- TERROR AUS DEM UNDERGROUND
- CAEDES
– PROMO 2004
- Obwohl’s
die 5 Mannen nun bereits seid 1993 gibt ,ist dies nun erst ihre zweite
Demoveröffentlichung .Was hat man denn bloß in der Zwischenzeit gemacht ?Und
mit 3 Songs fällt das Teil eher etwas dürftig aus. Was man so musikalisch
darbietet ,kann ohne weiteres das
Prädikat „gewöhnungsbedürftig“ erhalten. Zum einen klingt das Ganze recht
holprig und abgehackt und zum anderen ist ihre Mucke so ne Art Mischung aus
Hardcore und Metalcore ,was ja eigentlich
recht interessant ist ,sich hier aber eher etwas komisch präsentiert. Der echt als
eigenartig anzusehenden Charakter der Songs wird dann noch durch eher im Black
Metal Bereich angesiedelten Gesang verstärkt. So’n paar leichte klare
Gesangspassagen ,sowie nen paar Spracheinlagen
finden sich aber auch in ihrer Mucke wieder. Wie ich nun das Gehörte noch näher
beschreiben soll ,bleibt mir erst mal
ein Rätsel. Schlecht ist es ja nicht ,aber
so richtig gut auch wieder nicht .Naja ,sagen wir es mal so ,wer mal musikalisch
was Neues ausprobieren will ,kann hier ruhig mal nen Ohr riskieren.
- www.caedes-hc.de
-
- CYSTIC DYSENTERY - DEMO 2003 (MCD)
- CYSTIC
DYSENTERY stehen für die Art brutalen und nichts desto trotz technischen Death
Metal, der von Amiland zunehmend zu uns rüberschwappt. Und auch diese Typen aus
Florida legen mit ihren ersten Gehversuchen eine amtliche Nummer hin. Die 3
Songs klingen beachtlich durchdacht, kein sinnloses Geschmetter sondern sehr
fitt vorgetragen. Die Gitarrenläufe und Breaks sind teilweise sogar so komplex,
dass schon ne Portion Erfahrung dazugehört, um das auch fehlerfrei vorzutragen.
Der Gesang ist typisch guttural und wirkt positiver weise überhaupt nicht
monoton. Die ganze Schose killt mächtig. Ist aber auch nötig um sich in der
dort scheinbar stets wachsenden Szene einen Namen zu machen. Fans von DISGORGE
und ähnlich gearteten Feuerwerkern sollten sich dieses Demo mal antun. Gutes
Teil!
- www.cysticdysentery.com
-
- ELISABETHA –
UND WIRKLICHKEIT ERFÜLLT
DIE SEELE WIEDER
- Manchmal
kann es einen wirklich sehr nachdenklich stimmen ,wenn man zu diversen Veröffentlichungen
mal ein paar Reviews liest. Gut ,die Geschmäcker sind halt wirklich sehr
verschieden, aber irgendwie sollte man doch als Schreiberling auch mal hinter
die Kulissen blicken und genauer hinhören. Und so hat es mich gerade bei dieser
Veröffentlichung sehr gewundert ,solch Aussagen wie „schrecklich stümperhaft
und unausgegoren“ oder „Es war eine richtige Qual ,ich musste mich zwingen ,die
Lieder bis zu Ende zu hören !“zu entdecken. Haben denn die Leute das Selbe
gehört wie ich –Fragen über Fragen. Aber wie auch immer ,ne ehrliche Meinung
ist doch viel mehr wert, als so’n blödes Geschwafel oder Anbiederei.Wer unsere
kleine Lektüre immer genauestens studiert hat, hat’s ja nun schon mitbekommen ,das
ich von Schaffen „Elisabetha’s“ schon immer recht angetan war. Und genau so
isses auch diesmal. Wie man es von „Elisabetha“ kennt ,widmet man sich
natürlich auch hier vollends dem Vampirthema. Das Ganze ist als Art
vampiristische Lesung in 10 Akten anzusehen. Hier setzt man aber diesmal nicht
nur auf synthetische Klänge und dieses Erzählerformat. Ne ,man versucht sich
auch mal mit klassisch anmutenden Pianoklängen und so in den Black Metal
Bereich eintauchende Bassriffs. Gerade die Bassarbeit ist zwar durchweg sehr
einfach und fast gleich bleibend gehalten ,passt aber meiner Meinung nach sehr
gut ins Gesamtkonzept. Fast ausschließlich wird hier mit Sprechgesang
gearbeitet ,der mal verzerrt und mal recht düster in Szene gesetzt wird. Auch
auf im Hintergrund agierende Geräusche( Regen,Wolfsgeheul,Kichenglocken etc.)
wird diesmal nicht verzichtet. Gelingt auch diesmal wieder ,ne wirklich düstere
und mystische Atmosphäre aufzubauen .Obwohl mich diese Veröffentlichung nun
nicht 100%’tig überzeugt ,wird „Elisabetha“ zweifelsfrei auch damit ihre
Anhängerschaft zufrieden stellen können. Abschließend sei noch mal gesagt ,das
diese Art der musikalischen Darbietung echt nur was für Leute ist ,die musikalisch
weltoffen und tolerant sind .
- Black
Attack
- U.Backer Am Eulenhof 3
95326 Kulmbach
-
- ELISABETHA/NACHTMAHR – EINE DUNKLE SYMBIOSE VON
BLUT UND NACHT ( SPLIT CD)
- Ah
,endlich neuer Stoff ,der ja, wie euch mittlerweile auch schon bekannt sein
sollte ,weit ab von irgendwelchen typischen musikalischen Einstufungen liegt
.Von „Elisabetha“ war man ja bisher eher ruhigere ,sehr ans Gemüt gehende Töne
gewohnt. Erstaunlicher weise geht’s nun auf dieser Split eher etwas ruppig zur
Sache .Obwohl auch hier das Vampir Thema verarbeitet wurde ,geht man mit dem
gebotenen Song „Killer Kreatur“ zweifelsfrei andere Wege .Das ganze hat so’n
Black Metal Charakter mit nem leichten Touch an Atmosphäre .Aber ums ehrlich zu
sagen ,macht mich das überhaupt nicht an .Klingt für mich alles recht wild und
nur wenig kreativ ! Kann ich nur sagen „Schuster ,bleib bei deinen Leisten !“
,denn das hier Gebotene erreicht in keinster Weise den Effekt der bisherigen
Veröffentlichungen .
- Die
beiden Songs von „Nachtmahr“ hingegen machen’s da schon um einiges besser .Ihr
recht atmosphärischer Black Metal macht nen ganz soliden Eindruck .Das Keyboard
wird recht ruhig und eher etwas hintergründig eingesetzt ,kann aber trotzdem
viel zur Ausstrahlung beitragen .Gitarren und Schlagwerk zeigen musikalisches
Können auf ,auch wenn sie eher etwas zu lasch rüberkommen .Die Gitarrenarbeit
ist hierbei recht ausgeprägt ,strapaziert die Nerven aber in keinster Weise
.Durchaus noch als recht interessante Veröffentlichung einzustufen ,welche aber
alles andere als massenkompatibel ist .
-
- EYES TRIBE – FALLING UPWARDS
- Aha
,der Danny hat schon wieder mal ne neue Sache am Start .Fleißig, fleißig !Als
zusätzliches Schmackel liegen den ersten 25 Albumexemplaren noch ne limitierte
Bonus CD „Vivianne“(endless desire) bei. Na ,ist das nicht schon mal was !?Auch
auf dem neuen Output geht „Eyes Tribe“ vehement seinen bisher eingeschlagenen
Weg weiter. Ruhige ,etwas hintergründig agierende elektronische Klänge
umschweben den fast immer im Sprechformat gehaltenen Gesang. Allerdings zeigt
man sich diesmal in punkto Gesang mal etwas abwechslungsreicher ,auch wenn der
Sprechgesang halt fast 70 %’tig im Vordergrund steht. Eins kann man Danny
zugute schreiben ,in seinen Sprechgesang legt er ungemein viel Gefühl und
Ausdrucksstärke. Klanglich gesehen passiert allerdings eher wenig. Die sehr
sanften ruhigen Klänge durchziehen das gesamte Werk und wirken auf mich mit der
Zeit doch eher etwas monoton. Naja „Eyes Tribe“ Mucke ist nun mal nicht für die
breite Masse bestimmt. Im großen und ganzen fehlt mir diesmal leider doch etwas
die Abwechslung und Ausstrahlung ,so wie man sie halt auf „Flowing nightly tears“ wieder finden konnte
.Schade !
-
- EYES TRIBE –
VIVIANNE
- Auf
der Bonus CD gibt’s nun ne satte Spielzeit von 50 min. Und ich muss zugeben
,das diese Veröffentlichung schon bedeutend interessanter daherkommt. Die
Stücke hierauf haben nicht durchweg den selben Charakter ,sondern können sich
,besonderst im Rhythmusaufbau verschiedenst in Szene setzten. Und das erzeugt natürlich ne ganze Masse an
Abwechslung. Dabei taucht man streckenweise schon fast in den EBM Bereich ,oder
besser gesagt ,in den härteren Elektrobereich ein .Ja ,das gefällt mir ,zumal
Danny auch hier seinen eignen Stil kreiert und sich an keinen anderen bekannten
Act orientiert .Von solchem Zeugs will ich mehr hören !Zwar haben der größte
teil der Songs auch wieder den ruhigen Charakter ,überzeugen aber dennoch mehr
als das Material auf „Falling upwards“ ,da hier viel ideenreicher gearbeitet
wird. Könnte mir vorstellen ,das „Eyes Tribe“ gerade mit dieser CD doch so
einiges an neuen Fans dazu gewinnen wird .Sehr interessante Veröffentlichung !
- www.Eyes Tribe.de
-
- HAGAL – STERBENDER TRAUM
- Mit
solchen Veröffentlichungen habe ich mich ehrlich gesagt immer ziemlich schwer
.BM ist nun mal absolut nicht mein Ding .HAGAL haben sich wohl 1998
zusammengefunden und führen euch nun auf ihren zweiten Album in die nordische Mythologiewelt .Finde ich ja
echt gut ,das es nicht wie sonst sehr typisch im BM ,wieder mal rein um das
Böse geht . Die gebotenen 10 Stücke gehen dabei fast nahtlos ineinander über
und man könnte vermuten ,das man „Sterbender Traum“ als ein festes Gesamtwerk
ansehen sollte .Was mir hierbei aber gleich mal wieder etwas bitter aufstößt
,ist der streckenweise enorm keifende Gesang ,welchen ich nun so rein gar nicht
mag .Aber zum Glück geht’s ja nicht so komplett durch gesamte Geschehen ,denn
teilweise schreit und heult man sich schon fast die Seele aus dem Leib und
selbst für leichte cleane Passagen bleibt noch genügend Spielraum .Und das kommt schon mal ganz gut bei mir an
.In Sachen Rhythmus zeigt man sich auch stets in den verschiedensten Facetten
.Hierbei wechselt man fast stetig zwischen ruhigen, langsamem oder enorm schnellere
,so richtig nach vorne ballernden Passagen .Den größten Pluspunkt sammelt die
Band bei mir durch ihre enorme Gitarrenarbeit ,welche sich fast wie ein Teppich
über die gesamten Stücke legt und massig Variantenreichtum aufweist .Insgesamt
gesehen sollte man „Sterbender Traum“ nicht mal unbedingt als reines BM Album
ansehen ,da auch diverse Mittelaltereinflüsse mit eingebracht werden .Gefällt
mir ganz gut ,denn selbst Booklet und Produktion sind klasse geworden. Wer auf
anspruchsvolleren ,nicht unbedingt reinrassigen BM steht ,kann hier getrost die
10 Euro incl.P.+V. investieren .
- www.hagal-blackmetal.de
-
- HAUNTED GORGE – RISE FROM TWILIGTH
- Was
sich manche Bands doch für eigenartige Namen geben !?Seit 2000 treiben diese 6
Burschen nun wohl schon ihr metallisches Unwesen und legen uns nun ihre erste
gepresste musikalische Darbietung vor. Und das ,was aus der Bandinfo heraus zu
lesen ist ,klingt echt fein. Da ist von halsbrecherischem Tempo und old school
Thrash die Rede. Hier möchte ich den Jungs aber nicht unbedingt komplett zustimmen .Old school Thrash ist es
auf alle Fälle ,wobei man hier ohne Zweifel auf gewisse „Kreator“ oder
„Destruction“ Anleihen verweisen kann. Das ist aber in keinster Weise als
negativ anzusehen. Die Buschen bemühen sich auf jeden fall 100%’tig ,in allen
ihren 14 gebotenen Songs ne eigne Linie zu finden und auch für Abwechslung zu
sorgen. Zwar gelingt dies noch nicht komplett ,aber ich denke mal ,gerade im Thrash
Bereich gestaltet sich das sehr schwer .Mit dem als halsbrecherisch
bezeichnetem Tempo kann ich mich allerdings überhaupt nicht anfreunden. Dazu
klingt mir das ganze doch teilweise zu melodiös und etwas zu „lasch“. Da hätte
ich mir doch ein klein wenig mehr Tempo gewünscht. Gesangstechnisch gesehen
zeigt man sich aber in Top Form und zelebriert ne Mischung aus Thrash Geschoute
und leichten Death Metal Grunts. Für ne Debütscheibe hat man wirklich solide
Arbeit geleistet und ich denke mal ,wenn man noch fleißig an der Mucke
rumbastelt ,wird man sicherlich den einen oder anderen kleinen Makel noch ausmerzten
können .
