslungsreicher und kreativer gearbeitet wird. Auch die vereinzelten leicht hintergründig agierende Elektrosoundelemente sorgen für ein völlig anderes Gesamterscheinungsbild. Ein echt starker Song, der wirklich verdammt gut ins Ohr geht! Sicherlich haben und werden es Imparity mit ihrem Debut nicht schaffen, die doomige Metalsparte irgendwie zu revolutionieren oder für nen riesen Aufschrei zu sorgen. Aber das, was man hier über 47 Minuten Spiellänge musikalisch dem Zuhörer anbietet, hat es definitiv verdient, nicht völlig unbeachtet gelassen zu werden. (LEO)
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ANTIQUUS SCRIPTUM/GRAV – “ THE WIZARD IN THE GREAT TOWER” ( SPLIT CD )
Das ist ja nun wieder mal eine völlig andere Art der musikalischen Unterhaltung , mit welcher uns die beiden Bands hier in über ner Stunde Spielzeit beehren . Weit ab von irgendwelchem kommerziellen Denken oder trendanbiedernden Klängen präsentieren uns die beiden Projekte Antiquus Scriptum (Portugal) und Grav (Brasilien) ein Klangerlebnis der doch recht besonderen Art .Und ich könnte mir vorstellen ,das selbst jeder noch so knallharte Metaller , der mal so richtig die Schnauze von dem ganzen Lebensalltag voll hat und dann nicht unbedingt den absoluten Bock drauf hat, sich die volle metallische Dröhnung zu verpassen , hiermit runter kommen ,abschalten und entspannen kann . Los geht’s mit 9 Titeln von Antiquus Scriptum, die erst einmal nur mit Schlachtgeräuschen starten, bevor es mit melodischem Ambiente - / Synthesizer Klängen weitergeht. Die rein instrumentalen Stücke werden hierbei vorwiegend durch Keyboards und Piano bestimmt. Das gesamte Geschehen hierbei strahlt durchgängig so ne richtige Fantasy-Atmosphäre aus, so wie man die aus „Herr der Ringe „her kennt. Einer der auffälligsten Stücke hierbei ist „In The Starless Shatters Of Your Eyes „, mit welchem man dann auch mal leicht in einen eher etwas klassisch anmutenden Bereich eintaucht. Obwohl sicherlich der eine oder andere Titel etwas uninspiriert langgezogen anmutet und nicht gerade vor Kreativität strotz, gehen die dennoch recht gut ins Ohr.  Grave hingegen macht es mit den hier gebotenen 11 Stücken doch um einiges besser und interessanter. Obwohl auch hier in erster Linie mit melodischem Ambiente - / Synthesizer Klängen gearbeitet wird, schafft man es hier aber bedeutend besser, ne wirklich starke und eindringende Atmosphäre aufzubauen. Zum einen liegt das daran, dass man vereinzelt hintergründig ganz leichte Gesänge mit einbaut und sich auch diverser Geräusche wie Regenschauer, Wolfsgeheule etc . bedient. Auch im Gesamtaufbau der einzelnen Stücke zeigt man sich durchaus recht vielseitig. Teil doch schon recht sinfonisch klingend, gibt’s da dann aber auch so einiges zu erhaschen, was schon stark in Richtung mittelalterlichem Ambiente geht. (Titel 11 „Medieval Dance (Intro) “/ Titel 12 „Beggar “, Titel 13 “The Asgard's Fortress “/ Titel 15 „The Folk Take Arms „). Zum Glück hat man es hier auch recht gut verstanden, dennoch jedem einzelnen Song so etwas wie seinen melodischen, eingängigen ureigenen Charakter zu verleihen. Insgesamt gesehen ist das ne Mucke, welche man sich getrost mal reinziehen kann, auch wenn ich ehrlicher Weise zugeben muss, dass ich nach über ner Stunde Hörerlebnis dann doch wieder auf härtere Töne zurückgreife, um nicht vollends in ein ganz tief schwarzes seelisches Loch zu fallen. (LEO)
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SKARDUS – „STORMRIEK“
Von der Aufmachung her sieht das Debütalbum des aus dem hohen Norden Deutschlands stammenden Trios echt richtig gut aus. Zwar lässt sich hier mal wieder das Bandlogo absolut nicht entziffern, aber mit dem einfachen schwarz/weiß gehaltenen Linolschnitt Coverbild können die auf jeden Fall bei mir schon mal punkten. Ganz neu sind die Kieler Jungs ja nun auch nicht mehr in der Szene, da man bereits seit
2008 sein musikalisches „Unwesen“ treibt und in dieser Zeit immerhin 3 Demos und ne Split unter die hungrige Metalmeute bringen konnte. Jetzt setzen die mit den hier gebotenen 8 Songs erneut zum Sturm auf eure Lauschlappen an. Und lange wursteln die hier auch erst gar nicht drum, denn sowas wie nen Intro oder ewiges Rumgeplänkel steht bei denen nicht auf dem Plan. Ab der ersten Sekunde geht es gleich in Richtung recht derben räudigen Black Metal, wobei dieser nicht unbedingt völlig reinrassig daherkommt, sondern durchaus auch so einiges an eher trashigem Einfluss mit sich bringt. Was mich auch von Beginn an wirklich etwas überrascht, ist, dass man trotz des recht garstigen Gesangs und der verwendeten Niederdeutschen und Friesischen Sprache, hier sogar einzelne Textzeilen deutlich erkennen kann. Rein vom Style her wildern die Jungs recht tief in den Skandinavischen Gefilden, welches man gerade bei der Riffgestaltung ganz deutlich erkennen kann. Obwohl die hier recht wild und dunkel voranschreiten, zeigt man dennoch stellenweise, das es doch noch Hoffnung gibt, dass ein heller Lichtstrahl die Finsternis durchdringen kann. Denn bei solchen Stücken wie „Mein Reich „ , „ Blutlicht“ oder auch “Nachtmähr“ tauchen auch immer mal wieder ein leichter Lichtschein in Form von melodiöseren ruhigeren Parts auf .Natürlich gibt es auch auf dieser Scheibe mal wieder das eine oder andere Stück, welches einem etwas mehr in die Gehörgänge geht und doch stärker heraussticht. Anspieltip für mich wäre da auf jeden Fall „Det Schong von er Onnerbaantjes“, welcher Anfangs kurz eher etwas schwerfälliger beginnt, bevor es dann wilder weitergeht. Hier macht man sich auch mal etwas ausgiebiger mit nem Soli am Saiteninstrument zu schaffen, wobei es insbesondere der Einsatz der Akustikgitarre ganz gut schafft, so ne gewisse Atmosphäre aufbauen zu können. Richtig gut macht sich gerade bei diesem Stück der markante Einsatz unterschiedlichster Vocals. Entgegen dem, was andere Schreiberkollegen zu dieser Scheibe meinen, das die Songs zu wenig variieren und recht gleich klingen, hat mich das Teil keinesfalls gelangweilt. Unsereins hat da wirklich schon bedeutet monotoneres Zeugs hören müssen!  Jetzt wo die Scheibe bereits zum dritten Male in meinem Player rotieren durfte, muss ich echt eingestehen, dass mir das von Umdrehung zu Umdrehung immer mehr gefällt. Sicherlich, die Burschen haben dennoch noch nen richtigen Arsch voll an Arbeit vor sich, um dann eventuell auch bei der breiten Metalfangemeinde punkten zu können. Obwohl der Sound insgesamt aufnahmetechnisch eher ein bissel dünn ausfällt und ihr doch etwas der Druck fehlt, kann sich das, was die hier als Debüt abgeliefert haben, echt sehen lassen. (LEO)
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HROSSHARSGRANI – “SANKAREIDEN MAA”
Seid nun 25 Jahren lässt uns der Österreicher Hugin (Alexander Wieser) mit seinem Projekt „Hrossharsgrani“ an seiner musikalischen Welt teilhaben, die fern ab irgendwelchem Trend oder kommerzieller Vermarktungsmöglichkeiten liegt. Mittlerweile nach Finnland ausgewandert, widmet er sich hier dann dem finnischen Nationalepos „Kalevala“, was sowohl musikalisch wie auch durch die finnische Sprache mehr als deutlich zum Ausdruck gebracht wird. Im Gegensatz zu seinen vorangegangenen Veröffentlichungen zeigen sich bei seinem Jubiläumsalbum, gerade musikalisch, doch eine Vielzahl an Veränderungen auf. Zum einen bringt seine finnischen Ehefrau Anna K. hier einige Gesangsparts mit ein und zeigt sich auch für die Textgestaltung verantwortlich.  Am auffälligsten an der Mucke hier ist jedoch, dass man sich doch verstärkt diverser verschiedenster Black Metal Sound Variationen widmet. Das reicht hierbei von rauem, bösartigem bis hin zu sehr episch anmutendem Black Metal Style ! Dem ganzen Geschehen verleiht man dann durch sehr melodiöse, folkig angehauchte Passagen ein ungemein starkes mystisches, atmosphärisches, teils sogar fast schon bombastisch anmutendes Ambiente. Und gerade dieses perfekte Zusammenspiel zwischen rauen, bösen und eher sehr ruhigen epischen Passagen, ist schon immer das Markenzeichen des Österreichers gewesen und hat auch diese gewisse Einzigartigkeit seines musikalischen Schaffens ausgemacht. Natürlich wird auch hier, bei den doch teils enorm lang ausgefallenen Songs wieder nicht darauf verzichtet, ne ganze Menge Ambiente Sounds mit einzubauen, um das Gesamterscheinungsbild noch zu verstärken. Trotz der doch enormen Spielzeit der einzelnen Stücke, gestalten sich diese erfreulicher weise durchaus sehr abwechslungsreich. Obwohl sich abschnittsweise einige Songs etwas schleppender, zurückhaltender darstellen, ist es gerade die recht vielfältige/vielseitige Riffarbeit, die unterschiedlichsten Vocals (flüstern, sprechen, growlen, leicht keifen.) und der dennoch unterschiedlichste Rhythmusaufbau, welche hier keinerlei Monotonie oder Gleichklang aufkommen lassen. Mit „Sankareiden Maa“ hat Hugin auch hier wieder ein sehr eigenständiges und abwechslungsreiches Werk hervorgebracht, welches unterschiedlichste musikalische Einflüsse zu einem gelungenen Gesamtwerk vereint. Fans des ex - Österreichers werden zweifelsfrei auch wieder voll auf ihre Kosten kommen und dem Teil einen würdevollen Platz in ihrer Sammlung zuteilen. Neben der CD Version ( Christhunt Productions ) gibt’s für die sammelwütigen unter euch auch noch ne Tapeversion ( Wolfmond Productions ) auf welcher noch ein knapp 13 minütiger Bonussong enthalten ist . Alle anderen, denen bisher der Name HROSSHARSGRANI noch nicht geläufig war / ist ,sollten sich auf jeden Fall bei YouTube mal den Promo Trailer einverleiben  (LEO )
Christhunt Productions   https://christhuntproductions.com/
 
Wolfmond Production    https://www.wolfmond-production.de/

BÄRNSERKER - „SCHLÜSSU ZUM LIECHT“ 
Gerade im dunkleren Metal Bereich hat man es ja heutzutage doch schon verstärkt mit diversen Ein-Mann-Projekten zu tun, welche einen doch teilweise ganz schön
was abverlangen und es einem dann eher sehr schwer machen, noch ein paar passende Worte zu finden. Zum einen liegt es dann sicherlich oft an dem musikalischen Dilettantismus und zum anderen an der sehr wenig vorhandenen Eigenständigkeit. Glücklicherweise kann man den Baden Württemberg Chris , der mit BÄRNSERKER sein ganz eignes metallisches Projekt ins Leben gerufen hat ,nicht dazu zählen . Erst im Februar 2023 sein Debut „Vo h​ö​che B​ä​rge u tiefe Schluchtä „rausgehauen, legt er nun auch schon wieder mit „Schl​ü​ssu zum Liecht „seine nächste full lenght nach. Das besondere und sicherlich auch eigenständigste an seinen Veröffentlichungen ist auf jeden Fall schon einmal, dass all seine Texte im Berner Dialekt verfasst sind. Zwar ist das bei seinen extremen Gesangsvarianten nun nicht wirklich erkennbar oder hörbar, aber immerhin schon mal was, mit dem man sich von der breiten Masse abheben kann. Aber auch musikalisch gesehen gelingt es ihm durchaus, sich phasenweise etwas von der breiten Masse abzusetzen. Vorrangig in eine eher ruhigere, düstere, teils bedrohlich, teils leicht episch wirkende Grundstimmung gepackt, lässt er es hier eher mal seltenen fett krachen. Zum großen Teil setzen sich die 9 Songs mit Elementen aus Pagan-/ Doom- / Folk -/ und Black Metal zusammen, welche hier durchaus recht gut miteinander verschmelzen und harmonieren. So richtig Langeweile kommt hier jedenfalls nicht wirklich auf, auch wenn sich mit der Zeit bei einigen Tracks dann doch schon so etwas wie eine gewisse Gleichförmigkeit einzustellen scheint. Dennoch gibt es hier natürlich diverse Stücke, welche doch recht deutlich herausstechen.  „Schlüssu zum Liecht“ ist z.B so ein Song, der durch seinen leicht doomig walzenden Charakter, eine ruhige und nachdenklich stimmende, fast schon etwas episch anmutende Atmosphäre aufbaut. Dabei zeigt sich gerade die Melodieführung dennoch recht abwechslungsreich und hat auch in Sachen Riffgestaltung ein paar ganz interessante Ansätze zu bieten. Um den recht nordisch anmutenden Klängen noch so ein zusätzliches Ambiente einzuverleiben, wird leichter Chorusgesang wie auch Sprechgesang eingesetzt. Bei „Dunkli Nacht “ hingegen geht’s mal wieder etwas heftiger zur Sache. Insbesondere die Gitarren zeigen hier teils ganz schön Härte. Ziemlich düster gehalten, bringt der Song aber auch ein ziemlich gefahrvolles und bedrohlich wirkendes Ambiente mit sich. Trotz des eher etwas einfachen Songaufbaus, bringt das Stück etwas mit sich, was einen unweigerlich zuhören lässt. Der interessanteste und musikalisch doch am stärksten herausstechenste Song ist
„Nöii Zit „ . Mit ziemlich gleichbleibendem eher schleppendem Charakter versehen, wandert man dennoch vereinzelt mal in eine eher etwas aggressivere Phase ab. Vor allem ist es hier die sehr gelungene Riffgestaltung, welche dem Zuhörer durchaus richtig gut und vor allem tief ins Ohr gehen können. Am auffälligsten an diesem Stück sind jedoch die recht deutlich zum Vorschein tretenden, kurzen elektronischen Sounds / Keyboardeinsätze? Da ist man doch erst einmal etwas überrascht /verwundert, wo die auf einmal herkommen. Auch wenn es Chris hier nicht vollkommen gelingt, den Zuhörer restlos zu überzeugen oder in absolute Beifallsbekundungen auszubrechen zu lassen, hat er es dennoch ganz gut verstanden, seine Gedanken und Ideen in ein dunkles musikalisches Gewand zu verpacken. Wenn er mal noch in Sachen Abwechslung und eigner Kreativität einiges draufpackt, ist auf alle Fälle noch ne ganz schöne Steigerung möglich. Wer auf dunkle düstere Metalmucke mit so ner gewissen Eigenständigkeit abgeht, sollte von daher ruhig mal die Scheibe antesten  . (LEO)
https://baernserker.bandcamp.com/album/schl-ssu-zum-liecht
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NEKROTHORAX – „ GRIMLY,GRIZZLY AND NEKRO LEECH“ ( TAPE )

Manchmal machen einen es diverse Szenevertreter wirklich nicht ganz einfach, absolut passende Worte zu deren Veröffentlichung zu finden. Wobei es in dem falle hier absolut nicht daran liegt ,das man musikalisch nicht doch irgendwie cool ,unangepasst und durchaus ziemlich interessant daherkommt ,sondern vielmehr daran ,dass die Soundqualität des Tapes doch ganz schön „außerirdisch „ ausgefallen ist .Denn im direkten Vergleich zu der EP und den zwei anderen  Demos , sind die 4 Songs ,welche man uns hier präsentiert , ziemlich mau ausgefallen, so das man den Regler schon richtig hoch drehen muss ,um überhaupt einigermaßen vernünftig was zu hören . Obwohl das hier nun absolut kein „Profisound“ darstellt, schaffte es aber das selbstbeschriftete grüne Tape, mit seinem eher „Kellersound“, tatsächlich, so ne echte old school Undergroundatmosphäre aufzubauen. Wer sich schon mal mit den vorangegangenen Veröffentlichungen von Darius und Sint auseinandergesetzt hat, wird zweifelsfrei mitbekommen haben, dass sich die beiden musikalisch völlig unangepasst. total trendfrei, pur und teils schon etwas abgefuckt wirkend, in Szene setzen. So richtig lassen die sich dann natürlich musikalisch auch nicht wirklich in irgendeine Schublade oder Kategorie stecken. So wie es andere Schreiberlinge schon mal so schön geschrieben haben, könnte man das Ganze eventuell als ne Form der ganz speziellen „Klanglandschaft „beschreiben. Los geht es mit GRIMLY GRIZZLY, welcher für mich doch recht punkig angehaucht ist, aber auch diverse Elemente aus dem doomigen und black metallisch Lager mit sich führt. Insgesamt ziemlich düster angehaucht, sind es hier vor allem die ziemlich coolen längeren Gitarreneinsätze, welche dem Stück doch irgendwie so dieses gewisse Extravagante verleihen. Aber auch der ziemlich angepisst wirkende, eher dunkle Gesang sorgt dafür, so diese gewisse Untergangs Atmosphäre zu verstärken. Beim zweiten Song GREEN DEATH wird dann etwas tiefer in die old schooligen, doch recht nordisch wirkenden, black metalischen Gefilde eingetaucht. Auch hier sind es wieder die teils abgefahrenen, schon fast nen bissel experimentell und berauschend wirken Gitarrenriffs, welche den Song bestimmen. Hierzu passt natürlich voll und ganz die doch recht miese morbide Stimmlage, die fast schon etwas in den Sprechbreich geht und sich richtig hässlich, angepisst aber auch wütend präsentiert .BREATH HATE zeigt sich vom Songaufbau her , irgendwie abgefahren und enorm gefährlich .Teils eher etwas schleppender , vielleicht schon stampfend doomig anmutend, lässt man anderseits dann wieder ne leicht punkige Note und Düstermetalelemente mit einfließen .Das ganze Soundgeschehen wirkt hierbei enorm dunkel bedrohlich und bringt doch fast schon so etwas wie ne leicht hypnotisierende Wirkung mit sich .Richtig stark hierbei sind aber auch wieder die Gitarreneinsätze ,inclusive kurzer Solieinlagen ,die teils irgendwie nicht von dieser Erde zu kommen scheinen .Also davon bin ich echt begeistert !Stimmlich agiert man hier mal ganz leicht im verzerrten ,aber auch dunklen Ausdrucksbereich .Als Abschluss gibt es mit NECRO LEECH nen Stück, welches für mich doch so einen gewissen alten „Venom „Charme mit sich bringt. Obwohl der Song verhältnismäßig einfach aufgebaut ist, bringt aber gerade der so ne richtig morastige Atmosphäre mit sich, bei welcher es durchweg nach Tod und Verwesung riecht. Trotz des eher etwas dezenteren Hantierens an den Instrumenten, ist das gerade der Song für mich, welcher den stärksten Eindruck hinterlassen hat. Obwohl es sicherlich auch bei mir schon mal Zeiten gegeben hat , in denen ich mich bei solchen qualitativ dumpfen, rauschenden und rohen Tonaufnahmen tatsächlich gefragt hätte ,ob das ernst gemeint ist , will und kann ich diesen 4 Songs hier in keinster Weise doch so eine gewisse Faszination absprechen .In Zeitalter der ganzen sau sauberen ,klinischen , überproduzierten Veröffentlichungen, ist solch ein Tondokument tatsächlich schon so etwas wie eine echte Wohltat für die völlig überstrapazierten Ohren .Wer kein Bock mehr auf irgendwelchen trendigen weichgespülten Bockmist hat , der wird sich mit beim Anhören dieses Tapes , zufrieden und glücklich zurücklehnen können . (LEO)
SintGrimmizer333@web.de
darius.lucius.369@gmail.com
https://www.metal-archives.com/bands/Nekrothorax/3540500977
 
SPANKY HAM – „BORN TO GRILL”
Na, habt ihr mal wieder so den absoluten fetten Bock drauf, Euch eine mehr als gewaltige Portion an völlig abnormen und unmenschlichen „Krach“ einzuverleiben? Da kann euch auf jeden Fall sofort geholfen werden. Denn dass, was einem in den nächsten 21 min. entgegenschlägt, ist tatsächlich echt fast schon „unmenschlich“ ,schweine hart ,abgefahren  und sicherlich zum Teil auch nicht völlig Jugendfrei . Ökos, radikale Tierschützer oder Veganer (vielleicht sogar ein paar Feministinnen) können jetzt schon mal den Bleistift spitzen, um sich hierüber mal wieder total zu entrüsten oder vielleicht sogar ne Sammelklage zu verfassen. Wohl erst vor nicht all zu langer Zeit aus dem Dunstkreis des allseits bekannten und vergötterten Labels FOXDIE SOUNDS“  hervorgekrochen , zeigen einem die beiden Protagonisten  erstmals in voller „Schönheit ,welches musikalische Unwesen man treiben kann ,wenn man einfach nur Spaß am Mucke machen hat ,voller Eifer und Enthusiasmus steckt ohne sich selbst aber allen Anschien nach ,  ganz  ernst zu nehmen .Bereits Mitte 2022 hat man  ja schon mal auf der Split EP "Dirty Trick" ( mit Dismenorrea) kurz andeuten können ,wie man sich selbst gute „Unterhaltungsmusik“ vorstellt . Getreu dem CD-Titel „BORN TO GRILL” zeichnen sich hier die 11 Songs hier nun natürlich insbesondere durch die tierischen, schweinisch/versauten Genusstexte aus. Denn seine passendende Soundtechnische Untermalung dazu bezieht man, fast schon logisch, aus dem Gore Grind / Fun Grind Lager. Was hätte man auch sonst erwarten sollen? So richtig derb fett, ziehen die dann hier wirklich an allen Registern, welche diese Sparte zu bieten hat. Fast durchweg fett groovend und permanent hämmernd, tauchen aber auch hier so einige brachiale humtata mäßig Momente auf, bei denen man dann fast automatisch in einen trancemäßigen Bewegungszustand verfällt. Zwischendrin gibt es natürlich auch hier mal ein paar Samplersprenkler oder anderweitige belustigende Ansagen. So richtig lustig und eventuell sogar etwas „abartig“ lässt man diese „Unterhaltungsrunde „dann mit „Fleischoholiker „ausklingen. Und der ist dann tatsächlich was ganz Besonderes, da der nun musikalisch völlig abweicht. Ich würde den irgendwie in die Sparte Deutschrock / Skinheadrock in den Balladen ähnlichen Style einordnen. Auf jeden Fall ist das für mich irgendwie der Song, bei dem ich am meisten abgelacht habe, zumal sowohl der Text wie auch die gesangliche Darbietung ganz einfach total lustig und irgendwie „künstlerisch „voll daneben wirken. Apropos Gesangstechnik…natürlich passt die volle Kanne grunzende, quiekende Schweinerei hier einfach nur absolut top rein.  Auch wenn man hier keine Chartstürmermucke erwarten kann/darf, sorgt das Teil auf jeden Fall für massig gute Laune und jede Menge Spaß. Der echte, wahre, absolut abgedrehte Goregrind Fanatiker und Spaßvogel, dem hoch „philosophische“ Texte zu Songs wie „S.M.Piggy“ , „Frikadellen-Grinder“, „Hacke Peta“, „Bacon Blaster“ oder„Minnie Winnie Würstchen Kette „ wichtig sind,  wird das Scheibchen sofort liebevoll umarmen und ihr dann auch einen Ehrenplatz in der Sammlung zugestehen . (LEO)
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PANZRAM – „BASTARDS“
2021 sind die 3 Sickos erstmals mit ihrem Debütwerk „7390“ öffentlich in Erscheinung getreten. Und schon deren Einstieg hat bei mir so ziemlich volle Pulle reingehauen. Das war schon der absolut extreme Vernichtungsschlag in Sachen musikalischer Unterhaltung. Und man kann es eigentlich auch schon dem Albumtitel entnehmen, dass die mit absoluter Sicherheit auch heutzutage kein bissel ruhiger, geschweige denn „normaler“ geworden sind.  Denn auch das, was die hier in knapp 29 min. über einen hereinbrechen lassen, ist tatsächlich ein absoluter Death/Gore Grind Bastard der extremsten Ausrichtung. Vollgepackt mit enorm extrem sägenden Riffs, einem permanent hämmernden Drum, blasten , grooven und walzen sich die Herren hier durchs Geschehen . Obwohl man hier fast durchweg den vollen Anschlag fährt, entpuppt sich das ganze Geschehen dennoch niemals als eine absolut wüste Orgie. Denn gekonnt setzt man hier auch mal auf Up Tempo Parts ein und lässt sich auch mal zu Uftata Rhythmen - welche sicherlich bestens für nen Circle Pit geeignet sind - hinreißen. Was natürlich bei dieser Art der musikalischen Unterhaltung absolut nicht fehlen darf, sind natürlich diverse lustige und äußerst geschmackvolle Samplereinspielungen . Um unsere verkrusteten /verkeimten Gehörgänge frei zu spülen und absolut klinisch rein zu machen, sollten aber auch die Sangeseinlagen eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Und was soll man sagen, die gehen hier natürlich auch richtig tief und enorm intensiv rein. Da wird absolut keine Gnade walten gelassen, wenn man sich mit Pig Squeals, gurgelnd und growlend immer in Richtung tiefster Gehörregionen bewegt. Manch einer könnte hierbei eventuell doch schon so was wie Angstzustände oder gar Panikattacken bekommen! Neben den 10 Eigenkompositionen hat man auch dieses Mal wieder 2 leckere Coverversionen - „Dana Paoas First Double Penetration (TPF ) “ und  Bobby Fletcher ( Meatknife) -  mit draufgehauen ,um sein Werk würdig abzuschließen .„BASTARDS“ ist wieder eine enorm intensive Reise in die ganz extreme und völlig unkommerzielle „Unterhaltungsmusikbranche“ geworden, welches nachhaltig sicherlich irgendwelche Schäden an deinem Hirn oder an deiner Seele hinterlassen könnte. Danach so richtig abzugehen und abzufeiern, sollte absolut kein Problem darstellen! Auch wenn man sicherlich damit nun nicht unbedingt einen Innovationspreis gewinnen wird, machts dennoch enorm Laune und kann getrost auch ein zweites Mal in vollen Zügen genossen werden. (LEO)
Pozole Grind Productions  https://deathgrind.club/posts/labels/PozoleGrind%20Productions
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2.12.2023 HAMMER VIVA LA VULVAHAMMER     VIVA LA VULVA – „ ECTOPIC PREGNANCY”
Absolute Neuankömmlinge sind die 3 Burschen nun nicht wirklich mehr, da man ja anscheinend bereits seit 2019, zumindest gedanklich, existiert. Musikalisch war von denen aber allen Anschein nach bisher noch nix zu hören und auch in punkto world wide web scheint man bisher auch noch kein wirklich großartiges Bedürfnis verspürt zu haben, sich irgendwie mal großartig zu outen. Fest steht aber wohl, dass sich die aus dem Umfeld des Underground Labels „Foxdie Sounds“ rekrutiert haben und hier natürlich musikalisch mehr als perfekt hineinpassen. Wie man es ja nun schon ganz zweifelfrei am Bandnamen und am CD-Titel ausmachen kann, wird hier genau das Gegenstück zum „Kuschelrock „geboten. Denn die immerhin 13 Brecher, welche man hier für die Ewigkeit auf nen Silberling gebannt hat, bringen genau diese verdammt gut gemachte Mixtur aus Goregrind / Brutal Death / Grind mit sich, welche die Gehörgänge an seine Belastungsgrenzen bringen kann und sich hierbei durchaus auch noch recht variabel präsentieren. Ich liebe es, wenn es an allen Ecken kracht, rumpelt und scheppert, so dass man fast schon nen bissel Angst bekommen könnte. Gut, ich muss schon zugeben, dass die Burschen doch erst einmal einen Moment benötigen, um mich mit dem, was die hier abliefern, positiv zu überzeugen. Aber von Song zu Song steigern die sich dann tatsächlich immer mehr, so dass es einem dann echt immer schwerer fällt, völlig bewegungslos dieser satten Mucke zu lauschen. Zeigen sich die ersten paar Songs noch eher etwas „normal/durchschnittlich „, gibt es aber spätestens ab Song Numero 5 gibt kein Halt, geschweige dann Stillstand mehr. Ab hier wird gemetzelt, was die Instrumente hergeben, wobei man aber dennoch durchaus immer darauf bedacht ist, hier nicht nur in eine völlig abartige Orgie auszuufern. Ne , ganz im Gegenteil . Obwohl man hier nun den hammerharten Metaller raushängen lässt, gestaltet sich der Songaufbau durchaus flexibel, teils recht interessant und wenn man es mal so nennen will, doch auch beachtlich abwechslungsreich. So schleppt sich zum Beispiel Titel 7 „HPV In Blau“, trotz enorm intensiv ballernder Einlagen, auch teilweise ziemlich schwerfällig durchs Geschehen. Diese slamige , schwerfällige Vorgehensweise verstärkt man mit dem instrumentalen Nachfolgesong „Parasitic Twin Jigsawexorcism“ noch um einiges ,ohne jedoch auch hier so ein super fettes sägendes Riffing vermissen zu lassen .Das ist genau so ein Song ,welcher sich förmlich ins Hirn reinfressen wird und kann . Passend zu dieser extremen musikalischen „Orgie „, lässt man natürlich auch in Sachen gesanglicher Darbietung absolut keine Wünsche offen.  Dreckig, obszön, fast schon unmenschlich stellen sich einem da fast schon die Nackenhaare hoch. Da wird natürlich gegrowlt , gegurgelt oder gerödelt auf „Teufel kommt raus „ ,so dass es fast den Anschein hat , als gebe es kein Morgen mehr . Mit den beiden Rausschmeißer Songs „Zombified“ von „Gore Maniac“ und „Extremity Retaind“ von „Napalm Death“ setzt man dem Scheibchen dann, zumindest für mich, noch das Sahnehäupchen auf. Finde ich echt super geil gemacht, zumal die dich von der ersten Sekunde an voll mitreißen können und wirklich wie irre vorwärts ballern. Obwohl mich das Dreiergestirn noch nicht gänzlich überzeugen konnte, man hier und da vielleicht doch nen kleinen Punkt abziehen sollte / müsste, wird dennoch von meiner Seite her dem ganzen Geschehen hier die HAMMER Marke aufgedrückt. Ein wirklich satter und enorm wuchtiger Schmelztiegel unterschiedlichster musikalisch extremer Abartigkeiten, bei welchem man den Lautstärke Pegel oder die Basszahlen ruhig auch bis Endanschlag erhöhen kann. (LEO)
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INCREMATE – “ UNEXPOSED”

Kommt es einem selbst nur so vor oder vergeht die Zeit tatsächlich immer schneller? Rein vom Gefühl her hätte meinereins ja irgendwie vermutet und gedacht, dass das letzte Lebenszeichen der Sachsen noch gar nicht so lange zurück liegt. Aber scheißchen , denn letztmalig haben die uns doch tatsächlich 2020 mit
„Mortal Domain“ beglückt. Da hat man ja nun genügend Zeit gehabt, um so richtig kräftig an seinem vierten Album herumzufeilen und uns hoffentlich auch hiermit wieder so richtig „vom Hocker „zu reißen. Und ums gleich vorauszunehmen, was Danny (Bass), Ronald (Vocals, Guitar) & Teo (Drums) uns hier in 35: 27 min. entgegenzimmern, ist echt ein absolut super heißes, stahlhart geschmiedetes Eisen geworden. Denn kaum liegt das Teil im CD Fach, geht auch schon, im wahrsten Sinne des Wortes, mit „Construct Of Lunacy“  ne „Höllenfahrt „ aus knüppelnden Death/Thrash los .Irgendwie groß zu bitten brauchst du die da nicht erst , denn schon mit dem Opener können die dich so richtig flachlegen . Kraftvoll und enorm aggressiv werden hier verdammt intensiv sämtliche Instrumente bearbeitet, dem Sound stampfende Blastbeats verabreicht und zwischendurch auch mal Soligitarreneinsätzen eingearbeitet. Versetzt mit recht dunklem Growl, bringt bereits dieses Stück alles mit sich, was man braucht, um so richtig abgehen zu können. „Vast Eradication“ hingegen kracht zwar auch gewaltig, geht aber teils etwas in Richtung Midtempogestampfe . Hierbei setzt man durchaus auf ne variable Tempogestaltung, welche auch mal ein paar leichte Melodienbögen zulässt aber dennoch in keinster Weise an Intensität nachlässt. Bei Songs wie „Moulded And Destroyed“ oder auch „Unbending Ferocity“ hält man sich zwar streckenweise auch mal mit dem Tempo doch eher etwas mehr zurück, kann aber durch die verdammt donnernden Drumms und der enorm temporeichen Gitarrenarbeit ( incl . Solieinsatz )  voll punkten . Bedeutend stärker dem Thrash-Metal zugewandt, kommen die so richtig stark old schoolig daher und weisen zum Glück nix an irgendwelchen modernen Einflüssen auf. Bei den beiden darauffolgenden Songs „The Bestial Assault „und „Haunting Cries „lässt man es dann wieder so voll krachen. Bei denen entfacht man schon fast so etwas wie ein völlig vernichtende wirkendes Gitarreninferno, welches permanent durch enorm satte Drums unterstützt wird welches nur zwischenzeitlich oder besser sekündlich, mal ein klein wenig Raum zum Luftholen bietet.Titel 7 „Revenge „zeigt sich erfreulicher Weise im Aufbau durchaus variabel, wobei insbesondere einige Breaks beim Gitarrenspiel sehr deutlich herausstechen. Eher auch etwas in Richtung Midtempogestampfe tendierend, kann der sich aber dennoch auch richtig gut in unsere Gehörgänge wuchten. „Morbid Defender“ lässt einem durch sein krachendes, vorwiegend im Death Metal angesiedeltes Gesamterscheinungsbild, auch kaum „Luft zum Atmen „ . Zwar verfeinert man das Geschehen hier noch mit ganz leicht atmosphärisch anmutenden Melodien, welche hierbei allerdings niemals überdimensional in Erscheinung treten. Mit dem Abschlusstrack „Infirmity“ stellen die 3 Sachsen dann einmal mehr unter Beweis, dass sie sich in Sachen Songwriting wirklich nen Kopf machen. Abwechslungsreich gestaltet, schaffen die hiermit eine top Symbiose aus Melodie und Brutalität, wobei mich insbesondere die intensive Gitarrenarbeit und der zum Ende auftauchende, kurze, fast schon progressive anmutende Riffsprenkler besonders anmacht. Geile Sache! Insgesamt gesehen legen INCREMATE hiermit ohne jeden Zweifel ihr bestes, extremstes und vor allem auch brutalstes Album in der Bandgeschichte vor, welches trotz der enormen Intensität zu keinem Zeitpunkt ins völlige Inferno ausartet. Ich bin echt mehr als begeistert, denn das Teil hat mich nach diesem doch eher beschissenen Arbeitstag und der immer stärker werdenden „weih­nacht­lichen Vorfreude“, wieder so richtig aufgebaut und aufgemuntert. Bei der Scheibe wirst du definitiv nicht stille stehen und deine Nackenmuskulatur mal wieder an die Schmerzgrenze bringen. (LEO)
German Democratic Recordings  http://gdr.ostmetal.de


HYPNOS – „ DEATHBIRTH“ ( EP )

Das ist ja nun doch schon ne gefühlte Ewigkeit her, dass uns die Tschechen mit neuem metallischem Material beglückt haben. Ganze 3 Jahre nach Erscheinen von THE BLACKCROW haben die nun gebraucht, um sich dieser Tage dann mal wieder zu Wort zu melden. Tja und was bringt die neue Scheibe nun alles so mit sich? Bestückt mit 6 Songs, welche sich in 20: 40 min. über einen ergießen, macht sich das Ding schon mal rein von der Zeit her gar nicht mal so schlecht. Aber so wirklich brandneues präsentieren die Jungs hier dann eher nicht wirklich. Denn außer 2 tatsächlich eignen neuen Stücken, sind die anderen alle doch „nur“ Coverversionen.  Los geht es mit DEATHBIRTH PT. 1 / BIRTH, welcher mit abwechslungsreichen Midtempo Death Metal loslegt und insbesondere durch das echt wummernde Drumming und Brunos gemeinem Gegrunze geprägt wird. Ist so ein fast schon etwas typischer Sound, wie man ihn von der Band her kennt. Übergangslos geht es dann in DEATHBIRTH PT. 2 / DEATH über, welcher Anfangs erst einmal etwas Zeit braucht, um die volle Fahrt aufzunehmen. Rein von der Intensität her, bringt der dennoch - insbesondere beim „Felle verdreschen „- trotz der „Anlaufschwierigkeiten „einiges mehr an Aggressionen mit sich, als der Vorgängertitel. Mit INFERNATIONAL legt man dann endlich mal so nen echt fetten Brecher vor. Allerdings ist das nun nur ne bearbeitetet Version des Songs, welcher bereits auf deren 2000 erschienenen Debütalbum zu hören war. Der darauffolgende SHORT REPORT ON THE RITUAL CARNAGE knallt nicht minder weniger - auch wenn’s zwischendrin mal einen etwas länger gezogenen Gitarreneinsatz gibt - und lässt mehr als deutlich, so nen richtig geiles old school Feeling aufkommen. Das verwundert aber nun eher weniger, da das auch ein Stück ist, welches Frontsau Bruno 1995 für das KRABATHOR Album "Lies" geschrieben hat. Der Rausschmeißer LIGHT HATES ME stammt im Original von der tschechischen Metalband SIX DEGREES OF SEPARATION . Das ist dann auch der Song, welcher sich doch etwas mehr vom Rest des Geschehens abhebt. Zum einen ist es die stimmliche Präsenz von Gastsänger Radek Zabojnik (dem Sänger bei Six Degrees Of Seperation), welcher dem Song doch schon sehr stark ne andere Farbe verleiht. Aber auch musikalisch wird hier doch einiges mehr an Abwechslung und durchaus interessant wirkenden Elementen geboten.  Zwar auch vorrangig Death Metal lastig, zeigt der aber auch so den einen oder anderen thrashig wirkenden Farbtupfer auf. Insgesamt gesehen, lässt sich hier nicht allzu viel Neues entdecken.  Getreu dem Motto: „Da wo HYPNOS draufsteht, ist auch HPNOS drin! „zieht man hier seiner Wege und schafft es leider nicht, hier mal so nen wirklich richtigen Höhepunkt vorzulegen.  Dennoch ist „ DEATHBIRTH“ ein solides Death Metal Scheibchen geworden ,welches man getrost auch ein paarmal im Player rotieren lassen kann .  (LEO)
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NIHILO – „ DOOM”
Erstmalig wie auch letztmalig sind mir die Berner Jungs von Nihilo 2008 mit „Nyktophobie“ untergekommen. Seitdem ist ja nun aber doch schon ne ganze Stange an Zeit vergangen, in der man doch schon einiges mehr an Veröffentlichungen vorlegte. Mittlerweile kann man nun doch bereits auf 4 full length Scheiben und diverse EP`s zurückblicken. Bei dem schicken Digipack hier handelt es sich um deren drittes komplettes Album, welches 2018 das Licht der Welt erblickte. Auch wenn das Album nun schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, werden sich aber sicherlich auch heute noch Leutchen finden, die bei deren Mucke so richtig abgehen werden. Auch wenn der Arbeitstitel der Scheibe, wie auch leicht das Coverbild vermuten lassen würden, dass es hier in eine sau schwere und dunkle doomige Richtung gehen könnte, haben die 9 hier gebotenen Stücke damit nicht allzu viel am Hut. Sicherlich gibt es auch hier phasenweise leicht dunkel angehauchte schleichendere kurze Parts, aber vorzugsweise lässt man sich hier doch kräftig in Richtung traditionellen Death Metals gleiten. Das da dann auch öfters mal nen bissel was thrashiger Wirkendes mit reingenommen wird, schadet der Mucke keinesfalls. Bei fast allen Titel legt man ein durchaus verdammt flottes Tempo an den Tag und schafft es auch, durch gekonnten Tempowechsel, den Stücken so einiges an Abwechslung einzuverleiben. Hierbei lässt sich dann auch, ins besondere bei den kurzen Solis, recht gut erkennen, dass die Burschen es auch in technischer Hinsicht ganz gut drauf haben. Obwohl man hier nun wirklich ziemlich mit der Abrissbirne arbeitet, arten die einzelnen Stücke kaum mal in das absolute Massaker aus. Vielmehr setzt man auf ne zügige, knackige und recht groovende Vorgehensweise, welche von der Intensität her, hier die komplette halbe Stunde lang, ziemlich heftig einschlägt. Nicht minder heftig wird hier dann natürlich auch ins Mikro geröhrt und giftig gekeift. Mein absolutes Lieblingsstücke ist ohne jeden Zweifel „Fueled By Suspicion „Und warum nun, ganz einfach, der erinnert mich doch irgendwie teils recht stark (zumindest in der Anfangsphase) an meine Götter „SLAYER „ . Tja Leute, eigentlich gibt es nur noch eins zu sagen. Was die hier mit ihrer dritten Full lenght ans Tageslicht befördert haben, setzt zwar sicherlich keine neuen Maßstäbe, bietet aber wirklich leckerer Death Metal, der überzeugt und vor allem voll mitzieht. (LEO)
Art Gates Records   https://www.facebook.com/ArtGatesRecords/     https://artgatesrecords.com/
 
NIHILO – “ RESOLUTION”
In einem fast schon regelmäßigen Abstand von 4 Jahren beglücken uns die 5 Schweizer von NIHILO mit neuem Abrissmaterial. Vollgepackt mit satten 11 Songs, kommt man auch dieses Mal wieder im schnieken Digipack Format daher. Wie man es von denen nun bereits kennt, frönt man natürlich auch hier wieder voll und ganz dem old schooligen Sound. Logisch hierbei natürlich, dass es meistenteils echt gut rumpelt, man so richtig stark aufs Gaspedal tritt, sich aber dennoch gelegentlich auch mal etwas zurücknimmt, um dem Zuhörer auch mal ne kurze Phase des Luftholens zu ermöglichen.  Obwohl deren mittlerweile viertes Album nun so richtig gut vorwärts treibt, bleiben aber auch hier dieses mal wieder solch Dauerfeuer Blastbeat Attacken aus. Natürlich kann man hier auch wieder nen  thrashigen Anstrich  ausmachen , wobei man aber sagen muss , dass diese im Vergleich zum Vorgänger dann doch etwas nachgelassen haben. Auch was den Songaufbau im Allgemeinen betrifft, zeigt m an sich vergleichsweise hier doch bedeutend kompakter, insbesondere was die Arbeit an den Gitarren betrifft. Hier sind es gerade einige Solieinlagen, die eher etwas melodisch, sehr technisch daherkommen und ansatzweise vielleicht sogar schon als leicht progressiv wirkend einzuordnen sind. Ebenso gibt es im Bezug auf den Gesang ne leichte Veränderung zu vermelden. Konnte man beim Vorgänger noch leicht giftig keifend wirkende Parts vermelden, so setzt man sich dieses Mal doch eher mit leicht thrashig anmutend Geshoote und tieferem Geröhre in Szene. Insgesamt gesehen haben die Jungs doch ganz schön an sich gearbeitet und können mit “ Resolution” noch mal richtig zulegen. Diejenigen unter Euch, welche sich der Death - / Thrash Metal Mucke mit Leib und Seele verschrieben haben, können mit der Scheibe absolut nichts verkehrt machen. (LEO)
Iron, Blood and Death Corporation   https://www.facebook.com/ibdc666


SUCKING LEECH – „ ERRORDYNAMIC“ ( EP )

Wer es mal wieder so richtig deftig und knallhart mag, der wird bei dem neuesten Abrisswerk des sicken bayrischen Abrisskommandos von SUCKING LEECH mal wieder so richtig im Kreise springen können. Nachdem man letztmalig 2021 mit „Macabre Demise“ in Form einer Split CD ein musikalisches Lebenszeichen von sich gegeben hatte, haben die sich nun doch endlich auch mal wieder aufgerafft, um uns die Ohren so richtig durchzupusten. Herausgekommen ist eine kurzweilige, aber sehr intensive Abrissorgie, welche einen mit einer Spielzeit von knapp 14 min. (bei 6 Songs) sicherlich schon erahnen lässt, wohin deren musikalische Reis gehen wird. Kurz aber richtig knackig, traktiert die bayrische Burschenschaft hier ihre Instrumente und lässt es nur ganz ganz selten mal zu, dass man überhaupt ne Chance bekommt, um etwas „Luft zu holen „ . Obwohl man sich hiermit nun nicht dem absolut brutalem Geknüppel ergibt, schaffte es deren Mixtur aus Grind, Crust und ner Prise Punk, dich immer wieder aufs Neue, dich mitzuziehen. Bestückt mit jeder Menge Aggression, massig Groove, fett einschneidenden Riffs und vereinzelten Blast Beats, gibt es hier kaum einen Song, der nicht das Potential hat, in irgendeiner Weise deine ollen müden Knochen in Bewegung versetzen zu können. Fast schon logisch wird auch hier mit voller Inbrunst ins Mikro geröhrt, so dass es einen doch schon irgendwie „Angst und Bange „werden könnte, dass dem Typen irgendwann doch mal die Stimme wegbleiben könnte. Aggressiv, wütend und leicht morbide anmutend, kann der einen schon fast irgendwie „in den Wahnsinn“ treiben. Tolle Scheibe, die trotz ihres old schooligen Charms recht originell und eigenständig rüberkommt. Wer mal wieder wissen will, wie sich heutzutage echt gut gemachter crustiger Grind anfühlt und anhört - dem ist ohne Abstriche zu machen -  Sucking Leech auf jeden Fall zu empfehlen . (LEO)
RTM Productions   https://www.facebook.com/people/RTM-Productions/100072420254021/

ARKHAM CIRCLE – “WEAPONS OF CHOICE” ( EP )
Genauso, wie es die die 5 Stuttgarter Death Metal Jünger auf ihrem zweiten Lebenzeichen handhaben, mag ich das besonders. Kein lästiges, langgezogenes Vorspiel, Sampler oder Intros, sondern ab der ersten Sekunde greift man arg heftig in die Saiten. Aber diese Heftigkeit wird auf dem super schicken Digipack - welchen man übrigens für nen lumpigen Zehner ergattern kann – nicht nur bis zum völligen Zusammenbruch ausgelebt. Natürlich bieten die 5 Songs in erster Linie richtig flotten Death Metal der alten Schule, wobei man recht tief in den Schwedischen Gefilden rumräubert, aber auch unüberhörbar einen kräftigen britischen Einschlag mit einbringt. Das es hierbei natürlich auch mal kurzzeitig recht technisch und eher etwas gesitteter zugeht, zeigt sich insbesondere bei der Gitarrenarbeit. Auch wenn ich irgendwo gelesen habe, dass die Jungs wohl selber meinen „Bolt Thrower „wäre nicht ihr Haupteinfluss, so ist deren Trademark für mich hier mehr als deutlich in jedem der einzelnen Songs erkennbar. Und da sammeln die Jungs mit ihren schweren Dampfwalzen Parts und groovenden Momenten bei mir sofort noch nen paar Pluspunkte mehr. Wer jetzt aber vermutet, dass die bloßen Klone sind, irrt sich doch ganz schön. Denn durchaus haben die hier auch so einiges an eignen Inspirationen oder Ideen mit drinne , die dann doch auch auf so eine gewisse Eigenständigkeit hinweisen können . Hört Euch mal Songs wie beispielsweise “ Another Dawn ” oder auch “ Slaves Of Hate   ” an und ihr versteht was ich meine. Zusätzlich garniert wird die derbe schmackhafte Kost hier natürlich auch mit ner dunklen tiefen Stimmlage, wobei ich aber sogar meine, auch mal so nen eher keifend wirkender Akzent herauszuhören. Als krönenden Abschluss, - für den ich natürlich noch einmal die Pluspunkte Karte zücke – lassen die es dann mit Bolt Thrower``s - „Sixth Chapter“ ausklingen. Auch wenn es ARKHAM CIRCLE hiermit sicherlich nicht schaffen werden nen Grammy abzuräumen, so knallt die Scheibe dennoch mehr als gut und ist ein mehr als gutes Beispiel dafür, welches musikalisches Potential auch heute noch in der Underground Szene vorhanden ist. Zwar verteile ich trotz meiner dauernden Pluspunkte Vergabe hier keine HAMMER Marke, aber dass die Scheibe nun schon zum X-ten Male in meinem Player rotiert, spricht ja wohl für sich. (LEO)
https://arkhamcircle.bandcamp.com/
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WRESTLE MANIACS – “ STILL REAL TO US “ ( EP )
Bei dem Bandnamen hatte ich ja wirklich schon die Befürchtung, dass einem hier irgend so ne Spaßmucke um die Ohren gehauen wird. Aber zum Glück haben sich da meine Befürchtungen in keinster Weise bestätigt. Denn die 6 Songs. welche einem hier entgegenschlagen, knallen echt so richtig gut rein und bringen auch mal wieder so eine gewisse Frische ins musikalische Szeneleben. Selbst bezeichnen die Osnabrücker ihr Mucke als Wrestling Metal und Catch’n’Roll . Nun ja, auf Grund der Texte, welche vom Wrestling handeln und ne Art der Huldigung einzelner Wrestler darstellt, könnte man das ja noch so stehen lassen. Und sicherlich ist es auch werbestrategisch bedeutend besser, wenn man der Meute da draußen mal mit neuen stilistischen Bezeichnungen kommt. Für mich ist jedenfalls mehr als klar und deutlich zu hören, dass die 5 Wrestle Maniacs ganz eindeutig klassischen, fast reinrassigen Crossover der Neunziger raushauen. Denn schon beim ersten Song, machen sich bei mir sofort Gedanken breit, welche vollkommen in Richtung „DRI“ ,“MOD“ und Konsorten gehen . Und das erstaunt und vor allem überrascht mich wirklich gewaltig, dass man gerade heutzutage mal wieder ne Band entdeckt, welche sich dieser ja eher recht kurz in Erscheinung getreten Metall Richtung, widmet. Soweit wie ich das recherchieren konnte, sind die Typen auch alles andere als Neulinge in der Musikbranche und haben wohl schon in diversen anderen Band so richtig was an Erfahrung sammeln können. Und das hört man hier dann auch tatsächlich an allen Stellen heraus. Professionell und technisch top, gibt es hier bei jedem einzelnen Stück eins voll auf die Fresse. Da wird es zweifelsfrei im Moshpit volle Pulle abgehen. Obwohl die nun wirklich zu fast 100% den Crossover ausleben, schleichen sich dennoch hier und da durchaus mal ein paar kleinere diverse anderweitige metallischen Einflüssen mit ein. Roh, eingängig und enorm energiegeladen bleibst aber trotzdem, auch wenn’s vielleicht mal sekundenweise mal nen ganz kurzen Moment zu Luftholen gibt. Meinereins ist jedenfalls echt positiv überrascht, heutzutage mal wieder solch Töne an seine Ohren lassen zu können/dürfen. Coole Scheibe, die mächtig für Stimmung sorgen kann und vor der Bühne sicherlich ne Staubwolke aufwirbeln wird, in welcher man dann völlig orientierungslos abgehen muss. (LEO)
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MORGENGRAU – „SEHNEN DER FINSTERNIS“
Was mich jetzt tatsächlich immer öfters erstaunt und sicherlich auch etwas überrascht, es gibt doch gerade im schwarz angehauchten Metalbereich vermehrt richtig gute Veröffentlichungen, welche selbst so nen eingefleischten Grindcorezombie wie mich, echt positiv überraschen. 2009 gegründet, legt das bayrische Vierergespann hier nun seinen zweiten Longplayer vor (Debüt “Staub zu Staub” erschien 2017) ,welcher einen über 45 min . hinweg in eine teils sehr düstere schwarzmetallische Welt entführt. Obwohl das Grundgerüst der hier angebotenen Stücke ohne jeden Zweifel in den norwegischen Gefilden wiederzufinden ist, tauchen aber dennoch ganz deutlich auch Einflüsse aus anderen schwarzen, dunkleren Metalsparten mit auf. Hierbei bekommt man es wirklich richtig gut hin, eine sehr ausgewogene Balance zwischen Aggressivität, Ruhe, Dunkelheit, Kälte und sogar Melancholie an den Tag zu legen. Denn bei einer Vielzahl der Tracks, welche sich doch recht bösartig black metallisch präsentieren, tauchen immer wieder verdammt atmosphärische ruhige Parts auf, welche meiner Meinung nach teils sogar so nen ganz leicht episch/ hymnisch wirkenden Einschlag mit sich bringen. Das wird besonders bei solchen Songs wie „Der Tod schmeckt süß! „oder auch „ Begrabe die Gedanken „ verdammt gut in Szene gesetzt . Denn neben der wirklich sehr abwechslungsreichen Gestaltung, sind es vor allem die recht vielen wirklich schönen Gitarrenklänge und die eher etwas melodischen Einsätze, welche gerade diese beiden Stücke ne richtig starke Atmosphäre verleihen, welche auch so eine gewisse Erhabenheit mit sich bringen und dich gedanklich in dunkle tiefe Wälder, zerklüftete Berglandschaften eintauchen lässt. Aber auch, wer auf so ein teilweises richtiges „Black Metal Gewitter“ abfährt, wird hier fündig werden. Denn solche Songs wie „Bergteufel „oder auch „Leiche im Moor „zeigen sich so richtig flott, kalt, bösartig - wenn auch nicht ultra überspitz. Recht variabel zeigt man sich aber auch beim Gesang, welcher sich kraftvoll, teils sogar mal eher etwas „melancholischer“, voranging aber diabolische Kreischend, in Szene setzt. Das man sich auf dem gesamten Werk der deutschen Sprache bedient, sei hier nur mal nebenbei erwähnt. Obwohl die Bayern sicherlich die Black Metal Sparte nicht neu erfunden haben, so kann man denen dennoch so eine gewisse Eigenständigkeit zugestehen. Ne echt starke Mucke welche sicherlich nicht nur tiefschwarze Seelen und Herzen ansprechen wird. (LEO)
Schattenpfade   https://www.schattenpfade.de/
Fetzner Death Records  https://www.facebook.com/FetznerDeathRecords/
 
OROBAS- “UPHOLDING THE ASURIC TRADITIONS”  ( EP / SINGLE )
Dass hätte ich echt nun absolut nicht erwartet, was einem hier mit den 2 Tracks entgegen gekracht wird. Irgendwie ging meine Erwartungshaltung hier eher in die Richtung, dass eine ganz extrem schwere Black Metal Lawine auf einen zurollen wird. Aber scheißchen , die beiden Stücke hier sind zwar durchaus mit Black Metal Klängen bestückt  ,haben aber nix an super extremen true black metallischen im Gepäck .Die Band ,welche 2015 vom Schlagzeuger in Dhaka, Bangladesch, ins Leben gerufen wurde ,haben laut „Metal Archiv“ bisher zwei EPS und zwei Singles veröffentlicht. Also so ganz unbekannt sollten die ja vielleicht doch nicht sein! Naja, unsereins betritt mit denen auf jeden Fall Neuland und sitzt nach dem ersten Durchlauf doch recht positiv gestimmt da. Auch wenn es anhand von nur 2 Songs sicherlich nicht wirklich ganz einfach ist, deren Schaffen so ganz genau und oder gar tiefgründig einzuschätzen, kann man doch den fast 10 min.  so einiges abgewinnen. „Upholding the Asuric Traditions „ist ein echt starker Track, welcher neben einiges an Technik, vor allem fett, wuchtig und hammerhart auf einen niederprasselt. In erster Linie in Richtung Death Metal ausgerichtet, lassen sich aber durchaus auch so ein paar rhythmische Sprenkler aus dem Black Metal Gefilden erkennen. Trotz des eher sehr intensiven Charakters lässt man hier sogar ne längere, eher etwas ruhigere bzw . melodischer gehalten Solieinlage an der Gitarre mit einfließen, welcher man vielleicht sogar einen ganz leicht progressiv anmutenden touch nachsagen könnte. Garniert mit einer sehr tiefen, fast schon gutturalen Stimmlage, hat der Song schon dieses „Etwas“, was es braucht, um sofort nochmal die Play Taste drücken zu wollen. Richtig kultig zeigt man sich dann mit der Covervversion von Mayhem`s  - „Deathcrush“  . Laut Aussagen anderer Schreiberlinge ist man aber wohl dem Original recht treu geblieben. Aber das ist sicherlich erst einmal eher etwas egal, denn auch der Song ist alles andere als Kacke. Was ja nun aber wohl ganz logisch ist, natürlich lebt man hier die schwarze Black Metal Seele voll aus. Knallhart, dunkel, bedrohlich und vor allem enorm intensiv, schafft man es wirklich super gut, das old school feeling punktgenau rüberzubringen. Da die Scheibe auch in punkto Sound - und Aufnahmequalität einen durchaus etwas dreckigeren, dunkleren Undergroundcharme mit sich bringt, kann ich euch nun echt mal wieder anraten, die Songs mal irgendwo/irgendwie anzutesten oder euch das kleine Ding zu ordern. So wie es aussieht, wird von denen wohl irgendwann demnächst auch nen komplettes Album kommen. Sollte man auf jeden Fall echt gespannt drauf sein! (LEO)
Evil Chant Distro  https://www.facebook.com/evilchantdistro/   hephaestusofficial666@gmail.com
Slaughterhouse Records  https://www.facebook.com/slaughterhouserex   https://slaughterhouserex.storenvy.com/


SUCCUBUS – “THE ETERNAL CURSE OF EXISTENCE”

Nachdem die Neuruppiner nun 2020 einen fetten Deal bei „Boersma Records“ eingesackt hatten, war ja wohl auch die Schlussfolge, dass man bald mal wieder mit neuem musikalischem metallischem Material aufwarten sollte. Nachdem man mit 2017 mit der EP „Succubus XXV“ letztmalig ein Lebenszeichen von sich gegeben hatte ” ist es mit “THE ETERNAL CURSE OF EXISTENCE nun endlich mal wieder soweit, das man uns mit neuem Material seine tiefste metallische Seele offenbart. Nachdem das fast schon träumerisch anmutende 2 min. Intro versstrichen ist, geht’s dann mit „Harbringer Of Death“ auch gleich mit tiefem Gesang und eher etwas melodisch gestaltetem Death/Thrash Riffing zur Sache. Ein paar Sprenkler höherer Gesangschübe, vereinzelt etwas schneller gestaltete Riffeinlagen und ganz kurze Gitarrensolis sorgen hierbei durchaus für das benötigte Quäntchen an Abwechslung. „Barrages Of Broken Hopes“ ist vom musikalischen Einfluss her ähnlich, kann aber gerade in Punkto Rhythmusgestaltung doch einiges mehr rausholen, wobei insbesondere der Gitarrenbereich hier doch um einiges vielfältiger/ vielseitiger gestaltet wird. Beim darauffolgenden Titel „The Failure Of Humanity“ lässt man es dann erstmals mal so wirklich krachen. Von Beginn an zeigt man sich doch um einiges härter und extremer, wobei aber dennoch auch hier der ansonsten eher sehr melodische Anstrich absolut nicht zu kurz kommt. Teils richtig schwere fette Riffs, ganz gut ballernde Drums und die verschiedenen Gesangseinlagen machen dieses Stück auf jedem Fall gerade diesen Song zu einem der Anspieltip des Albums. Ein richtig guter schwermetallischer Anschlag auf unsere Ohren., Auch „Aroused By My Sins“ ist anfangs ein durchaus recht wuchtiger Song, welcher meiner Meinung nach sogar so nen paar ganz dezenten Anstrich aus dem eher black metallischem Lager enthält. Gerade einige Passagen beim Rhythmus/Riffing deuten da auf diese Ausrichtung hin. Recht stark mit Solipassagen am Saiteninstrument bestückt, wird auch hier in Sachen unterschiedlichster Rhythmusgestaltung nicht gegeizt. „The Void „ist ein reines Instrumental und erinnert mit seiner sehr ruhigen Ausstrahlung und dem fast schon melancholischen Ambiente irgendwie ans Mittelalter, wenn nicht sogar an einen gewissen nordischen Musikeinschlag. „The Enduring Illusion“ ist dann mal so ein eher recht typisch gestalteter eher melodisch gehaltener Death/Thrash Song mit unterschiedlichsten Gesangsausdrücken, und einigen Rhythmuswechseln. Ist eher doch recht unspektakulär.   Bei „Resist To Prevail „wird in erster Linie gesangstechnisch auf einen eher recht hoch gehaltenen, auch recht mies wirkenden Ausdruck gesetzt. Dabei arbeitet man sich eher etwas mit angezogener Handbremse durchs Geschehen, auch wenn zwischendurch dann mal etwas kräftiger an den Saiten gerissen wird und die Drums nen paar Anschlüge mehr verpasst werden. Auch wenn natürlich hier der Death Metal Anteil keineswegs zu überhören ist, wird des Song meines Erachtens bedeutend mehr von thrashigen Anteilen bestimmt. Der vorletzte Titel „The Darwinian Court“ zeigt sich dann in Sachen Geschwindigkeit und Durchschlagskraft mal wieder von einer etwas deftigeren Seite. Aber natürlich gibt es auch hier zwischendurch so einiges an eher ruhigen melodischen Parts zu entdecken, welche sich hier aber wirklich gut einpassen. Am überraschensden bei diesem Song ist für mich aber eine ganz kurze musikalisch eingebundene (Gesangs-) Passagen (3.36 min. – 3,57 min.), welche mich persönlich irgendwie an psychedelische Mucke der 70``er/80``ziger erinnert. Ich weiß, klingt vielleicht bescheuert, ich fasse das aber nun mal so auf, basta . Mit dem Rausschmeißer „The Eternal Curse Of Existence“ lässt man es anfangs wieder recht ruhig angehen und setzt vorzugsweise auf eine eher besinnliche, beruhigende Stimmung. Im Laufe des Geschehens wird es dann zwar auch hier mal wieder etwas „härter“, aber das Hauptaugenmerk liegt hier ganz eindeutig auf dem Einsatz von melodischeren Rhythmen. Dennoch versucht man gerade auch bei diesem Song seine Gitarrenarbeit recht vielseitig in Szene zu setzen.
Auch wenn man den metallischen Thron mit dieser Scheibe sicherlich nicht zum Wackeln bringen wird, merkt man den Jungs deutlich an, mit wieviel Enthusiasmus, Überzeugung und Freude man bei der Sache ist und man sich auch ohne jeden Zweifel ,von Scheibe zu Scheibe steigern konnte .
Jeder Melo Death Fan, welcher auch mit dem Begriff „Underground „ - den die Jungs ohne Zweifel auch heutzutage noch voll ausleben - was anfangen kann ,sollte die Band uneingeschränkt supporten . (LEO)
Boersma Records 
 