- www.hanted-gorge.de
-
- INFANTICIDE – TIME HAS SPOKEN
- Die
czechischen Burschen treiben nun schon bereits seid 1993 ihr Unwesen und können
bisher auch schon auf 4 Veröffentlichungen zurückblicken .Allerdings scheint
ihnen bisher noch nicht der Durchbruch gelungen zu sein .Ist aber irgendwie
nicht verwunderlich ,denn in den czechischen Landen sprießen ja Band förmlich
wie Pilze aus dem Boden ,und da hat man es natürlich alles andere als leicht
,aus dem Underground herauszukommen .Aber dies ist sicherlich nicht der einzige
Grund ,denn musikalisch bieten die Burschen nun nicht unbedingt nen Oberhammer
.INFANTICIDE bieten Death Metal im reinen ,aber auch recht einfachem Format
.Neben 4 neuen Songs findet man als Bonus noch nen Stück von ihrer Split mit
„Depresion“ und von ihrem Debüt Album „Infanticide“ vor .Die 3 Burschen
versuchen zwar ,die einzelnen Stücke recht variabel zu gestalten ,was teilweise
auch noch gelingen mag ,aber irgendwie wirkt das Ganze auf mich noch sehr
unausgereift und etwas holprig .Durchweg geballert wird auch nicht ,da
innerhalb der Stücke doch sehr viel mit der Gitarre gearbeitet wird und dadurch
den Songs etwas die Intensität genommen wird .Ehrlich gesagt wirken auch einige
Rhythmuswechsel sehr unpassend an manchen Stellen .Was für mich noch echt
interessant erscheint ,sind teilweise leichte progressive ,sehr experimentell
anmutende Einschübe ,welche doch eine gewisse Kreativität der Leute aufweist
.So richtig abhotten lässt sich nach ihrer Interpretation vom Death Metal
allerdings nicht ,da einfach zuviel mit diversen Rhythmusumbrüchen gearbeitet
wird .Ne Mucke so zum nebenbei hören ,die an einigen Stellen durchaus
aufhorchen lässt und teilweise auch schon gespannt machen kann ,was die
Burschen so als nächstes fabrizieren werden .Mucke mäßig ist’s halt reine
Geschmackssache .Dem einen wird’s sicherlich gefallen und andere werden wohl
die Hände über den Kopf zusammenschlagen .
- Stanislav Bartosik
Jankovice 197 Traplice 68704 infanticide.zona.cz
-
- MY COLD EMBRACE - KATHARSIS
- Mann
, bei den Kasseler Burschen geht`s aber ziemlich zügig voran! War die vorherige
Scheibe“ Zurück aus Hölle…“ schon ein ziemlich derber und saftiger Happen , hat
man jetzt mit diesem neuen Output noch einmal ganz kräftig nachgelegt! Was mir
besonders auffällt ist der um einiges stark verbesserte Gesang , der auf den
neuen zwölf Song gekonnt variiert wird und sich zwischen normalo bis hin
zum growlen bewegt . Das bringt schon alleine Abwechslung , aber auch in punkto
vorn getan. So gibt es nicht nur voll auf Gitarrenarbeit hat man ein weiteren
Schritt nach die Mütze , sondern das Quintett traut sich auch mal ruhiger
Passagen einzubauen die den Songs („Amen“) sehr gut zu Gesicht stehen.
Neben den typisch vorantreibenden Thrashgitarren -Gewittern zeigt man sich auch
mal sehr melodieverliebt , auch wenn das mancher vielleicht nicht so toll
findet! Allein die Bereitschaft der Kasseler sich in den letzten Jahren immer
wieder mal auf Neuland zu wagen und den Eroberungsfeldzug für neue Fans
zu führen, dürfte mit dieser CD -Veröffentlichung sicher den derzeitigen
Höhepunkt der Band dokumentieren. Wollen wir hoffen , dass die Burschen am Ball
bleiben und auch in den kommenden Jahren , den Fans des New Wave of Modern
Melodic Death Metal gehörig eins vor den Latz knallen! Kurz und knackig kommen
die Songs rüber und lassen somit in keinster Weise etwas wie Langeweile oder
Eintönigkeit aufkommen! Wer sich nun gar nichts unter dieser musikalischen
Bezeichnung vorstellen kann , dem sei es hier noch ganz kurz verständlich
gemacht. Also: Die Band vermischt inzwischen sehr gekonnt Elemente des
melodischen Death , des brutalen Thrash , Crust , HC - Anleihen bei den Vocals
und das natürlich gepaart mit jeder Menge Spielfreude und auch Individualität!!
Ran an den Braten! Holt Euch Dieses Silberteil ins Haus , den für den
ordentlichen Preis von 8 € plus (P/V 1,50 €) denke ich , könnt Ihr überhaupt
nichts falsch machen!
- www.mycoldembrace.de
-
- PANGEA -RADIOACTIVE JESUS
- Das
es immer noch Leute gibt , die trotz des ganzen Scheißes der täglich um uns rum
passiert , Freude am musizieren finden , baut mich immer wieder ein wenig auf.
So geschieht es mir gerade , beim Durchlauf des zweiten in Eigenregie
produzierten Albums der Grimmener Band ,die es seit etwa dem Jahre 2000 gibt!
Die Burschen haben sich voll und ganz dem Death Metal ergeben und zelebrieren
Ihn auf den zehn neuen Songs mehr als ordentlich. Selbst der etwas längere
geratene vierte Song ( 7:23min) ist ein guter Neckbreaker ,auch
wenn man sich dabei recht experimentierfreudig zeigt , was
meinereiner sehr gut findet , aber nun mal leider nicht bei allen gut ankommt!
Ansonsten sind die übrigen Songs durchgängig ordentliches Nackenmaterial und
natürlich auch top produziert ! Also , wer interessiert ist an neuen
interessanten deutschen Undergroundbands sollte schnellstens den Selbsttest
anstellen. Die Scheibe gibt für 10 € (P/V ???) bei:
- www.pangeametal.de.vu
-
- SLAPSTIX – PROMO
- Genau 3 Stücke sind es ,die uns die bereits 1998
gegründete Band präsentiert. Ein bissel wenig für so ne lange Zeit ,aber man
weiß ja ,meistens haperts am lieben Geld.. Also ,was geht denn nun hier in den
knapp 10 min. so alles ab. Hauptausrichtung ist hier Punkrock ,allerdings nicht
in seiner urwüchsigen Form, sondern eher etwas moderner gehalten. Es erwartet
euch also keine dreckig räudige Mucke .“Slapstix“ zeigen sich sehr abwechslungsreich
und reichern ihre Songs mit so einigen Rock’n Roll ähnlichen Elementen an. Da
schruppen die Gitarren ganz schön los. Allerdings kann ich ,wie im Infoblatt zu
lesen ist ,so richtig groovende Beats kaum entdecken ,zumal die Promo auch
nicht unbedingt qualitativ ganz oben steht. Wie auch immer ,neben nen großen
Anteil an Aggressivität ,können die Stücke auch ein gewisses Maß an Melodien
aufweisen. Das die Vocalparts männlich und weiblich sind ,ist ja sicherlich
kein schlechtes Ding ,aber irgendwie erscheinen mir gerade die weiblichen Parts
nicht unbedingt passend .Die Band sollte man trotzdem mal im Auge behalten .
- www.slapstix.net
-
- THE KNUTS - DER
FÖRSTER VOM SILBERWALD
- Endlich
mal wieder ein Lebenszeichen dieser mir als recht amüsant in Erinnerung
gebliebenen Kapelle aus dem Raum Frankfurt / Oder! Die Burschen haben es voll
drauf! Da ich schon bei Ihrer Scheibe „PALAST DER WINDE“ aus dem Jahre 2000
abgefeiert hatte , ging der neue Silberling natürlich mit großen Erwartungen in
den Schlitz! Ich habe noch nicht mal die komplette Zeit des Intros gebraucht um
mich gleich heimisch und gut aufgehoben zu fühlen! Die Burschen bringen es voll
und das gleich von der ersten Minute an. Es wird immer noch Death Metal
in derber Version zelebriert , aber dazu gibt es deutsche Texte vom
feinsten. Beim lesen derselbigen im Booklet konnte ich hin und wieder nicht
anders als nur mit dem Kopf schütteln! Wer kommt denn auf solche Texte wie:„Trennt
die Eichel von den Hoden. Lutscht sie aus , wirf sie zu Boden. “Wenn man dann
noch das Gitarrengewitter dazu nimmt , stimmt eigentlich wieder alles und die
Party – Welt ist heil , gerettet und um eine weitere lustige Scheibe reicher!
Wer hier hellhörig geworden sein sollte , nur noch auf die Kürze ein paar der
leckeren Songtitel:Lied von der Müffelschote / Büfett la muerte / Der Greis ist
heiß / Revenge of Erbseneintopf / Faustfick / Lucky Hoden !Fans von Fun Death
Metal Mucke machen hier absolut keinen Fehlkauf wenn sie die 5 € plus
1,44 für`s Porto (in Briefmarken) an folgende Adresse losjagen um das Teil Ihr
eigen zu nennen! Die Aufnahmen sind wirklich saugeil und über den Spaßfaktor
habe ich mich ja bereits geäußert! 15 Songs erster Güte mit Partygarantie und
dann noch einen Videoclip gibt`s auf dem neuen Silberling zu entdecken und zu
erlauschen! Wendet Euch also vertrauensvoll an folgenden Kontakt:
- www.theknuts.de
-
- URUK HAI – A NIGHT IN THE FOREST
- Achtung
aufgepasst ! An alle Klangpuristen ,stets trübsinnig gestimmte schwarze
Gestalten und diejenigen ,die schon längst mal in eine Welt ohne Zeit und Raum
abtauchen wollten .Mit dem neuesten Streich aus dem Hause “Uruk Hai” gelingt
dies zweifellos. Beginnend mit Gewitterklängen entführen euch enorm ruhige
,stetig dahinfliessende synthetische Klänge in eine Welt ,weitab vom Alltag ,in
denen ihr Träume ausleben könnt. Wie ein stetig dahinfliessender Bach baut sich
das gesamte Werk auf ohne auch nur einmal auszubrechen. Dabei wird durchaus ne
wohlige Atmosphäre aufgebaut ,die sowohl nen ganzen Arsch voll Wärme ,wie auch
Kälte ausstrahlt. Definitiv ist diese Mucke was ,um seine Seele baumeln zu
lassen ,um mal völlig in sich zu gehen. Bei mir baut sich da allerdings so nee
her depressive Stimmung auf ,was natürlich auch an der derzeitigen Witterung
liegen kann .Weiß echt nicht ,aber werde mir mal schnell so ne richtig
ballernde Mucke reinlegen ,um einigermaßen wieder hochzukommen .Achso ,bevor
ich’s vergesse ,”A night in the forest” ist durchaus ein feines Stück Mucke
geworden ,was aber ,ohne hier lügen zu müssen ,echt nur Fans recht düsterer
elektronischer Klänge ansprechen wird .