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MENTAL PHLEGM/ D.F.O.B – “DON'T SLIP ON MUCUS (SPLIT EP/TAPE)
Hier haben sich mal wieder zwei Vertreter der härteren Gangart zusammengefunden, welche sich das Ziel gesetzt haben, euch da draußen so nen richtig extremen Satz an „blutiger Ohren „zu verpassen. Denn das was die beiden Bands hier an musikalischem „Lärm“ einem entgegenzimmern, wird ohne jeden Zweifel so einiges an Schäden an bestimmten Körperregionen bei Euch hinterlassen. Die 10 Songs, welche man hier runterrattert, lassen mit ihrer Spielzeit von ca .17 min . schon fast erahnen, mit welchen kurzen aber deftigen musikalischen Unterhaltungsstücken man hier zuschlagen wird.Los geht’s mit 6 Songs der Ulmer von D.F.O.B. 2020 erst gestartet, hatten die 2022 ihr ersten Lebenszeichens in einer mit 5 Songs bestückten Scheibe von sich gegeben und legen nun gleich mal nach. Selbst bezeichnen die ihre Mucke als Shitdrunk Stenchcrustgrind, was man durchaus auch so stehen lassen kann. Denn was die hier von sich geben pendelt irgendwo zwischen altem extreme Metal  ,Crust-/ Grindcore und so ner nicht zu verachtenden Prise an punkigem Einschlag .Dabei erinnert einen die Machart dieses fettes Gerödel durchaus an den Rhythmus später 80`ziger und früher 90`ziger.Obwohl man hier nun durchaus volle Pulle vorwärts prescht ,gibt es aber auch Momente  , in welchen man sich auch mal in nem eher etwas stampfenden Rhythmus präsentiert . Auch wenn keiner der Songs hier die 2 min . Marke knackt, kann und wird man damit auf jeden Fall so ein richtig fettes Pogotänzchen entfachen.
MENTAL PHLEGM , welche  mich ja nun schon mit ihrem letzten Lebenszeichen „MENTAL MUCUS“ vollkommen mitreißen konnten , haben sich hier nun mit 4 Songs erneut verewigt . Und die Jungs überschreiten hier sogar mal die 3 min . Grenze und bieten, so wie ich es erwartet habe, ne richtig schön gnadenlos deftige Mucke, welche aber ganz eindeutig mehr Wert auf die metallische Seite legt. Mehr in Richtung Death Metal lastigen Grindcore gehend, sparen die hierbei nun absolut nicht an Aggressivität und voller Durchschlagskraft .Permanent werden hier mit derben Riffs , ballernden Drums ,dreckigen Growls und miesen Grindcore Shouts die Gehörgänge an seine Belastungsgrenzen gebracht. Echt schweine geile Angelegenheit, zumal man hier doch ganz eindeutig merkt, dass die Burschen noch einmal zugelegt haben.
"Don't Slip on Mucus" ist nen wirklich richtig gut gemachtes Gemeinschaftsprojekt, welches auf jeden Fall Interesse weckt, beide Bands mal näher „unter die Lupe „zu nehmen. Das auf 100 Stück limitierte Teil macht echt Laune und sollte bei der ganzen räudigen Extreme Metal Fan Gemeinde recht weit oben auf der Einkaufsliste stehen. (LEO)
Modern Illusion Records  
www.modernillusionrecords.com

NECRMORPH – „ WORLD`S DISGRACE“
NECROMORPH aus Berlin sind definitiv ne Institution, wenn es darum geht, deinen Nachbarn mal wieder in Angst und Schrecken zu versetzen.1995 gegründet haben die ja nun über die Jahre hinweg mehr als beeindruckend unter Beweis stellen können, was es musikalisch braucht, um die Meute vor der Bühne und vor der Heim Anlage in totale Verzückung und Ektase zu versetzen. Nachdem man 2016 mit “ Under The Flag” letztmalig ein Lebenszeichen von sich gegeben hatte, war es ja nun wirklich mal wieder allerhöchste Eisenbahn, seiner Fangemeinde neues musikalisch „abartiges“ Futter anzubieten. Also rein mit dem aktuellen Rundumschlag und gelauscht, ob die 5 Berliner Typen nun doch vielleicht mit den Jahren etwas ruhiger geworden sind. Was nun bei deren dritten Longplayer sofort ultra positiv auffällt ist ohne jeden Zweifel der absolut wuchtige, sau geile und enorm drückende Sound. Den hätte man wohl kaum noch viel besser hinkriegen können. Da gibt’s auf jeden Fall schon mal die volle Punktzahl. Auch an der Cover – und Bookletgestaltung gibt es absolut nix dran auszusetzen. Was nun deren musikalischen Unterhaltungsfaktor  betrifft ,so können die Burschen auch hier mit den im Angebot stehenden 16 Stücken wieder voll einen raushauen .Denn über die gesamte Spielzeit von  32:16 Minuten lassen die von der ersten Minute an mehr als deutlich erkennen ,dass die auch heute keineswegs in irgendeiner Weise an „Altersschwäche „ leiden .Vehement zelebrieren die hier ne absolut durchschlagende Abrissparty ,welche ohne jeden Zweifel jedem Grind Maniac die Tränen in die Augen treiben wird . Wer jetzt aber denkt „…Grind, na gut, das kennt man ja schon zur Genüge…“ wird dann doch eventuell noch etwas überrascht sein, was die sonst noch so an musikalischem Ambiente hier mit einfließen lassen. Denn in dem Gesamtzerstörungswerk tummeln sich neben diversen Crust - und Punkeinschlägen noch jede Menge an Death Metal lastigen Tönen. Und diese ganze Mixtur kommt echt irgendwie frisch und keinesfalls altgebacken rüber. Wenn meine Lauschlappen noch wirklich voll funktionsfähig sind, würde ich hier mal noch behaupten, so ein paar ganz leicht progressive und sogar thrashige metallische Einschübe herauszuhören. Garniert wird die Abrissparty noch mit teils screamigem  ,aber vorrangig growligem Gesang ,bei welchem man erstaunlicher Weise  teils sogar recht gut die deutschen Texte mitkriegt . Fast jeder der hier gebotenen Songs kommt mit nem ungemein fetten
https://nihilistic-webzine-distro.fr  und durchschlagenden Groove „um die Ecke „, wobei mich persönlich, dass absolut wuchtige Drum, welches permanent eine zerstörerischen Granatensalve nach der anderen verschießt, beeindruckt. Hört euch zur Probe mal solch Titel wie „Pest 20“, „Gesinde“ oder auch „Fritz“ an und ihr werdet, versprochen, „WORLD`S DISGRACE“ sofort auf Eure „must have“ Liste setzen. Ehrlicher Weise muss man zwar auch sagen, dass es auch hier mal nen Song gibt, der nun nicht unbedingt „Hit verdächtig“ daherkommt, dafür aber für etwas Auflockerung sorgt. Wer auf wirklich fetten, gut durchschlagenden und variablen Grindcore abfährt, welcher einem mit Herz und jeder Menge echter Überzeugung entgegen geschleudert wird, braucht nicht einmal nen allzu großen Euronen Schein locker zu machen, um sich das Teil in die heimischen 4 Wände zu holen. (LEO)
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OLDSKULL – „THE DEFEAT OF HUMANITY“ ( TAPE /EP )
Wer heutzutage von dem ganzen überproduzierten und sauberen metallischem Gedöse die Schnauze voll hat und sich lieber von so ner richtigen old school Mucke die Ohren frei blasen lasen will, der sollte sich den Namen „OLDSKULL“ auf jeden Fall schon mal notieren. Die 5 Mannen aus Frankreich sind nun schon immerhin schon seit 2005 unterwegs, haben es aber in Punkto Veröffentlichungen nun nicht wirklich eilig. 2009 kam das erste und einzige Demo unter dem Namen „Death and Metal „raus und dann war erst mal absolute Funkstille. Jetzt nach gut 14 Jahren hat man es aber wohl doch mal geschafft, neues Material einzuspielen, welches die uns nun in knapp ner haben Stunde präsentieren. Insgesamt gesehen ist es schon mal richtig herrlich anzuhören, wie die es schaffen, so ne wirklich gute kultige old school Atmosphäre zu erzeugen ohne dass man hierbei irgendwie in einen Rumpelsound verfällt. Richtig gut roh und durchaus auch rau, lassen die den old school Death Metal Sound der 90`ziger Jahre wieder aufleben. Hierbei bewegen sich die meisten Songs eher im Midtempo Bereich und nur vereinzelt wird auch mal etwas kräftiger auf das Gaspedal getreten. Obwohl man hier nun keinerlei Blastbeat Orgien vorfindet, bringt das Teil dennoch immer noch genügend Potential mit sich, um mal wieder die Matte kreisen zu lassen. Auch wenn deren Hauptaugenmerk ganz eindeutig auf der Death Metal Sparte liegt, schleicht sich bei denen dennoch auch so einiges an eher thrashigen Elementen mit ein, welche mich welche zweifelsohne irgendwie an „Kreator“ oder auch „Slayer „erinnern. Selbst so eine gewisse „Bolt Thrower“ Aura ist hier recht deutlich auszumachen. Verpackt mit eingängigen Riffs (inclusive kurzer Solieinlagen ) ,ballernden Drums und brutalerem Gesang machts auf jeden Fall echt Laune ,sich die 6 Songs reinzuziehen .Insgesamt gesehen ist das hier zwar sicher nichts Neues ,aber auf jeden Fall richtig gut gemacht und vor allem überzeugend .Wer sich eins der wohl auf 150 Stück limitierte Teile in die heimischen vier Wände holt , wird hier sicherlich nicht nur einmal die Play Taste drücken . (LEO)
Nihilistic Holocaust  Gabriel S.   9 rue de la scarpe   59552 Lambres Lez Douai     Frankreich
     gabsk@wanadoo.fr
https://nihilistic-webzine-distro.fr

PSYCHOPATHOLOGIST/ CREPITATION – “ DEMOS 1998-99 “( SPLIT CDR )
Oha, Freunde des „guten musikalischen Geschmacks“ aufgepasst, hier gibt’s Futter für die Ohren und Nerven, das sich echt gewaschen hat und ohne jeden Zweifel nur für die Härtesten der Härtesten unter euch eventuell noch geeignet zu sein scheint. Bei den wenigen Informationen welche man hierzu findet, tauchen ja Begriffe wie Goregrind/ Cybergrind auf, was einen vielleicht noch etwas Hoffnung verleihen kann. Aber was diese beiden Projekte - vertreten mit jeweils 5 Tracks - einen hier vorsetzen, ist gelinde gesagt nur dazu geeignet, dir die letzten verbliebenen intakten Gehirnzellen auch noch wegzuputzen. 1997 bis 1999 am Hauseigen PC zusammengezimmert, fällt es einem tatsächlich mehr als schwer, sich die 11,35 min . mehr als einmal anzuhören. Schon nach dem ersten kurzen Durchlauf ist es echt so, dass du erst einmal dasitzt und nicht so richtig weißt, wie du das hier einschätzen oder gar bewerten solltest.  Will man dich da als Schreiberling austesten und nur mal sehen, ob du überhaupt nen Plan im Musik Business hast oder will man dich gar verarschen? Keine Ahnung!? Das ganze Geschehen zeigt sich hier nur als ne Zusammensetzung von elektronischen Drums und irgendwelchen außeririsch anmutenden elektronischen Klängen/Tönen, die nicht wirklich irgendwas ähnliches wie nen wirklichen Rhythmus oder Struktur vorweisen. Zwischendrin wird wie ne wilde Sau gegurgelt, geröchelt und gekotzt. Irgendwelche großartigen wirklichen Unterschiede zwischen den Tracks sind hierbei genauso wenig erkennbar wie wann ein neuer anfängt bzw . endet. Das Beste an der Scheibe ist sicherlich die Tatsache, dass es diese fast Rohstoffverschwendung kostenlos gibt und die einzelnen Songs solch nette Namen wie „ Pathological Necronism“ , „ Necrobiotic Flesh Mastication“ , „ Purulent Sperm Defecator „ der „ Grind Crust Holocaust „ tragen . Richtig abgefahrener, völlig kranker Scheiß, der einen irgendwann mal so richtig blöd in der Birne machen kann bzw wird. Wenn ihr Euch dieses „künstlerisch wertvolles „Werk auch mal antun wollt, bitte schön, hier der dazugehörige link:  https://www.youtube.com/watch?v=Uie1xp_TgSM
Bei eventuellen Spätfolgen behauptet dann aber nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt! (LEO)
Under The Averge Records / Visceral Circuitry Records   https://www.facebook.com/visceralcircuitryrecs/


FATAL UNDERGROUND No. 57
20.5.2023Fanzine Zucchini Days ZineZUCCHINI DAYS ZINE # 1( A 5 deutsch )
Allzu viel Neues ist ja gerade in old germany in punkto Fanzines nicht wirklich zu vermelden. Umso mehr freute es einen natürlich, dass auf Umwegen auch hier bei uns mal wieder was relativ Neues eingetrudelt ist und logischer Weise Euch dann auch gleich mal vorgestellt werden soll. Und auch wenn der erste Eindruck es kaum erahnen lässt, man könnte dieses 47 Seiten durchaus fast schon als eine Form des Metalzine bezeichnen, zumindest wenn es um die musikalischen Interviewpartner geht. Denn ansonsten sind die/der Herausgeber doch einen eher sehr eignen, alles andere als gewohnten Weg gegangen. Das Heftchen ist fein säuberlich zusammengetackert, bietet ne super Druckqualität und ist wirklich sehr sauber, wenn auch etwas eigenwillig, layoutet. Im Vorwort wird erst einmal recht ausführlichen darauf eingegangen, wie die Idee für dieses Zine entstanden ist und welche Grundgedanken sich überhaupt hinter dieser Veröffentlichung verbergen. Die/der Herausgeber, welche in der Kleinstadt Bersenbrück aufgewachsen ist, hat hierbei eine recht persönliche Note mit reingebracht. Das zeigt zu Beginn schon die kleine Geschichte ( inclusive dazugehöriger Playlist ) zum Thema Jugendtage in schwarzer Waverkluft . Auch die recht ausführliche Ausführung zum Thema Essstörung/ Bodyshaming lassen ein bissel was Persönliches durchschimmern. Mittendrinne noch nen bissel Bildmaterial, ne Anleitung zum Siebdruck Verfahren und einem Test:“ Welches Gemüse bist du? „ . Interessant ist das sicherlich auch alles irgendwie, aber in wieweit das wirklich viele Leute ansprechen wird/kann, bleibt erst einmal dahingestellt. Ganz anders hingegen, werden die hier geführten Gesprächsrunden ohne jeden Zweifel auf reges Interesse stoßen. Denn hie gehts wirklich richtig schön tief in den Metal Underground Metal Sumpf, in dem sich KELLERASSEL RECORDS, TOADEATER oder auch MINENFELD sichtlich wohlfühlen. Richtig cool ist es auch zu lesen, dass mit SAPIVON  RECORDS ein neues Undergroundlabels entsteht, welches sind vorzugsweise mit der Veröffentlichung von Tapes beschäftigen  wird. Alles in allem bietet dieses kleine Zine einen recht abwechslungsreichen (wenn auch vielleicht etwas gewöhnungsbedürftigen) Inhalt, hat aber dennoch bei mir für kurzweilige Unterhaltung gesorgt. Irgend ne webside oder Kontaktinfo konnte man leider nicht ausfindig machen . Wer aber mal bei Instagram unter @deepbluezine rumschnarcht, kann da vielleicht was finden. (LEO)
 
20.5.2023Fanzine Zucchini Days Zine 2ZUCCHINI DAYS ZINE # 2 ( A5 deutsch )
Es hat ja nun wirklich nicht allzu lange gedauert, bis dieses recht neue Zine auch schon wieder mit ner neuen Ausgabe am Start ist, zumal diese ja nun nicht wirklich fest geplant war. Auf dem Cover hat man dieses mal ganz groß ne Kuh verewigt, was natürlich auch gleich wieder darauf deutet, dass dies nun nicht wirklich so ein ganz typisches (Metal ) Zine ist ,auch wenn es musikalisch inhaltlich auch hier dieses mal wieder in die härteren Klangkategorien geht .Wie bereits beim ersten Heft kann sich die Druckqualität absolut sehen lassen. Natürlich wird auch bei der Numero 2 wieder die eher eigenwillige, aber sehr eigenständige inhaltliche Gestaltung ohne Kompromisse durchgezogen. In wieweit nun solche Artikel wie „Hühner aller Länder, vereinigt euch“, „Welches ist das langweiligste Gemüse“, „Wie krass ist eigentlich Kraken? “ , „Queerplatonische Freund*innenschaft“ oder auch der Test : „Welche Kuh bist du ? wirklich unterhaltsam sind oder gar wirklich zum Nachdenken anregen ,sei erst einmal dahingestellt . Dass muss dann jeder für sich selbst entscheiden . Ich denke aber, dass gerade diese Thematiken sicherlich nur einen ganz bestimmten Personenkreis tatsächlich ansprechen werden/können. Hingegen ist aber auch hier, dass, was man musikalisch mit sich bringt, wirklich wieder richtig interessant geworden. Auch wenn es hier diesmal eher weniger metallisch zur Sache geht, lesen sich die Interviews mit der Osnabrücker Hardcorepunkband SPIT ACID, dem  Noisecore Duo CxTxD (Consumed to Death) und dem doch schon kultigem Elektropunk E-ALDI richtig gut flüssig und unterhaltsam . Wer diese kleinen Lektüre mal als „Klolektüre“ ordern will kann sich dieses Mal sogar direkt an einen Kontakt wenden:  deepbluezine@gmail.com  (LEO)
 
20.5.2023HAMMMER HERR LOUNGE CORPS & CADAVEROUS CONDITION-1HAMMER
HERR LOUNGE CORPS & CADAVEROUS CONDI TION – „THE BREATH OF A BIRD” (LP)
Manchmal ist es echt schon irgendwie komisch. Da bekommt man ne brandneue Veröffentlichung und hat echt schon so ein gewisses Gefühl, dass diese einen beeindrucken oder sogar umhauen könnte. Da man über die Jahre hinweg auch schon ein mehr als beachtliches Archiv mit Tonträgerbesprechungen angelegt hat, wird da auch immer mal wieder recherchiert. Natürlich ist es ja ganz logisch, dass man sich ganz einfach nicht alles in seinem Hirn abspeichern kann, was man im Laufe von über 20   Jahren alles so schon gehört/reviewt hat. Aber nach ausgiebigem Recherchieren im Archiv, ist man dann tatsächlich fündig geworden. Bereits 2018 als offizielles Album im CD-Format erschienen ist, hatte sich unsereins diese damals schon reingezogen, und wie man es im Gefühl hatte, sogar ne ganz fette HAMMER Marke aufgedrückt. Und um es ganz ehrlich zu sagen, diese Scheibe hat bis heute für mich noch nichts an ihrem Reiz verloren. Eher das Gegenteil ist da der Fall. Gerade in unserer heutigen immer trendigeren und kommerzieller werdende (Metal)zeit, hebt sich diese Veröffentlichung immer noch enorm ab und kann durch ihren mehr als eigenständigen und vor allem abwechslungsreichen Style noch viel mehr überzeugen, als damals.
Kommen wir jetzt aber erst einmal zu dieser auf 111 Exemplare limitierte, im weißen Vinyl gepressten Auflage, welche sich im schwarzer 300gr A4 Karton mit Siebdruck präsentiert. Natürlich gibt es hier, wie es sich “gehört „noch so einiges mehr an echten Highlights, als die Mucke selbst. Denn gerade diese Special Neuauflage wird jedes einzelne Sammlerherz höher schlagen lassen .Natürlich ist das Topteil von  "FX" (Labelboss )persönlich signiert worden . Neben dem handnummeriertes Textheft liegt dem Vinylteil auch noch ein Kunstblatt "GALANTHUS NIVALIS (fixiert mit echtem Schneeglöckchen) bei. Richtig coole, schmucke und außergewöhnliche Idee.
Kommen wir jetzt aber mal zu der musikalischen Präsentation. Da unsereins die CD-Auflage ja schon besprochen hat und sich an meiner Meinung bis zum heutigen Tage absolut nix geändert hat, mache ich es mir ganz einfach und übernehme das Review aus dem Jahre 2018.
2011 bin ich das erste Mal mit der österreichischen Formation CADAVEROUS CONDI TION in Berührung gekommen. Und deren damaliges full lenght Album “ BURN BRIGHTLY ALONE” hatte mich echt umgehauen, mehr als beeindruckt und ist mir vor allem im Gedächtnis hängen geblieben. Denn was die damals an musikalischer Kost anboten, war alles andere als typisch, geschweige denn irgendwie Klischee beladen oder trendig. Das hat mich damals echt voll umgehauen! Mittlerweile sind ja nun einige Jahre ins Land gezogen, in denen es eher etwas ruhiger um die Österreicher geworden war. Mal abgesehen von ner paar kleineren Veröffentlichung, war nicht allzu viel von denen zu vernehmen. Jetzt meldet man sich nun endlich wieder zurück ,und präsentiert uns mit „The breath of a bird „ eine neuen musikalischen Rundumschlag ,welcher es echt in sich hat .Um seine musikalischen Visionen in die Tat umzusetzen ,hat man sich mit dem slowenischen Pianisten Miro Snejdr ( aka Herr Lounge Corps) einen Künstler mit an Bord geholt ,welcher auch bei den kultigen britischen Neofolkern  von „Death in June“ tätig ist .Und das deutet dann auch schon ganz eindeutig darauf hin ,dass man sich beim Soundaufbau seiner aktuellen Stücke sicherlich doch um einiges verändert hat .Und so zeigen sich die aktuellen 8 Songs auch in einem musikalischen Gewand ,welches doch um einiges verändert wurde .Zog man mit “ BURN BRIGHTLY ALONE” doch noch etwas verstärkter in Richtung Death Metal ,so ist von dieser Prägung hier nicht mehr allzu viel vorzufinden .Gelegentliche Riffs ( und vielleicht auch noch Teile des Gesangs ) lassen eventuell noch einen kleinen Bezug dazu erkennen ,aber ansonsten beschreitet man doch recht eindeutig mehr als eindeutig die musikalischen Wege des  Doom- / Gothic- / Folk Metals ohne sich jedoch hier in irgend einer Weise der typischen ,klischeehaften Darstellung zu widmen .Und das macht diese Scheibe dann auch zu einem Werk ,bei welchem man erst einmal seine Zeit braucht ,um sich hier hineinhören zu können und die Ausstrahlung überhaupt erst einmal abchecken zu können .Hat man es dann zugelassen ,das sich diese musikalische Reise in seiner ganzen Schönheit über einen ergießen kann ,fällt es echt immer schwerer ,sich diesen Klängen in irgendeiner Form zu entziehen .Teils verdammt stark rhythmisch in die Doom/Gothic Richtung tendierend ,nimmt dich jedes einzelne Stück mit auf eine tiefe ,emotional  verdammt intensive Reise ,welche klanglich sowohl jeder Menge Licht wie auch  tiefste Dunkelheit ausstrahlt . Die teilweise sehr eingängigen Melodien gehen hierbei sofort ins Ohr und setzten sich dort unweigerlich fest .Hierbei sind es vor allem die  elektronischen Klänge , welche maßgeblich für die verdammt starke atmosphärische Ausstrahlung sorgen und einzelnen Stücken teils sogar nen sehr  epischen Anstrich verleihen .Inmitten des gesamten Klanggeschehens fühlt man sich stets hin und her gerissen zwischen süßen Träumen und abgrund tiefen Albträumen .Das ist schon stellenweise fast etwas erschreckend ,wie intensiv jedes einzelne Stück wirkt und mit welcher verdammt starken Ausstrahlung man aufwarten kann .Obwohl das Album nun ohne jeden Zweifel in erster Linie verstärkt auf eine eher sehr dunkle, teils bedrohliche beängstigende Ausstrahlung setzt ,gibt es aber dennoch auch Stücke ,welche man fast schon als Tanzflächen kompatibel und „Freude verbreitend“ einstufen muss . Aber egal, ob man hierbei nun ins Licht oder tief in die Dunkelheit eintaucht, so gut wie jedes einzelne Stück hat seinen ganz eigenen Charakter und lässt immer wieder neues entdecken. Dafür sorgen dann zusätzlich auch noch einmal die teils breit eingesetzten, sehr klassischen (Klavier)elemente . Durchweg sorgt jeder einzelne Song hier dafür, dass dir beim Zuhören nen kalten Schauer über den Rücken fließt, du sehr nachdenklich wirst und du vielleicht in gewisser Weise sogar über den Sinn des Lebens nachdenken wirst. Ich bin jedenfalls mehr als beeindruckt und auch irgendwie total fasziniert, was sich hier in fast 41 min . musikalisch über einen ergießt. Einzig allein am Gesang könnte man hier vielleicht dann doch etwas aussetzten. Der ist hier zwar wirklich super passend, dunkel, teils enorm bedrohlich gestaltet, bringt aber zu wenig Abwechslung mit sich und wirkt bei der Betonung schon doch irgendwie zu sehr überzogen. Dennoch ist „The Breath Of A Bird” ein Album, welches kaum Schwachstellen aufweist und bei musikalisch offeneren Leuten sicherlich auch für Begeisterung sorgen wird/kann.  Für mich gehört diese Scheibe jedenfalls ganz eindeutig zu den absoluten highlights des Jahres. (LEO)                                   
ONLY the SUN KNOWS Records    https://www.onlythesunknows.com/
 
20.5.2023Fanzine Detox DETOX # 9,5( A 4 ,englisch )

Seit 1999 ist Pawel mittlerweile auch schon am Start, um euch in nicht ganz so regelmäßigen Abständen mit seinem anti-face, anti-school, anti-ground Fanzine in punkto schweren musikalischen Unterhaltungsstoffs, auf dem Laufenden zu halten. Wie man es von ihm gewohnt ist, präsentieren sich die 40 Seiten wieder voll und ganz im richtig ansprechendem old school mäßigem s./w. Layout. Und obwohl es dieses Mal, im Vergleich zu seinen Vorgängerausgaben doch einiges an Seiten weniger geworden sind, so sind die aber echt mehr als verdammt voll mit allem gepackt, was das metallische Underground Herz begehrt und auch braucht. Und das positivste hierbei ist, zumindest für mich, dass man sich hier dieses Mal komplett der englischen Sprache widmet. In älteren Ausgaben gab es auch so einiges, was nur in polnischer Sprache abgedruckt wurde.  Und so fällt es einem hier dann auch bedeutend leichter, sich durch das ganze Material zu arbeiten. Sowohl was die Interviews wie auch die Reviews betrifft, sind die wirklich mehr als ausführlich und teils sogar verdammt tiefgründig, ansprechend und vor allem interessant ausgefallen. Da merkst du bei jedem einzelnen Beitrag, das der Herausgeber ganz fest mit beiden Beinen in der Szene steht. Leider hat man es dieses Mal aber nicht geschafft, mal nen bissel was an Liveerlebnissen mit reinzukriegen. Aber egal, auch so gibts einiges mehr als nur Reviews oder Interviews zu entdecken. So gibt’s z.B . nen kurzen Bericht zum Thema NOISCORE PERU. Echt interessant. Als richtig cool und gerade für unsere jetzige Zeit ziemlich passend, zeigt man sich zur Thematik OLD SCHOOL UNDERGROUND. Interviewtechnisch lässt man hier dann natürlich vorrangig auch „nur“ Vertreter des eher undergroundigem Bereiches zu Wort kommen, wobei man sich rein musikalisch gesehen zu fast 100% dem internationalen extremen Death Metal/Goregrind /Grindcore widmet. Also genau so‘n Material, was man braucht, um die Ohren mal wieder so richtig freizubekommen. 
Interviewpartner sind hier unter anderem TRES TEZTIKULOS, AMOUR SALE, WOJTEK WAŚKOWSKI und BEN WOODS .Wer auch mal direkt was Persönliches über das DETOX Zine erfahren will, dem sei das reprinted Interview vom französischem IN EXTREMIS Zine nahegelegt, in welchem sich Pawel selbst verdammt ausführlich äußert. Ohne jeden Zweifel kann man auch hier wieder auf musikalische Entdeckungsreise gehen und dort auch den einen oder anderen Act entdecken, welche dann bald mal in seinen heimischen 4 Wänden lärmen wird. Dieses Mal braucht ihr bloß 3 € (plus Versand) rüberwachsen zu lassen, um diese wirklich geile Undergroundlektüre abzugreifen. (LEO)
Pawel Wlodarski    474 Avenue Général Gouraud     83200 Toulon    Frankreich
detoxzine@gmail.com   www.facebook.com/detox.zine  www.facebook.com/DETOX-ZINE-335287070540925
So kann man sich in seinem alten geistig verwirrten Zustand mal total vermachen. Muss jetzt wohl unbedingt erwähnen, damit ihr euch durch meine erste Reviewversion ( welche vielleicht noch irgendwo im Netz herumgeistert ) nicht völlig verarscht vorkommt, das von den Interviews mit ANÜS, ENERCHRIST, ULCERATED OFFAL, CLAIRVOYANCE , TORSO , BOLOR ,LEMOVICE, NUCLEAR DEATH, BIZARRE LEPROUS PRODUCTION nur rein die Fragen abgedruckt wurden. Dachte ja wirklich erst, dass es sich bei dieser mir vorliegenden Ausgabe um einen „Fehldruck „oder um eine „Rohfassung „gehandelt hat, aber wie mir Pawel nun eindeutig klar machte, war das so gewollt. Warum man diese nun überhaupt mir in die Ausgabe genommen hat, bleibt mir dann allerdings echt ein Rätsel?
 

7.5.2023 Fanzine Krachmanifest 1KRACHMANIFEST # 7 ( A4 deutsch )
Eigentlich braucht man ja über das kleene Heftchen von Ray & Katja keine großen Worte mehr zu verlieren. Mittlerweile hat das Heftchen ja nun ohne jeden Zweifel doch schon so etwas wie einen kleinen Kultstaus im etwas musikalisch „abartigen „musikalischen Undergroundsektor erreicht. Obwohl die beiden auch mit einem Mitarbeiterschwund zu kämpfen haben, bietet die aktuelle 92-seitige Schwarte mehr als genügend Abwechslung und vor allem natürlich jede Menge an musikalischer Unterhaltung. Wer sich das KRACHMANIFEST von Anfang an schon an „Land gezogen hat „weiß natürlich, dass hier in keinster Weise eintöniges oder langweiliges Gelaber, sprich Geschriebenes geboten wird. Ne, die Leutchen, welche hier ihren Gedanken freien Lauf lassen, wissen zu 100% wovon sie schreiben. Ganz fest im Underground verankert, wird hier immer tiefgründig und tiefsinnig in der Gedankenwelt seiner Gesprächspartner geschürft, so dass man niemals in irgendeiner Weise den Eindruck von 0/8/15 Gelaber bekommt. In erster Linie spricht man hier natürlich alle Fanatiker der absoluten Krachfraktionsmucke an und ackert sich fleißig durch die unterschiedlichsten „abartigen“ Ausrichtungen wie CrustPunk , Fastcore, Death Metal, Grindcore, Black-Noise . Bands wie DEKONSTRUKT , FACEPALM NATION , FILTHDIGGER, MESSERSCHIESSEREI, SADOGHOUL oder auch NEANDERTALER RULEZ  sind hier natürlich dann voll der Underground .Dahingegen genießen solche Acts wie SUCKING LEECH , MISERY INDEX  & IMPERIAL SLAUGHTER  sicherlich schon so einen gewissen Kult Status in der Szene .Wer jetzt aber denkt ,die Herausgeber stehen nur auf den absoluten „Krach „ ,der irrt sich doch ein bissel .Denn auch dieses Mal lässt man mit TEUFELNACHT  und DAUÞUZ auch wieder zwei Vertreter der Black Metal Kategorie zu Wort kommen . Mit KELLERASSEL RECORDS lässt man hier dann noch ausgiebig einen der kultigsten Vertreter für allerlei Arten von Krach zu Wort kommen. Für mich eins der coolsten Interviews dieser Ausgabe! Logischer weise ist das natürlich noch lange nicht alles, was man hier auf Papier verewigt hat. Natürlich findet ihr hier auch so einige prall gefüllte Seiten mit diversen Reviews zu Tonträgern und Fanzines, welche euch zweifelsfrei dazu animieren werden, mal wieder nen paar Euronen in diverse Veröffentlichungen zu investieren. Auch Live mäßig lässt man auch hier nicht im Dunklen sitzen. Neben dem CHAOS DESCENDS FESTIVAL, nehmen die euch auch mit auf ihre Reise ins AZ Wuppertal und lassen Gastschreiber Andi mit seinem SOMMERKONZRRT TAGEBUCH 2022 die Konzertbühne in Berlin abarbeiten. (coole Idee) Das Beste, lustigste und abgefahrendste kommt aber zum Schluss! Mit „PUNKERS PARADISE“ (AUTONOMES ALTENHEIM) hat sich Gastschreiber Turbotorben  mal ein paar persönliche Gedanken darüber gemacht, wie es wohl in einem Altersheim laufen könnte/würde ,in dem nur Leutchen wohnen  ,welche das KRACHMANIFEST lesen bzw . ne persönliche Verbindung dazu haben. Das hier jede Menge „Szeneleute „ ( inklusive dem ollen Leo – Danke für die Ehre ) mit involviert werden ,kommt echt einfach nur lässig und wird sicherlich bei denen für jede Menge breitem Grinsen im Gesicht sorgen .Was für ne absolut geile Idee ! Ehrlich Leute, das Heft muss zu euch nach Hause kommen. Pflichtprogramm! Allerdings würde ich mich echt nicht wundern, wenn ihr jetzt vielleicht schon nen Problem hättet, das Teil überhaupt noch zu ergattern. Also am besten erst mal bei
krachmanifest@gmx.net nachfragen, ob ihr bei denen die 5,50€ + Versandkosten noch loswerden könnt. (LEO)


7.5.2023 Fanzine KümmelgröllerKÜMMELGROLLER # 7 ( A5 deutsch )

Die deutsche Fanzineszene ist ja nun mal leider nicht gerade mit übermäßig vielen Veröffentlichungen übersäht, so dass man doch irgendwie immer froh sein kann, das es wenigstens noch ein paar wenige gibt ,welche seit Jahren ,mehr oder weniger konstant rauskommen .Der KÜMMELGRÖLLLER ist ja nun auch schon ein paar Jahre am Start und präsentiert sich immer als ein sehr authentisches DIY-Fanzine . Das man hier sowohl gestalterisch wie auch inhaltlich immer seinen ganz eigenen Weg geht ,welcher sich doch teils recht stark von der Masse abhebt und vielleicht auch immer mal für etwas Verwunderung sorgt ,ist den Zinemachern auf jeden Fall echt positiv anzurechnen .Wie man es von diesem Zine bereits kennt ,kommen hier verschiedenste Schreiberlinge zu Wort ,welche hier unterschiedlichste Interessen aufs Papier bringen .Da geht es nicht nur durchweg um Mucke ,wie man es sonst so kennt ,sondern auch in Punkto Gesellschaft und Politik gib es hier einige Beiträge zu entdecken . Zwischendurch wir das Ganze dann immer mal wieder mit ein paar Comics oder auch Cartoons aufgepeppt. Im Großen und Ganzen präsentiert sich auch die aktuelle Ausgabe wiederrecht lustig und interessant, auch wenn ich ehrlicher Weise nicht immer alles, was man hier hineingebracht hat, wirklich ganz nachvollziehen kann. Liegt aber nur daran, dass manche Beiträge doch eher etwas oberflächlich abgehandelt werden und man sich nur wenig tiefgründig damit auseinandergesetzt hat. Da hätte man bedeutet mehr draus machen sollen /können.
Inhalt : MATTHIAS OLCK .- Vorstellung  / Der friedlichste Konflikt der Welt   /  Markus Magenbitter Comics / Duftnote aus der Vergangenheit / E-Aldi - Warriors of the World / 11 Jahre Kümmelgroller  / Folker + Kalk - Comic von George Kollektiv  / Ardy Beld - Comics / Film " A Hole " von Marvin / Ozze Musix Podcast ( LEO )

riskmag@web.de
https://facebook.com/kuemmelgroller/

22.4.2023HAMMER RanzerHAMMER          RANZER -"DEMOPHOBIE"
Ist ja nen echt cooles Erstlingswerk, welches uns die fünf Hessen hier in knapp 17 min . vor den Latz knallen.  Erst im Sommer 2021 hat sich das Fünfergestirn dazu entschlossen, mit RANZER nen neues musikalisches Abrisskommando zum Leben zu erwecken, um mal wieder etwas frischen Wind ins ganze Szenegeschehen zu bringen. Und das, was uns hier die fünf gestandenen Musiker, welche alle samt schon in diversen anderen Punk- und Metal Bands Erfahrungen gesammelt haben, vorlegen, hats echt in sich. Denn irgendwie stimmt an dem Teil alles. Schon alleine die Covergestaltung und das Bandlogo könnte man jetzt schon fast als irgendwie kultverdächtig bezeichnen. Da haben die bei mir schon mal den ersten fetten Pluspunkt eingefahren!  Aber auch musikalisch treffen die mit ihren fünf Songs bei mir voll ins Schwarze. So richtig schön old school mäßig wütet man sich mit seiner Mixtur aus Crustpunk , Thrash-/Death Metal völlig kompromisslos durchs Geschehen . Auch wenn hier ganz kurzzeitig mal etwas zurückhaltendere Gitarrenriffs auftauchen, verliert keiner der Songs jemals an Kraft oder seinem aggressiven Charakter. Denn hier geht sofort jeder einzelne Ton in deine Knochen über und sorgt dafür, dass dir die letzten eignen noch intakten Gehirnzellen weballlern werden. Versehen mit nem ganz leicht chaotisch anmutenden Anstrich, zeigen die sich hierbei durchaus auch recht eigenständig und lassen auch mal ein paar eigene frische Ideen erkennen. Das dunkle, aggressive und dreckige Geröhre ist hierbei natürlich Pflichtprogramm und passt einfach nur vorzüglich zur Mucke .Wenn du hier nicht wenigstens bei einem der Songs voll abfeiern kannst oder wirst, gehörst du mit absoluter Sicherheit wirklich schon zum alten Eisen. Ne echt sau lässige Scheibe, die mich durchweg voll überzeugen kann und zweifelsfrei auch euer ungeteiltes Interesse verdient hat. (LEO)
https://www.facebook.com/RANZERBANDE/
https://linktr.ee/ranzer.band
 
SUMEN – „ MORS CERTA“ ( TAPE )
Mit ihrer auf 50 Stück limitierten EP „ PESTHAMMER OVER EUROPE“  konnten sich die Berliner schon echt sehen lassen .Vorrangig noch für den eingefleischten Death Metal Fan von Interesse ,hatten die damals aber auch schon so einiges an metallischen  Ansätzen mit drinne ,welche auch andere Fanregionen hätte ansprechen können . Nun gut 2 Jahre später legt man nach und präsentiert mit „ MORS CERTA“  sein erstes komplettes Album . Mal sehen, was bei denen nun so musikalisch in der Zwischenzeit passiert ist ! Mit ganzen 10 Songs bestückt, macht das Teil mit seiner Spielzeit von fast 50 min. schon mal was her. Aber auch musikalisch können die, zu mindestens mich hier teils sogar etwas überraschen. Obwohl man sich doch vorzugsweise auf old schooligen Pfaden bewegt, setzt man durchaus auch mal ein paar eher modern anmutende Elemente mit ein, welche dem ganzen Geschehen auch etwas Frische verleihen können. Death Metal wird bei denen natürlich auch hier noch recht großgeschrieben, wobei man aber sagen musss, dass sich die Anzahl an anderweitigen metallischen Einflüssen hier doch um einiges vergrößert hat. So gibt es hier 2 Stücke, welche doch recht deutlich vom Rest herausstechen und so einiges an anderweitigen metallischen Einflüssen mit sich bringt. Zum einen ist das „Divus Iulius „, welcher sich eher melodiös ruhig darstellt und schon ganz schön in Richtung Doom tendiert. Trotz des fast gleichbleibenden Tempos baut der eine echt gute düstere bedrohlicher Atmosphäre auf, in der man sich als Zuhörer fast irgendwie einfach nur treiben lassen kann. Auch der leichte Wechsel im Gesangsstil, der von ganz leicht heiser mies keifend über leichtem growlen reicht, macht sich hierbei ganz gut. So ein klein bissel experimentell anmutend zeigt sich dann „In hoc signo vinces „. Eingeleitet mit einem leicht verzerrtem Sprachsampler  ,geht’s erst mal eher sehr sachte los, um dann so ganz gemächlich etwas an Tempo zuzulegen .Auch fast schon etwas doomiger gehalten ,kann man hier aber auch ,insbesondere was die Gitarrenarbeit betrifft ,durchaus auch von einem progressiveren Einschlag sprechen . Ich würde sogar mal so weit gehen, dass ich behaupte, so ein paar ganz leichte Anleihen aus dem Thrash – und Power Metal Bereich herauszuhören. Aber natürlich gibt es hier dennoch auch mehr als genug Material, bei dem ihr eure Nackenmuskeln so richtig strapazieren könnt. Als Anspieltip sollte man da auf jeden Fall mal „The Burning of Rome” oder auch “Scream of the Volcano” nennen. Zwar tauchen die hier auch nicht in ein absolut extremes Death Metal Gemetzel ein, ballern aber dennoch richtig schön knallhart nach vorne. Ist schon teilweise ein ganz schön heftiger Vernichtungsschlag, welche die einen hier entgegen schleudern. Fest steht, das Album ist im direkten Vergleich zur EP „ PESTHAMMER OVER EUROPE“   um einiges abwechslungsreicher ,anspruchsvoller und sicherlich auch technischer geworden . Insbesondere was den Einsatz der Gitarren der Drums betrifft, hat man hier doch um einiges zugelegt und es auch geschafft, diese passend (nie zu vordergründig oder zu hintergründig) in Szene zu setzten. Einzig alleine bei den Gesangsparts will ich mal ein paar Abstriche machen. Zwar sind die richtig schön fett und brutal, wobei man sogar vereinzelt ja auch mal die Ausdrucksweise wechselt. Aber irgendwie, ich weiss selbst nicht genau warum, wirkt das mit der Zeit auf mich doch irgendwie etwas monoton. Aber vielleicht ist da sowohl mein Geist wie auch mein Gehör über die Jahre hinweg doch schon arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Fest steht, die Jungs haben sich mit „ MORS CERTA“ ganz schön gesteigert und sollten bei euch wenigstens mal auf der „Die teste ich mal an „ Liste stehen . (LEO)
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22.4.2023 HAMMER EUGEN RODINHAMMER
    EUGEN RODIN - " HUMAN ISLANDS"
Tatsächlich muss ich zugeben, dass ich hier anfangs erst mal nicht so wirklich viel erwartetet hätte. Denn gerade mit der ganzen progressiven Schiene tut sich meinereins dann doch eher recht schwer, was sicherlich auch daran liegt, dass man sonst seinen Ohren eher nur Mucke der ganz harten Metalsparten zuführt. Umso mehr überrascht es mich dann doch selbst, dass ich nach den 11 hier gebotenen Songs keinesfalls gelangweilt oder sogar genervt dasitze, sondern durchaus sogar den Drang verspüre, hier doch eventuell gleich noch einmal die Play Taste zu drücken. Auch wenn man zugeben muss, das man sich in der Hard Rock/Progressive Metal Sparte nun nicht wirklich auskennt, kriegt es der aus Frankfurt am Main stammende Musiker, Songwriter und Komponist EUGENE RODIN,  mit seinem gleichnamigen Soloprojekt mehr als gut hin ,selbst bei so nen eingefleischten „Krachfetischisten „ wie mich ,einen mehr als positiven Eindruck zu hinterlassen .Denn was er hier in gut 52 min . mit Unterstützung von Mario Ullrich (Bass)  an musikalischer Unterhaltung bietet , ist für mich tatsächlich erstklassig und qualitativ hoch anspruchsvolle Mucke ,welche durchweg absolut zu überzeugen weiß . Angefangen von dem absolut super kräftigen und sauberen Sound, welchen die CD mit sich bringt, ist es glücklicher Weise auch die Mucke, welche einen durch seine Vielseitigkeit und Kreativität tatsächlich auf ne interessante musikalische Reise mitnehmen kann. Obwohl hier die Vorgehensweise doch vorrangig eher recht rockig, teils vielleicht sogar schon Heavy mäßig gehalten wird, tauchen dennoch auch immer wieder eher ruhige Passagen auf, welche streckenweise sogar schon ein leicht psychedelisch anmutendes Ambiente mit sich bringen. Auch was so die verschiedensten musikalischen Einflüsse betrifft, hat man sich hier durchaus recht breit aufgestellt. Obwohl sicherlich der progressive Hard Rock Bereich hier überwiegt, erinnert es einen teilweise ein wenig an „Pink Floyd „ ( gerade bei den Gitarren ) ,dann aber auch wieder etwas an die New Wave Szene ( Gesang und Melodieführung ) , um andererseits dann wiederrum leicht in ein 70`ziger Jahre Space Rock ( ganz leichte spacig anmutende kurze Keyboard Sprenkler und Melodieführung . ) anzudocken . Dabei kann es einen dann doch auch überraschen, dass man es durch die vielseitige Melodieführung wirklich gut hinbekommt, auf die unterschiedlichste Art und Weise mitgenommen zu werden. Richtig geil wird’s hier immer dann, wenn man auf eher experimentell anmutenden Soligitarrenparts setzt oder zwischendurch mal die Gitarren und das Schlagwerk förmlich explodieren lässt. Rein technisch gesehen können die einen gerade hier wirklich ganz schön beeindrucken. Im Gegensatz zu vielen Vertretern dieser musikalischen Sparte baut man hier aber auch gesanglich keine Monotonie auf. Sicherlich ist der Hauptteil auch hier im klareren, ausdrucksvolleren Bereich angesiedelt. Zwischenzeitlich präsentiert man sich aber auch äußerst kraftvoll rockig, dann wiederum auch mal so mies heiser, und andererseits auch mal leicht verzerrt. Bei den hier gebotenen 11 Stücken gibt es echt kaum mal einen, welcher sich in der Songstruktur wirklich gleicht. Jeder hat so ziemlich sein kreatives Eigenleben, bei welchem man dann doch fast immer was Neues, Interessantes oder sogar leicht Außergewöhnliches entdecken kann. Ein Album, bei welchen man sich seelisch wie auch geistig durch seine eigene unterschiedlichste emotionale Gedankenwelt treiben lassen kann und streckenweise sogar leicht genötigt wird, mal den Headbanger raushängen zu lassen. Auch wenn einige Leute, die mich kennen, jetzt eventuell an meinem „geistigen Zustand „zweifeln ,drücke ich dem Teil die HAMMER Marke auf . (LEO)
https://www.facebook.com/eugenerodin.official/


LICHT- UND SCHATTENSAITEN – „WETTERLEUCHTEN“

In den schon kaum noch überschaubaren Massen an Neuveröffentlichungen gibt es auch heutzutage immer mal vereinzelt ein paar, welche sich durchaus hervorheben und sich recht klar von dem ganzen Trendgeschehen und kommerziellen Denken abheben können. Hierzu zählt ohne jeden Zweifel auch das One Man Project 
LICHT- UND SCHATTENSAITEN aus Traunstein . Bereits im vergangenen Jahr veröffentlicht ,kann Multitalent Stefan Johannes schon auf ne mehr als beachtliche Discographie zurückblicken, welche er seit seinem musikalischen Einstieg 2001,der Metalgemeinde zur Verfügung gestellt hat .Wer sein musikalisches Schaffen über die vielen Jahre verfolgt hat , hat sicherlich auch schon ne Ahnung ,dass hier keinesfalls Durchschnittskost geboten wird , sondern sowohl musikalisch wie auch qualitativ ,was recht eigenständiges und sicherlich auch anspruchsvolles . Denn obwohl man sich vom Grundthema her sicherlich dem Black Metal verschrieben hat, kann man sich dennoch damit recht deutlich, insbesondere durch das leicht experimentell anmutende Ambiente, aus der breiten Masse herausstechen. Johannes versteht es hierbei echt richtig gut, den Zuhörer mit seinen 5 Songs auf eine Art der musikalischen Erlebnisreise mitzunehmen, welche einen doch ziemlich in seinen Bann ziehen kann. Wer hier jetzt aber vielleicht einen extremen Black Metal Sturm erwartet, wird wohl eher dann doch etwas „enttäuscht“ dasitzen. Denn obwohl es hier auch durchaus mal zu ein paar richtig heftigeren Ausbrüchen kommt ( z.B  bei „Das schwankende Häuschen „ ,“Wie Streichhölzer“ ) gestaltete sich der Hauptteil des gesamten musikalischen Geschehens hier doch eher etwas ruhiger und gesitteter . Die wirklich schöne, eher sehr gediegene Melodieführung, bringt hierbei jede Menge an ausdrucksstarken, ruhigen, sehr intensiven, oft instrumentalen Passagen mit sich, welche zwischenzeitlich aber auch mal durch extremere Black Metal Passagen bereichert werden. Teils wirkt das durchaus schon recht experimentell oder avantgardistisch, macht das gesamte Geschehen aber umso spannender/unvorhersehbar. Da es hier nun keinen Song gibt, welcher unter 8 min . läuft, lässt sich hier tatsächlich immer wieder etwas entdecken, welches einem aufs Neue sofort hellhörig werden lassen kann. Bestückt mit so einem leicht nordisch anmutenden Einschlag, wird hier fast durchweg eine doch recht dunkle, schwere und kalte, von Kargheit bestimmte Atmosphäre aufgebaut, welche nur ganz gelegentlich mal einen etwas helleren, von gewisser „Schönheit „geprägten Ansatz mit sich bringt. Um diese unterschiedlichsten Vorgehensweisen noch zusätzlich zu unterstreichen/zu betonen, werden auch hier Soundsamples wie Wasserplätschern, Windgeräusche oder auch Donnergrollen eingesetzt. Wenn ich meine Ohren jetzt nicht täuschen sollten, werden hier auch ganz leichte Oboe- und Geigenklänge (Keyboard?)  eingesetzt, welche hier zusätzlich für so ein ganz leichtes folkloristisch, klassisch anmutenden Ambiente sorgen. Aber auch gesanglich zeigt man sich hier keineswegs monoton. Neben leicht im Sprechformat gehaltene Vocals und klarem dunklem Gesang, gibt’s hier natürlich auch so ein paar richtig derbe keifende Black Metal Ausbrüche.
Auch wenn bei mir diese Scheibe ganz knapp an der HAMMER Marke vorbei geschrammt ist, kann ich diese dennoch jedem Fan, der auf originelle , eigenständige und vor allem trendfreie Black Metal Mucke steht ,absolut empfehlen ! Einziger Wermutstropfen bei dieser Veröffentlichung ist für mich, dass die bisher leider nur auf dem digitalen Wege zu beziehen ist. (ist aber bei “Feral Age Records” auch als auf 50 Stück limitierte Tape Version erschienen!)
( LEO)
https://www.facebook.com/Sternenglanz.und.Finsternis
http://licht-und-schattensaiten.bandcamp.com

NORTHERN SILENCE PRODUCTIONS – „ ECHOS OF METAL VOL III“ ( PROMO CD )
Da hat man sich erst vor kurzen großartig behauptet, dass es kaum noch irgendwelche Sampler gibt, und schon liegt hier gleich mal wieder so ein Teil auf dem „Promo - Gabentisch „. Und das gute Teil hier ist sogar noch recht aktuell . 2022 rausgekommen, bietet es einen richtig guten Überblick über das aktuelle musikalische Angebot von „Northern Silence Produktion „ . Und gerade für unsereins, der sich nun nicht wirklich sehr intensiv mit dem ganzen Geschehen im Black Metal Bereich auseinandersetzt, hat das Teil richtig was zu bieten. Zum einen gibt’s hier doch so einiges anzutesten, was man sonst sicherlich niemals in seinen Player hätte rotieren lassen und zum anderen gibt es durchaus die eine oder andere Band, die einen doch irgendwie anmacht und welche man dann auch mal näher unter die Lupe nehmen wird. Obwohl die meisten hier vertretenen Bands in die Richtung  atmospheric , epic und symphonic Black Metal tendieren
, lassen sich aber auch hier ein Vertreter der etwas härteren Black Metal Gangart entdecken. Am interessantesten hierbei ist jedoch die Tatsache -. zumindestens aus meiner Sicht - dass es sich bei den hier vertretenen Bands nun noch nicht wirklich um die ganz großen international bekannten Acts handelt . Obwohl sich sicherlich solche Bands wie EMINENZ, ETHEREAL SHROUD oder auch ANCIENT MASTERY zweifelsfrei schon einen gewissen Status und Bekanntheitsgrad in der Szene verschafft haben, würde ich dennoch den größeren Teil der Bands eher in die Kategorie „Underground „einordnen. Von daher ist das Teil echt ganz gut dazu geeignet, auf Entdeckungsreise zu gehen, um seinen musikalischen Horizont mal wieder zu erweitern. (LEO)
https://store.northern-silence.de/
https://www.facebook.com/northernsilenceproductions

UNDERGROUND NEVER DIES – SAMPLER VOL . 1
Die Zeit, in denen Sampler zu Massen veröffentlicht wurden, ist ja nun schon seit langem vorbei. Aber vereinzelt tauchen ja dennoch immer mal wieder ein paar von solchen Sachen auf, welche dich mehr oder weniger auf den aktuellen Stand bringen sollen, was gerade so an harter Mucke im Umlauf ist. Obwohl das gute Teil hier nun nicht wirklich aktuell ist (2019/2020), ist es dennoch mehr als interessant, sich die Songs der 15 verschiedenen Bands mal einzuverleiben. Geboten wird hier Mucke, welche in den verschiedensten Bereichen von Rock und Metal angesiedelt ist und einen durchaus auch immer mal wieder so richtig aufhorchen lässt. Dabei trifft der Name „ UNDERGROUND NEVER DIES „ wirklich voll ins Schwarze . Denn obwohl unsereins mittlerweile fast schon 40 Jahre durch die Metalszene stampft, findest man auf diesem Sampler tatsächlich kaum mal ne Band, welche dir irgendwie bekannt vorkommt. Mal abgesehen von „Arkham Circle“ und „Hammerstroke „ist mir tatsächlich keine der anderen in irgendeiner Form ein Begriff. ( BassOMania/ Deepstar Safari  //Draconian Remains/Glazed Curtains/Pilsator/SaXaXaS/Sterilium/Stone Blind /Symptoms Of Decay/Boombox Poets/Dr. Nick/Herr Schmidt /Triton ) . Und das spricht ja nun doch für Underground Mucke pur, die ganz genau das Richtige für all die Leute ist, welche auf musikalische Entdeckungsreise gehen wollen und von der ganzen kommerziellen Massenüberflutung im Metal- /Rock Bereich die Schnauze doch irgendwie voll haben. Mich macht das, was „Battl Victory Records“ und „Radio Schwarze Seele „hier zusammen gezimmert haben, jedenfalls ganz gut an und ich ertappe mich doch dabei, den einen oder anderen Song nochmal etwas genauer abzuchecken . In wieweit der damals kostenlose, auf 500 Stück limitierte Sampler heutzutage überhaupt noch irgendwo abzugreifen ist, kann ich allerdings nicht sagen. Am besten einfach mal unter Info@radio-schwarzeseele.de nachfragen. ( LEO )

DEVILOOF – „ ONI”
Obwohl das Teil hier nun schon ein paar Jahre alt ist (2019) und unsereins das auch nicht als Promomaterial in seinem Postkasten vorgefunden hat, muss ich ganz einfach zu diesem Werk mal noch nen bissel was schreiben. Denn man weiß ja aus Erfahrung, das die Japaner nicht nur in punkto Filmen ziemlich abgedrehtes Zeugs raushauen, sondern durchaus auch im Bezug auf Mucke . Und genau das kann diese Scheibe dann auch durchaus bestätigen.
Wenn du dir dann im Vorfeld erst mal ein paar Infos einholst, würdest du nie vermuten, was die kleinen, unscheinbaren Japaner hier für nen fettes musikalisches Gewitter abziehen. Sicherlich sind die schon alleine deshalb in ihrem Heimatland keine Unbekannten mehr ,aber den Sprung in unsere europäischen oder gar internationalen Gefilde hat man wohl bisher noch nicht geschafft haben. Immerhin ist „Oni“ ihre bereits zweite full lenght gewesen (wobei die mittlerweile auch schon ihren dritten Longplayer draußen haben), mit welcher man sich dem breiteren Publikum präsentierte. Auch wenn das Ganze hier in die Oberkategorie Death Core einzuordnen ist (worauf unsereins nicht wirklich abfährt), schleichen sich bei denen die verschiedensten anderweitigen musikalischen, wie auch sicherlich unmusikalischen Einflüsse mit ein. Hierbei bedient man sich kaum mal einer gängigen, typischen Vorgehensweise beim Songaufbau und bei der Songgestaltung, sondern lässt teilweise inmitten der einzelnen Songs so Elemente einfließen, welche man eventuell schon etwas als nen bissel „abartig“ und vielleicht sogar „unnormal „bezeichnen könnte. Klingt teilweise doch schon recht abgefahren, was es da für diverse kurze künstlerische Ausbrüche/Auswüchse gibt. Schon die teilweisen sehr unterschiedliche Vorgehensweise - mal progressiv, mal heavy, mal slammig, mal melodiös, mal corig und natürlich total zerstörerisch (teils recht Death Metal /Grindcore lastig) – lassen hier absolut keine Langeweile aufkommen. Ist schon nicht ganz so leicht, dass alles in Worte zu fassen. Denn auch bei den vocalen Leistungen fahren die hier ein richtig breites Repertoire auf. Manchmal fühlst du dich wie in einer Irrenanstalt (giftige und growlige Vocals)  , dann wiederum wie auf einem japanisches Heimatfest ( cleane Vocals ) und andererseits präsentiert man sich dann auch fast schon etwas operettenhaft oder leicht elektronisch verzerrt . Das man sich hierbei wahlweise japanisch und englisch in Szene setzt, lässt das Ganze dann noch nen bissel mehr exotisch erscheinen. Obwohl die 11 Songs dennoch sehr Death Core lastig ausfallen, gibt es zwischendurch aber auch mal zwei Songs, welche nur sehr ruhige und atmosphärische elektronische Soundpassagen bieten um zwischenzeitlich auch mal etwas runterfahren zu können.
0bwohl die einen nicht komplett durchweg weghauen können, hat die Scheibe dennoch so dieses gewisse etwas, was man braucht, um mehr als zufrieden zu sein. Wer sich von einer leicht verworrenen Songstruktur und wilden Stilwechsel überraschen lassen will, wert auf so einen gewissen exotischen Reiz
legt, Abwechslung pur liebt und sich zu keinem Zeitpunkt irgendwie langweilen will, der sollte dieser Scheibe auf jeden Fall mal seine Aufmerksamkeit schenken. (LEO)
9th Records
Maverick DCI https://maverick-dci.com/
Sony Music Marketing ( Japan )    https://www.sonymusic.co.jp/