- wieser@at.net
-
- URUK HAI – THE BATTLE
- Hierbei handelt es sich um
absolut brandneues Material ,welches wohl erst 2005 veröffentlicht wird. Wenn
mich nicht alles täuscht ,sucht man dafür noch nen passendes Label –also ,wer
Interesse hat ,mal schleunigst Kontakt aufnehmen !Also ,“The battle“ sollte man
als Gesamtwerk ansehen ,da sich auf dem neuesten Streich halt nur 1 Titel mit
der Gesamtlänge von 40:43 min. befindet.
Und so wie ich es mir denke ,wird die gesamte künstlerisch musikalische
Darbietung auch den Grundgedanken von „Herr der Ringe“ aufgreifen. Musikalisch
geht’s hier eindeutig in Richtung Ambiente Mucke. Man arbeitet hier durchweg
mit elektronischen Klängen, die zum großen teil sehr ruhig und bedächtig
gestaltet werden. Inmitten dieser Klänge gibt’s ungemein viele klassische
Einflüsse zu entdecken ,welche hierbei besonders der Atmosphäre gut tun. Ein
paar andere Klangeffekte ,wie Wind ,Schlachtgetümmel oder diverse Sprachsequenzen
treten ebenfalls zum Vorschein. Insgesamt gesehen ist dieses Werk aber
durchgängig durch seinen ruhigen Charakter geprägt .Irgendwie hat diese Mucke
auch so einen klein wenig spirituellen Charakter und ist wohl am besten für so
genannte „Mußestunden“ geeignet ,in dem man über den Sinn dieses beschissenen
Lebens nachdenkt .Ich find’s gut und Leute ,die auf „Elisabetha“ oder
„Hrossharsgrani“ abfahren ,werden auch diese Mucke in ihr dunkles Herz
schließen können.
-
-
- DER
ULTIMATIVE LAUSCHANGRIFF
- AHUMADO
GRANUJO – „SPLATTER TEKK“
- Na...., ja richtig, die Scheibe gab’s schon
mal. Das hier ist ne erweiterte Neuauflage mit neuen Intros, nem extra
Videoclip und anderem Cover. Selbiges sieht edel aus und erinnert an die, die
„Games Work Shop“ in der guten alten Zeit für BOLT THROWER gemacht haben. Geile
Optik. Die Musik ist natürlich unverändert. AHUMADO GRANUJO schütteln Gore
Grind in Richtung DEAD INFECTION runter und kommen damit bei mir gut an. Sehr
brutal und definitiv nicht jugendfrei. Leider haben die 4 tschechischen
Kifferlisel zu viel Pott geraucht, denn die neuen Intros nerven mit zunehmender
Spielzeit beträchtlich. Jeder Song hat ein eigenes und immer sind es Elektro
Beats, die am Anfang noch kurz und witzig sind, dann aber zunehmend jede Grindnummer
erdrücken. Kotze, so was. Wenn ich mich aber rein auf die Grindseite schlage,
ist die Scheibe ein Schmankerl. Wer die Erstpressung schon hat, braucht die
Neuversion zwar kaum, aber ansonsten kann man gern zulangen. Inklusive
REGURGITATE und PUNGENT STENCH Cover, limitiert auf 500 Teile im Digipack.
- B.L.P.
-
- ALGHAZANTH – „THEPOLARITY AXION”
- Bei dem Bandnamen
macht’s doch sofort klick und man kann schon erahnen ,was sich für ne Mucke in
die Gehörgänge drücken wird .Richtig….Black Metal !!!Und zwar ist es diese Art
von Black Metal ,in dem man mehr oder weniger bekannte Rhythmen wieder findet
.Die Masse der hier gebotenen Songs haben gerade vom Songwriting und in der
Rhythmusgestaltung all das drin ,was man bereits bei 100’ten anderer Bands
vorfinden konnte .Deshalb ist zwar ihre Mucke nicht als schlecht zu bewerten ,spieltechnisch
haut die schon hin und so’n paar leichte klassische Elemente machen sich auch
noch ganz gut .Auch tempomäßig treibt der Sound noch enorm voran und sogar die
Gitarren fiedeln sehr annehmbar. Keyboardklänge gehören da natürlich auch mit
rein. Die vocalen Leistungen tendieren ins heiser kreischende, lässt aber auch
mal nen par Growls zu .Beiweitem keine schlechte Veröffentlichung, die sich aber in keinster
Weise von anderen großartig unterscheiden kann .Wer halt seine Black Metal
Sammlung erweitern oder sein CD Regal voll bekommen will ,muss sich halt das
Ding zulegen .Basta !
- Woodcut Records
-
- ARBEITSGEMEINSCHAFT FRUCHTTANZ UND ARTVERWANDTE ORGIEN -„FISCH ZUM FRÜHSTÜCK“
- Habe ich mir
wieder bis zum Schluss das schwerste aufgehoben. Tja , Leute wie soll man Euch das Sounderlebnis beschreiben ,
das auf dieser CD von der ARBEITSGEMEINSCHAFT FRUCHTTANZ UND ARTVERWANDTE
ORGIEN aufgezeichnet wurde. Die insgesamt 8 Soundcollagen sollen die Geschichte
eines Happenings erzählen bei dem es um Musik , Kunst , Fotografie und
Schlemmen ging!! Beschrieben werden die einzelnen Phasen dann mit recht
merkwürdig klingenden Songtiteln , welche da unter anderem „Aufflammen
festlicher Inbrunst beim Anblick des dampfenden Mahls“ oder „Lustvolles Winden
und Verknäulen der Kräuter“ heißen. Ich muss aber zugeben , das ich auch nach
mehrmaligen Durchlaufs der Scheibe nicht in der Lage war , die zu den Titeln
gehörenden Sound – bzw. Klangcollagen phantasiemäßig irgendwie so ein zu ordnen
, das es in etwa mit dem beschriebenen Vorgang (Songtitel) irgendwie oder
irgendwann eine Einheit bildete. Das ist wohl bisher das Unglaublichste was mir
zu Ohren gekommen ist und ich weiß nicht mal recht , ob ich es nun gut ,
interessant oder völlig unverständlich finden soll. Ich bin irgendwie voll von
der Rolle , oder soll das der Zweck dieser Scheibe sein!! Fragt mich bitte
nicht ! Wer jedenfalls auf völlig abgefahrene Soundtüfteleien , gepaart mit
unglaublichen Songtiteln abfährt oder abfahren möchte , sollte dieses Eisen mal
schmieden so lange es noch „heiß“ ist!! Schaut mal auf der Webside vorbei!!
- Archegon
-
- AARNI – „BATHOS“
- Junge Junge was
gibt’s denn man nicht alles für eigenartige Bandnamen mit noch merkwürdigerer
Mucke .Oder kann jemand von euch mit dem Begriff „avantgarde mooD musick“ was
anfangen ?Ich jedenfalls nicht !Soweit wie ich das mitgeschnitten habe ,kommt
„Aarni“, hinter dem sich nur nen Typ namens Markus Marjomaa verbirgt ,aus
Finnland .Und irgendwie muss der Typ wohl leicht „irre“ sein ,und eventuell
sogar auf nen Friedhof wohnen. Denn das ,was hier musikalisch abläuft, kann man
getrost als sehr morbide einstufen .Hat halt so dieses gewisse Flair eines
Friedhofes .Am ehesten kann man diese Art der musikalischen Darbietung in den
schwer dahinwalzenden Doom einordnen ,wobei aber enorm mit der Gitarre
rumexperimentiert wird. Dadurch haucht man dem Geschehen noch nen gewissen
psychedelischen Ausdruck ein. Das gesamte Geschehen ist in einem sehr düsteren
Gewand gehalten ,wobei man ne Atmosphäre aufbaut ,welche dich förmlich fesseln
kann. Neben meist schleppenden Parts findet man auch einiges an Melodien wieder
und vereinzelt sogar mal härtere Passagen. Gesang gibt’s hier natürlich auch
–teils Sprechgesang ,mal clean mal verfremdet und dann mal wieder eher im „normalen“
Ausdrucksformat gehalten .Hinzu gesellen sich dann noch leicht klassisch
altertümlich anmutende Elemente .Irgendwie bin ich von „Bathos“ hin und her
gerissen und kann nur den Leuten ,die wie ich „musikalisch etwas neben den
Schuhen stehen „ empfehlen ,sich das Teil zuzulegen .
- Firebox Records
-
- ABSORANIE
BOGOM – “COPROTHERAPY”
- Der Schrott ist ja wohl mehr als
unverfroren. Dass Goregrindbands ja eher über ein simpel gestricktes
Songwriting verfügen ist schon klar, und das stört mich auch nicht im
mindesten, macht im Gegenteil sogar richtig Spaß. Aber dass es gleich gar kein
Songwriting gibt, die Titel aus minimalistischen 2 Akkorden bestehen, die
zumeist eh wieder nach 15 Sekunden zu Ende sind, weil das Intro länger ist als
das blödsinnige Gesuchrummel ist echt frech. Ich frag mich, wer sich für so was
hergeben soll, selbst ich als eingefleischter Grindcorebesessener komme mir
total verarscht vor. Das, was diese beiden russischen Dieletanten von ABSORANIE
BOGOM hier anbieten ist Hochverrat und verdient lebenslange Zwangsarbeit im
sibirischen Gulag. Verdammt übles Teil, fast so schlecht wie Black Metal!
- American Line Prod.
-
- BAAL – „STATE OF AGRESSION“
- Guck an, auch in
Mexiko spielt man skandinavisch verwurzelten Death Metal. BAAL gehen in etwa in
die Richtung von CENTINEX und ähnlich gearteten nordischen Recken. „State...“
ist sehr aggressiver und trotzdem melodischer Death Metal, der eindeutig durch
seinen zweistimmigen Gesang profitiert und an Härte gewinnt. BAAL machen den
Eindruck einer sehr flotten und technisch sattelfesten Death Metal Band. Für
Fans von Schwedenmucke mit stark atmosphärischen, heldenhaften Touch ohne
Keyboards und anderen artfremden Unsinn ein echter Geheimtipp. Besonders auf
dem melodischen Sektor kommt die Gitarre unglaublich gut zur Geltung. Die Solos
sind beinahe schon göttlich, das auf „The Shining“ killt jeden Zweifler. Tolles
Album, das die Mexikaner mit der JUDAS PRIEST Nummer „Breaking The Law“
scheinbar krönen wollten. Das geht dann aber doch leicht nach hinten los,
klingt irgendwie Scheiße. Tut der Qualität des Albums aber keinen Abbruch.
- American Line Prod.
-
- BODIES IN THE GEARS
OF THE APPARATUS - “SIMIAN HYBRID PROTOTYPE “ ( MCD)
- Also diese Mcd ist
absolut schwer zugänglich, wahrscheinlich war sie deshalb so reizvoll für mich.
BODIES... stehen für eher unkonventionellen Grindcore mit of recht schrägem
Songwriting. Da wird scheinbar ausgetestet, was in der Szene machbar ist. In
erster Linie ist der ganze Kram sauschnell. Klingt alles sehr kaputt und
definitiv nicht von der Stange. Der Sänger kreischt sich mit ner absoluten
Larynxreizung zum Kassenarzt. Gitarrenmäßig wird echt schnell geschmettert,
dann aber mit HC gespielt und zwischendurch auf das schrägste gequietscht und
geklimpert. Ist alles schwer in Worte zu fassen. Ich sag’s mal so, könnte man
die Gedanken eines Psychoanalytikers vertonen, käme das dabei raus. Mir
gefallen BIDIES ausgesprochen gut, wird aber wohl nicht massentauglich sein.
Die bauen Breaks und Tempowechsel ein, von denen du dir sicher warst, das es
die so gar nicht gibt. Gewöhnungsbedürftig aber interessant. Als Bonus gibt es
noch „ Fuck The Middle East“ von SOD, klingt aber räudig. Hört ruhig mal rein
und lasst es vor allem öfters durchlaufen....wenn ihr es aushaltet.
- The Spew Rec.