HAMMER
    FLESIA – “ ESSENZ I/II “ ( EP )
18.3.2023 HAMMER FlesiaJetzt bin ich aber echt verdammt überrascht und mehr als erfreut. Bisher war „FDA Records“ für mich eher ein Label, welches gerade im Death Metal Bereich immer wieder so ein paar wirklich sau geile Sachen ans Tageslicht befördert hat. Im Black Metal Sektor war da für unsereins bisher noch nicht allzu viel dabei, was einen wirklich mal weggekracht hätte. Aber das ändert sich jetzt tatsächlich mit dem Teil, welches bei mir nun schon zum X - ten male im Player rotiert. Vor allem erstaunt es einen dann auch wirklich, dass die 3 Leipziger Jungs sich erst 2020 entschlossen haben, die Welt mit ihrem musikalischen Können zu beglücken. Denn das, was man hier mit seinen 5 Titeln musikalisch über einen hinwegziehen lassen, ist einfach nur richtig geil, enorm ansprechend und auch handwerklich top. Bei allerersten kurzen anchecken würde man anhand des doch recht farbig gestalteten Covers bei weiten nicht erahnen oder vermuten, was für eine dunkle schwarze Wand hier vor einem aufgebaut werden wird. Denn vom allerersten Ton an machen die mehr als klar, dass kein Sonnenstrahl diese Finsternis durchbrechen wird oder kann. Kaum ein Akkord, ein Riff oder auch Ton, der in irgendeiner Form Hoffnung, geschweige denn Helligkeit und Wärme ausstrahlt. Eiskalt und erbarmungslos bewegt man sich mit seinem recht dichtem und infernalischem Black Metal Style mit ganz großen Schritten in Richtung des tiefsten Höllenschlundes. Obwohl hier zum überwiegenden Teil ein fast schon pures Black Metal Inferno zelebriert wird, welches sich absolut wirkungsvoll ins tiefste deiner Seele reindrängen wird, gibt es aber dennoch auch kurze Momente, wie beim Titel „Verschwenden „, bei welchem man mal das Tempo etwas ausbremst. Hat schon fast nen leicht episch anmutenden Funeral Doom Einschlag.  Gerade diese dunklen und frostige Gitarrenwände, welche man hier aufbaut, sorgen echt für ne absolut beängstigende Stimmung und Atmosphäre, welche dich alles andere als irgendwie „kalt“ dasitzen lassen wird. Auch der Mix aus aggressiven Screams uns derben Growls macht sich hierbei echt verdammt gut, wobei es sogar teilweise möglich ist, die deutschen Texte wirklich zu verstehen. Fest steht, wenn die Leipziger so weitermachen, werden die ohne jeden Zweifel jede Menge Anerkennung und auch Beachtung seitens der Szene bekommen. Das einzige was an dieser Scheibe als „schlecht“ angesehen werden kann, ist, das die nun nur gut 27 min . läuft. Da hätte man getrost noch einiges mehr vertragen können. Das ist ein Teil, welches sich tief in die dunkelsten Abgründe deiner Seele einnisten wird, um dort dann seine ganze Boshaftigkeit vollends zu entfalten.  ( LEO )
www.fda-records.com


NEW WORLD DEPRESSION – “ INTERMENT OF SINS”

Obwohl die Jungs von NEW WORLD DEPRESSION nun schon bereits ihr bereits sechstes Album raushauen, ist unsereins tatsächlich erst durch ihr letztes Album „Descent“ (2020) auf die aufmerksam geworden. Und das im absolut positiven Sinne, denn das was die einem da vorlegten, war so richtig schön fett und vor allem auch qualitativ in fast allen Belangen überzeugend. Und wenn man so erst einmal ganz nebenbei die neuen 10 Songs durchrattern lässt, sitzt man tatsächlich da, springt auf und drückt erneut die Play Taste , um sich das Geschehen noch einmal intensiver reinzuziehen. Zum Glück sind die Jungs ihrem Stil absolut treu geblieben und hauen uns auch hier ein sattes, deftiges und streckenweise enorm groovendes Death Metal Brett um die Ohren. So wie man es aber auch schon vom Vorgänger her kennt, zelebriert man nicht die absolute Zerstörungsorgie, sondern zeigt sich sowohl schwer walzend wie auch teils recht melodisch. Obwohl einem hier natürlich so einiges an verdammt fetten schweren Riffs kredenzt werden, bietet man dennoch im Rhythmusbereich ne gehörige Portion Abwechslung. Hierbei hat man gerade was den melodischen Bereich betrifft, doch noch einiges mehr zu bieten als auf „Descent“ und schreckt natürlich auch nicht davor zurück, hier und da mal nen nicht all zu langen Solipart mit einzustreuen. Auch wenn die Jungs hier ganz offensichtlich ihren alten Helden von „Bolt Thrower“ und „Obituary“ nacheifern, sollte man keinesfalls den Fehler begehen und meinen, die spielen nur nach. Denn durchaus gibt es hier auch so einiges an Momenten abzuchecken, welche man durchaus als recht eigenständig betrachten sollte. Das man sich hier in Punkto Gesang durchweg „nur“ puren old school Growl Attacken bedient, ist zwar nun nicht sonderlich kreativ, aber eben absolut passend und für einen echten und wahren Liebhaber der old school Death Metal Mucke, schon nen richtiger Ohrenschmaus. Ne wirklich richtig gute Scheibe, die man mehrmals hintereinander laufen lassen kann, ohne dass einem in irgendeiner Weise da dann mal wirklich langweilig wird. Als Tape kriegt ihr das Teil bei „Santa Diabla Records“ (https://www.santadiabla.de/) oder auch direkt bei der Band .Mittlerweile hat man die Scheibe aber auch als ne limitierte, leckere Vinylversion bei“ Fucking Kill Records „ ( https://www.facebook.com/F.K.R.Records )am Start ,welche zweifelsfrei dort keinen Staub ansetzen wird . Ich find’s wieder richtig geil und kann für jeden Old School Fan hier nur ne Empfehlung aussprechen. (LEO )
https://linktr.ee/newworlddepression

PARASITARIO – „EVERYTHING BELONGS TO DEATH”
Wollt ihr euch noch kurz vor Jahresabschluss so ne geballte, fette und dreckige Ladung an olds chool Mucke in eure verkorksten Gehirne reinziehen? Dann solltet und werdet ihr am Debüt der Japaner sicherlich nicht vorbeikommen. Rico von FDA hatte ja bereits in seiner Demoreihe mit "Afterlife Truth" nen kleenes leckeres Appetitshäppchen der Japaner vorgelegt, welches ja doch bei einigen Leutchen schon auf so richtiges Wohlwollen gestoßen war. Damals ,2019 noch als Duo unterwegs, hat man sich mittlerweile zu einem Trio gemausert, welches uns jetzt mit ihrem10 Songs bestücktem offiziellen Debüteinstieg ein verdammt fett groovendes Metalwerk vorlegt, welches förmlich danach verlangt, den Lautstärkeregler bis auf Anschlag zu drehen. Knallhart und so richtig so richtig wütend, packen die Drei hier ihre leicht thrashige Death Metal Keule aus , welche sich als absolut old schoolig und verdammt roh entpuppt . Ohne großartigen Schnickschnack oder irgendwelches Schickimicki Geplänkel, lässt man hier den 80`ziger Jahre Sound erneut aufleben.  Obwohl hier doch vorwiegend ganz schön einer auf „Knüppel aus dem Sack „gefahren wird, ergießt sich das Gesamtgeschehen aber nicht nur als reiner Gewaltakt über einen hinweg. Denn die Japaner schaffen es durchaus auch verdammt gut, hier sowas wie ne morbide Stimmung aufzubauen, indem man zwischendurch auch immer mal wieder ein paar eher entspannendere melodische Einschübe einarbeitet. Gerade bei der Gestaltung der Riffs, welche unsereins doch teils recht stark an die ollen „Morbid Angel „Zeiten erinnert, zeigt sich das recht deutlich. Zwar würde ich mal meinen, dass man mit einer Reduzierung der Solieinlagen dem Ganzen hier noch nen bissel mehr an Wucht, Drall und Durchschlagskraft hätte verleihen können, kommt es hier dennoch niemals irgendwie zu ne Art des Stillstands. Das durchweg sau coole miese Geröhre ( „Obituary“  lässt grüßen ),verleiht dem ganzen natürlich noch mal ne zusätzliche Portion an old school Charme . Da man sich nach 9 Songs ohne jeden Zweifel hier komplett auspowern konnte, entlassen einen die Japaner dann mit ihrem sehr ruhigen instrumentalen Rausschmeißer in eine wohlverdiente Erholungspause. Obwohl man sich sicherlich in musikalischer Hinsicht hier doch sehr traditionell und sicherlich auch ultra typisch präsentiert, macht die Mucke dennoch enorm Laune, ist verdammt cool und vor allem effektiv . Wer bei der Mucke nicht die letzten Kraftreserven aktivieren wird, dem kann man sicherlich absolut nicht mehr weiterhelfen. ( LEO )
Soulfood  https://www.soulfood-music.de/
FDA Records Am Hafen 2 16269 Wriezen https://fda-records.com/


VAYRON – “ DEMO 2022“

Die Franzosen sind wohl als Band ganz neu am Start, da man nun nicht wirklich so die massigen Informationen von denen auftreiben kann. Zumindest kann man rausfinden, dass die nun in Sachen Metalgeschehen keine „blutigen Anfänger“ mehr sind, da wohl ein paar von denen bereits bei ner Band namens“ SILURE „ihre Erfahrungen sammeln konnten. Und dass kann man auch zweifelsfrei bei den hier angebotenen 4 Songs heraushören. Denn auf ihrem ersten Lebenszeichen lässt man es gut 13 min. ganz schön krachen, und zeigt sich vor allem auch in technischer Hinsicht echt richtig gut drauf. Immer schön geradlinig den old school Death Metal Pfad entlang gehend, eröffnet „Fanatic“ mit nem kurzen Intro die tödliche Sause um dann aber auch gleich volle Pulle loszuknallen. Recht technisch angehaucht, zieht hier aber dennoch so ne richtige Wand an Riffs über einen hinweg, die einem durchweg deftig ins Hirn hämmern kann. Obwohl die Drums vielleicht nen klein bissel schwächelnd, was den Druck betrifft, in Szene gesetzt werden, knallen die dennoch genug rein."Drunk" zeigt sich dann als ein enorm robuster und fetter Rundumschlag in Sachen tödlicher Kost, welche eher nur ganz wenig Platz für eher melodischere Einschübe bietet. Gerade in Sachen Gitarrenarbeit lässt sich hier doch ein recht starker „Morbid Angel“ Einfluss ausmachen. Der vorletzte Track "Power" macht dann seinem Namen alle Ehre und legt auf jeden Fall in Sachen Geschwindigkeit und Brutalität noch einmal so richtig zu. Zwar sehr eingängig und eher etwas typisch gestaltet, trifft der aber dennoch immer zielgenau ins Schwarze. Ein Stück bei welchem man sicherlich seine körperlichen Grenzen mal wieder voll austesten kann. Wer nach dem Song dennoch ein paar Kraftreserven auf Lager hat, dem wird mit dem Rausschmeißer „Dirty“ dann sicherlich endgültig „der Gar ausgemacht“. Unbeirrt schwingen die auch hier die old school Death Metal Fahne weiter und lassen auch absolut keine Zweifel daran aufkommen, dass man sich vollkommen mit Leib und Seele seiner todbringenden musikalischen Botschaft verschrieben hat. Auch wenn hier reichlich Inspirationen von „Cannibal Corpse“ und „ Morbid Angel“  ganz offensichtlich zum Vorschein kommen ,lohnt es sich dennoch ,die Band mal ein bissel genauer „ unter die Lupe „ zu nehmen . Man darf auf jeden Fall gespannt drauf sein, wohin der Weg der Franzosen noch führt. Das lecke Tape kann man für 4,95 € + postage bei https://nihilistic-webzine-distro.fr/Webshop/fr/24-news oder für alle digital Verseuchten für 2,50€ unter https://visceralcircuitryrecs.bandcamp.com/  abstauben . ( LEO )
Visceral Circuitry Records  https://www.facebook.com/visceralcircuitryrecs

FALLING MEAT – “ VIRUS”

So ganz taufrisch ist das zweite komplette Album der 4 Thüringer Jungs nun nicht mehr. Bereits 2020 erschienen, haben die ja mittlerweile ihr Material desöfteren auch mal von der Livebühne brettern können. So wie die es bereits im März verkündet haben, ist man wohl auch schon fleißig dabei, an neuen Songs zu feilen, welche laut deren Aussagen noch nen Stück fetter und treibender als je zuvor werden sollen . Kann man gespannt drauf sein, denn schon die 9 Songs, welche man auf der gut ne Dreiviertelstunde rotierenden Scheibe vor den Latz geballert bekommt, haben`s ganz schön in sich. Dass die einem hier natürlich Death Metal kredenzen, war irgendwie fast zu erwarten. Aber ein paar Dinge überraschen hier dann doch erst einmal. Zum einen sind es die kurzen knappen Titelnamen und auch, dass hier sowohl deutsche wie auch englische Lyrics verwendet werden. So unbedingt ultra super typisch ist das ja nun wirklich nicht! Und wo geht es nun in punkto musikalischer Ausrichtung hin?  Ihre Definition von Death Metal ist zwar sicherlich vereinzelt auch etwas „moderner“ ausgerichtet, lässt aber zweifelsfrei vorrangig einen gehörigen Batzen an old school Spirit einfließen. Das man so ganz vereinzelt mal leicht ans thrashige und sogar progressivere Metallager andockt, lässt sich sicherlich nicht verleugnen. Insbesondere bei der Gitarrenarbeit kommen diese doch etwas stärker zum Vorschein. Da ist es auch schon fast logisch, dass die Burschen hier nicht nur alles kleinholzen, sondern auch so einiges an Abwechslung im Tempobereich mit sich bringen. Mal schwer, fast schon etwas doomig gehalten, dann wiederum im Mid Tempo Bereich angesiedelt, gibt es hier natürlich auch so einiges an richtig fetten schweren Death Metal Brocken. Ist ne echt gute und vor allem gesunde Mischung, die für fast jeden Metalfan was zu bieten hat. Da man mich auch mit seinem Wechselgesang, welcher von ultra tief brachial bis hin zu leicht „Gift und Galle“ speiend reicht,voll überzeugt hat, sollte es auch für euch da draußen keinen Grund geben, die Thüringer mal fett zu supporten . ( LEO )
https://falling-meat.com/
https://www.facebook.com/fallingmeatofficial


ALPHATRAZ – „GEBEINE“
Bevor man sich dieser Scheibe widmet, sollte man auf jeden Fall erst einmal all seine fest verankerten Klischeegedanken über Bord werfen, um seinen musikalischen Geist frei entfalten zu können. Denn so wirklich ganz einfach ist das hier nicht wirklich, wenn es darum geht, irgendwie ne wirkliche metallische Verbindung aufzubauen. Christoph Martin`s Projekt „Alphatraz „hatte ja schon mit der vorangegangenen Veröffentlichung, auf der er  Metal Songs mit seinem Piano interpretierte ,durchaus für einiges an Gesprächsstoff gesorgt .Jetzt gibt es mit „GEBEINE“ das nächste rein instrumentale Werk ,auf welchem er uns diesmal seine ganz eigenen musikalischen Kompositionen näher bringen will . Von der Gestaltung her ist das Teil mit dem auf einem Piano sitzenden, vermoderten Skelett auf jeden Fall schon mal richtig klasse geworden und passt irgendwie voll zu den musikalischen Darbietungen. Bei mir kommen diesbezüglich, wie auch musikalisch, hier sofort Gedanken auf, welche in Richtung des absolut kultigen „Necromantik „Films gehen. Da kann man bei mir dann schon mal Pluspunkte einfahren! Rein musikalisch gesehen gestaltet es sich da bei mir dann doch aber eher etwas schwieriger. Dass die Songs alle samt mit ner verdammt düsteren Aura behaftet sind und einen doch über weite Strecken ganz schön in eine depressive Stimmung versetzen können, steht völlig außer Frage. Die gehen schon ganz schön tief rein in den seelischen Gefühlswert des Zuhörers. Obwohl man hier eher doch sehr behutsam und langsam dahingleitend, verbreiten die reinen Piano Klänge doch ne recht breite Palette an unterschiedlichsten Gemütszuständen. Teils nachdenklich, stellenweise beängstigen und sogar gefährlich wirkend, lässt sich aber auch immer wieder mal eine Passage erkennen, welche was verstörend, bedrückendes mit sich bringt. So wie sich das hier alles darstellt ,würde ich es mal noch als ne gewisse Art des Funeral Doom bezeichnen .Was nun hierbei den metallisch inspirierten Faktor betrifft , tue ich mich aber tatsächlich eher ziemlich schwer . Gut, vielleicht könnte man ja noch den einen oder anderen Rhythmus der Klassik Metal Sparte zuordnen, aber so wirklich klar lässt sich das für mich hier nicht wirklich erkennen/heraushören. Leute mit einem spezielleren Musikgeschmack mit Hang zu klassisch anmutenden instrumentalen Klavierkompositionen kriegen mit diesem schicken DigiPak  in Punkto musikalischer Unterhaltung das volle Programm geboten . Metalnerds werden sich hiermit aber zweifelsfrei eher richtig schwer tun und nicht so wirklich wissen, was man damit anfangen sollte.
( LEO )
Animate Records   https://shop.animate-records.com/


STILLEKLANG – „TRÄNEN DER VERGANGENHEIT PART I“ 

Irgendwie kommt es einen doch so vor, dass gerade Soloprojekte im Black Metal Bereich während der ganzen beschissenen Corona Pandemiezeiten fast schon wie „Pilze aus dem Boden „geschossen sind .In wieweit diese Vielzahl an neuen Veröffentlichungen nun die Szene bereichert oder nicht ,sei da natürlich erst einmal völlig dahingestellt . Fabian Veith , welcher sich seine musikalischen Sporen schon bei Bands wie
„Basarab“ und „Odium Immortalis“ verdient hat, legt uns hiermit seinen Debüteinstieg seines Soloprojektes „Stilleklang „vor, welches unter Mithilfe von Marcus Röll ( „Gernotshagen“  ) eingespielt wurde .Entgegen dem ,was ich irgendwie im ersten Moment erwartet hätte ,entpuppen sich die 6 Songs in keinster Weise irgendwie als ein brutales misanthropisches Black Metal Inferno . Denn was man hier in gut ner Dreiviertelstunde hervorbringt, bewegt sich ganz eindeutig in Richtung melancholischer und facettenreicher
black metallischer Klangwelt, welche durchaus auch gewisse Pagan Metal Einflüsse mit sich bringt.
Vorzugsweise im skandinavischen Sound – und Klangbereich angesiedelt, zeigen sich die einzelnen Stücke
doch teils recht episch, melancholisch und verzweifelt angehaucht. Umgeben von einer dennoch recht rauen und düsteren Atmosphäre, schafft man es durchweg, ne richtig eiskalte Ausstrahlung rüberzubringen .
Gerade die klirrende leicht verzerrt anmutende Gitarrenarbeit lassen so dieses weite, kalte und leicht erhabene skandinavische Feeling immer wieder aus neue aufleben. Zusätzlich wird dieses Ambiente noch durch Instrumente wie Klavier, Geige und Akustik Klampfe unterstützt. Teils vielleicht etwas leicht klassisch anmutend, sind es gerade diese Instrumente, welche doch sehr stark jeden einzelnen Song bestimmen. Ein etwas dezenterer Einsatz hätte da sicherlich dem Gesamterscheinungsbild doch besser getan! Obwohl man gesanglich doch recht stark in Richtung Sprechgesang geht (man zeigt sich teils klar, teils flüsternd, teils verzweifelt klagend ),tauchen hier aber dennoch vereinzelt auch durchaus miese raue und  gefährlich Parts auf .Für mich einer der stärksten Songs ,wenn auch nicht typisch für diese Scheibe ,ist „ LEERE“ .Gerade der hat so ne ungemein große verdammt starke gefühlvolle Ausstrahlung ,welche einen so richtig in den Bann ziehen kann . Fast schon so nen Liebeslied im Balladenformat, welches man in die Kategorie „Kuschelrock“ einordnen könnte, bei welchem sogar weibliche, sehr ruhige gefühlsvolle Gesangspart eingesetzt werden. Echt so ein Stück was heraussticht und unweigerlich für einen „Gänsehautmoment „sorgen wird/kann.
Obwohl die Stücke alle samt recht lang geraten sind (keiner läuft unter 5 min . ) , wirken die kaum mal irgendwie monoton oder übermäßig in die Länge gezogen . Ne, innerhalb der Stücke passiert durchaus so einiges, was dafür sorgt, dass man nicht in Lethargie verfällt. Mir gefällt`s, auch wenn man echt aufpassen muss, das man gefühlsmäßig nicht in ein tiefes schwarzes Loch fällt und dort hängen bleibt . ( LEO )
Schattenpfade   https://www.facebook.com/schattenpfade
Crawling Chaos  https://thecrawlingchaos-records.de/


NEKROTHORAX – “ HANDGRANATE” ( TAPE )
Bereits im letzten FU-Heft hat sich Sint vom „Snowfall“ Magazin zusammen mit seinem Krawallbruder Darius musikalisch zu Wort gemeldet. Wer jetzt gedacht hat, dass das eventuell nur ne „Eintagsfliege“ war,
hat sich echt mächtig geirrt. Denn jetzt kommt das Zweiergespann auch schon mit ihrem zweiten Tape „um die Ecke „um uns erneut „das Fürchten zu lernen „. Schon wie bei dem ersten Tape ist man auch mit den hier gebotenen 3 Songs vollkommen undergroundig ausgerichtet. Sei es das Layout oder die Soundqualität, man verzichtet komplett auf irgendeinen modernen oder trendigen Scheiß und zieht sein ganz eigenes pures old school Ding durch. Und so begibt man sich auch mit diesen drei Songs auf eine Wanderung in abgrundtiefen dunklen schwarzmetallischen Pfaden. Bereits der 1 Track „Crucifixion" rumpelt richtig räudig hektisch mit ordentlichem Tempo los. Obwohl sich anfangs das Gehörte nicht sofort einer musikalischen Sparte zuordnen lässt, bewegt man sich dann doch später recht eindeutig auf old school Black Metal Pfaden vorwärts.
Zwischendrin gibt es so einiges an dreckigen, heftigen und abgefuckten Riffeinlagen, welche durch 
dunklen Growls und helleres leicht hallig anmutendes Gefauche / Geröchel noch bestens unterstützt werden.
Bei Track 2 „Verweigern oder sterben“ lässt man es eher etwas gemäßigter laufen und kann durch den leicht zäh wirkenden, aber dennoch irgendwie intensiven Sound, durchaus ne richtig dunkle Wand aufbauen. Insbesondere durch eine recht vielseitige Gitarrenarbeit und dem teils leicht verzerrten Sprechgesang schafft man es ,eine doch irgendwie beängstigend wirkende Aura aufzubauen . Der Rausschmeißer „Nenavist“ ist dann ein irgendwie recht interessantes aber auch etwas eigenartiges Stück. Anfangs noch in Richtung atmosphärische Black Metal tendierend, reduziert man ab circa der Mitte dann aber den rein musikalischen Umfang und beschränkt sich nur auf ganz leichten Einsatz der Instrumente. Obwohl man hier doch einiges an Abwechslung mehr im Angebot hat, teils einen durchaus interessanter Rhythmusaufbau anbietet und sich doch auch leicht hymnisch erhaben darbietet, wirkt es mit der Zeit dann doch etwas in die Länge gezogen.
Mit kurze Sprachsequenzen versehen, erinnert mich das ganze Stück doch irgendwie ein klein wenig an ganz alte „Bathory“ Zeiten. Auch wenn man sich soundtechnisch hier diesmal noch ein bissel „undergroundiger“ als auf dem ersten Tape präsentiert, liegt das aber immer noch im „erträglichen „Bereich. Musikalisch wird das auf 33 Stück limitiert Tape, gerade bei den ganzen ollen Säcken, sicherlich seine Anhänger finden. ( LEO )
Snowfall-Zine@gmx.de
darius.lucius.369@gmail.com
https://www.metal-archives.com/bands/Nekrothorax/3540500977
 
NEKROTHORAX – „ RAUTA AIKA” ( TAPE )

Sint und sein Kollege Darius lassen ja nun wirklich nichts anbrennen und scheinen in punkto schreiben neuer Songs jetzt gerade einen verdammt guten „Lauf“ zu haben. Denn kaum hatte “ HANDGRANATE” den Weg in mein bescheidenes Heim gefunden, gibt es mit ihrem dritten Tape schon wieder neuen aktuellen Nachschlag. Wie man es nun schon von den anderen beiden Tapes her kennt, ist hier alles vollkommen auf puren Underground ausgerichtet. Richtig coole und natürlich absolut passende Aufmachung. Hinzu kommt natürlich auch wieder ne Soundpräsentation, welche trotz ihres eher etwas dumpferen rohen Undergroundcharakter, dennoch oder gerade deswegen, durchaus anspricht. Musikalisch geht man hier mit den 3 Songs, welche knapp 20 min . laufen, vorrangig wieder in Richtung puren, rohem und dreckigem Black Metal , mit durchaus starker nordischer Prägung .Durchzogen mit ner echt starken old school Atmosphäre, die ne durchaus tief dunkle bedrohliche Stimmung mit sich bringt ,präsentieren sich die 3 Titel aber nicht nur als die absolut reinen Black Metal Geschosse . Auch wenn es doch über weite Strecken den Anschein hat, als würden gerade die Riffs teilweise aus den Tiefen der Hölle entspringen, tauchen auch immer mal wieder dezent eingesetzte kurze ( Riff)-passagen auf ,welche musikalisch doch in eine andere Sparte einzuordnen wären . Besonders mit dem letzten Stück,„Critica Opacus" zeigt man mal ganz klar auf ,dass man durchaus auch gewillt ist ,musikalisch auch mal anderweitige Wege zu betreten . Denn gerade dieser Songs präsentiert sich doch schon sehr melodisch, fast schon etwas hymnenhaft. So ganz leicht mit nem eher doomigen Ambiente versehen, bringt der schon ganz schön was an Atmosphäre mit sich, um sich wie ein schwarzer Schleier über deine Seele zu legen. Von solchen Songs könnte man durchaus mehr im Angebot haben! Auch wenn unsereins gerade bei stark beeinflusster Black Metal Mucke nicht unbedingt in Begeisterungsstürme ausbricht, muss ich dennoch ungelogen eingestehen, dass mich das hier gehörte doch irgendwie auf seine ganz eigne Weise anmacht. In wieweit ihr dieses auf 33 Copies limitiertes Tape (gibt’s wohl auch als CD-Version) jetzt noch abgreifen könnt, kann ich allerdings nicht wirklich sagen. Falls ihr also Bock auf ne richtig pure, rohe und dreckige Undergroundmucke habt, mal bei Snowfall-Zine@gmx.de oder darius.lucius.369@gmail.com  nachhaken . ( LEO )
https://www.metal-archives.com/bands/Nekrothorax/3540500977

DEMORIA – „ BRING OUT YOUR DEAD“
Wirklich eilig hatten es die Weißenfelser nun absolut nicht, um die Metallermeute mit neuem hartem Stoff zu beglücken. Nachdem man im September 2017 seinen ersten Longplayer „I Offered Silence“ ( noch in Eigenregie) rausgehauen hatte , kehrte mehr oder weniger dann doch etwas Ruhe ein . Irgendwie ist dann wohl Hendrik von German Democratic Recordings auf die 4 Jungs gestoßen und hat die auch gleich unter seine Fittiche genommen .Da ja nun wohl genügend Zeit in dem ganzen Corona Pandemie Scheiß vorhanden war , wurde die augenscheinlich bestens genutzt ,um uns jetzt das zweite komplette Album  präsentieren zu können .Rein optisch betrachtet macht das Teil mit seiner Bebilderung schon mal gar keinen schlechten Eindruck ,auch wenn da in Sachen Kreativität sicherlich noch einiges an Luft nach oben ist . Was man sich allerdings mit der roten Schrift auf schwarzem Hintergrund gedacht hat, bleibt für mich dann doch eher etwas ein Rätsel. Denn weder mit Brille, noch mit Lupe kann meinereins da wirklich kaum was erkennen/lesen. Daran sollte man auf jeden Fall noch kräftig arbeiten. Im Gegensatz dazu ist aber das, was man hier mit seinen 12 Titel anbietet, ne richtig gute, metallische verdammt harte und auch abwechslungsreiche Kost geworden. Wirklich richtig fett produziert und auch rübergebracht, lässt man es hier fast ne Stunde lang doch schon ganz schön krachen. Bepackt mit nem ganzen Haufen Banger und Mosher freundlichen Rhythmen, setzen die einem hier ne Mischung aus Death Metal , Thrash Metal und ganz leichtem Heavy Metal Einfluss vor, welche den Zuhörer körperlich doch ganz schön fordern kann/wird. Eher doch im moderneren Style gehalten, lässt sich aber dennoch, wenn auch sehr dezent, so ein gewisses old schooliges Ambiente heraushören. Neben der vielfältigen, teils sehr heftigen Gitarrenarbeit (vereinzelt blitzt auch mal ne kleine Soli Einlage auf) und dem variabel Gesang, welcher zwischen Thrash Gesang und Death Metal Growls liegt ,  bewegt man sich auch Tempomäßig nicht nur in eine Richtung ,sondern variiert in vielfältigster Weise. Musikalisch gesehen haben`s die Burschen schon echt gut drauf, keine Frage. In wieweit man sich hiermit nun einen Stammplatz in eurer Metalsammlung erobern wird/kann, bleibt abzuwarten. ( LEO )
German Democratic Records   Hendrik Rosenberg  Gleißnerplatz 4  90471 Nürnberg  gdr@ostmetal.de
http://gdr.ostmetal.de/

SECURITATE – „PROMO 2022 „
Auch wenn die Band nun schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat und mit der Demo CDR „Milizia“ 2015 ihren Szeneeinstieg vollzogen hatten, sind die nun alles andere als wirklich irgendwie irgendwo stark präsent. Viel mehr als ein paar Live Gigs kann man ansonsten bisher noch nicht vorweisen ,was hierbei aber sicherlich noch  für ihren absoluten Undergroundstatus spricht .Unsereins hat die jedenfalls zum ersten male bei einem seiner wenigen Konzertbesuche in Augenschein nehmen können ,wo man dann auch diese 1 Song Promo in die Hand gedrückt bekommen hat .Da beim Konzert der Mann am Mixer wohl irgendwie überfordert war und der Sound echt so ziemlich mehr als unterirdisch war ,ist es natürlich vorteilhaft ,sich deren Mucke hier mal in einer vernünftigen Soundqualität reinzuziehen . „Crush,kill,destroy“ ist ganz eindeutig nen Song ,welcher sich zu 100% auf den old school Black Metal Pfaden voran bewegt .Zwar nicht auf die totale Zerstörung ausgelegt ,kommt der dennoch recht brachial rüber und bringt auch ne durchaus gute dunkle bedrohliche Atmosphäre mit sich . Ohne jeden Zweifel ist deren Sound vorwiegend dem nordischen Lager zuzuordnen, wobei einem dann auch sofort Vergleiche zu den Anfangszeiten von „Mayhem“ durch den Kopf schießen. Zu keinem Zeitpunkt hat man hier auch nur einmal kurz die Hoffnung auf einen kleinen Lichtschimmer am düsteren Horizont. Das man hier dann durchweg „Gift und Galle „speit, ist natürlich absolut nicht verwunderlich. Der kleine kurze Appetitshappen mach auf jeden Fall Laune. Da kann man doch gespannt drauf sein, was die Jungs auf ihrem voraussichtlich 2023 erscheinenden neuen offiziellen Release, noch so alles im Gepäck haben werden . ( LEO ) 
https://www.facebook.com/SecuritateBand/