-
- BLOOD RED ANGEL – “CRIME ENTERTAINMENT”
- Diese aus Krefeld
stammenden Bürschchen ,welche sich noch an den alten Thrashzeiten festhalten
,stellen dies in einer recht eindrucksvollen Art und Weise auf ihrem
mittlerweile vierten Album voll unter Beweis. Da es ja wohl gerade im
Thrashbereich alles andere als leicht ist, irgendwie super modern oder kreativ
zu klingen, treten hier natürlich auch diverse Einflüsse alter Helden zum
Vorschein. Zwar kopiert man nicht einfach so ,sondern versucht durchaus auch
eigne Akzente zu setzen ( wie z.B . beim Song „Downwards“)aber insgesamt
gesehen ,ist halt der Songaufbau recht vorhersehbar gestaltet .In Sachen
vocaler Darbietung wird schon fast zuviel gebrüllt ,auch wenn man vereinzelt mal melodischer zur Sache geht
.Wofür ich den Jungs echt nen fetten Pluspunkt geben will ,ist ihre
Gitarrenarbeit .Hier werden enorm viele Wechsel vollzogen und durchaus kreativ
gearbeitet .Wahre Thrashfans werden hier trotzdem gut bedient .
- Supreme Chaos Records
-
- BLOOD DUSTER – “MENSTRUAL SOUP” (PICTURE EP)
- Diese Picture Ep
ist ein edles Sammlerstück für alle Fans dieser Aussie Gore Institution.
„Menstrual Soup“ ist das erste Demo von BLOOD DUSTER, neu gemastert und in ´s
Vinyl gepresst. Cooler 3 Akkorde Effektiv Grind. Schön geballert und herrlich
traditionell Old School. Der Sound ist dennoch etwas stumpf. Ist aber Brille, denn
die Aufmachung sieht viel zu gut aus, um die Scheibe wirklich abzuspielen.
Sonst gibt es nix zu nörgeln, Fans von bellendem Grindcore und Vinylsammler
sollten sich ihr Exemplar sichern. Limitiert auf 500 Stück.
- B.L.P.
-
- CIRITH GORGOR – „FIRESTORM APOCALYPSE“
- In der Hoffnung
,das sich Black Metal aus Holland eventuell etwas ideenreicher und innovativer
als das Zeug ,was sonst so auf den Markt geschmissen wird ,drücke ich also mal
die Play Taste und erwarte die „Firestorm
apocalypse“. Aber bereits nach nem sehr typischen Intro entpuppt sich das Ganze
als eher einfacher ,sehr nordisch gehaltener BM im typischen Gewand ,welcher
vielleicht vor 10 Jahren die Leute vom Hocker hätte reißen können .Heutzutage
hebt sich dies allerdings kaum noch aus der breiten Masse der
Veröffentlichungen heraus .Obwohl die Band nun bereits schon seid 1997 die BM
Gefilden beackert ,scheinen sie doch diese lange Zeit nicht unbedingt genutzt
zu haben ,um ihre Mucke auszubauen .Obwohl der Sound eher etwas lascher
gehalten ist(was ohne Zweifel stark an der Produktion zu liegen scheint) ,kann
man der Band nicht nachsagen ,das ihre Mucke voll scheiße ist .Das auf keinen
Fall. Richtig schön rasant, aggressiv und mit nem kleinen Touch Atmosphäre
versehen ,bringen uns die Mannen die 8 Songs schon rüber ,wobei sogar das
extrem aggressive Gekeife nicht mal übermäßig nervt. Im großen und ganzen schon
ne einigermaßen annehmbare Scheibe ,die ihre Anhänger sicherlich finden wird
,aber halt nun mal so rein gar nicht aus der breiten Masse herausstechen kann.
- Ketzer Records
-
- CRUEL FACE - « EU AMO DESGRACA… »
- Aus dem Hause No
Fashion HC Rec. aus Brasilien flatterte dieser Tage eine Cd Discographie der
mir bis dato nur von Compilations bekannten Crust Core Punks von CRUEL FACE ins
Haus. 59 Songs in über einer Stunde aus scheinbar unterschiedlichen Lärmphasen
der Band, setzen mir gehörig zu. Teils punkig, teils schön rockig und auf alle
Fälle sehr roh und eckig.
- Die coole Rock –
Attitüde gefällt mir besonders gut und hat was von schwedischen Crust Bands wie
UNCURBED oder den obercoolen WOLFPACK. Gefällt gut, sogar der Sound ist schön
räudig. Für Punks sind CRUEL FACE ein gefundenes Fressen, also bitte tut euch
keinen Zwang an, denn die Typen holen alles aus ihren 3 Akkorden raus, was
machbar ist. Von dem erwähnten Gerocke bis hin zu ganz üblem Geprügle und
Gebrüll gibt es Crust Mucke satt.
- No Fashion HC
-
- DISCLOSE - “RAW BRUTAL ASSAULT VOL.1”
- Wer sich etwas in
der Crust Szene auskennt, wird wohl an der japanischen Beinahe Legende DISCLOSE
schon mal kleben geblieben sein. Und wer nicht, der kriegt jetzt günstig und
mühelos das ganze alte Material aus den Jahren 92 – 94 auf 2 Cd´s. Das sind
dann weit über 2 Stunden Crust Punk mit viel Aggressivität, der wie nicht anders
zu erwarten gehörig rockt und auch technisch mehr bietet als das Gros der
Szene. Coole Punkriffs und quietschende Gitarren gehören genau so dazu wie ein
ewig brüllender Sänger. Pure 3 Akkorde Kakophonie mit rockigen Untertönen.
Angefangen von den Demo Tapes bis hin zu diversen Vinylveröffentlichungen wurde
hier alles zusammengetragen. Keine Ahnung ob der Krempel noch mal gemastert
wurde, aber der Sound ist gar nicht so übel. Ist natürlich nichts für verwöhnte
Ohren, aber immerhin. Nette Cd für Fans und Leute die gern rumhüpfen.
- No Fashion HC
-
- COCK AND BALL TORTURE – “EGOLECH”
- Mmmh,so ein bissel
verwunderts mich schon ,was die sonst so extremen Sickos von “CBT” uns auf
“Egolech” vor die Füße werfen .Ging es bei den vorangegangenen
Veröffentlichungen fast immer drum ,noch extremer und „abartiger“ rüberzukommen
,um ringsherum alles niederzumähen ,wurde man nun wohl von irgendeinem
Geistesblitz getroffen. Und das scheint wirklich schlimme Folgeschäden
hinterlassen zu haben .Mit „Egolech“ ist’s völlig aus mit dem Porngrind, auch
wen ihre Mucke immer noch verdammt fett und brutal daherkommt. Alle Songs sind
eher im Midtempobereich angesiedelt und wälzen sich fast wie ne
überdimensionale Dampfwalze durch die Gehirnwindungen .Allerdings können die
Songs trotzdem nicht so den richtigen Funken überspringen lassen. Dafür ist das
gesamte Tempo einfach zu gleich bleibend .Einzig allein die Vocals hat man
trotz des musikalischen Wechsels beibehalten .Neben den fast schon schizophren
anmutenden Gegurgle werden auch wieder diese extrem bösartigen Death Vocals
inmitten der Songs eingebettet .Bei „Egolech“ stell sich nun wirklich die Frage
,ob die Band ihre breite Fangemeinde damit halten kann !?Geil ist die Scheibe
ohne Zweifel ,aber wenn ne Band einen doch sehr großen musikalischen Umschwung
vollzieht ,tut man sich als Zuhörer oder Fan doch sehr schwer ,oder !?
- Morbid Records
-
- DATURA - „DATURA“
- Indie- bzw
Alternativ Rock , Made in Germany , haben sich diese fünf Thüringer auf
die Fahne geschrieben! Auf Ihrem inzwischen , dritten Album geht es wieder sehr
innovativ und abwechslungsreich , sowie auch sehr rockig zu Werke.
Die insgesamt elf Songs des Albums leben in erster Linie von der
sehr ausdruckstarken und auch sehr variabel eingesetzten Stimme der Sängerin ,
die auf den hübschen Namen Bianka hört ! Nebenher , aber nicht nur als
schmückendes Beiwerk , wird teilweise sehr derb in die Saiten gegriffen , um
dann auch ab und an mal ruhigere Spannungsbögen aufzuziehen , die den Songs gut
zu Gesicht stehen. So gelingt es der Band geschickt die Klippen der
Eintönigkeit zu umschiffen und das Album gut durchlaufen zu lassen! Sehr
gelungen finde ich immer wieder die Spannungen in den Songs , die entstehen
wenn sich die männlichen Stimmen mit der von Bianca kreuzen! Indie – bzw.
Alternativ Rock ist zwar nicht ganz so mein Ding , aber man muss der Band auch
bei Ihrem neuen Album uneingeschränkt bestätigen ,dass sie es verstehen Ihre
Stimmen , Instrumente und die ganze Technik rundherum zu einem schmackhaften
und sehr rockigen Cocktail zu vermixen , der bei einigen sicher zum Entzücken
führen dürfte! Horcht mal rein in dieses Silberteil , von Schaden kann`s für
keinen sein!!
- DP Management
-
- DELIRIUM TREMENS - “THRASHING WARTHOGS” HAMMERTEIL
- Ich habe DELIRIUM
TREMENS mal 98 auf dem FTC gesehen, aber das können die hier doch nicht sein,
oder? Nee, sind sie auch nicht! Die Namensvettern waren damals echt übel.
Nichts im Vergleich zu dieser Killerscheibe, die auch von Schmier und Anhang
stammen könnte. Alles ballert in Richtung DESTRUCTION! Das fängt schon mit dem
Intro an, das leicht an das „Total Destruction“ Intro erinnert. Auch Sänger
gibt sich nicht mal die Mühe, seine Geistesverwandtschaft zu Schmier zu
verbergen. Die Songs sind so was von zugedröhnt mit erstklassigen
Gitarrenriffs, das es mir glatt den Boden unter den Füßen wegreißt. Neben
DESTRUCTION werden ne Menge alter SLAYER Einflüsse verbraten. Saugeile Nummer!
Ich bin weit davon entfernt, die Jungs des Plagiates zu bezichtigen, denn so
hat Thrash Metal verdammt noch mal zu klingen. Einzelne Songs kann ich gar
nicht hervorheben, das ist ein Gesamtkunstwerk! Zieht euch nur mal das
Mittelstück von „War Machine“ rein, das ist unglaublich stark! Und so klingt
die ganze Scheibe. Seit den Tagen, als ich noch mit Nackenspoiler rumgerannt
bin, habe ich kein so präzises und technisch extrem fittes Album mehr gehört.
Das reißt dir die Rübe beim popeln runter. Da passt sogar das prollige GUNS ´N
ROSES Cover ( Paradise City) gut rein. Rockt mächtig gewaltig. Der Sound ist
dann auch noch über alle Kritik erhaben, was will ich mehr? Unbedingt besorgen!
Kaufen, brennen, klauen – egal!
- Merciless Rec.
-
- DIRTY INFAMOUS – “DIE ON PURE ADRENALINE”
- Hinter DIRTY INFAMOUS verstecken sich 3 kleine indonesische
Schmutzfinken, die nichts besseres zu tun haben, als die amerikanische Death
Metal Maschinerie DISGORGE schamlos zu kopieren. 8 schnelle Nummern mit nem
kleinen Fünkchen Groove und viel Tempo inklusive Ösophagusakrobatik! Alles
nicht neu oder gar originell, dafür schön direkt und brutal. Möchte nur mal
wissen, wie 3 solch Zwerge so unbeeindruckt von starker Konkurrenz aus „Bush –
Nation“ auf die Mütze ballern können. Alles nur geklaut! Na mir soll ´s Recht
sein, hab damit kein Problem. „Die On Pure Adrenaline“ macht mit Brutalo US
Death angemessen Dampf unterm Gärkessel und das reicht mir! Nur die überaus
kurze Spielzeit von mickrigen 22 Minuten ist nicht akzeptabel. Die haben ihre
Schwanzlänge als Maßstab genommen und so was beleidigt uns Europäer doch arg.
Sollen bloß froh, dass in Afrika verhältnismäßig wenig Geknüppel gehört wird!
Sound ist ok. Kann man sich bedenkenlos über den Gehörgang applizieren.
- B.L.P.
-
- DEATH REALITY – “BLOODPRINT”
- Aha ,”Morbid Rec.”
scheint ja mal wieder etwas mehr auf die härtere Gangart zu konzentrieren ,denn
mit “Death Reality’s – Bloodprint” legt man gleich ne 2’te hammerharte Death
Metal Veröffentlichung vor .Allerdings unterscheiden sich die Sachsen doch
etwas von ihren Labelkollegen „Spawn“ .Denn die Band geht doch etwas „ruhiger“
zur Sache und lässt innerhalb der Songs immer noch etwas Spielraum für ein paar
eher ruhigere,eher melodiös wirkende kurze Frickeleien .Dadurch wirken die
Songs natürlich nicht ganz so hyperbrutal und ein klein wenig geht da wohl dann
auch die Brutalität verloren .Heißt aber auf keinen fall ,das dies ne nun ne
übermäßig negative Auswirkung auf die einzelnen Songs hat .Ne ,ganz im
Gegenteil ,denn gerade dadurch bringen Death Reality doch ein enormes Stück an
Abwechslung auf ihre Scheibe .Zusätzlich lockern die Burschen ihren Sound noch
durch ne ganze Menge an Breaks und Tempowechseln auf .Obwohl man nun im vocalen
Bereich sich auch recht einen abgurgelt ,entdeckt man vereinzelt auch mal nen
paar keifende Einlagen .Macht sich ganz gut .Spiel –sowie Produktionstechnisch
gesehen haut das Teil voll hin ,auch wenn sie in Sachen Kreativität nicht
unbedingt riesige Auswüchse aufweisen kann .“Bloodprint“ ist beiweitem absolut
keine schlechte Scheibe, allerdings kann man sich damit auch nicht wirklich aus
der breiten Masse der Veröffentlichung hervorheben.
- Morbid Records
-
- DELIRIUMS
ORDER – „VICTIM NO.52“
- Das es in Finnland
nicht nur Düstermucke Bands gibt ,beweisen uns „D O“ in recht eindrucksvoller
Form. Denn ihre Mischung aus Death und
Thrash kann sich sehen und hören lassen, auch wenn sie nicht diese
Mixtur ne erfinden. Hierbei dominiert zwar stark der Death Metal Einschlag ,was
sich besonders beim recht grunzigen Gesang erkennen lässt. Aber auch beim
Riffing ist dieser Einfluss unverkennbar. Zum großen Teil geht beim Riffing
zwar in hyperspeed Thrashmanie zur Sache, aber so ein gewissen melodiösen Touch
kann man auch ausmachen. Nachdem die Band wohl schon 2 Demos unters Volk gebracht
hat ,legen sie mit „Victim No.52“ ihr erstes komplettes Silberteil vor. Von der
Produktion her ist es super fett geworden und spieltechnisch liegt man auch im
obersten Niveau. Zum Abhotten sind die 10 Songs jedenfalls bestens geeignet. Allerdings
ist auch bei dieser Band so ein richtiger Knaller nicht zu finden und unbedingt
originell klingt man auch nicht .Ab und an lassen sie zwar mal so ein paar
richtig originelle Ideen durchblicken ,aber leider halt viel zu selten
.Wirklich schade drum ,denn die Band hat sicherlich viel mehr auf der Pfanne
,als wie man hier zu hören bekommen hat .Von daher kann ich euch nur raten
,diese Scheibe erst mal vorsichtig anzutesten .Ist sicherlich besser ,wenn ihr
euch erst einmal nen eigenes Bild darüber verschafft .Wir Schreiberlinge sind
ja auch bloß Menschen ,welche nicht immer unbedingt mit ihrer Meinung richtig
liegen.
- Woodcut
Records
-
- DENY THE URGE – “SUBSEQUENT
CONFRONTATION” HAMMERTEIL
- Au Backe , was ist das denn für eine Konfrontation! Da soll`s ja
welche geben , vor denen man sich lieber drücken will , aber in diesem Fall
kann man eigentlich nicht genug kriegen. Jawohl , so toll und fett ist die
Mucke der Band aus der Braunschweiger Ecke! Was für ein Debüt Werk!! Kann man
die auch mal live sehen und anfassen , oder wird man schon am Bühnenrand
zur Schnecke gemacht und hat nur die Chance im Moshpit seinem Schicksal zu
erliegen!?? Fragen über Fragen und das nur weil hier voll die Sau abgeht!!Was bilden die
sich ein , mich so zu erschrecken! Ihr merkt , das Teil mit seinen acht
Songs kann ich Euch nur wärmstens ans Herz legen! Ich hatte schon einen Schreck
bekommen , als das Intro ( etwas gewöhnungsbedürftig) anlief und mir das
Wort „progressiv ``aus der Bandinfo in den Kopf schoss. Doch wie bereits
erwähnt war das nur ein kurzer Trugschluss! Das Quintett hat es drauf und
spielt einen dermaßen fetten und breitwalzenden Death Hammer das Ihr Euch
unbedingt den Silberling /( der eigentlich Goldstück heißen sollte!) zulegen
müsst!
- G.U.C.
-
- DIFER NOM BASTA – „BLOANGEN“
- “Bloangen” ist
nicht die neuste Scheibe von DIFER NOM BASTA. Trotz allem ne gute, gefüllt mit
heftigem High Speed Death Metal wie er in Mittel und Südamerika (DIFER NOM BASA
sind aus Mexiko) sehr beliebt ist. So müssen sie sich wohl den Vergleich mit
KRISIUN gefallen lassen, auch wenn sie technisch nicht so vertrackt sind und
manchmal ein Auge auf Thrash Metal a – la DEATRUCTION haben. Echt positiv ist,
dass sie das Tempo konstant hoch halten und nie langweilig werden. Auch wenn
ich da von Kollegen auch schon andere Meinungen gelesen habe. Mir gefällt´s.
Auf Bloangen wird sehr viel gefrickelt so das echtes Riffing kaum ne Chance hat
aber irgendwie passt das schon zusammen. Selbst die eher heiseren Vocals aus
gleich zwei Hälsen kommen gut rüber, Growls und Gegurgel würden eh nicht zur
Musik passen. Ist jedenfalls eine anspruchsvolle und gekonnt produzierte
Scheibe, da können andere von mir aus sagen was sie wollen. Ich bin mal auf das
aktuelle Album „Wordec“ gespannt.
- American Line Prod
-
- DORN – „SURIEL“
- Bisher waren
„Dorn“ für mich wirklich keine Band ,die einen hätte riesig umhauen können. Irgendwie
drängen sich bei mir immer die Vergleiche zu „Crematory“ auf, wenn auch „Dorn“
schon irgendwie ihren eigenen Weg beschreiten. Trotzdem kann ich schon mal
sagen ,das „Suriel“ zweifelsfrei das bisher beste Album der Band geworden ist
.Zum einen bietet man sehr viel Abwechslung und auch in Sachen Songaufbau zeigt
man sich von recht kreativer Seite. Der Wechsel zwischen ruhigen und schnellen
Passagen vollzieht sich hierbei sehr flüssig und wird noch zusätzlich durch die
verschiedensten Gesänge betont. Zwar ist der Wechsel zwischen Growl Gesang und
weiblichen Vocals alles andere als neu ,geschweige denn kreativ ,aber passt
halt genau zu dieser Art des Songs .Allerdings muss ich eingestehen ,ohne die
Leistung der Sängerin zu schmälern das man ihr Einsätze um einiges hätte
reduzieren können. Finde ich streckenweise viel zu dick aufgetragen. Als
wirklich sehr positiv zu bewerten ist die samt richtig schön düster ,fast
mystisch anmutende Ausstrahlung der gesamten Songs .Zwar wird diese Ausstrahlung
vor allem durch den Einsatz des Keyboards erzielt, aber das Ding agiert hierbei
wirklich harmonisch mit den anderen Instrumenten ,ohne sich in den Vordergrund
zu drängeln .“Suriel“ zeigt sich durchweg als hörenswertes Album und hat
wirklich viel zu bieten.
- CCP
Records
-
- DESENSITISED / PEACH HER (SPLIT CD)
- Neues Futter für
Fans des etwas „lustigeren „ Death Metals mit einigen Gore – Einlagen! Als
erstes versuchen sich auf dieser Split – CD , die Holländer DESENSITISED mit 5
Songs , die von der Produktion her ganz in Ordnung gehen und ein recht
ordentliches Death Metal Feeling vermitteln. Aber zu mehr reicht es auch leider
nicht und umhauen oder etwas neues bieten tut man auch nicht!
Bemerkenswert ist lediglich , das eine hübsch aussehende Flamme die
Gitarrensaiten malträtiert!! Ganz das Gegenteil davon bietet PEACH HER ,
die aus Frankreich stammen und immerhin schon seit vier Jahren rumlärmen.
Irgendwie haben die einen eigenen Humor und eine eigene musikalische Kreation
gefunden , verrückte und teilweise richtig abgedrehte Samples in Ihre Songs zu
integrieren. Dementsprechend ist die Suppe dann natürlich auch sehr lecker für
die Grindcore – Fans und selbst meinereiner freut`s beim hören der 10 Songs !
Zwei Songs wurden übrigens mit Gastmusiker von Inhumate / Blockheads
eingespielt. Origineller Stoff , der live auch gut rüberkommen dürfte !
- Goregiastic Records
-
- DISINTER – “AS WE BURN”
- Die Band zählt
ohne Zweifel zu den Spitzen im Death Metal Bereich .Und mit ihrem neuesten
Rundumschlag haben sie noch mal nen Schritt nach vorn gemacht .Denn “As we..” ist
ein Album geworden ,wo man zwar enorm auf das Gaspedal tritt ,aber auch mal ne
kurze Ruhepause einlegt ,um dann wieder mit exzellentem Riffing die ganze Mucke
nach vorne zu treiben .Neben der sau guten Produktion die dir mächtig derb aus
den Boxen entgegendrückt ,gibt’s auch in Sachen Spieltechnik absolut nichts zu
meckern .Die sehr fetten Gitarrenwände drücken dich einerseits fast nieder und
andererseits zwingen sie dich regelrecht ,dich ins Moshpulk zu schmeißen um
dort voll abzutoben .Neben puren Gewaltexzessen findet die Band immer noch nen
Weg ,auch ein bissel was an „Melodien“ einfließen zu lassen .Und diese
Zusammensetzung passt bei den Chicagoer Jungs wie die Faust aufs Auge .“As we
burn“
- unterscheidet sich
gerade durch Kreativität und absoluter technischer Perfektion von der Masse der
Death Metal Veröffentlichungen und sollte daher unbedingt den Weg in euren
Player finden .
- Morbid Records
-
- EMINENCE - „HUMANOLOGY“
- Hier haben wir es
mit einem brasilianischen Quartett zu tun , das auch schon seit einigen Jahren
im Underground am werkeln war und es nun zu einem etwas größerem Label
geschafft hat und somit einem größeren Hörerkreis bekannt gemacht werden
dürfte! Wie bereits erwähnt stammen die Burschen aus dem Land wo schon einige
starke Bands herkommen . Und genau das wollen auch diese vier beweisen! Was ich
auf Ihrem inzwischen zweiten Longplayer zu Ohren kriege , kann sich durchaus
hören lassen. Zwar ist der große Oberbegriff Death Metal zu nennen , aber man
geht hier vocalistisch etwas eintönig zu werke was leider auch bei vielen
Gitarrenläufen zu bemerken ist!
Zwar scheint man um Abwechslung bemüht zu sein , aber irgendwie zünden
die eingestreuten Parts nicht so richtig! Also auf gut deutsch gesagt: Das Teil
bietet Death Metal , den man schon vielfach besser und abwechslungsreicher gehört
hat! Somit eigentlich nur etwas für Fans , die ab und an mal einen anderen
Bandnamen nebst dazugehöriger CD im Regal stehen haben müssen!! Try it ! Bei
mir reißt die Scheibe jedenfalls nichts vom Tisch , geschweige vom Hocker!!