TRAUMASPHERE – „ VOIDCALL“

So super lange haben sich die Franzosen nun nicht musikalisch betätigt, so dass in der Zeit ihres recht kurzen Bestehens auch nur eine einzige Veröffentlichung zu verzeichnen ist. 2001 auf CDR unter Eigenregie veröffentlicht, wurde das Teil jetzt nun noch einmal aufgelegt. Welchen Grund es dafür gab, bleibt mir allerdings doch eher etwas schleierhaft. Denn ehrlich gesagt, nervt mich das Teil doch eher, als dass es mich in irgendeiner Hinsicht wirklich beeindrucken oder gar umhauen würde. Aber mal von vorne. Die Franzosen zocken old school Death Metal  ,was ja so gut ist und auch die Produktion kann durch ihren recht rohen Eindruck durchaus punkten . Dass war es dann aber auch schon, denn mit ihrer teils überdimensional wirkenden progressivem/experimentellen Vorgehensweise, verlangen die unseren Gehörgängen schon so einiges ab. Schon der erste Song wirkt durch seine stark progressiv angehauchte Herangehensweise fast schon ein bissel holprig und lässt nur ganz schwer ne klare Songstruktur erkennen. Die Rhythmuswechsel und selbst die Gitarrensolieinlagen wirken teils echt komisch. Recht gut hierbei macht sich noch der leicht dunkle Sprechgesang, welcher sich inmitten der Keif - und Growl Tiraden einmischt. Verwirrt mich alles doch schön! Auch der nächste Song lässt einen eher verwirrt dasitzen, als das der dich mitnimmt.  Genauso ein wildes Rhythmusgemenge, wobei man hier aber durchaus auch mal ein paar geradlinige Passagen ausmachen kann. Der dritte Song ist nicht viel mehr als ein kurzes elektronisches Keyboard Geklimper, welches ja noch so etwas ähnliches wie ne Atmosphäre rüberbringt. Und dann geht’s anfangs erst mal wieder mit komischem Gitarren Gefiedel los, bevor man dann endlich wirklich mal in Richtung Death Metal tendiert und man durchaus schon so ne gewisse Brutalität und Härte rüber schleudert. Obwohl es hier doch etwas mehr geradlinig vorwärts geht, lassen einen die enorm vielen Gitarreneinschläge dennoch immer wieder völlig verwirrt dasitzen. Die vereinzelte Sprechgesang Parts, welche sich mit tiefen dunklen Growls paaren, machen dieses Stück für mich dann doch irgendwie noch zu dem stärksten Song dieser Scheibe. Mit dem letzten Titel betritt man dann mal richtige Death Metal Pfade der alten Schule. Zwar ist auch hier der Sound mit nen riesigen Berg an Riffs bestückt, aber es gibt doch auch so einiges an Passagen, welche sich recht wirksam und druckvoll in die Magengegend schieben. Rein technisch ist die Scheibe sicherlich nicht unterzubewerten. Auch was die Band zu damaligen Zeiten schon aus ihren Instrumenten rausgeholt haben, ist schon beachtlich, auch wenn’s insgesamt gesehen, doch viel zu viel des „Guten“ ist. Brutal ist diese Scheibe sicherlich nur in der Hinsicht, dass die doch ganz schön an den Nerven zerrt. Ich möchte mal echt stark anzweifeln, dass diese Scheibe in irgendeiner Weise zum Pflicht Programm eines Metalfan gehören muss. Für Sammler noch ne ganz interessante Angelegenheit. Bei den meisten würde oder wird die Mucke sicherlich wohl eher dafür sorgen, dass man aufspringt und die Stopptaste drückt. ( LEO )
Visceral Circuits Records  https://www.facebook.com/visceralcircuitryrecs/
https://visceralcircuitryrecs.bandcamp.com/

VIVISECT – “ BARBARIC DEATH “ ( TAPE )
Richtig geiler old school  Death Metal, der dann auch noch nen bissel nach Underground stinkt ,ist ja nun absolut nicht zu verachten .Wenn man dem Infomaterial der aus New Jersey stammenden Truppe dann uneingeschränkt Glauben schenken würde , dann gibt es mit den 4 Songs , die sich auf knapp 22 min . verteilen, hier ganz genau solch leckeres Material . Seit 2019 wandern die nun auch schon auf metallischen Pfaden, haben`s aber komischer Weise noch nicht geschafft, mal ein komplettes Album vorzulegen (bisher gabs nur ne Single, Demo, EP und ne Split ) .  Mit “ BARBARIC DEATH “ legt man nun ne Art von Compilation vor, auf der sich diverse Songs ihrer alten Veröffentlichungen befinden und mit der man den Versuch startet ,sich als Band auch international einen Namen zu machen . So rein vom Sound her kommt hier schon mal ganz gut Freude auf. Richtig schön old schoolig gehalten, ziehen die hier durchaus ganz gut einen ab und lassen absolut keine Zweifel daran aufkommen, dass deren Inspirationsquellen ganz eindeutig aus den tiefsten 90`ziger Jahren kommen. Aber bereits beim ersten Song wird recht klar, dass man seine Erwartungshaltungen dann doch nicht ganz so hoch schrauben sollte. Denn obwohl man hier durchaus ne recht gute dreckige und leicht morbide wirkende Atmosphäre aufbauen kann, wirkt ihre Mixtur aus Death Metal und leichten Thrash Metal Anteilen, nicht so wirklich überzeugend. Irgendwie mit nem leicht „rumplig“ wirkenden Charakter behaftet, zeigt man sich zwar schon recht brutal, aber eben auch ziemlich einfach gestrickt und wenig originell. Zwischendurch gibt es immer mal wieder ein paart kurze Dämpfer ,in dem man das Tempo doch auch drosselt und auch mal nen bissel was an kurzen Gitarrensolis ( erinnern mich recht stark an die Anfangszeiten von „Morbid Angel „ ) aufblitzen lässt .Kommt zwar so gesehen recht gut und wirkt vielleicht sogar teils etwas „abgefahren „ , lässt aber qualitativ gesehen ,noch sehr viel „Luft nach oben „ .Auch der Gesang , der hier irgendwo in den röchelnd grummligen Bereich geht ,wirkt dann eher echt monoton ,als überzeugend .Ehrlich gesagt ,haut mich das Teil hier nicht wirklich von den Socken ,da irgendwie kein wirklich richtiges geiles Feeling aufkommt ,welches die paar verbliebenen Haare in Rotation bringen würde. Die Momente, in welchen man hier dann tatsächlich sofort mal hellhörig werden kann, lassen sich tatsächlich an einer Hand abzählen. Für die totalen und absoluten old school freaks unter euch eignet sich das Teil sicherlich bestens dazu ,um ne eventuelle Lücke in der Sammlung ,mit ner unbekannten Bandveröffentlichung  zu schließen . Aber so großartig einen fetten Preis wird man hiermit sicherlich nicht gewinnen können. Bevor ihr dennoch nen schmalen Taler für das auf 200 Stück limitierte pro-pressed Tapes investieren wollt , könnt und solltet ihr auf jeden Fall erst mal unter https://youtu.be/O5qc7u0SAEk
reinhören. (LEO)
NIHILISTIC HOLOCAUST RECORDS Gabriel S.   9 rue de la scarpe   59552 Lambres Lez Douai Frankreich
Gabsk@wanadoo.fr
https://nihilistic-webzine-distro.fr/
https://nihilisticholocaustrecs.bandcamp.com
 
QUASIMODO – „ CANCAR CITY“
Jetzt bin ich aber sehr verdutzt und mehr als überrascht, dass es sich bei der Band um ne DDR Metalcombo handelt. Obwohl man nun zu den ollen DDR Metal Säcken zählt, ist mir die Berliner Band nun absolut kein Begriff. Da hätte doch schon auf Grund des doch sehr einprägsamen Namen irgendwas hängen geblieben sein müssen ? Mmmh, aber man lernt halt nie aus! Laut Info tingelten die Jungs jedenfalls schon seit 1984 im „Zoneunderground“ rum und haben nach der Wende immerhin ein Demo und zwei Full Length Alben veröffentlicht ,bevor wohl erst mal Schluss war .2012 kams dann wohl zu ner Reunion – unter anderem Namen – und 2017 kam dann Album nummero drei, "One Shot" .Da man wohl immer wieder Besetzungsprobleme hatte ,insbesondere was nen Sänger betraf , hats nun doch ne ganze Weile gedauert ,bis man mit neuem Material an den Start gehen konnte .In nem schicken Digipack verpackt ,schleudern die einem hier 18 leckere Metalkracher entgegen ,die echt verdammt viel Abwechslung bieten und auch den Spaß am Matte schwingen niemals vermissen lassen . Schon alleine die Tatsache, dass sich hier ganze 18 verschiede Sänger/innen verewigt haben, macht dieses Album wohl fast einzigartig. Aber auch musikalisch hat man in den 75 min . so einiges an unterschiedlichsten Einflüssen aus den verschiedensten Sparten zu bieten, welche aber zum Glück keinen trendigen der super modernen Anstrich vorweisen. Vielmehr lässt man sich musikalisch durch die alten 80`zigher Jahre gleiten und lässt dabei ein echt gutes old school feeling aufkommen. Hierbei legt man sich stilistisch niemals fest, sondern hat es echt drauf, die unterschiedlichsten Einflüsse aus Heavy Metal ,Thrash Metal , Power Metal und Hard Rock zu verarbeiten . Selbst so einiges an Gothic Metal mäßige Einflüsse finden hier ihren festen und vor allem passenden Platz. Da ist es natürlich fast schon irgendwie logisch, dass sich die einzelnen Tracks instrumental doch ganz schön stark voneinander unterscheiden und gerade auch durch die unterschiedlichen Sänger/innen ,so nen ganz speziellen, eignen Anstrich erhalten .Mein persönliches highlight dieser Scheibe ist zweifelsfrei das MCB-Cover "Heavy Mörtel Mischmaschine" . Da kommen jede Menge guter und geiler Erinnerungen an Zeiten auf , in welchem die Metalszene noch echt als „Randgruppen Mucke „ , „gesellschaftlicher Protest „und „Rebellion“ angesehen wurden und man in keinster Weise auch nur ansatzweise den Plan verfolgte, die Metalsparte kommerziell auszuschlachten. Gute alte Zeiten! Nostalgiker und all diejenigen, welche an einer echt abwechslungsreichen metallischen, qualitativ hochwertigen Metalmucke interessiert sind, sollten bzw . müssen dem Ostberliner Trio auf jeden Fall ihre Anerkennung zollen. (LEO)
German Democratic Records   Hendrik Rosenberg  Gleißnerplatz 4  90471 Nürnberg  gdr@ostmetal.de
http://gdr.ostmetal.de/
 
3.12.2022 Review HAMMER Extinction AgendaHAMMER
EXTINCTION AGENDA – “ INTER ARMA SILENT LEGES”(TAPE )
Es kommt ja nun wirklich höchst selten vor, das du mal neues Futter für die Ohren reinlegst, ohne im Vorfeld irgendwie mal zu recherchieren, und dann einfach nur dasitzt und dir denkst: „ Oh man ,ist die geil ! „ . Da bräuchte man eigentlich dann auch nicht erst drumrum zu schreiben oder großartige Erklärungen abzugeben, um dafür zu sorgen, dass die bei euch auf Interesse stoßen soll. Aber dennoch will ja nun niemand „Die Katze im Sack „kaufen oder blindlinks unsereins vertrauen. Die Band stammt aus Massachusetts, USA und waren nur von 2004 bis 2007 aktiv in der Szene unterwegs. Und das nette Teil hier ist im Grund genommen auch nur sowas ähnliches wie ne Compilation, auf welcher man sieben Tracks gebannt hat, welche wohl von zwei ihrer Demos stammen, welche heutzutage kaum noch irgendwo abzugreifen sind. Da kann schon mal jedes Sammlerherz höher schlagen! Bestückt mit ein paar vereinzelten Horrorfilmintros hämmert man sich hier, leicht chaotisch anmutend, verdammt schnell und äußerst aggressiv, vorwiegend thrashig gelagert, gnadenlos in jede einzelne Gehirnzelle des Konsumenten. Das einem das ganze Geschehen hier voll an die Anfangszeiten von „Destruction“ , „Kreator“ und Co erinnert ,lässt sich absolut nicht verleugnen .Zwar setzen die hier dann auch mal vereinzelt so ein paar ganz leichte Speed Metal Akzente ,welche aber inmitten des ansonsten vorherrschenden rumpplig dreckigem old school Thrash Sounds nicht wirklich großartig hervorstechen .Dazu passend fügt sich natürlich so nen richtig  räudiger , aggressiver Gesang mit ein . Zum Glück scheint man auch nicht großartig an den ollen Songs technisch rumgeschraubt zu haben, denn die kommen so mit nem leicht „Proberaum „mäßigen Sound rüber, der noch mal zusätzlich für ne verdammt starke old school Atmosphäre sorgt. Die lässt einen dann rein geistig gesehen, gleich ein paar Jahre jünger werden. Klar muss man eingestehen, dass hier nun absolut nichts Außergewöhnliches oder gar super Innovatives angeboten wird. In dem Falle ist das aber auch absolut nicht notwendig, denn das was die uns hier in den 21 min . darbieten, geht handwerklich voll in Ordnung und bringt zu vollen 100% den absoluten old school Spirit rüber. Wer sich mal wieder ne heftig Thrash Keule vor den Latz ballern will, die ohne jeglichen Schnickschnack auskommt, direkt in die Eingeweide geht und verdammt viel Spaß macht, der liegt mit diesem Teil absolut goldrichtig. ( LEO )
Visceral Circuitry Records   https://visceralcircuitryrecs.bandcamp.com/  
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SUNSHINE & LOLLIPOS – “ THE 8 CIRCUIS OF UNCONSCIOUSNESS “
Gerade in der heutigen Zeit kommt es nur wahrlich sehr sehr selten vor, dass man in musikalisch metallischer Hinsicht noch wirklich überrascht oder gar geschockt wird. Inwieweit man das dann gut oder richtig scheiße findet, sei hier natürlich erst einmal völlig dahingestellt. Fest steht auf jeden Fall schon mal, dass das zweite Album der Berliner, welche sich selbst als „letzter Black Metal Band“ betitelt haben, sicherlich doch leicht das Metallager spalten können und vielleicht sogar wollen. Denn das, was man hier mit seinen insgesamt 8 Stücken anbietet ,ist streckenweise doch schon ganz schön heftige musikalische Kost und wird sich sicherlich für den einen oder anderen unter uns als doch recht „anstrengend „ entpuppen . Obwohl sich ohne jeden Zweifel die Mucke der Berliner noch recht tief im Black Metal Bereich bewegt, liegt deren Herangehensweise tatsächlich weit weg von irgendwelchen Klischees oder gängiger Szenevorstellung. Vielmehr gehen die hier einen sehr eigenwilligen, teils vielleicht etwas schockierenden und sicherlich auch etwas provokanten Weg, um uns mal ihre Vorstellung von extremer Mucke näher zu bringen. Hierbei baut man das Musikgeschehen beiweiten nicht geradlinig auf, sondern vermischt hier die vielfältigsten metallischen Einflüsse ,teils völlig unerwartet ,miteinander .Experimentierfreudig wirkt das ganze Geschehen auf jeden Fall ,zumal es sicherlich auch nicht ganz einfach ist ,diverse Elemente aus dem  Hard Rock ,Black - , Thrash - , Heavy-, Progressiv Metal so miteinander zu verbinden ,dass es nicht großartig abgehackt holprig klingt .So ist z.B .Titel 6 „Firdaus.0“  dann so`n Song ,bei dem du dasitzt und erstmal so gar nicht schnallst ,was hier abgeht oder was das bedeutend soll . Na klar nennt man so etwas künstlerische Freiheit , aber irgendwie verwirrt irritiert dich das Geschehen hier mehr ,als das es dich zum genaueren hinhören animieren könnte/würde .Teils mit recht schräger Rhythmusgestaltung , schräg wirkende Gitarreneinlagen, exzentrische Gesangsperformance und recht experimentell wirkenden Stellen bestückt ,tobt man sich gerade hier in Sachen verschiedenster Musikstile ganz schön aus .Das die Jungs aber nicht nur auf „Teufel komm raus „ herumexperimentieren ,zeigen die für  mich mit solchen Songs wie „ Colubrum In Sinu Fovebas (Serpent Vision)….“ . Anfangs noch stark atmosphärisch, melodisch gestaltet, zeigt man sich dann mal so richtig in einem starken nordischen, leicht old school mäßig angehauchten, extremen Black Metal Ambiente. Versetzt mit kurzen stimmungsvollen, etwas ruhigeren Zwischenparts, für mich jeden Fall ein Anspieltip . Im Gegensatz dazu gibt es dann mit „ While My Guitar Violently Pukes „ ein ruhiges atmosphärisches Instrumental ,welches gerade durch einige kurze, teils verdammt schrägen elektronischen Einschübe ,mehr als merkwürdig erscheint . Gut, in gewisser Weise kann man ja sagen, das dieser Soundteppich schon irgendwie ne atmosphärische Ausstrahlung hat , aber so richtig „mitnehmen“ kann einen dieses Stück nicht wirklich .Richtig gut verabschiedet man sich dann mit meinem nächsten Anspieltip „ Of Vanishing & Vanity „ .Vorwiegend eher ruhig zurückhaltend und stimmungsvoll gestaltet ,lässt sich hier so ein leichter folkiger Charakter erkennen .Obwohl man hier zwischenzeitlich auch mal etwas aggressiver und härter in Erscheinung tritt ,verliert der Song niemals an Ausstrahlung . Hier schafft man es tatsächlich verdammt gut ,  ne Stimmung von Weite ,Kälte und in gewissen Maße Verzweiflung, Einsamkeit aufzubauen.  Ist tatsächlich mal ein Song, der doch schon ganz schön „unter die Haut geht „ . So geschockt oder überrascht, wie ich anfangs vermutet oder erwartet hätte, bin ich aber nun nicht wirklich.
Dennoch weiß man bei dieser Scheibe nicht so richtig, wie man sich verhalten soll . Das Teil voll abfeiern oder kopfschüttelnd die Stopp-/Spultaste drücken ????? Sicherlich ist ihre Herangehensweise der Jungs doch schon teils recht radikal , verdammt mutig ,alles andere als trendig oder Szene typisch, aber für so nen absoluten „Kulturschock „ hats bei mir nicht gereicht . ( LEO )
BHN Prod.   Alex Hinz   Mainzer Straße 16A    10715 Berlin   info@bleedingheartnihilist.de
https://bleedingheartnihilist.de/


COCK PIT – “WHOS JIZZ IS THIS”
Was ist einem denn hier für ne nette Unterhaltungsmusik ins Haus geflattert? Ganz frisch aus der Pressewerk gezogen , beglücken mich die drei Quedlinburger „Krach Fetischisten „ netter weise gleich mal mit ihrem ersten  vollständigem Meisterwerk  .Obwohl man  bereist 2018 sein musikalisches Talent gefunden hat und sich dazu entschloss , der Welt endlich mal was vernünftiges an musikalischem Unterhaltungsmaterial zu präsentieren ,scheint man es doch irgendwie nicht allzu eilig gehabt haben ,seinem geplanten Kometen haften Aufstieg im Musikbusiness voranzutreiben .Denn bis zum heutigen Tage hat man sich der breiten Öffentlichkeit nur mit ein paar kurzen Appetitshappen auf dem „Dirty Chicks on banana dicks Part II“ Sampler ,der „Sick Musik to your Guts Compilation Vol. 4“ und der Split „For Whores, Wankers and Shit Lovers „ präsentiert .Mit “WHOS JIZZ IS THIS” wird nun erstmals die gesamte Bandbreite ihres musikalischen Können ausgeschöpft .Immerhin sind es hier dann 12 Songs geworden , welche man in knapp 28 min . gemächlich runterrumpelt. Der Hauptfokus ihrer musikalischen Darbietung liegt hier natürlich im Goregrind Bereich, welcher allerdings nicht komplett in den totalen Terror abwandert, sondern durchaus ne gute erkennbare Struktur aufweist . Irgendwie lahm präsentieren die sich hier nun aber absolut nicht, denn über weite Strecken kriegt man es echt gut hin , die Hörergemeindschaft doch schon irgendwie in den „Wahnsinn“ zu treiben .Hier und da mal auch ein  Sprachsampler eingebaut , Klospülungs Gegurgel mit netten Texten reingehauen ,die zweifelsfrei ,sofern man die verstehen würde ,einem ein fettes breites Grinsen übers Gesicht ziehen lassen werden und fertig ist ne Mucke ,die für jede Menge Spaß und Bewegung sorgt .Anspieltips für mich sind auf jeden Fall solch sicke Nummern wie  „ Niagara Squirt “ , “ Defloration Amputation “ und natürlich der Rausschmeißer „Rompepromp“ .Das man hier sicherlich keine wirklich großen Innovationen erwarten kann oder auch soll ,ist ja doch irgendwie fast logisch . Aber bei so ner Art der gepflegten Tanzmusik ist das eh nicht wirklich wichtig, sondern absolut scheiß egal . Was hier zählt, ist Unterhaltung und jede Menge Spaß pur . Und die bringen die Burschen hier haufenweise mit sich. Gelungene Partymucke, bei der Quietscheentchen , Klobürstentänzer ,Hasenkostüme & Co vor der Bühne zweifelsfrei mehr als genug Staub aufwirbeln werden . ( LEO )
Bizarre Leprous Production  http://bizarreleprous.cz/

PCN – „ AROWANA – SESSION „

In den Weiten des Musik Business gibt es sicherlich so einiges an Veröffentlichungen, bei denen man nicht so wirklich weiß, wie man diese einordnen, geschweige denn bewerten soll. Zum einen hat man absolut keinen wirklichen Plan, welcher musikalischen Zuordnung man dieser nun genau zuschreiben soll und zum anderen hat man auch absolut keine Ahnung davon, welche Musik Nerds man damit ansprechen soll oder könnte. Deshalb werde ich mich hier auch mit meiner Meinung und Bewertung zurückhalten, da man nun absolut keine Ahnung von solch einer Art der musikalischen Darbietung hat. Hinter PCN steckt der Münchner Musiker Christian Nothaft, welcher diese Scheibe bereits schon einmal vor 10 Jahren in die weite Welt rausschickte . Die 8 Stücke, welche hier dargeboten werden sind rein nur mit elektronischen Klängen zusammengesetzt, wobei sich bei einigen sogar so ein leichtes klassisches Ambiente breit macht. Die teilweise recht vertrackt wirkenden Sounds bieten, soweit ich das einschätzen darf/kann, eine recht breite stilistische Bandbreite an, welche sich aus Techno, Ambient , Electro und gelegentlichen Industrial Einschlägen ,zusammensetzt .  Obwohl sich das Ganze hier doch teils sehr experimentierfreudig zusammensetzt, gibt es hier aber auch ein paar wirklich richtig gute Momente, welche einem durchaus auch mal zum genaueren Hinhören animieren werden bzw . können. Andererseits tauchen hier aber auch Stücke auf, wo man auf Grund des Minimalismus und der eher etwas „kindlichen „Gestaltung, absolut nicht weiß, was man davon halten soll bzw . wie man das Gehörte irgendwie einordnen/bewerten soll. PCN ist schon in gewisser Weise ne Art des besonderen Klangerlebnisses, welches man nicht aller Tage angeboten bekommt. Ich denke schon, dass es für so eine Art der Soundgestaltung / Soundzusammensetzung sicherlich auch eine Szene geben wird, welche hier Beifall klatschen werden. Ich klinke mich da dann doch lieber aus und widme mich wieder härteren metallischen Klängen! (LEO)
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https://pcnmusic.bandcamp.com/
www.facebook.com/christian.nothaft.3

NECROHELL – „ RAVISHUNG FUNERALS „

Passend zur immer herbstlich werdenden Wetterlage bieten uns die beiden Griechen auf ihrem mittlerweile fünften Album, den absolut passenden Soundtrack. Mit ihren hier angebotenen 6 Stücke lässt man noch einmal zusätzlich richtig tief schwarze Wolken am Himmel aufziehen und baut hiermit eine Atmosphäre auf ,bei der es einem durchaus Angst und Bange werden kann und sich streckenweise die Frage stellt ,ob man überhaupt noch den nächsten Tag noch erleben wird . Ganz tief in den norwegischen Gefilden angesiedelt, lässt man absolut keinen Zweifel daran, dass „ Darkthrone „ ganz weit oben auf deren Playlist stehen müssen . Denn sowohl musikalisch wie auch in Sachen Atmosphäre sind da ganz klare Bezüge zu erkennen. Obwohl es hier streckenweise doch auch verdammt schnell voran geht, präsentiert sich die Scheibe nicht nur als ein durch puren Hass und Kälte durchzogenes, ganz extrem heftiges infernalisches  Werk  . Denn neben so richtig heftigen Ausbrüchen legen die hier ganz bewusst auch verdammt viel Wert darauf, mit ihren schweren schwarzen Soundwänden eine ultra dunkele und düstere Atmosphäre zu erschaffen , welche sich durchweg wie ein schwarzes Tuch über deine Seele legen wird .Vereinzelt tauchen hier dann aber auch mal Passagen auf  - wie z.B . bei „The Veil Of Death's Daughter „ oder „A Grave In The Vast Forest „ – welche meine Gedanken schon doch irgendwie auch in Richtung  „ Bathory „ gehen lassen . Versehen mit ruhigeren atmosphärischeren Abschnitten, kurzen Sprechsequenzen und leichten Donner Samples, bringen gerade die
teils so eine gewisse mystische, geheimnisvoll anmutende Ausstrahlung mit sich, wie man es von der Schweden her kennt. Im Gesangsbereich zeigt man sich hier zwar auch recht mies, düster und beängstigend, gleitet aber eher nur ganz selten mal in so ein absolut typisches ganz extremes Keifen ab . „Ravishing Funerals“ bietet sowohl musikalisch wie auch qualitativ geiles old school Black Metal Material, welches sich ganz tief ins Hirn und in die Seele fressen kann. Langweilig wird es einem hier zu keinem Zeitpunkt ,so dass man sich nach gut ner halben Stunde fast schon etwas genötigt fühlen wird ,hier noch einmal die Play Taste zu drücken . ( LEO )
Christhunt Productions   www.christhuntproductions.com
 
HROSSHARSGRANI/ BESTIA -  “HIDDEN PATHS & NORTHERN SHORES “  ( SPLIT CD )

Es war nun doch schon ne ganze Weile recht ruhig um das österreichische Projekt HROSSHARSGRANI
gewesen. Wenn sich unsereins da noch richtig erinnert, war da wohl das letzte Material, welches
Alex Wieser in Umlauf brachte, das Album „Blut“ (Version 2011) gewesen, bevor man sich dann in diesem Jahr mal wieder mit der Hrossharsgrani / Nachtfalke – „Journey's End „ Split ins Bewusstsein der Musikgemeinde zurück katapultierte  . Und Schlag auf Schlag scheint es jetzt weiter zu gehen, denn schon wieder steht man mit ner Split am Start, welcher man sich dieses Mal mit den Esten BESTIA teilt .
Der Österreicher ist hier mit ganzen 6 Stücken vertreten, welche musikalisch gesehen, durchaus so einiges an Abwechslung in unsere vier heimischen Wände bringen können. „Valkyrians Ride In The Northern Sky „ ist da z.B  ein schon fast typisches Hrossharsgrani Stück ,welches sich mit rein  atmosphärischen Ambient lastigen Sounds darstellt ,ne leicht mystisch anmutende Atmosphäre frei setzt und ohne jeden Zweifel als Soundtrack zu Herr der Ringe passen würde .Da hingegen präsentiert sich so ein Stück wie „„Vinlands Winds“ in einem leichten Zusammenspiel von epischem Viking Metal und richtig rauem Black Metal .Gerade die Zusammensetzung von atmosphärischen Keyboardklängen  ,sehr ruhige Zwischensounds und so wirklich garstigen nordische klänge funktioniert hier richtig gut .  Bei „Kataphraktos - Man Of Iron“ hingegen legt man dann doch noch ne „Schippe „drauf und entfacht da dann tatsächlich über weite Strecken schon so einen echten black metallischen Sturm . Etwas gesitteter hingegen zeigt sich dann z.B . „Army Of Doom  „ .Nach ner kurzen Samplereinleitung mit Schlachtengetümmel ,taucht man dann  tief in ruhigere ,ganz  finstere black metallische Sphären ab .Obwohl hier nun doch eher recht sachte vorangeschritten wird , wirkt das Ganze ,insbesondere durch die teils ungemein aggressiv wirkenden Gesangsstruktur ,enorm bedrohlich .
Die 5 Leutchen von BESTIA hingegen zeigen sich mit ihren 4 Songs doch recht klar dem Pagan - / Black Metal zugewandt. Obwohl man doch eher noch melodischer voranschreitet, schafft man es dennoch, insbesondere durch die doch recht starke Gitarrenarbeit und dem recht intensiven Drum Einsatz ,den einzelnen Songs ne recht gute Intensität einzuverleiben .Dabei gestaltet sich deren Songaufbau durchaus variabel ,da doch recht häufig zwischen eher episch ruhigeren und teils sehr rauen, kraftvollen Passagen gewechselt wird . Einzig allein für mich, eher teils etwas überzogen, wirken hier mal wieder die Keyboardeinsätze . Klar sorgen die hier natürlich dafür, dass dem Ganzen ein doch recht starker atmosphärischer Anstrich verliehen wird ,aber manchmal ist halt weniger dann doch etwas besser . Ein klein bissel mehr Abwechslung im Gesangsbereich hätte sicherlich auch dazu beitragen können ,dem ganzen Geschehen doch noch ne größere positive Note anzuheften .Ist sicherlich absolut nicht schlecht ,was man hier an den Tag legt ,sorgt bei mir aber nun nicht für die absoluten Beifalls Bekundungen . Mit nen bissel mehr Eigenständigkeit und neuen Ideen hätte man da bei mir bedeutend mehr Punkte einfahren können .Zu erwähnen ist sicherlich noch , das die mit „Karmavolg“ und „Reeturid“ zwei ganz neue Stücke präsentieren ,während es sich bei den anderen beiden Songs um Neuneinspielungen bereits erschienener Songs handelt .Im Großen und Ganzen gibt es an dem Gemeinschaftsprojekt nicht wirklich was dran auszusetzen .Wer seinen musikalischen Horizont mal wieder erweitern und auch den Underground unterstützen will ,kann und sollte das Teil definitiv mal anchecken . ( LEO )
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IRON BLADE – „ STORMRIDER“
Wenn man sich den allerersten optischen Eindruck dieser 2012 gegründeten Spreewalder Metal Truppe verschafft, würde man auf Grund der Covergestaltung und der leicht an Runden erinnernden Schriftart wohl doch eher vermuten ,dass die hier mit ihrem zweiten Album wohl sicherlich in Richtung Viking – oder Pagan Metal tendieren würden bzw . sollten. Aber bereits nach den ersten paar Minuten wird dieser, vielleicht mal wieder vom Klischee geprägter Gedanke, völlig ausgelöscht. Denn das, was man uns hier mit insgesamt 8 Stücken an metallischer Unterhaltung präsentiert, hat ohne jeden Zweifel seinen Ursprung im Heavy - /Thrash Metal Bereich, wenn gleich sich sicherlich auch nicht verleugnen lässt, dass inmitten des Geschehens durchaus auch so ein paar gewisse leichte Pagan-/Viking Metal Ansätze mit auftauchen . So z.B . bei dem eher etwas softiger gehaltenem „Lone Wolf“ ,welcher durch Rhythmus / Gesang anfangs und auch zum Ende hin , schon leicht Pagan - / Viking Metal mäßig angehaucht daherkommt .So ganz leicht mit nem  hymnischen Ambiente versehen , bietet der ne verdammt starke abwechslungsreiche Gitarrenarbeit und weiß auch durch die teilweise mehrstimmige Gesangspräsentation zu überzeugen .Nicht weniger abwechslungsreich in Sachen Riffgestaltung zeigt man sich bei Stücken wie  „Fuel in My Veigns“ oder auch „Mental Slavery“ , in welchen man sich dann auch mal etwas ausgiebiger mit Solieinsätzen präsentiert .Obwohl man nun auf seinem zweiten Album über weite Strecken so richtig verdammt schermetallisch drauflos hämmert ,gibt es dennoch auch nen paar Songs ,welche dann tatsächlich so einen ganz fetten schwermetallischer Sturm über einen hinwegziehen lassen .Für mich die absolut geilsten Stücke sind hierbei der Opener  „Hell Yeah!!!“  und „ Beware Your Inner Demon“. Richtig geile ,heiße und schwere Eisen ,welche man hier geschmiedet hat !Warum man die Band allerdings teilweise als “böse Schwester von METALLICA“ “ vergleicht ,bleibt mir doch irgendwie ein Rätsel .Gut , Gesangstechnisch erinnert es einen hier durchaus doch etwas dran, dennoch haben die Jungs hier einen verhältnismäßig eigenständigen Styl gefunden ,welcher zwar nichts übermäßig außergewöhnliches zu bieten hat ,aber dennoch in keinster Weise irgendwie als nur ne billige „Kopie“ einzustufen ist .Ne recht coole old school Metal Scheibe ,welche einen  über 50 min . fast durchgängig abhotten  lassen kann . ( LEO )
German Democratic Records   Hendrik Rosenberg  Gleißnerplatz 4  90471 Nürnberg  gdr@ostmetal.de
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16.10.2022 HAMMER Review PanzerkreuzerHAMMER    PANZERKREUZER – „OCTOBER“
Da soll mal noch irgendwer behaupten, das die Metalszene, insbesondere hier in good old germany ,nicht doch noch mehr als genug Schmackes hat , um dir mit qualitativ hochwertigem Material ,voll den Schädel zertrümmern zu können .Denn das  ,was die 4 Dresdner einem hier auf ihrem zweite Album vors Fressbrett knallen ,sind sieben verdammt durchschlagende ,tödliche Geschosse ,welche fast immer zielgenau einschlagen . Das sächsische Abrisskommando feuert dabei in bester old schooliger Schweden Tod Manie ,40 min . lang unerbittlich aus allen Rohren. Obwohl man sich vorzugsweise eher etwas im mittleren Tempobereich angesiedelt hat, ballert das Teil dennoch ungemein fett ,so dass unsereins die Befürchtung hat ,das einem die Membranen aus den Boxen entgegenspringen werden , wenn man den Lautstärke Pegel noch mehr nach oben schraubt . Dass die Songs hier natürlich auch herrlich groovende über einen hinwegziehen ,ist dann fast schon irgendwie logisch .Trotz der eindeutigen tödlichen Schwedenlast ,nehmen meine Ohren aber auch durchaus so nen ganz minimalen grindigen Einschlag wahr . So finden sich z.B . beim Opener „Dreadnought“ oder auch bei „ Death before disgrace“ so`n paar „schrägere“ kurze Riffs wieder ,welche einen sofort aufhorchen lassen werden und die meinereins doch schon als recht grindcharakterlich einordnen würde  . Richtig cool brutal, gefährlich, teils sogar irgendwie angepisst zeigt man sich bei seinen Gesangsdarbietungen. Da wird aus der tiefsten Seele abgrundtief gegrowlt und kurzeitig auch mal ganz leicht die Stimmbandakrobatik in einen eher etwas im höher gelegten „Kotzbereich „angesiedelten Ausdruck, gelegt. Als absolut krönenden Abschluss lässt man es hier dann noch mit dem Cover von Carnivores  - “World Wars III & IV” voll geil krachen . Wirklich allerspätestens jetzt hat mich die Dresdner Panzerkreuzerbesatzung vollkommen davon überzeugt, dass nichts und niemand ihr Schiff zum Sinken bringen wird/kann. Sau geile Scheibe, die ohne jeden Zweifel öfters mal den Weg in meinen Player finden wird . ( LEO )
German Democratic Records   Hendrik Rosenberg  Gleißnerplatz 4  90471 Nürnberg  gdr@ostmetal.de
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16.10.2022 HAMMER GorlebenHAMMER    GORLEBEN – “ GAME OVER “
Klischeedenken ist zwar kacke, aber bei dem Namen sind meine grauen Zellen sofort ins Rotieren geraten. Erster Gedanke, logisch, Atommülllager - zweiter naher Gedanke, Gore/Grind Mucke. Letzteres stellt sich aber im Laufe des über 60 min. musikalischen Geschehens als völlig daneben raus. Aber wenigstens stimmt es, dass die Herren und Damen aus Dresden (welche laut Metalarchiv wohl schon seit 2010 am Start sind) auf ihrem Debüt thematisch die atomare Weltuntergangsstimmung in beeindruckender Weise abarbeiten.