- Hardebaran
-
- EVOCATION – “EVOCATION”
- „Evocation“ ist
ein klassisches schwedisches Old School Album, das diese Bezeichnung genau
genommen gar nicht tragen dürfte. Denn auch wenn es jetzt erst erscheint, sind
die Aufnahmen locker 12 Jahre alt. Irgendwie haben sie es wohl vorher nicht auf
die Reihe bekommen und sich zu allem Übel 93 auch noch aufgelöst. Jetzt sind
sie wieder da und mit ihnen die alten Songs. Ganz in der Tradition von NIRVANA
2000, UNLEASHED, GROTESQUE und MERCILESS ( niemand verliert die Zeichen seiner
Zeit) spielen EVOCATION rohen, schleppenden Death Metal mit der typische rauen,
leicht nachhallenden Stimme. Die Instrumente sind anständig runter gestimmt,
wie sich ´s gehört. Für Überraschungen ist kein Platz, alles klingt so wie es
sich gehört. Das Album kommt nicht mal unbedingt zu spät, sind ja schließlich
noch ne Menge ewig Gestrige ( im musikalischen Sinne ) übrig. Ist zwar nicht so
der Überflieger aber dennoch ein gutes Teil. Der Sound ist dementsprechend
ruppig und spiegelt exakt skandinavischen Death Metal in seinen Anfangstagen
wieder. Kennt noch jemand den „Projection Of A Stainded Mind“ Sampler? – genau
so klingt ´s .
- Breath Of Night / Merciless Rec.
-
- ESTUARY – “TO EXIST AND ENDURE“
- Hier haben wir es mit einer Ami –
Band aus dem schönen oder nicht schönen Cincinnati ,Ohio zu tun. Verschrieben
sich das Fünfgestirn dem schnellen und
doch recht melodiösem Death Metal , den die vier Burschen nebst schmucker
Vocalistin auch wirklich gut rüberbringen. Songs verstehen sie jedenfalls zu schreiben
und dadurch das man sich traut auch einige Breaks in den Songs einzubauen ,
fängt bei mir schon beim ersten Durchlauf der Kopf langsam an zu kreisen!! Da
soll man dann noch ein Review bei schreiben! Ja , wirklich gut was diese
Hexenmeister da so auf zehn Songs zusammengebraut haben. Wenn das Schlagzeug
mal gerade die Gitarren nicht zu Höchstleistungen anstachelt , windet sich ganz
unverhofft eine geile Melodie in die Höhe um kurz darauf wieder unterm
Gitarrenbrett zu verschwinden. Vokalistisch gibt Death Gegrowle welches ab und
an durch die weibliche Death Stimme etwas unterstützt wird! Erwartet auf keinen
Fall eine Stimme hell wie Glockenklang! Ich sag mal so in Richtung Sabrina
Clasen geht`s dann doch und gibt den Songs noch einen zusätzlichen Kick! Checkt
es an oder nicht , auf jeden Fall eine sehr ordentliche Death Metal Scheibe die
tobt!!
- IBexMOON
RECORDS
-
- FUNERUS
– „FESTERING EARTH“
- Oh Backe , hier gibt`s jetzt aber ganz schön was auf die Glocke!
Sagt man nicht auch heute noch ab und zu ,die Amis spinnen!!?? So kommt`s mir
jedenfalls beim erlauschen der neun Songs ihres (Zweiten???) Werkes vor. Haben
die die Klampfen runter gestimmt und hämmern die drauf los. Das da am Bass dann
auch noch das auf dem Backcover abgebildete hübschen Weibchen zupfen soll ,
kann ich mir schon gar nicht recht erklären! Denn hier gibt`s fetten
Dampframmensound mit leider etwas eintönigen Vocals .Aber wen stört das schon
wenn`s ordentlichen Death Metal gibt der mal etwas schneller und mal etwas
verhaltener rüberkommt. An den Drums sitzt übrigens der Ex- Drummer von
INCANTATION. Also richtig fetter Sound und recht abwechslungsreich gibt
es neun mal was auf die Birne bis sie weich geklopft ist!! Kann man
durchaus weiterempfehlen , da sich die Scheibe dann doch etwas vom Einheitsbrei
abhebt. Liegt`s an der Hübschen die so einen flotten Darm zupft ??? Findet es
selber raus!! Mir gefällt`s und Euch hoffentlich auch!!
- IBex
Moon Records
-
- FELSENREICH – „TIEFE“
- Mit ihrem letzten
Album „Am Ende der Zeit“ konnte mich die Band überhaupt nicht überzeugen
.Demzufolge standen meine Erwartungen für ihr neues Album auch nicht wirklich
auf Sturm. Aber da sollte ich mich echt getäuscht haben ,denn mit „Tiefe“ legen die Band ein echtes
Hammerteil vor, welches fast in allen Belangen überzeugen kann. Denkt man beim
Intro und beim darauf folgenden Titel noch „Naja ,wird wohl sehr typischer
Gothic Rock werden !“ ,setzt die Band dann wahrlich zu echten musikalischen
Höhenflügen an .Denn was folgt ,ist Abwechslung pur ,enorm durchdachtes
Songwriting und eine Atmosphäre ,die sich wie ein Teppich über den Zuhörer
legt. Obwohl man bei den insgesamt 13 Stücken alle Register zieht ,um eine
Metalproduktion interessant zu gestalten ,artet dies nie im Chaos aus oder
erweckt den Eindruck ,überladen zu sein. Ganz im Gegenteil ,sämtliche Elemente
fügen sich hervorragend zu einem Ganzen zusammen und passt einfach nur
100%’tig.Neben sehr atmosphärisch schon fast episch angehauchten Songs ,findet
man auch mal eher poppig ,Tanzflächen kompatible Stücke genau so vor ,wie
balladenhafte enorm ruhige Songs. Hier wird echt viel geboten. Inmitten der
einzelnen Songs gibt’s massig an verschiedensten Effekten zu entdecken ,die
hierbei ungemein zur Ausstrahlung des jeweiligen Stückes passen – leicht
chorale Gesänge ,Blechblasinstrumente ,hintergründig agierende Keyboards
,Meeresrauschen, Klaviereinsätze etc .Ohne Zweifel ist „Tiefe“ als durchweg
gelungenes Album mit ner Menge Highlights anzusehen .Wer auf bombastischen
atmosphärischen Goth Rock ,mit leichtem Elektro Einschlag steht ,kommt hier
keinesfalls vorbei .Super !
- Tyton Records
-
- FOREST OF SHADOWS – “DEPARTURE”
HAMMERTEIL
- Na, wenn das keine
enorm düstere Mucke ist ! Als Melodic Doom Metal wird’s angepriesen .Mal sehen
! Erst einmal zum einleitenden Teil .“FOS“ ist ein Soloprojekt aus dem
schwedischen Lande. Und da ist ja bekanntermaßen ein echt großes musikalisches
Potential vorhanden .Was macht der Düstermensch Niclas Trohagen nun .Mensch
,schon Song 1 holt dich völlig runter und verbreitet ne sau depressive
Stimmung. Die enorm melodischen ,düsteren und fast schon schleppenden Rhythmen
,gepaart mit ausdrucksstarkem ,ebenfalls düsteren Vocals ,eröffnen dir echte
menschliche Abgründe. Aber was ist das ,ein plötzlicher ,völlig unerwarteter
Umschwung im Rhythmus. Da wirst du doch glatt aus dem am Boden liegenden
Gemütszustand rausgeholt .Geil !Was im nächsten Song dann folgt ,ist ne Klasse
für sich .Zwar schleppt sich das Geschehen meist enorm fett dahin ,lässt aber
auch am laufenden Band neue interessante musikalische Einlagen entdecken Hinzu
kommt noch ein sehr starker Einfluss skandinavischer Folkmusik ,welche den
Songs gerade diese fast erdrückende Atmosphäre verleien. Obwohl diese Mucke nun
mal sehr Melodie orientiert ist ,fehlt so’n nötiger Bombast an keiner Stelle
und auch ein paar flottere Rhythmen geben sich mal die Ehre. Die absolute Mucke
für kalte, düstere Tage um sich einfach mal treiben zu lassen .Aber Achtung
,zuviel davon steigert die Selbstmordgefahr – kein Witz !!!
- Firefox Records
-
- FERMENTO – „INSIGNIA“
- Was im Intro mit Geschützfeuer, Gewehrsalven und Stuckapfeifen
beginnt, ist das neuste Lebenszeichen von FERMENTO oder besser Robert und
seinen Musikern. Und ich muss neidvoll anerkennen, dass FERMENTO eine amtliche
Entwicklung durchgemacht haben. Jedenfalls in musikalischer Hinsicht. Kaum noch
ein Vergleich zu „Symbols...“ Scheibe. Auch wenn FERMENTO immer noch so
gnadenlos brutale Musik machen wie einst, ist das ganze Paket wesentlich
anspruchsvoller, technischer und abwechslungsreicher geworden. Robert hat in
dieser Hinsicht in den letzten Jahren jede Menge dazugelernt und
herausgefunden, wie man ein erstrangig fettes Album zusammenstellt. „Insignia“
ist eine absolute Nackenschraube, die stampft, prügelt, gurgelt und fiedelt,
was das Zeug hergibt. Der Songaufbau ist unglaublich vielschichtig und weiß
ständig zu überraschen. Die Musik von FERMENTO ist zu keiner Zeit
vorausschaubar und knallt trotzdem aller erste Kajüte an den Latz. Death Metal
in Vollendung, inklusive Videoclip. DER Baseballschläger vor die Kniescheibe
eines jeden, der die Augen vor wahrer brutaler Musik verschließt! Wenn da nur
die dümmlich extrovertierten und faschistoiden Texte eines Kleingeistes nicht
wären.
- Voliac Rock Prod.
-
- FALLEN YGGDRASIL – “BUILDING UP A RUIN TO COME”
- Vogelgezwitscher
,Krähen ,melodisches Gitarrenspiel- erinnert mich irgendwie an “Metallica” - ein
Schuss aus der Büchse und schon geht’s los .Auf dem ersten full length
zelebriert man, wie man es bereits von ihren Demos her kannte ,echten reinen
Death Metal, welcher vor allem durch jede Menge Eigenständigkeit geprägt ist
.Und gerade dieser Punkt macht die Burschen sehr sympathisch. Auch wenn ich
nicht gerade Fan dieses typischen Death Metals mit leichten schwedischen
Touches bin ,kann ich mich für diese CD allemal begeistern . Denn irgendwie hat
man so nen gewissen Zwischenweg im Death Metal Bereich gefunden .Die Songs sind
nicht unbedingt enorm schnell brutal ,andererseits aber auch nicht lasch und melodiös.
Ist schon irgendwie was ganz Eigenes ,was man hier musikalisch vorträgt. Neben
dem wirklich gutem Songarrangement ,jeder Menge professioneller Spielfreude
,überzeugt vor allem der Simon am Mikro. Da wird nicht nur durchweg gegrunzt
oder geschrieen ,sondern mit den vielfältigsten
Ausdrucksformen gearbeitet ,welche den Songs noch ne zusätzliche Portion
an Abwechslung verleiht. Daumen hoch für Fallen Yggdrasil ! Bleibt zu hoffen
,das die Burschen sich auch in nächster Zeit weiter so kreativ in Szene setzen
und nicht eventuell auf irgend ein Trendzug aufspringen werden .