Beim ersten leichten Antasten guckt man erst mal nicht schlecht, wenn man sieht, dass die 5 Stücke sich fast über ne Stunde lang hinziehen. Da kommt ja musikalisch sicherlich echt was auf einen zu, was einem die absolut volle Aufmerksamkeit abverlangen wird. Und tatsächlich ist das, was man uns hier darbietet ne wirklich anspruchsvolle und ansprechende Mucke, welche sich aus Death und Doom, gewürzt mit ner leichten Prise Black Metal, zusammensetzt. Das Einstiegsstück „Sleepless“ mit nem Sample (würde bald mal vermuten, dass das so ne typische Ami Werbung, eventuell sogar für Atomkraft ist!), welche noch so ne gewisse Unbeschwertheit verbreitet. Dann setzt aber alsbald das Knattern eines Geigerzähler ein ,bevor man dann zwar recht ruhig ,aber schon sehr bedrückend musikalisch einsetzt .Ganz tief im Death Doom beheimatet ,tauchen hier aber auch vereinzelt ein paar leichte ,derbere Elemente des Black Metal mit auf . Die teils etwas tiefer gelegte Stimmlage hat für mich schon fast so nen leichten „Erzählercharakter „und passt absolut top hier rein. Schon mit dem ersten Song kriegt man es super hin, eine wahnsinnig geile düstere und gefahrvolle Atmosphäre zu erschaffen. Dabei tauchen sowohl im Mittelteil wie auch zum Ende hin elektronische Percussionspart auf, welche einem eher etwas erstaunt dasitzen lassen, aber einmal mehr zum genaueren hinhören animieren. Auch mit dem 15 minüter „Contaminated“ zeigt man sich anfangs sehr ruhig und mit starken Melodien behaftet. Dann steigert man sich ganz langsam, um auf einmal eine fette black metallische Gewitterfront über einen hereinbrechen zu lassen. Im Laufe des Stückes drosselt man dennoch das Tempo auch wieder und zeigt sich eher sehr schwer, fast schon etwas erdrückend in einem eher sehr doomigen Gewand, bevor man zum Ende hin dann wieder volles Rohr die Black Metal Keule schwingt. Verdammt stark ist hier vor allem, was die hier an ihren Saiteninstrumenten fabrizieren. Einerseits ballern dir die Riffs knallhart ins Ohr, dann kommen die schon fast etwas einschüchternd rüber, um andererseits dann wieder fast schon wärmend schön über einen hinwegzuziehend. Gesanglich zeigt man sich sowohl leicht heiser, sehr gefährlich wirkendend Keifend, gepaart mit ner tiefer gelegten Stimmlage.  „Decay“ hingegen ist dann ein Song, der eher ruhig und bedächtig seine Bahnen zieht und ne wirklich verdammt starke Melodienführung mit sich bringt. Genauso, wie hier gelegentlich mal so nen ganz leichter black metallischer Touch zum Vorschein (insbesondere durch die Gitarrenarbeit) kommt, finden sich auch hier ganz leichte elektronische Klänge wieder. Den Song durchzieht ne Atmosphäre, welche die unterschiedlichsten Gemütszustände hervorrufen kann und sicherlich auch wird. Geil! Mit „The Heat“ bewegt man sich auch weiterhin im Mid Tempo Bereich und zeigt sich auch in Punkto Melodien sehr vielseitig und vor allem ansprechend. Zwischendurch tauchen immer mal wieder hintergründig gehaltene Sprachsampler auf, welche das Geschehen von der Ausstrahlung her, verdammt gut unterstützen und die Atmosphäre zu 100% noch mal verstärken. Streckenwiese gibt es hier dann zu vollen 100% Doom Metal vom Feinsten in die Ohren gedrückt. Vereinzelte schnellere „black“ metallische Einschläge, lassen dich aber auch mal so etwas aufschrecken und nicht völlig in Lethargie verfallen. Von der Ausstrahlung her wirkt der Song mehr als dunkel, bedrückend, gefährlich, streckenweise fast schon recht depressiv. Auch beim Rausschmeißer „Acid Rain“ setzt man anfangs erst einmal wieder auf eine sehr ruhige und gefühlvolle Vorgehensweise. Das wirkt alles mehr als beruhigend und man könnte sich tatsächlich hier sofort seelisch und geistig fallen und treiben lassen. Echt stark was die hier für ne super Stimmung aufbauen! Obwohl das nun fast schon etwas „schmusig“ wirkt, kann man irgendwie schon fast erahnen, dass es bald etwas rauer zugehen wird. Nach ca . 3 min . setzten dann auch schwerere Gitarrenriffs ein, welche man wohl sowohl in den Black Metal wie auch Death Metal Bereich einordnen könnte. Auch das heiser wirkende Keifen, was fast irgendwie wehmütig, angepisst, aber dennoch gefährlich wirkt und durch ne tiefer Stimmlage unterstützt wird, sorgen dafür, dass du hier tatsächlich ganz intensiv zuhörst. Musikalisch gesehen geht diese Scheibe tatsächlich „voll unter die Haut“. Hier greift man musikalisch nicht deine körperliche, sondern deine seelische und geistige Verfassung an und sorgt dafür, dass deiner Gefühlswelt mal wieder etwas mehr Intensität eingehaucht werden wird/kann. Sau starkes Album, was ich mal wieder uneingeschränkt mit ner fetten HAMMER Marke versehen will bzw . muss. Hervorragend Jungs! ( LEO )
gorleben999@gmail.com
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ANTYRA – “ POIEMA ARCHAIAI ISTORIA”

Recht gut kann ich mich noch an das Debutalbum „Pentachronist“( 2015 ) der Leipziger erinnern , da das damals dafür sorgte ,dass ich denen dann auch gleich ne „HAMMER „ Marke aufgebrummt habe .
Danach war dann aber erst einmal ne längere Zeit Funkstille, bevor man sich 2021 mit diversen Singleveröffentlichungen wieder zu Wort meldete. Jetzt kommt man endlich mit seinem zweiten Album „um die Ecke „und ich bin echt mehr als gespannt drauf, was einen hier erwarten wird. Wie schon bei ihrem Debut, machen es einen die 4 Jungs auch hier nicht ganz einfach, sofort passende Worte für ihre musikalische Mixtur aus Epic-, Pagan Metal und mittelalterlichem Ambiente zu finden. Im Gegensatz zum Debut hat sich bei den aktuellen Titeln auf jeden Fall schon etwas verstärkter ein mittelalterliches Flair eingeschlichen, welches sowohl rhythmisch wie auch gesangstechnisch ganz klar zum Vorschein kommt. Dieser stärkere Einfluss passt zwar gut zum textlichen Inhalt, in welchem man historische Begebenheiten, Geschichten der Antike und Mythen abhandelt, lässt bei mir aber leider nicht wirklich den „Funken überspringen „ . Rein musikalisch gesehen bietet man hier durchaus noch recht abwechslungsreiche Kost, welche zwar nix wirklich Neues bietet, aber vom Arrangement her doch recht gut ins Ohr geht. Zum großen Teil doch recht flott gehalten, sind es aber gerade die epischen, orchestralen und symphonisch melodischen Momente mit denen die Band einen durchaus überzeugen kann. Trotz des verhältnismäßig recht flotten Tempos, kommt es aber dennoch zu genügend Tempowechsel, bei welchem immer mal wieder nen kürzere Soli an der Gitarre auftaucht. Die Keyboardeinsätze halten sich hierbei, bis auf wenige Ausnahmen, zum Glück doch eher etwas im Hintergrund. Gesangstechnisch setzt man dieses Mal doch recht stark auf so einen mittelalterlichen Gesangsausdruck (stehe ich leider absolut nicht drauf!), lässt es sich aber auch nicht nehmen, die Stimmbänder in Richtung Screams, dunklen Growls, leichtem Sprechgesang bis hin zu leichten Chorgesängen zu strapazieren. Das hat man echt ganz gut hinbekommen, so dass man im Laufe des 46 min. Geschehens sogar mein olles, vom brutalen Metalkrach geschändetes Herz, zu erwärmen. Dennoch muss ich leider diesmal zugeben, dass mich die Scheibe nicht total weg fetzt oder vor Begeisterung im Kreise springen lässt. Komischer Weise fühle ich mich diesmal hier teils leicht musikalisch überfordert und irgendwie musikalisch überreizt. Obwohl „Pentachronist“ für mich selbst nun die bedeutend bessere Scheibe war / ist , können Fans von Epic - und Pagan Metal ,mit Hang zum Mittelalter hier getrost mal en Ohr riskieren . ( LEO )
Art Gates Records   https://www.facebook.com/ArtGatesRecords

TOADEATER – „ BEXADDE“
Obwohl die Niedersachsen seid ihrer Bandgründung 2018 uns nun schon einiges an Veröffentlichungen vorgelegt haben, muss ich eingestehen, dass mir die bisher absolut gar nicht irgendwo in den tiefsten Gehirnwindungen hängen geblieben sind. Reviews zu diversen Veröffentlichungen hat man sicherlich auch schon geschrieben, aber allen Anschein nach war man davon bisher wohl noch nicht wirklich absolut überzeugt. Umso mehr ist man da natürlich gespannt, was man nun auf seinem dritten Longplayer, mit der beachtlichen Spielzeit von knapp 44 Minuten, zusammengeschraubt hat. Und ums vorweg zu nehmen, jetzt, nachdem die Scheibe hier doch schon so einige Male rotiert ist, hat sich der Name TOADEATER doch irgendwie ins Hirn eingepflanzt. Denn die 4, fast schon überlangen Songs ( 8,29 min . – 18,29 min . ) sind tatsächlich richtig stark geworden . Auch wenn man die einzelnen Stücke nicht überdimensional mit einer enormen Portion Abwechslung verpackt hat, merkt man dennoch absolut nicht, wie schnell die Zeit vergeht und man wundert sich eher, dass der Song schon wieder am Ende angelangt ist. Hierbei wirkt das Ganze, sehr nordisch inspirierte Schwarzmetall Geschehen zu keinem Zeitpunkt auch nur irgendwie langweilig oder uninspiriert. Der Opener „Asche „zeigt sich von Beginn an roh und urwüchsig, geht sofort in die vollen und bombardiert dich förmlich mit ner enorm fetten Gitarrenwand. Neben der vorwiegend schwarzmetallischen Raserei, drosselt man zwischenzeitlich aber auch mal das Tempo und lässt atmosphärische ruhige Parts mit gefühlvollem Gitarrenspiel einfließen. Obwohl man gesanglich hauptsächlich mit einem wütenden, enorm aggressiven, teils miesen Ausdruck rüberkommt, tendiert aber auch immer wieder mal in Richtung leichten, sphärisch anmutenden Sprechgesang. „Let The Darkness Swallow You „geht anfänglich eher etwas ruhiger los bevor man sich in die eisigen dunklen schnelleren Gebiete vorarbeitet. Recht episch anmutend, schafft man es gerade hier, insbesondere durch starkes kraftvolles und variables Riffing, so ne richtig kalte und dunkle Soundlandschaften entstehen zu lassen. Verstärkt wird diese Atmosphäre noch zusätzlich durch fast wehmütigen, wehklagenden, teils fast schon verzweifelt anmutenden Gesangsausdruck, welcher aber sich aber vereinzelt wiederum auch in eine leicht heiser wirkendem Black Metal Präsentation umwandelt. Auch „Lowest Servant „zeigt anfangs noch eher etwas melodischer gestaltet und wirkt fast so wie ne Art von Hymne. Noch stärker mit ner epischen Ausstrahlungen versehen, kommt es gerade bei der Rhythmus Gestaltung zu Umbrüchen (im Mittelteil), bevor man wieder mit voller Wucht zuschlägt .Die Gitarrenarbeit hierbei ist echt top ,und sorgt einmal mehr dafür ,das so ne gewisse nordische Kälte tatsächlich sämtliche Poren durchdringen wird . „Molten Gold (Down Your Throat)“ erinnert zum Beginn ganz leicht an „Bathory“ .  Dabei bin ich wirklich etwas überrascht, wenn nicht sogar erstaunt, was man hier teilweise an Riffs aus seinen Gitarren herausholt.  Neben epischem Zwischenspiel, ruhigen sphärischen Momenten - mit wirklich sau starken melodiöseren Einschüben versehen – ist es vor allem die absolut verzweifelt wirkende Gesangslinie ( incl . etwas hintergründig agierendem Chorgesang), welche hier eine absolut geile Atmosphäre aufbauen können und mit einem sehr ruhigen Soundteppich behutsam ausklingen.

TOADEATER haben auf ihrem dritten Longplayer definitiv bei mir einen nachhaltigen, verdammt positiven Eindruck hinterlassen. Eine verdammt interessante Scheibe, welche einen musikalisch wie auch emotional direkt erreicht und sich tief in deine Seele brennen kann. ( LEO )  
Soulfood   https://www.soulfood-music.de/
FDA Records    https://fda-records.com/de/

BRUTAL EVISCERATION – “ MUTILATION BEFORE DEATH “
Wenn man sich die erste Langrille der Niedersachsen reinzieht, kann man es kaum glauben, dass die 4 Burschen noch recht jung sein sollen (auch wenn die Bandbilder das nicht unbedingt unterstreichen -grins) und laut den paar Infos, welche man im Netz findet, wohl noch nirgendwo was an musikalische Erfahrungen gesammelt haben. Denn spätestens nach dem aller ersten kompletten Durchlauf ist man dann doch schon überrascht, wie fit die Burschen an ihren Instrumenten agieren. So wie es aussieht, haben sich Marc (Vocals), Chris ( Guitars ) ,Tobi ( Bass ) und Bruno ( E-drums ) wohl erst 2021 dazu entschlossen , die Metalwelt mit ihren musikalischen Darbietungen überziehen zu wollen .Im gleichen Jahr gab man dann mit der EP „Drowned in Acid Bath“  auch gleich ein allererstes Lebenzeichen von sich . Einmal so richtig am „lärmen „hat man sich auch gleich weiter hingesetzt, um uns jetzt sein erstes Komplettpacket in Sachen abgefahrener musikalischer Unterhaltung anbieten zu können. Herausgekommen ist eine enorm deftige, brutale, knapp 30-minütig dauernde Death Metal Abrissorgie, deren Einflüsse ganz eindeutig im amerikanischen Sektor wiederzufinden sind. Ganze zwölf Mal beschreitet man hier noch schnörkellose, absolute old school Pfade und überzieht dich inmitten dieses alles zerstörenden musikalischen Feldzuges, mit einer mehr als tiefen rohen gutturalen Kehlkopfakrobatik. Natürlich ist es bei so ne Art der Mucke sicherlich nicht wirklich einfach (oder auch nicht gewollt?) hier großartig was an Abwechslung mit reinzubringen. Aber die Jungs bieten nicht nur den absolut brutalen und durchweg hämmernden Abriss. Ne, es gibt durchaus auch ein paar Songs, die dann auch mal aus dem sonstigen Gemetzel etwas herausstechen und sich in Sachen Rhythmusgeschehen /Gitarrenarbeit in einer etwas anderen Form präsentieren.  Da wäre z B . Songs wie   “Mutilation before Death „oder auch “Strangled with Barbwire”, bei denen man den Gitarren mal etwas mehr Freiraum einräumt und denen so ein paar eher außergewöhnliche Klänge entlockt. Teils haben da einige Passagen schon fast so nen ganz leichten „Solicharakter“. Obwohl „Skeletonized in my Cellar“ für mich einer der brutalsten Tracks der Scheibe ist, welcher wie ein absolut tödlicher, zerstörerischer Sturm über unsere Häupter hinweg zieht, zeigt an sich kurzeitig im Tempobereich auch mal fast schon „doomig“ angehaucht. „Hung for Dismemberment“ ist dann der absolute Killersong, bei welchem die elektronischen Drums permanent mit einer enormen Wucht auf einen einhämmern. “ MUTILATION BEFORE DEATH “ bietet zu 100% den absolut passenden Soundtrack, um „unerwünschten“ Besuch, nervende Nachbarn oder irgendwelche Vertreter, für immer zu vertreiben. Einziger Punkt, an dem meinereins halt vielleicht doch was beanstanden will, sind die elektronischen Drumms. Obwohl die durchaus recht derb und fett drauflos hämmern, würde man ohne jeden Zweifel mit nem richtigen Schlagwerk, doch noch einiges mehr an Druck und Brutalität mit reinbringen.  Aber dennoch will und muss ich einfach den Jungs zu ihrem ersten, enorm heftigen Long Play Abriss gratulieren. Macht weiter so! (LEO)
https://brutalevisceration.bandcamp.com/
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SATANINCHEN – „YEAH EVIL“
Oha, ist ja mal wieder mal mehr als verdammt schwerer Stoff, welchem unsereins hier freundlicher Weise, zu Reviewzwecken, aus dem Berliner Lande zur Verfügung gestellt wird. Da wird einem echt mal wieder all seine volle geistige Leistung abverlangt, um hierfür die passenden Worte zu finden. Fest steht auf jedenfalls zu 100% , an dieser Veröffentlichung werden sich auf jeden Fall die metallischen Geister scheiden.
Zweifelsfrei will und wird der Berliner Künstler SATANINCHEN mit seinen metallischen Darbietungen mehr als provozieren und auch sicherlich in Sachen Toleranz dem Metaller Volk wirklich alles abverlangen. Aber wie es den Anschein hat, scheint seine Art der metallischen Unterhaltung in den Weiten der Metallerwelt recht gut anzukommen. Denn nachdem sein Debüt „Panda Metal Party „(2017) rausgehauen wurde, hat man es tatsächlich hinbekommen, die aktuelle Scheibe via Crowdfunding zu finanzieren. Und das hat ja doch schon irgendwie was zu bedeuten! Auch das SATANINCHEN als Allrounder (singt, komponiert, textet, malt und führt eine kleine Galerie in Berlin) sich für seine provokante musikalische Umsetzung gestandene Profimusiker wie Sascha Blach (THE HALO TREES, EDEN WEINT IM GRAB) , Jan Lubitzki (Ex-DEPRESSIVE AGE) oder auch  Ally The Fiddle (SUBWAY TO SALLY) mit an Bord geholt hat ,lässt doch mehr als deutlich erkennen /erhoffen , dass rein musikalisch gesehen ,hier doch schon qualitativ gesehen ,kein Schrott angeboten wird .
Von der Aufmachung her kriegt man auf jeden Fall von mir erst mal die absolut volle Punktzahl. Im DVD Digi Pack Format gehalten mit nem super fetten und farbig gestatteten 20-seitiges DVD-Booklet, macht das Teil echt einen mehr als super professionellen Eindruck .. Schick, schick kann man da nur sagen. Logo – wie auch Covergestaltung können sich auch echt sehen lassen und sprechen einen dann so in gewisser Weise doch recht gut an . Was hier dann in den 71 min.  , rein musikalisch angeboten wird, hat durchaus eine gewisse klasse und setzt sich aus einem Gebräu von Gothic  Metal, Symphonic  Metal , klassischem Metal ,  Thrash Metal und leichtem Black Metal zusammen . Auch wenn man musikalisch eher noch etwas zurückhaltender agiert, blitzen in meinen Hirnsequenzen irgendwie sofort Bandnamen wie   „Knorkator“ , „Excrementory Grindfuckers“ oder auch „J.B.O“ auf .Rein von der Zusammensetzung der unterschiedlichsten Metal Sparten her gesehen ,kann man sich zwar recht gut in Szene setzen ,provoziert damit aber in keinster Weise irgendwie oder lasst irgendwas völlig abgefahrenes aufblitzen . Einzig allein die Tatsache, was die textliche Ausrichtung betrifft, wird man hier tatsächlich an seine „erträglichen „Grenzen gebracht. Da fällt mir dann tatsächlich auch komischer Weise irgendwie der alte Punkspruch „ Schock ist schick „ ein .In wieweit man das nun als geistig wertvoll ,erträglich oder als künstlerische Freiheit einstufen kann /sollte /dürfte ,bleibt jedem selbst überlassen . Neben jeder Menge Coverversionen alter Schlager/Pop Songs wie „Ti Amo“,“Mama“ , „Freu Dich Bloss Nicht Zu Früh“ , „Jugendliebe“ , „Tränen Lügen Nicht“ , „Da Da Da „  , welche man nicht wirklich großartig umkomponiert hat ,gibt es aber hier auch nen paar Eigenkompositionen . Zwar verhältnismäßig einfach gestaltet, mit leicht keifendem Gesang, leichtem Sprechgesang und Growlen bespickt, kann man aber nicht völlig abstreiten, das diverse Songs durchaus zum Schunkeln, tanzen, mitgröhlen oder leichtem Headbangen animieren können. Dennoch bleibt bei mir im Endresultat irgendwie doch die Frage, ob ich nun wirklich ein total vom Spaß befreiter Mensch bin und alles einfach zu ernst nehme oder mich hier nicht reinversetzen kann. So ganz nachvollziehen kann ich das hier jedenfalls nicht wirklich und es fällt doch ziemlich schwer, in irgend einer Art der  Begeisterung auszubrechen .Eins steht dennoch für mich ohne jeden Zweifel felsenfest ,die Party Metal Fraktion , mit 3,8 Promille auf dem Kessel oder genügend Dope in der Blutbahn ,wird man hier auf jeden Fall 100%`tig voll abgehen und das Geschehen total abfeiern .Die erforderlichen 13 Euronen ,welche ihr für diesen „metallisch kulturellen Schock „ abdrücken sollt , sind dennoch auf jeden Fall mehr als gerechtfertigt und sorgen zweifelsfrei dafür ,das euer musikalischer Horizont enorm erweitert / belastet werden wird . ( LEO )
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TORTURIZED – „AFTERMATH „

Fast 5 Jahre haben die Magdeburger nun daran geschraubt, den Nachfolger ihres letzten Albums „Omnivore“ (2017) fertig zu stellen. Und wie heißt es so schön „Gut Ding will Weile haben!“ Schon alleine die Covergestaltung inclusive Bandschriftzug fällt hierbei gleich einmal völlig aus dem, in Klischees denkenden Rahmen und zeigt schon einmal mehr ganz eindeutig auf, dass man seinen eigenen Weg gehen will. Wenn man sich dann nun deren mittlerweile drittes Album - welches mit zehn neuen Songs bestückt ist - zum ersten Mal reinzieht, wird mehr als eindeutig klar, dass man auch musikalisch absolut keinem „Schubladen denken „verfallen ist. Was man hier in rund 44 Minuten musikalisch präsentiert, zeigt mehr als eindeutig auf, wie enorm stark man sich sowohl technisch, wie auch beim Songwriting weiterentwickelt und auch sicherlich verändert hat. Insbesondere was die kühle atmosphärische Ausstrahlung und die verdammt technische Gewandtheit auf „Aftermath „betrifft, ist da kaum noch viel mehr herauszuholen. Der Opener „Caustic“ mit seiner ruhigen, atmosphärischen, leicht mystisch wirkenden Einleitung verbreitet schon so ne richtig starke dunkle Stimmung, ist durchzogen mit vielen Double Bass Einsätzen, fetten Riffs und technisch innovativen Gitarrenfeinheiten, welche immer wieder aufs Neue aufhorchen lassen.Titel 2 „Inversion“, welcher ebenfalls erst einmal kurz ruhig eingeleitet wird, bietet insbesondere bei der Gitarren -und Bass Arbeit, sowie bei den Rhythmusstrukturen enorm viel Abwechslung. Obwohl hier nun keinesfalls losgeballert wird, bringt das Stück einen enormen Groove mit sich, welcher sich echt in allen Poren festsetzen kann. Bei Titel 3 „Haven“ setzt man erst einmal ganz kurz auf Entspannung und zeigt sich rein instrumental. Aber gerade diese leicht psychedelisch anmutende Ausstrahlung (erinnern mich sogar irgendwie leicht an „Pink Floyd „) des Songs zeigt doch irgendwie, was für ein Potential bei den Jungs vorhanden ist. Fast nahtlos geht der Song dann in „Ecocide“ über ,welcher für mich persönlich dann gleich mal einer der top Anspieltips darstellt .Denn hier lässt man es doch teils etwas stärker krachen und zündet mal ein richtig herbes deftiges tödliches metallischen Feuerwerk ,bei welchem man fast automatisch den Kopf in Bewegung versetzt .Obwohl auch hier nicht durchweg geballert ,sondern man doch zwischenzeitlich das Tempo reduziert und ein paar leichte Solis aufblitzen lässt ,ist dies dennoch einer der härtesten Songs dieser Scheibe !Es folgt „ Maelstrom „,welcher einen dann erst einmal wieder „Luft holen „ lässt .Schwer und düster zieht der hier schon fast doomig seiner Wege und lässt einen in tief dunkle Sphären abtauchen .Kaum in der tiefsten ruhigen Dunkelheit angekommen, katapultiert einen dann „Asylum“ sofort wieder in die Realität zurück. Trotz anfänglicher kurzer Zurückhaltung wird man hier dann sofort mit brachialer Härte aus seinem „Trancezustand „herausgerissen. Bei „Nebula „verzichtet man komplett auf irgendwelche einleitendenden Sounds, sondern setzt von Beginn an auf metallische Härte. So richtig schwer drückend, mit sehr ausgeprägtem facettenreichen Gitarrenspiel, fetten Double Bass hat man hier ein super heißes, metallisches Eisen geschmiedet, welches auch mal gesanglich - neben dem tieferen Growlausdruck - so ne leicht black metallisch keifend anmutend wirkende Stimmlage anbietet. Für mich definitiv der stärkste Song dieser Scheibe! Kurze ruhige elektronische Klänge und dann geht man mit „Dissolution“ auch sofort in eine härtere, eher etwas schleppender anmutende Gangart über. Sehr sehr dunkel behaftet, präsentiert sich das Stück mit vielfältigsten Gitarren – und Drumeinsätzen, bietet der aber auch in punkto Rhythmusgestaltung eine enorme Vielfalt. Meinereins würde hier vielleicht sogar so weit gehen, das es behaupten würde, den einen oder anderen leicht progressiv anmutenden Ansatz hier zu erkennen .Kurz vor Schluss gibt es mit „Insomnia“ noch nen Instrumentalstück ,welches durchaus so nen leicht symphonischen ,orchestralen  Touch aufweist. Durchzogen mit elektronischen Keyboardklängen, hat der Songs durch seinen Aufbau durchaus auch so etwas wie einen gewissen experimentell wirkenden Charakter. (erinnert mich komischer Weise schon wieder ganz leicht an Pink Floyd). Besonders herausstechend ist hierbei der verdammt starke und intensive Einsatz vom Bass und den Drums . Mit dem Rausschmeißer „Aftermath „lässt man es anfangs wieder ruhig angehen, bevor man dann die Instrumente wieder verstärkt bearbeitet . Eher wieder etwas schleppend doomiger gehalten, wird auch hier auf ne ganz dunkle Ausstrahlung, vielseitigem Gitarreneinsatz und interessantem Songaufbau gesetzt. Ohne jeden Zweifel stellt „Aftermath „für mich jetzt erst einmal den Höhepunkt im bisherigen Schaffen der Magdeburger dar. Obwohl super knallharte extreme Death Metal Ausbrüche hier nun nicht unbedingt in Massen auftauchen, kommt deren Mucke dennoch ungemein drückend, derb rüber und bringt weder Eintönigkeit oder gar Langeweile mit sich. Technisch ganz weit oben angesiedelt, wird einem hier ein enorm vielseitiges und interessantes metallisches Unterhaltungsprogramm geboten, welches nur ganz knapp bei mir an der HAMMER Marke vorbeigeschlittert ist. Einzig allein hätte man hier (aber das ist dann schon wirklich meckern auf ganz hohem Niveau! ) vielleicht doch ,die bei fast jedem einzelnen Titel eingesetzten , eher melodiösen ruhigen Einleitungen, etwas reduzieren können . ( LEO )
Apostasy Records   https://www.facebook.com/apostasyrecords