- Supreme Chaos Records
-
- FALL OF SERENITY – “ROYAL KILLING” HAMMERTEIL
- Wow,das ist ein
echter Hammer .Schon beim ersten leichten anchecken gibt’s die volle Punktzahl und
so’ ne kleine Einstufung als ”Perle aus dem Underground”. Ihr glaubt’s nicht
,na dann müsst ihr euch mal die 10 neuen Songs auf “Royal killing” reinziehen
.Fangen wir erst einmal mit der Produktion an .Die ist so gut wie über jeden Zweifel
erhaben ,bringt jede Menge Druck rüber und ist natürlich absolut professionell
abgemixt. Und auch Songmäßig hinkt man der super Produktion nicht nach. Von
Anfang an zeigen die 5 Burschen ,wo es langgeht und das man keine Gefangenen
machen will .Kill,kill,kill ist durchweg der Slogan ,den man verbreitet. Aggression
und musikalischer Gewalt pur. Das sind zwar im Death Metal Bereich typische
Sachen ,aber das hier wirkt noch nen Zahn schärfer. Schon allein Sänger Rene
zeigt sich in absoluter Höchstform und krächzt bzw .kotzt sich förmlich die
Seele aus dem Leib, wobei er sogar stark an alte „Pestilence“ Gesänge erinnert
.Aber auch ein paar leichte angehauchte ,schon fast hymnischer Sprechgesang
eintauchende Elemente entdeckt man. Meist ballert die Mucke geradlinig nach
vorne los, wobei sich vor allem die stetig sägenden Gitarren ins Hirn
einfräsen. Zeit für nen paar leichtere Melodien lässt man sich auch mal ,bevor
man dann wieder der Weg der totalen Zerstörung einschlägt. Aber das Album wäre
nicht so klasse ,wenn es nicht noch mehr Einflüsse geben würde. Mit „The
forthcoming“ legt man nämlich noch nen enorm walzenden ,mit viel Groove
versehenen Song hin, welcher dich im wahrsten Sinne platt macht .Das gesamte
Songwritung auf „Royal killing“ ist vollendet durchdacht und bringt auch jede
Menge Abwechslung mit sich .Ein Album ,das den Nerv der Death Metal Gemeinde
genau trifft und in keinem Moment schwächelt. Pflichtstoff!!!
- Triangle/Metal Age Production
-
- GORZONE - “HATE,PEACE & UNDERSTANDING”
- Das letzte Demo hatte
mich richtig weggeblasen. Bewegten GOREZONE sich doch in Richtung brutalen und
grovigen US Death. War ein endgeiles Teil. Und jetzt bin ich dann doch schon
etwas enttäuscht. Nicht dass die Cd schlecht wäre, aber irgendwas stimmt hier
nicht. Das Demo war präzise, hat sich mit kantigen Gitarren richtig in mich
reingefressen. Und jetzt verliere ich den Überblick etwas. Obwohl das Album
auch die Songs des Demos enthält und alles im selben Studio aufgenommen wurde,
ist der Sound irgendwie undifferenziert. Ich höre ständig zwischen Demo und
Album hin und her und kann zweiteres nicht so recht fassen. Hat hier jemand den
Endmix verschlafen? Wo sich früher der Gesang oberbrutal anhörte, steht er
jetzt viel zu monoton im Vordergrund und auch alles andere klingt leicht
verwaschen. Wo sich doch sonst geile Riffs der Marke HATEPLOW die Klinke in die
Hand geben, ich versteh das nicht. Es ist ja alles auch noch irgendwo da, nur
nicht greifbar. Da komm ich nicht mit, denn die Songs selbst blasen eigentlich
gut das Gehör durch, nur nicht auf der Cd. Mit einer besseren Produktion hätte
„Hate...“ alle Optionen für einen amtlichen Killer, so bleibt leider ein
schaler Beigeschmack zu normalerweise echt fitten Songs von noch fitteren
Musikern. Hört selbst mal rein, vielleicht bin ich ja auch nicht ganz dicht.
- Chainsaw Fisting Rec.
-
- HELLEBAARD – „STRIJDKRACHT“
- Mit
Veröffentlichungen aus dem Hause „CCP“ ist das bei mir immer so eine Sache .Entweder
weiß man sofort ,das Teil ist scheiße oder super gut .Aber gerade bei den
Neuzugängen gestaltet sich das nicht mehr ganz so einfach .Und so muss ich das
musikalische Schaffen der beiden Burschen von „Hellebaard“ auch etliche male
rotieren lasen ,um erst einmal nen richtigen Eindruck zu bekommen. Die beiden
Niederländern präsentieren uns hier ihr Debütalbum mit 9 Songs ,die im großen
und ganzen nicht übel sind. Inspiriert durch traditionelle heidnische Religionen
und ihrem Respekt fürs Vaterland ,zelebriert man durchweg ne Mixtur aus Pagan-
und Black Metal .Allerdings steht für mich der Black Metal sehr vordergründig. Aber
zum Glück wird hier nicht ins extreme BM Lager eingetaucht ,sondern man geht
eher atmosphärisch zur Sache und lässt sich vor allem im Rhythmusaufbau nicht
auf so’n stetig knüppelndes Niveau herab. Vielmehr findet man neben richtig
fetten satten Elementen auch nen ganzen Haufen ruhiger Pagan Metal Elemente
wieder .Kreischgesang gibt’s natürlich auch - aber nicht so nervtötend ,wie man’s
sonst so kennt ,sondern ziemlich hintergründig gehalten .In erster Linie erinnert
mich das gesamte Geschehen doch an „Bathory’s – Hammerheart“ ,wenn auch nicht
so genial in Szene gesetzt .Ohne Zweifel ne Scheibe ,die man laufen lassen kann
,auch wenn man vergeblich auf so einen top Highlight Song wartet.
- CCP Records
-
- JÄÄPORTIT – „UUMENISSA“
- Solch Soloprojekte
schienen ja in Finnland wie Pilze aus dem Boden zu schießen und auch
musikalisch scheint man fast die gleichen Wege zu gehen .Tuomas M. Mäkelä
erschafft mit dieser Scheibe eine absolute harmonische Klangwelt ,welche man
vielleicht als Art Trip in die innersten Gedanken – und Gefühlswelt verstehen
könnte. Hierbei baut sich ein enormes düsteres Ambiente auf ,welches meist sehr
melancholisch und ungemein traurig wirkt. Dabei verwendet der Künstler nur rein
elektronisch erzeugte Klänge ,welche aber trotzdem in recht vielseitiger Form dargeboten werden. Die
ganze Art dieser klanglichen Darbietung könnte man vielleicht mit nem stetig dahinfliessenden
Fluss vergleichen ,welcher sich gemächlich seinen Weg bahnt und hierbei die
Schönheit an beiden Ufern nicht außer acht lässt. Monoton wirken diese Klänge
niemals, obwohl sie nun mit fast gleich bleibender Intensität dargeboten
werden. Irgednwie ist das hier Gebotene nur schwer in Worte zu fassen ,da man
beim Zuhören förmlich mit den einzelnen Songs entschwebt und sich auch die
Gedanken in eine völlig andere Richtung bewegen ,als man es will. Fakt ist auf
jeden Fall, das dies keinesfalls was für die breite Masse ist ,sondern eher was
für die Leute, die sich mal auf nen Trip in ihre Gedanken –und Gefühlswelt
machen wollen um dort vielleicht ihr „wahres Ich“ zu finden .
- Firebox Records
-
- KARKADAN
– „UTMOST SCHIZOPHRENIA“
- Das Zweitwerk der
süddeutschen Metalmaniacs besticht in erster Linie durch eins ,nämlich dem
enorm eigenständigen Charakters ihres musikalischen Schaffens. Ihre Mixtur aus Death ,Black und
sogar Heavy Metal Anteilen ,kann man
schon fast als was Neues einstufen ,auch wenn der Black Metal Anteil überwiegt.
Am meisten erstaunt einem hierbei jedoch ,das die Band gerade in Sachen
Melodien kaum ultra typisch rumwerkelt ,sondern enorm kreativ voranschreitet.
Echt erstaunlich ,was man sich hier kompositorisch hat einfallen lassen. Die 7
gebotenen Songs bieten gerade in Sachen verschiedenster Stimmung echt viel. Mal
geht’s absolut in Richtung Hasstiraden ,dann wiederum ballerts einen voll in
die Fresse um dann alsbald wieder mit eher Melodie betonten Riffs dich auf den
Boden der Realität zurückzuholen .Und genau so vielschichtig zeigt man sich
beim Gesang .Bleibt wohl folgerichtig nichts weiter übrig ,als das ihr eure
letzten Euronen zusammenkratzt und euch das Teil mal zulegt .
- Supreme
Chaos Records
-
- KOTS - „SERIAL SUICIDE“
- Och….was ´n das ? Dazu kann ich um keinen Preis ne objektive Meinung finden. KOTS
ist ein Projekt von Erwin de Witt von LAST DAYS OF HUMANITY, der schon mit
S.M.E.S. so was ähnlich schräges und gewöhnungsbedürftiges zu Wege gebracht
hat. Wie soll ich so was beschreiben. KOTS sind monotoner Drumcomputer,
Technobeats, Harmonizergegurgel und Goretexte. Technogore heißt so was dann
wohl. Da muss man erst mal drauf kommen! KOTS ist nicht schön, nicht tanzbar,
nicht mal mit Extasy, da selbst in extaktisch aufgeputschten Zustand viel zu
schnell! Viele Freunde wird der Spaß aber mit Sicherheit nicht finden, da die
musikalische Komponente einer einzigen böllernden, sehr basslastigen
Geräuschkulisse weichen muss. Ich will und kann dieses Gerumpel nicht werten,
nur eins ist sicher, hätte die Loveparade KOTS gehabt, wäre sie schon viel
schneller pleite gewesen.
- BLP Prod.
-
- KAMINARI
– „FARADAY’S DAYDREAM“
- Au Backe ,ist ja
nun genau die richtige Musik ,um meine intolerante musikalische Meinung voll
zum Vorschein zu bringen .Schon allein der Gesang geht mir so ziemlich von
Beginn an voll auf die Eier .Ihr Englisch klingt hierbei ,wie bei vielen
deutschen Bands ,extreme im Ausdruck betont und für mich viel zu sauber .Klingt
wie auswendig gelernt und nur so vorgebetet !Jetzt aber ne Meckerpause ! Die
aus Baden Würtenberg stammende Band gibt sich auf ihrem ersten kompletten
Longplayer ,mit 11 Songs der Sparte Hardrock meets Heavy Metal ,die Ehre. Die
hierbei meist im mittleren Tempo agierenden Songs haben alle samt nen echten
„Wieder erkennungswert“ ,denn Songaufbau und Rhythmus hat man fast genau so ,schon
von vielen anderen Bands vernehmen können .Das „Kaminari“ ihr Handwerk
verstehen ,lässt sich nicht leugnen und ne gewisse musikalische Qualität kann
man ihnen auch getrost zugestehen .Ach ,bevor ich’s vergesse ,so’n Song im
Balladenformat gibt’s natürlich auch –na ,ist das nicht auch wieder typisch !?
So, jetzt ist aber Schluss ,meine Ohren wollen nicht mehr !
- Supreme Chaos Records
-
- LACRIMAE
- “COURSE TO ARSONING”
- Na ja, das soll
wohl Black Metal mit gelegentlichen Death Anleihen sein. Mit viel Keyboard,
Piano und so Grütze. Der Frontkreischer geht mir zusehends auf den Geist. Der
ist definitiv untalentiert oder hat ne Frau zu Hause die weder kocht noch
bügelt. Im Laufe der Spielzeit vergessen die Musikusse sogar, dass sie
irgendwas mit Metal spielen wollten und die Tasteninstrumente, die
zugegebenermaßen tolle Melodien zaubern, rücken immer mehr in den Vordergrund.
Jedenfalls wird das Gebräu immer mehr zu ner Düster Gothic Nummer mit
Gekreische. Und da der Sänger selbst am Tastenkasten sitzt, wirkt die ganze
Nummer sehr selbstverliebt und der Rest der Band scheint dann nur noch
Staffage. Über 50 Minuten Spielzeit können einen da schon ganz schön fordern.
Black Metallern und anderen beweihräucherten Make – up Trägern ohne erkennbare
Mimik könnts gefallen, nur werden die Oberbösewichte so was nicht öffentlich
preisgeben. Für mich ist das
nichts!
- American Line Prod.
-
- KILLING SPREE – “CHOOSE AND DECIDE” HAMMERTEIL
- Alle Achtung! Da haben die morbiden Jungs so nen richtig geiles
Stück an fetter Mucke an den Start gebracht. Eins ist schon mal den 6 Burschen
zuzugestehen. Das ,was sie uns hier an 10 Songs anbieten ,hat einen dermaßen
Groove ,welcher einen förmlich die Beine wegreißt. Die wird natürlich noch
zusätzlich durch die enorm gute Produktion unterstützt. Grob gesehen ist
“Killing…” ohne Zweifel in den Death Metal Bereich einzuordnen, wobei die Jungs
aber nicht immer 100%’tig dieser Sparte folgen. Ich möchte mal behaupten ,dass das
eine oder andere Riff zweifelsfrei sogar in den Metalcore Sektor einzustufen ist.
Hinzu kommt bei ihren sehr atmosphärisch angehauchten Death Metal noch ne gewisse
Portion aus dem Gothic Metal Bereich .Und da werkelt man gekonnt auch schon mal
mit nem Keyboard rum. Zwar agiert das Teil größtenteils hintergründig ,aber ab
und an taucht’s halt auch mal sehr vordergründig auf. Ist zwar niemals nervend
,aber ein bissel weniger hätten es meines Herachtens auch getan. Obwohl man nun
größtenteils wert auf Atmosphäre legt ,verlieren die einzelnen Songs niemals
den brachialen Touch und zertrümmern stetig alles, was sich ihnen in den Weg
stellt. Selbst in punkto Gesang geht’s echt fett und vor allem ausdrucksstark
zur Sache ,wobei aber nicht unbedingt auf das extreme Gegrowle gesetzt wird
.“Killing Spree“ gehen ohne Zweifel ihren eignen musikalischen Weg und setzten
hierbei vor allem auf Abwechslung und Kreativität ,wobei ich aber dennoch
behaupten möchte ,gewisse Einflüsse von Bands
wie „Vader“ oder „Crematory“ ausmachen zu können. Aber letztendlich kann
man da irgendwie drauf scheißen ,denn mit „Choose…“ wird euch nen echt
schmackhafter Death Metals Leckerbissen geboten ,an welchem man nicht vorbei
gehen kann.
- Morbid
Records
-
- LUST OF DECAY – “KINGDOM OF CORPSE” HAMMERTEIL
- Lange angekündigt
war es ja, das neue Album der 4 aus North Carolina. Nur erscheinen wollte es
ewig nicht. Aber was lange währt....hier stimmt es! „Kingdom Of Corpses“ dürfte
ein Leckerbissen für eingefleischte US Death Metal Fans sein. Gut, es ist
vielleicht nicht das eigenständigste Musikgebräu der letzten Jahre, erinnert es
doch in punkto Songwriting und Growls oft an DYING FETUS Meisterwerk „Destroy
The Opposition“. Vor allem bei den langsameren groovigen Teilen ist das
überdeutlich. Trotz dieses für ganz verbissene Nörgler scheinbaren Mankos, sind
LUST OF DECAY 10 grandiose Killersongs entsprungen. Allen voran „Septic Tank
Abortion“ der wohl eine der intensivsten Death Metal Nummern, die mir seit ner
wirklich langen Zeit zu Ohren gekommen ist, sein dürfte. Leo wäre jedenfalls
begeistert, geht ihm doch bei den hohen Gitarrentönen regelmäßig einer ab.
Erfreulicherweise geht ein Death Metal Album auch mal wieder über 30 Minuten,
was leider immer seltener wird, besonders bei dieser Art Musik. Also, jeden
Daumen, der irgendwo wuchert, nach oben gereckt und dieses Album abgreifen!
- Comatosemusic
-
- MORSGATT
– „BUTT MUD“
- Einigen dürften diese vier Krachmacher aus dem Norden Deutschlands
ja sicher schon ein Begriff sein und vielleicht auch deren zwei kleine
Veröffentlichungen (MCD Kick ass undress / Funeral fist fucker (Split mit
SCURVY) Ihr eigen nennen. Nun ist für die inzwischen sicher hungrige Gore /
Grind – Meute das Debütwerk erschienen und dürfte zu vollsten Befriedigung der
Meute beitragen. Die vier maskierten Burschen haben sich ja mehr oder
weniger dem „sick pounding anal attacking hyper grind“ verschrieben und
so gibt es kurz und schmerzlos einen Einlauf nach dem anderen. Zur Erheiterung
dabei tragen dann noch einige recht originelle und verrückte Samples bei , die
Euch den Arsch endgültig aufreißen dürften. Also ran an den Speck und führt
Euch anal oder „ohral“ die 21 kurzen aber gut rutschenden Leckerbissen
ein!!
- Goregiastic
Record
-
- NOCTURNAL DEVOTION – „VIRUS…“
- Seit längerem mal
wieder ein Lebenszeichen aus dem Nachbarland Tschechien! Zwar ist die Band aus
der Slowakei , aber beim Vladimir von FLESHLESS und seinem Label NICE TO EAT
YOU RECORDS ,unter Vertrag. Was kann man eigentlich anderes erwartet wenn man
diese Tatsache erfährt!!?? Natürlich Death Metal , aber oh Wunder , nicht nur
reines Gebollere , nein , die fünf Burschen bringen auch ab und an so etwas wie
Melodien mit rein. Vocalistisch zeigt man die ganze Bandbreite vom normalen ,
über Death Metal bis hin zum Black Metal Gesang , was den Songs recht gut zu
Gesicht steht. Des weiteren nehmen sie auch ab und an mal den Fuss vom Gas was
auch nicht schlecht kommt. Aber summa summarum ergibt das aber auch nur eine
ordentliche Death Metal – Scheibe auf dem Weltmarkt mehr!! Trotz allem sollte
man der Band mal ein Ohr schenken , mit Ihrer ordentlichen Death Mucke haben
sie es jedenfalls verdient!
- Nice To
Eat You Records
-
- NEGATIVE CREEPS –
“MUTUAL ANNIHILATION”
HAMMERTEIL
- Genau das mag ich
,Songs die ungemein grooven und dir voll in den Arsch treten können .Und ich
bin echt erstaunt ,das man bisher von der Band noch nicht groß was hier in old
germany vernommen hat .Denn ihr mittlerweile viertes Album hat echt alles zu
bieten, was man sich so von ner geilen Mucke wünscht. Mit den 10 gebotenen
Songs sorgen die Griechen wahrlich für einen echten Hörgenuss. Ihr Hauptaugenmerk
ist hierbei eindeutig auf den Thrashsektor gerichtet ,wobei man sich ohne
Zweifel „Slayer“ als Vorbild genommen hat. Hinzu gesellt sich noch ne feine
Briese ,verhältnismäßig melodischer Death Metal Anteile ,nen paar ganz leichte
Black Metal Elemente und ein nicht geringer Anteil an Hardcoreinflüssen. Bei
dieser Mixtur setzt die Band auf kreative Einschübe .Und trotzdem klingt man
alles andere als typisch modern. Vielmehr setzt man auf old school und massig
Aggression. Diese aggressive Stimmung setzt die Band dann auch im Gesang gut
um. Neben ultra Wut beladenen Vocals ,gibt’s ab und an auch mal nen paar
Kreischeinlagen. Insgesamt gesehen
erinnern mich die Vocals sehr stark an „Carnivore“ ,nur halt mit nem etwas
größeren Anteil an Hardcorerroots .Eingefleischte Death -/Thrashfans haben mit
„Mutual annihilation“ ihre absolute Freude und werde es in keiner Minute bereuen
,sich das Teil zugelegt zu haben .Für meinereins schon fast Pflichtstoff !
- Black Lotus Records
-
- NOCTE OBDUCTA – “NEKTAR TEIL 1
ZWÖLF MONDE,EINE HAND VOLL TRÄUME“
- Obwohl sich die Band bereits 1993 gegründet hat und man schon auf
nen ganzen Arsch voll Veröffentlichungen zurück blicken kann ,hat sich die Band
doch noch so einen gewissen Undergroundstatus beibehalten. Auf „Nektar Teil
1“präsentiert man uns nun 5 Stücke mit ner Spielzeit von fast 52 min. ,welche
man vielleicht als ne Art „Best of“ bezeichnen könnte .Oder sollte man es etwa
als ne Art Konzeptalbum ansehen ,da die Stücke nach Jahreszeiten benannt wurden
.Keine Ahnung! Jedenfalls stammen sämtliche Titel aus den Jahren 1994 – 2000 .Wer die Band kennt
,weiß auch ,das sie sich zwar im Black Metal Lager wohl fühlen aber so rein gar
nichts mit dem typischen ober evil Gebolze der meisten BM Bands zu tun haben .Ganz
im Gegenteil ,denn bei ihrer Musik wird wirklich auf Anspruch gesetzt .Vom
Songwriting her erstklassig ausgearbeitet ,bietet man alles ,was ein eher
toleranter BM Fan braucht .Jede Menge Atmosphäre ,rasend schnelle Black Metal
Riffs ,Elemente mit teils hymnenhaften Charakter ,sehr düstere epische
Zwischenspiele bis hin zu typisch ,fast schon primitiven BM Elmenten .Und all
diese Elemente finden in absolut harmonischem Zusammenspiel hier ihre volle
Entfaltung .Selbst gesanglich nervt man nie ,sondern fügt sich allseits passend
ins jeweilige rhythmische Geschehen ein .“Nektar“ zieht dich zweifelsfrei
sofort in seinen Bann.
- Supreme Chaos Records
-
- NEUROTICFISH
– “BOMB E.P”
- Ich bin mal wieder
im Tanzlager angekommen. Genau genommen beim Electro – Pop , aber was soll`s
auch das mag ich mit meinen schlappen 46 Jahren. Tanzbein schwingen hält
mindestens genau so fit wie stundenlanges Headbangen bei den Festivals!! Also ,
hier rotiert gerade eine Vorab E.P der beiden Soundtüftler Sascha Mario Klein
und Henning Verlage. Zu hören gibt es drei unterschiedlichste Remixe des Songs
„Bomb“. Immer wieder erstaunlich was man da so rein bzw. rausholen kann aus
einen Song!! Allerdings frage ich mich trotzdem immer wieder , wer braucht das
, außer beinharte Fans!!?? Als Bonus gibt`s noch drei andere Songs zum lauschen
und abdancen!! Nicht schlecht und mit einer Laufzeit von etwas über 36 Minuten
auch sein Geld wert!! Freunde gut tanzbarer und kreativer Electro – Pop –
Dance Mucke sollten das Teil im gut sortierten Plattenhandel ruhig mal
anchecken!!
- Strange Ways
-
- OLETHRIO RIGMA –
„O TROMOS TIS EXOUSIAS“
- Die anfänglichen
Töne, sprich Song nummero 1 gestaltet sich ja noch wirklich gut und lässt eigentlich
was wirklich geiles erahnen . bzw. erhoffen. Guter Rhythmus ,geiles Songwriting
und vor allem ,kein Gesang .Dann ,als dieser bei nächsten Song einsetzt
,verbreitet sich Schrecken und Grauen .Die männlichen ,teils leicht im Growl
Bereich gebotene Ausdrucksform ist ja noch ganz o.k., aber sobald die weiblichen Parts einsetzen ,stellen sich
die Nackenhaare auf. Das kann doch nicht ernst gemeint sein – null Ausstrahlung
,klingt bald wie Geblöke von nem Schaf .Also echt ,welcher Typ kam denn bloß auf
die Idee ,die Frau ans Mikro zu holen !?War’s ne taube Nuss ?Nu aber zum
musikalischen Teil .Bisher dachte ich ja immer ,das gerade Griechenland in
Sachen kulturellem Angebot ziemlich weit and er Spitze in der Welt steht .Aber
was die Band hier anbietet ,lässt mich doch sehr zweifeln. Im Info steht was
von Punk/Metalcore ,aber so was kann ich beim besten Willen nicht erkennen
.Vielmehr befassen sich die Leutchen mit der Gothicszene und dies in einem
Niveau ,was schon echt unter die Gürtellinie geht. Hier findet man einfach
nichts .Weder Kreativität, noch Druck ,noch ein gut aufeinander abgestimmtes
Zusammenspiel. Man hat teilweise die Vermutung, das jeder in der Band sein
eigenes Süppchen kocht .Stellt sich mir echt die Frage ,wieso nen Plattenlabel
so ne Band unter Vertrag genommen hat .Da gibt’s doch in den tiefsten
Undergroundhöhlen bessere Bands ,welche es ohne Zweifel auch verdient hätten
,einen Plattenvertrag zu erhaschen .Bleibt zum Abschluss nur noch zusagen ,das
diese wohl zu einer der schlechtesten Veröffentlichungen gehört ,die mir jemals
von einem Label zugeschickt wurden .
- Black
Lotus Records