ABRASIVE – “ EDGE OF DARKNESS”
Die drei Stuttgarter Sickos von ABRASIVE füllen ja nun schon seit gut 23 Jahren jede Death Sammlung immer wieder neu mit brutalstem Material auf. Neben Demos, Splits haben sich da mittlerweile auch schon 5 satte Alben angesammelt. Jetzt, nachdem es doch in den letzten Jahren eher etwas ruhig um die Burschen geworden war, ( full length „Book of Sin „ 2017  ) legt man endlich nach und beweist mit “ EDGE OF DARKNESS” , das es auch „alte Männer „ heutzutage immer noch voll drauf haben . Denn von Begin lassen die 3 Burschen keinen Zweifel daran aufkommen, dass man zu den fettesten, derbsten und brutalsten Acts der deutschen Underground Szene gehört und es bei den hier enthaltenen 10 Stücken vorzugsweise nur in eine Richtung geht und die ist vorwärts. Musikalisch lässt man hier natürlich keinen Zweifel daran aufkommen, dass deren Blick immer über den großen Teich schweift und man die Augen auf den amerikanischen brutalo Sektor ausgerichtet hat. Dennoch wird hier nicht nur massakriert oder abgeschlachtet, sondern durchaus auch ein starker Fokus aufs Songwriting gerichtet. Los geht’s mit „Puppet face“ der schon mehr als fies fett vollkommen in die Gehörgänge drückt, dennoch aber auch ein paar technischere Momente mit sich bringt. „Reborn“ hingegen zeigt sich mehr als ein massiv drückender Mid Tempo Bastard, welcher aber dennoch auch eine mehr als todbringende Fracht mit sich bringt. Nen leichter Sample Einstieg und dann gibt`s mit „Chamber of Secrets“ voll extrem eins auf die Fresse. Leicht mit so eher etwas dahin kriechend wirkenden Parts belegt, wird hier dann aber Brutal Death Metal voll ausgelebt. „Mass of Human Flesh“ ist nicht ganz so die absolute “Vernichtungsorgie“, setzt aber dennoch enorm viel Druck und Energie frei. Bei „Bleed for Us“ prügelt man anfangs erst mal so richtig los, lässt aber mit zunehmender Spieldauer einiges an Abwechslung, gerade im Tempobereich, mit einfließen. Auch mit „Innocence“ bietet man ein Tempo mäßig recht breit aufgestellte, absolut todbringende Kost, welche auch in Sachen Riffgestaltung enorm viel zu bieten hat. „Pull the Strings“ ist natürlich auch so nen extremes Brutal Death Liedchen voller Abwechslung ,bietet hier aber doch auch einiges - gerade im Riffbereich -  an technisch melodiöser anmutenden Momenten .Eher stärker im Mid Tempo Bereich angesiedelt setzt  „Bizarre“ dennoch auch immer wieder auf so richtige ,brutalo „Arschtrittmomente „ .Auch  „Uncontrolled“ zeigt sich in bester ,abwechslungsreicher old schooliger Death Metal Manie ,bei welcher man einfach nur voll abgehen kann .„Emptiness“ könnte man durch die Anfangssamples eventuell „nur“ als ne leichte Form von einem Outro ansehen ,zumal es hier auch keinen Gesang gibt .Aber völlig falsch gedacht ,denn die Gitarren und Drums ,welche dann hier eingebracht werden ,lassen gerade bei diesem Songs ganz klar erkennen ,dass man sich beim Songwriting echt nen Kopp gemacht hat .Ist auch definitiv der Song ,welcher rein musikalisch gesehen ,auf dieser Scheibe doch recht stark heraussticht . Gesanglich ist die gesamte Scheibe mit ner super geilen Kombination zwischen hohen und tiefen Stimmbandeinsätzen durchzogen , welche wie gewohnt, super derb abgefuckt und enorm angepisst über einen hinwegfegen .Der Sound der Scheibe ist zwar echt so richtig schön ballernd gehalten , dennoch ist meinereins in seinem „jugendlichem Wahnsinn „  der Meinung  ,dass man den Sound vielleicht etwas dumpfer und mehr old schooliger gestaltet hätte können  ,um dem ganzen noch stärker den Anstrich von Rohheit einzuverleiben .Aber darauf geschissen ,vielleicht hat man ja auch was an den Ohren ! Definitiv bietet “ EDGE OF DARKNESS” gut 32 min. beste mörderisch tödliche Unterhaltung und macht durchgehend sau Spaß. Neben Abwechslung gibt’s hier auch ne absolute Garantie für jede Menge Nackenschmerzen. Definitiv ein Schwein geile, groovende und brutale Vernichtungsmaschine, welche das deutsches Death Metal Urgestein hier wieder abgeliefert hat. ( LEO )
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MALNOURISHED – „ HUMANI HOSTIS“ ( EP )
Ups ,was ist denn da in Baden-Württemberg  los ?  2017 ist bei den 4 Männern wohl schon der feste Plan gereift, die Metalwelt mit was Neuem in Schutt und Asche zu legen ,aber erst jetzt lässt man endlich mal den allerersten tödlichen Sturm über unsereins hinwegziehen. Na gut, die Jungs haben ja wohl mit ihren Hauptbands EMBALMED, UxLxCxM und ABRASIVE mehr als genug um die Ohren, um sich dann doch mal ganz schnell mit neuen Betätigungsfeldern zu beschäftigen. Aber wahrscheinlich hatte da der ganze Corona Scheiß doch noch irgendwie was Gutes gehabt, so dass die es nun doch geschafft haben, uns erstmalig mit 3 fetten metallischen Sprenggranaten zu beglücken. Und wie man es sich eventuell auch schon denken hätte können, wird hier natürlich feinster brutalster old school Death Metal kredenzt, welcher einen durchaus recht zufrieden stellen kann. Ohne irgendein Vorgeplänkel lässt man es dann auch mit „Ad Hominem“ gleich so richtig krachen. Durchsetzt mit ner verdammt intensiven Gitarrenarbeit - welche sich auch durch ne recht vielseitige Vorgehensweise gut in Szene zu setzen versteht – gibt’s hier kaum mal ne Sekunde des Stillstandes. „Disputed“ führt hier den munteren Reigen im gleichen Style weiter, wobei man allerdings doch etwas behutsamer agiert, und doch mehr die Mid Tempo Offensive bevorzugt.
Nen richtigen Zacken schärfer, brutaler und natürlich auch schneller, legt dann „Mask of Flesh“ vor. Zwar lässt man hier zwischendurch mal kurz etwas die „Zügel schleifen „um dann aber auch gleich wieder mit voller Wucht zuzuschlagen. Auch hier zeigt sich die Riffarbeit enorm intensiv und abwechslungsreich, wobei selbst der Drummmensch ein absolut wahnsinniges Tempo vorlegt. Definitiv ein super „nettes Liedchen „bei welchem man unweigerlich die Kopfpartie in Bewegung versetzen muss. Garniert mit leicht growlig gelegten Stimmbandeinsatz, mit ganz dezentem miesen, eher keifigem Ausdruck, zeigt sich das Liedgut auf „ HUMANI HOSTIS“  als ein eher recht typisch gestalteter old school Kracher. Obwohl die kleine Scheibe nun durchaus richtig kracht, hätte man beim Soundmix gerade die Tiefenregler durchaus noch etwas mehr runterschieben können, da insbesondere dem Schlagwerk doch etwas der Druck fehlt. Auf jeden Fall merkt man spieltechnisch gesehen, jede einzelne Sekunde mehr als eindeutig, dass die Jungs massig an Banderfahrungen gesammelt haben. Gut, das Songwriting lässt sich sicherlich noch ausbauen. Wer aber bei ner leckeren old school Mucke abgehen will, der kann mit den fast 9 min. musikalischer Unterhaltung durchaus schon ganz schön ins Schwitzen kommen. ( LEO )
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SLAUGHTERDAY – „ TYRANTS OF DOOM“
Bereits mit ihrem letzten Album „Ancient death triumph“ haben es die beiden Ostfriesen mehr als deutlich gemacht, dass man sich nicht nur auf eine alles zerstörende, niederreißende Mucke festlegt, sondern sich auch zunehmend in Richtung technische Qualität und immer besserem Songwritung bewegt. Und das zeigen die beiden Gesellen auf ihrem mittlerweile Album Nummer 4 mehr als eindeutig. Denn obwohl man uns auch hier natürlich weiterhin mit einem super old schooligen brutalen Sound überzieht, wird hier in Sachen Technik doch noch einmal so richtig kräftig nachgelegt .Jeder  einzelne der hier gebotenen 10 Stücke ist zwar mit einer enorm fetten metallischen Wand aufgebaut ,bei welcher man aber zunehmend sehr technische ,teils sogar melodiösere Parts gekonnt mit einbaut .Das zeigt sich dann auch immer wieder beim Gitarrenspiel ,welches sich doch auch mal zu einem etwas längeren Soli hinreißen lässt . Obwohl man fast durchgehend auf einen verdammt schweren hammerharten metallischen Sound setzt, wird dennoch gerade der Rhythmusbereich sehr vielschichtig gestaltet. Denn trotz der allseits vorhandenen Brutalität, setzt man hier auch verstärkt auf den Mid Tempo Bereich und lässt dabei auch ne ganze Menge an dunkel schleppenden Parts mit einfließen. Und gerade diese sehr unterschiedliche Tempokonstellation sorgt dann dafür, dass man es tatsächlich schafft, einen recht eignen Sound mit Widererkennungswert, zu kreieren. Für mich der absolute Höhepunkt dieser Scheibe ist ohne jeden Zweifel deren Carnivore- „Predator“ Coverversion. Wie die hier diesen Meilenstein der Metalgeschichte rüberbringen ist ganz einfach gesagt, absolut genial und perfekt. Auch wenn „ Tyrants Of doom“ sicherlich nicht der absolut abgefuckte, völlige Brecher geworden ist, beweisen die dennoch einmal mehr , das man es sowohl spieltechnisch wie auch vom Songwriting her absolut drauf hat .Was man hier wieder mal zusammen gezaubert hat, ist qualitativ oberste Klasse und lässt absolut keinen Zweifel daran aufkommen, dass man hier voller Leidenschaft seiner schwermetallischen Liebe in höchst ausgereifter Weise Tribut zollt. Wer Slaughterday bisher noch nicht „auf dem Schirm „hatte, sollte sich spätestens jetzt mal in die Spur machen, um seinen alten, vielleicht schon fast eingerosteten Knochen das passende Schmiermittel zu verpassen. ( LEO )
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ÖKOMISANTHROP – “CHURCH OF VIROPHOBIA / I DENY “

Unsereins ist ja bekannter maßen nun nicht gerade das ,was man als einen abzutun Kenner oder gar Fan der Black Metal Ausrichtung bezeichnen kann . Obwohl man sich diesbezüglich nun eher etwas schwer tut, gibt es dennoch vereinzelt die eine oder andere Veröffentlichung ,welche einen echt beeindruckt und vor allem überzeugt . Dazu gehört definitiv der Einzelkämpfer Waheela ,welcher sich hinter ÖKOMISANTHROP verbirgt und welcher bereits mit seinen beiden Veröffentlichungen  „I Deny“ ‎( 2017 ) und
„Black Misanthropic Beast Worship“ ‎( 2019 ) dafür sorgte ,das sich der Name ganz fest und tief bei mir im Hirn eingebrannt hat .Da ist man nun echt gespannt drauf ,welches dunkle Inferno man mit den neuen aktuellen 3 Stücken der neuen EP „Church Virophobia“ über einen hereinbrechen lassen wird . Neben den aktuellen Songs hat man hier auch die 4 Songs der 2017 erschienen EP „I Deny“ (erschien damals nur als limitierte Tape Version )mit auf den Silberling gebannt. Die im durchaus schicken und eher untypischem Layout gestaltete Digifile CD ist handnummeriert ,enthält einen 4 seitigen Einleger und ist auf 100 Stück limitiert. Mit gut 55 Minuten Spielzeit auch recht „heftig“ musikalisch bestückt ,legt man hier gleich mit dem brandaktuellen Song „Kinder der neuen Lithurgie“ los .Ohne großartiges Vorgeplänkel geht es dann auch gleich recht heftig und flott los . Durchsetzt mit einem verdammt  starkem nordischen black metallischem Background versehen ,meine ich aber auch , so ein par ganz leichte thrashigere Einflüsse zu erkennen ,welche sich hier insbesondere bei einigen  Gitarrenriffs aufzutun scheinen .Die fast durchgängige super schnelle Vorgehensweise wirkt hier absolut nicht monoton sondern setzt sich durchaus sehr vielfältig in Szene .Auch gesangstechnisch setzt man in den  fast 9 Minuten  Spielzeit nicht nur auf einseitige Ausdrucksweisen .Ein durchaus bestens geeigneter Song , seine müden Knochen mal wieder etwas in Bewegung zu versetzen .Weiter geht’s mit  „Oceans Tides / Microplastic Breath“ .Ruhiges Wasserrauschen und eher ruhige Gitarren Parts ,gepaart mit Sprechgesang ,eröffnen den Song. Eher etwas ruhig, atmosphärisch, leicht doomig gehalten, bringt der schon ne recht bedrückend beängstigend wirkende Stimmung mit sich ,welche sich wie ein Dunkler Schleier über einen legen kann . Insbesondere die recht variabel gestalteten Riffs sind  hierbei für die starke atmosphärische Ausstrahlung des Stückes verantwortlich. Der letzte aktuelle Song „ Das Experiment „ wirkt anfangs sehr dunkel und bedrückend ,bevor man dann aber seine hasserfüllte garstige black metallische Fratze  aufzeigt und dich auf direktem Wege in die tiefsten Abgründe der Hölle führt . Leichte Sprachpassagen paaren sich hier mit bitterbösem Gesangsausdruck .Zum Ende des Stückes kommen kurzzeitig einige ,sehr ruhige atmosphärisch stimmende Naturgitarrenrhythmen zum Vorschein ,bevor man dann wider recht brachial das „Ende „ einläutet .

Die nächsten 4 Songs entspringen dann dem Erstlingswerk  “I DENY” ,welches ja meienreins schon reviewt hat und deshalb auch nur ganz einfach mal hier kopiert wird .Mal ganz ehrlich ,eher etwas skeptisch und mit einer nicht all zu hohen Erwartungshaltung gehe ich hier ran ,da ich mir nun im Vorfeld absolut nicht wirklich schlüssig bin ,was hier abgehen wird .Der Name selbst wirkt ja nun schon mal völlig ungewöhnlich ,wobei man so rein von der gelungenen Gestaltung des Einlegers her vielleicht schon erahnen könnte ,in welche finsteren Abgründe man hier eventuell gerissen werden wird .Liest man dann noch im Einleger folgenden Ausspruch : „ Ich danke den Bäumen ,Felsen, Tieren und Pflanzen auf diesem Planeten ,da sie nicht so scheiße sind wie die Menschen auf selbigen ! Tod uns allem!!!!!! „ verwirrt das einen nur noch mehr .Die wenigen Informationen ,welche man hierzu finden kann, zeigen zumindestens schon mal ganz klar und deutlich an ,dass sich Protagonist und Einzelkämpfer „Waheela ,welcher sich hier betätigt ,alles andere als Mainstream mäßig oder kommerziell unterwegs ist .Und das ist auch ohne jeden Zweifel gut so ,denn gerade solche Leute sind es doch ,welche die „Szene“ wirklich bereichern können und auch noch wissen ,was „Szene“ wirklich zu bedeuten hat .Musikalisch war der Brandenburger bereits mit seinem Projekt „ Siechtum „ am Start ,mit welchem er auch durchaus für etwas Wirbel bei den Anhänger der schwarzen Musikkunst sorgen konnte .Jetzt aber zum musikalischen Aspekt dieser Veröffentlichung ,welche völlig entgegen meiner Erwartungen ,alles andere als in irgendeiner Weise beschissen ist .Die 8 Songs ( auf dem Tape sind zwar nur 4 Titel angegeben, wobei diese laut den Infos sowohl auf der A Seite wie auch auf der B Seite vorhanden sind ) präsentieren sich in einem musikalischen Gewand ,welche nicht dunkler und düsterer sein könnte .Das kommt einem echt so vor ,als würden sich sofort die Pforten der Hölle öffnen und alles verschlingen ! Obwohl zu lesen ist ,das „Ökomisanthrop“ Black-/ Death Metal rüberbringen ,sind die tödlichen Anteile beweiten rarer gesät als die durchweg ganz offensichtlichen Black Metal Ambitionen .Sehr traditionell verpackt, erinnert mich das voll und ganz an den ursprünglichen norwegischen Black Metal Style . Eiskalt ,gnadenlos, dreckig und ultra gefährlich wirkend , werden hier sämtliche emotionalen Stimmungen des Black Metals miteinander vereint und zu einem Gesamtwerk verpackt ,welches selbst mich ,als absoluten Nicht-B
lack-Metal -Metaller ,fast erstarren lässt .Durchweg in tiefster Dunkelheit agierend ,wird neben den von Hass geprägten schnellen ,brutaleren Parts auch sehr großen Wert auf atmosphärische ,ruhigere und vor allem ansprechende  Melodien ,gelegt .Gerade diese zurückhaltenderen Elemente ,welche man gerade im Mitteleteil der Songs vorfindet ,sind sehr prägend für die gesamte Mucke .Hierbei bestimmt insbesondere  die  richtig „schön“ tief gestimmt Gitarre das Geschehen .Obwohl die wohl künstlichen  Drums hierbei leider stellenweise etwas unterzugehen scheinen ,entfalten die trotzdem immer noch genügen Wirkung ,um den einzelnen Stücken nen zusätzliches Stück Leben einzuhauchen .Der hierzu absolut passende ultra finsterer Gesang ,welcher stellenweise mit Hall unterlegt und teils leicht im Sprechgesangscharakter gehalten wird ,verstärkt hierbei noch einmal zusätzlich die doch sehr morbide und misanthropische Ausstrahlung der gesamten Songs . Ich kann da nur sagen ,absolut geil !!!Deshalb muss ich euch ,auch als eingefleischter Death/Grind/Crust Fan ,hier ne absolute Kaufempfehlung aussprechen .Das auf 100 Stück limitierte Tape ,hat es echt mehr als verdient ,einen würdigen Platz in eurer Sammlung zu finden . Für schlappe  4€ bei “ Worship Tapes “  zu ordern .Support the real underground!
Was bleibt als Fazit hier nun noch festzustellen: Ich ziehe echt den Hut vor Waheela ,welcher ja nun  alles komplett in Eigenregie einspielt hat und damit auch verdammt nochmal ,sogar unsereins beeindrucken kann . Da draußen gibt es ja nun mittlerweile wirklich massenhaft an Projekten oder Ein-Mann-Bands( natürlich nicht nur im Black Metal Bereich )bei denen man doch an deren musikalischen Fähigkeiten sehr stark zweifeln kann .Wer sich rohen, authentischen und ehrlichen old school Black Metal auf die Fahnen geschrieben hat  ,landet hiermit einen ziemlichen Volltreffer . Trend verseuchte ,ober evil „Möchte gern „ Black Metaller werden sich hiermit aber sicherlich „die Finger verbrennen „ ( LEO ) 

Pesttanz Klangschmiede  info@pesttanz.com    https://www.facebook.com/pesttanzklangschmiede
 
SILENT RUNNING – „ WAR IN MY HEAD”

Ich bin ja nun ehrlich gesagt, nun absolut nicht der Fan unserer ehemaligen Hauptstadt Berlin. War und bin doch immer wieder eher froh, wenn ich da nur kurz verweilen muss. Aber was nun die ganze unterschiedliche musikalische Szene betrifft, bin ich immer wieder aufs Neue begeistert und überrascht, was sich da so entwickelt und insgesamt abgeht. Gut fünf Jahre haben die Berliner nun gebraucht, um sich uns mit ihrem ersten Longplayer vorzustellen. Dabei kann man von der Band nun absolut nicht von ner neuen „Boyband“ sprechen ,denn kein geringerer als Peter "Paule" Fincke  ( Schlagzeuger  von „FORMEL 1“ ) hatte diese Eingebung ,sich mit weiteren 4 gestandenen „älteren Herren“ zusammen zuschließen ,um der heutigen Jugend mal zu zeigen ,“wo die Harke hängt „ . Herausgekommen sind 9 Songs mit knapp ner Stunde Spielzeit ,welcher man selber die Einstufung OLDS COOL PROG’N’ROLL verpasste .Was mir hier persönlich schon nach den allerersten paar Minuten wirklich verdammt positiv ins Ohr drückt ,ist die super fette und sau satte Produktion ,bei der man tatsächlich sofort die Lautstärke runterschrauben musst ,damit dir deine Membranen nicht sofort „ um die Ohren fliegen „ . Das ist echt Wahnsinn !!!Aber auch musikalisch können die Oldies mich mit ihrem verdammt kraftvollen ,rockigen und mitreißenden Sound ziemlich überzeugen ,welcher sich aus diversen musikalischen Zutaten wie Rock'n'Roll , Heavy Metal und Hardrock zusammensetzt . Hier und da wird auch mal gelegentlich nen stärkerer progressiver Spitzer mit hinein kredenzt und auch vor etwas längeren Gitarrenausflügen schreckt man absolut nicht zurück. Um dem ganzen noch so  nen zusätzlichen old schooligen 70`ziger/80`ziger Charme  einzuverleiben ,lässt man hier dann teils recht stark noch ne Hammond Orgel erklingen . Kommt echt sau cool und wird zum Glück nicht übermäßig nervend eingesetzt. Obwohl nun nicht wirklich übermäßig heavy hart gestaltet ,sind es für mich vor allem die letzten beiden Stücke ,welche den stärksten Eindruck hinterlassen haben .Denn Titel 8  “Cry” ist ne echt schnucklige emotional stimmende Ballade mit ner Melodie ,welche dich dahintreiben lässt und sogar irgendwie fast schon zum mitschunkeln animiert . Bestückt mit sehr ausgiebigem Gitarrenspiel gestalten sich die über acht Minuten Laufzeit niemals langweilig oder gar monoton. Gerade bei diesem Stück zeigt man doch sehr  eindrucksvoll auf ,dass man es als Musiker echt drauf hat .Und auch der Album Closer „Freunde „ ( Iron Friends ) wird beim Zuhörer sicherlich nachhaltig Eindruck hinterlassen .Eher auch etwas ruhiger gehalten ,ist es hier aber auch der Text , welcher einen sehr nachdenklich, fast schon wehmütig stimmen kann .Bestückt mit ner ganz kleinen Portion an  Deutschrock , könnte der sogar durch seinen ganzen Aufbau zu deren Band Hymne mutieren ,zumal er einen irgendwie förmlich auffordert ,hier gesanglich mit einzustimmen .Ehrlicher weise muss ich aber zugeben ,dass die englische Aussprache hier beim mir doch so für nen ganz leichtes schmunzeln sorgt . Klingt doch schon teils sehr überbetont und irgendwie so, wie man es halt zu DDR-Zeiten in der Schule gelernt hat. Aber das ist nun absolut nicht negativ zu bewerten, sondern sorgt, zumindestens bei mir, für so einen gewissen zusätzlichen metallischen Ostalgie Faktor. Heavy Fans, Hard Rocker und Die Hard Rock`n Roller werden hierbei durchaus richtig gut abgehen können .Die Scheibe kommt echt gut und hat auf jeden Fall das Potential, so richtig ne Party anzuheizen und für gut abwechslungsreiche ,harte Unterhaltung zu sorgen . ( LEO )
Peter Fincke   Halskesteig 5   13629 Berlin  
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DISTRESSED TO MARROW – „EVACUATE THE PUS” ( Demo-CD/EP )
Auch im Karlsruher Umland hat man während der ganzen Corona Scheiße nicht nur deprimiert rumgehangen und Bier saufend in seinem Proberaum gesessen, sondern auch die Zeit genutzt, um mal wieder an neuen Songs zu werkeln. Deren letzte Scheibe „Trust The Filth“ ( 2020 ) hat nun ja auch schon wieder ein paar Jahre auf dem Buckel und so wurde es wohl allerhöchste Zeit ,dass das Dreiergespann endlich mal wieder ein Lebenzeichen von sich gibt  .Ansonsten könnte es ja gerade heutzutage doch passieren ,das man ganz schnell völlig aus dem Blickfeld der Szene gerät .5 neue Stücke sind es nun geworden ,welche in knapp  20 min . über einen hinweg rattern und von der Band selbst mit "less doom, more brutal „beschrieben werden. Und das zeigt man dann auch von Beginn an recht deutlich auf. Ganz klar hat man mit dem neuen Material um einiges an Durchschlagskraft, Härte und Aggression zugelegt. Insbesondere der Eröffnungssong „Purge“ zeigt sich hier schon mal als so ein richtiger Geschwindigkeitshybrid, bei dem man echt gut abgehen kann. Leider ist der mit ner Spielzeit von nur 1,30 min. viel zu kurz geraten. Obwohl man mit den nächsten Songs leider nicht mehr an dieser Geschwindigkeit anknüpft ,wird natürlich auch hier vorzugsweise der Death Metal Acker bearbeitet ,wobei es aber sicherlich auch so‘n paar kleine Ecken gibt, die eher mal etwas nach Thrash Metal riechen .So diesen recht dunkel und zäh gehaltenen , eher etwas doomigen Einfluss ,welcher auf den vorherigen Veröffentlichungen doch etwas stärker vertreten war ,hat man dieses Mal doch recht zurückgenommen .Technisch auch etwas stärker wie erwartet angehaucht ,lässt man sich aber zum Glück zu keinerlei ausartenden Spielereien hinreißen .  Wer auf Death Metal der 90`ziger Jahre abgehen kann , auf ne ordentlich Schippe Brutalität und recht variabler Songgestaltung steht  ,der sollte auf jeden Fall den Jungs mal sein uneingeschränktes Interesse bekunden . ( LEO )
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https://distressedtomarrow.bandcamp.com/
 

HYMNS OF ETERNAL DECAY – „ A NRW DEATH METAL COMPILATION “  ( SAMPLER )  
 
Wie fängt man denn hier nun am besten an? Ist ja nun mal heutzutage auch alles andere als normal ,das man auch wieder mal einen offiziellen Sampler in den Händen hält ,welcher zu 100% auf den Underground ausgerichtet ist und einen dann auch sofort , schon mal rein optisch , voll anmacht .Denn das schicke, auf 500 Stück limitierte, handnummeriert Teil ist nicht einfach bloß so lieblos in nem einfachen Pappschuber zusammengeschustert wurden .Ne ,auch hier hat man schon verdammt viel Wert auf Qualität gelegt .Denn in der Pro-printed Jewel Case CD im old school styl layouteten Schuber gibt’s auch nen ganz fettes ,
20 Seiten Booklet, in dem jede hier vertretenen eine eigene Seite eingeräumt wird. Informationstechnisch gibt’s hier alles, was man über die jeweiligen Bands erst mal wissen sollte - Line – up, Discographie, Kontakt und ne kurze Info zu dem hier veröffentlichten Song. Das etwas längeres Vorwort (Erklärung) betreffs dieses Samplers solltet ihr euch auf jeden Fall aber auch mal genauer durchlesen. Die ollen Zöppe unter uns brauchen da aber sicherlich schon ne Lupe dazu. ( zumindestens bei mir reicht ne Brille nicht mehr !!! ) Was Mucke mäßig hier nun abgehen wird, lässt sich dann natürlich schon erahnen, wenn man liest ,das Leimy (Reckless Manslaughter / Redemption Of The Rotten) und Marc (Depression / Suffer Productions) für diesen über 60 minütigen Leckerbissen zur Verantwortung gezogen werden können  . Das beide absolute Underground Rednecks sind, sollte ja wirklich jeder „echte und wahre „Metaller mittlerweile schon mitbekommen haben. Und deren Support für die undergroundige Szene bringen die hier mit den 15 Bands, welche jeweils mit einem Song vertreten sind, wieder mal mehr als deutlich zum Ausdruck. Obwohl die beiden sich hier nun „nur“ rein um die Szene in Nordrhein-Westfalen kümmern, haben die hier aber dennoch einen verdammt guten Querschnitt aus alten Recken und heißen Newcomern zusammen „gezimmert“, welcher echt Laune macht und vor allem, keine Langeweile aufkommen lässt.  Wie es der Titel „ A NRW DEATH METAL COMPILATION “  ja nun schon verrät ,gibt es hier kaum mal was an irgendwelchen lieblichen Klängen zu vernehmen .Auch wenn man die musikalisch kredenzte Zusammenstellung nun nicht als absolut 100 %`tig  schädelspaltend einstufen kann ( leider ) und sich zwischendurch auch mal ein paar eher etwas beruhigendere Klänge mit einschleichen ,ist das hier gebotene Material dennoch als absolute Feinkost für „ die Harten der Harten“ unter euch anzusehen . Wer so richtig schön tief in den tief dreckigen Undergroundmorast versacken will, mit Bands wie DEPRESSION, DEPRAVITY, RECKLESS MANSLAUGHTER, DEUS INVERSUS, HERETIC WARFARE … was anfangen kann und sich auch nicht davor scheut, auf ne musikalische Entdeckungsreise zu gehen, der wird es auf keinen Fall bereuen, die 12.99€ EUR für den Silberling zu investieren. Für die digital, Social Media „verseuchte“ Generation gibt’s natürlich dieses Hörvergnügen für kultige 6.66€ unter https://hymnsofeternaldecay.bandcamp.com/releasesabzugreifen. (LEO)
hymns-nrwdm@gmx.de
https://www.facebook.com/hymnsnrwdm/